Régie des alcools. Gestion et compte 1990/1991
2138
N 27 novembre 1991
Nachtragskredite beantragen; sie haben also insgesamt 20 Prozent mehr ausgegeben. Hier müsste man eben auch im Kleinen etwas sorgfältiger umgehen und solche Kredite in Zu- kunft nicht mehr genehmigen, das wäre vielleicht heilsam. In Kürze wird die Budgetdebatte stattfinden, dort geht es dann darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es wird sich dann zeigen, wieweit Sie zu sparen bereit sind. Es wird sich auch im nächsten Jahr zeigen, wenn das Sanierungspro- gramm zur Debatte steht. Das geschieht nicht beim Budget und nicht bei den Nachtragskrediten, sondern das geschieht im Verlaufe des Jahres.
Herrn Jürg Scherrer muss ich allerdings doch noch etwas ent- gegnen: Er hat gesagt, wir wollten dauernd mehr Steuern und Abgaben erheben. Ich habe es gestern im Ständerat bereits erwähnt: Das Benzin ist seit dem 27. November 1936 mit ei- nem Grundzoll von 26.50 Franken pro 100 Kilogramm bela- stet. Seit 1936 ist diese Zahl nicht angetastet worden. All dieje- nigen, die Benzin konsumieren, haben nicht dauernd mehr bezahlt, Herr Scherrer, sondern sie haben seit 1936 dauernd Steuererleichterungen entgegengenommen und nie prote- stiert. Bei Beginn des Autobahnbaus hat das Parlament zwei Dinge getan: Es hat über die Hälfte des Grundzolls dem allge- meinen Haushalt entzogen, damals 60 Prozent, und ihn für Nationalstrassen eingesetzt. Später hat es dann den Treib- stoffzollzuschlag beschlossen, letztmals 1974 auf 30 Rappen erhöht. Wenn Sie an die 30 Rappen von 1974 denken, müssen Sie sich auch vorrechnen lassen, dass heute 53 Rappen den gleichen Wert hätten. Das heisst also, die Automobilisten ha- ben in der letzten Zeit Steuererleichterungen gehabt, minde- stens seit 1974, und nicht -erhöhungen. Deshalb kann ich nicht begreifen, dass man ein solches Theater macht. Ich bitte Sie, dem Nachtrag II zuzustimmen.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Justiz- und Polizeidepartement Antrag der Kommission 415 Bundesamt für Flüchtlinge 3180.001 Kommissionen und Honorare Fr. 740 000
Département de justice et police Proposition de la commission 415 Office fédéral des réfugiés 3180.001 Commissions et honoraires
Angenommen - Adopté
fr. 740 000
Bundesbeschluss über den Nachtrag II zum Voranschlag 1991 Arrêté fédéral concernant le supplément Il du budget 1991
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Art. 1
Antrag der Kommission
Proposition de la commission
Angenommen - Adopté
Art. 2, 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
110 Stimmen 11 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
91.052
Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1990/1991 Régie des alcools. Gestion et compte 1990/1991
Bericht und Beschlussentwurf vom 11. September 1991 Rapport et projet d'arrêté du 11 septembre 1991
Bezug bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Länggassstrasse 31, 3012 Bern S'obtiennent auprès de la Régie fédérale des alcools, Länggassstrasse 31, 3012 Berne
Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Die Herren Jaeger und Tschuppert Karl unterbreiten im Na- men der Kommissionen den folgenden schriftlichen Bericht:
Der Bundesrat unterbreitete den eidgenössischen Räten mit Botschaft vom 11. September 1991 den Geschäftsbericht und die Rechnung der Alkoholverwaltung für das Geschäftsjahr 1990/91 vom 1. Juli 1990 bis 30. Juni 1991.
Der Reinertrag der Alkoholverwaltung beträgt im Geschäfts- jahr 1990/1991 210,7 Millionen Franken. Er liegt damit 18 Mil- lionen Franken höher als im Vorjahr, doch um 5,4 Millionen Franken unter dem Voranschlag vom 8. Juni 1990. Der Ertrag beläuft sich auf 404 Millionen Franken gegenüber 385,4 Millio- nen im Vorjahr und 397,5 Millionen im Budget. Mit einer Zu- nahme von 10 Prozent sind die Einnahmen aus den Monopol- gebühren überdurchschnittlich angestiegen. Der Aufwand ist mit 193,3 Millionen Franken um 11,9 Millionen Franken höher als budgetiert. Höhere Ausgaben verursachte insbesondere die Verwertung der Kartoffelprodukte, wogegen die Obstver- wertung weniger kostete.
Vom Reinertrag von 210,7 Millionen Franken erhält nach Bun- desverfassung und Alkoholgesetz der Bund 189,6 Millionen zugunsten von AHV und IV. 21,1 Millionen gehen an die Kan- tone zur Bekämpfung des Alkoholismus, des Suchtmittel-, Be- täubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs in ihren Ur- sachen und Wirkungen.
MM. Jaeger et Tschuppert Karl présentent au nom des com- missions le rapport écrit suivant:
Le Conseil fédéral a soumis aux Chambres le message du 11 septembre 1991 concernant le rapport de gestion et le compte de la Régie des alcools pour l'exercice allant du 1er juillet 1990 au 30 juin 1991.
Le bénéfice net de la Régie des alcools pour l'exercice 1990/1991 atteint 210,7 millions de francs, soit 18 millions de plus qu'en 1989/1990. Le budget du 8 juin 1990 prévoyait 216,1 millions de francs. Les produits totalisent 404 millions de francs contre 385,4 millions l'exercice précédent et 397,5 millions inscrits au budget. Ce sont surtout les droits de
2139
Krankenversicherung. Dringliche Massnahmen
monopole qui ont augmenté de plus 10 pour cent. Les char- ges de 193,3 millions de francs sont de 0,6 million plus éle- vées qu'en 1989/1990. Le budget tablait sur des charges de 181,4 millions de francs (non compris les crédits supplémen- taires de 27 millions de francs). L'utilisation des produits de pommes de terre a, en particulier, occasionné des frais plus élevés alors que les dépenses pour les fruits n'ont pas atteint le montant inscrit au budget.
Le bénéfice net de 210,7 millions de francs est réparti confor- mément à la Constitution fédérale et à la loi sur l'alcool. 189,6 millions de francs reviennent à la Confédération en fa- veur de l'AVS et l'Al. La somme de 21,1 millions de francs est attribuée aux cantons pour combattre les causes et les effets de l'alcoolisme, de l'abus des stupéfiants et autres substances engendrant la dépendance ainsi que de l'abus des médica- ments.
Anträge der Kommissionen
Die Finanzkommission beantragt dem Rat einstimmig Zustim- mung zur Rechnung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung für das Geschäftsjahr 1990/1991.
Die Geschäftsprüfungskommission hat anlässlich der Prüfung des Geschäftsberichts der Alkoholverwaltung verschiedene Fragen über die Ziele und Massnahmen der geltenden Alko- holordnung gestellt. Sie wird sich im kommenden Jahr vertieft mit diesen Themen befassen.
Die Geschäftsprüfungskommission beantragt dem Rat ein- stimmig Zustimmung zum Geschäftsbericht der Eidgenössi- schen Alkoholverwaltung für das Geschäftsjahr 1990/1991.
Propositions des commissions
La Commission des finances propose au Conseil national à l'unanimité d'approuver le compte 1990/1991.
La Commission de gestion, lors de l'examen de la gestion de la Régie, a soulevé des questions concernant les objectifs et les moyens de l'actuel régime de l'alcool. Elle appronfondira ce thème au cours de l'année prochaine.
La Commission de gestion propose au Conseil national à l'unanimité d'approuver le rapport de gestion 1990/1991.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
126 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
91.069
Krankenversicherung. Kosten- und Prämiensteigerung. Dringliche Massnahmen Assurance-maladie. Augmentation des coûts et des primes. Mesures d'urgence
Botschaft und Beschlussentwurf vom 6. November 1991 (BBI IV 917) Message et projet d'arrêté du 6 novembre 1991 (FF IV 901) Kategorie II/III, Art. 68 GRN - Catégorie II/III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit (Gysin, Allenspach, Massy, Mauch Rolf, Pidoux, Widrig) Nichteintreten
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité (Gysin, Allenspach, Massy, Mauch Rolf, Pidoux, Widrig) Ne pas entrer en matière
Allenspach, Berichterstatter: ,Das Schweizervolk hat am 16. Februar des nächsten Jahres über die Volksinitiative für eine finanziell tragbare Krankenversicherung zu entscheiden. Auf dem Tisch des Parlaments liegt sodann eine weitere Volksinitiative, jene für eine gesunde Krankenversicherung. Der Bundesrat hat zudem mit Botschaft vom 8. November 1991 Vorschläge für eine Totalrevision des Krankenversiche rungsgesetzes unterbreitet. Wir werden uns also in den kom- menden Monaten und Jahren noch intensiv mit der Frage der Krankenversicherung auseinanderzusetzen haben.
Was wir heute zu erörtern haben, ist gewissermassen ein Vor- läufer der späteren Diskussionen. Der heute vorliegende dringliche Bundesbeschluss über befristete Massnahmen gegen die Kostensteigerung und Entsolidarisierung in der Krankenversicherung wird vom Bundesrat als eine Sofortak- tion charakterisiert.
Aufgeschreckt durch die von den Krankenkassen auf Jahres- beginn in Aussicht genommenen Prämienerhöhungen und vom zunehmenden Werbeerfolg der Krankenkassen, die nur gute Risiken aufnehmen und dementsprechend billige Prä- mien anbieten können, will der Bundesrat gewissermassen die Notbremse ziehen. Er hat am 6. November 1991 den vor- liegenden dringlichen Bundesbeschluss verabschiedet
Dieser dringliche Bundesbeschluss enthält im Grunde ge- nommen zwei verschiedene, voneinander unabhängige Teile. Er sieht erstens Massnahmen zur Kostendämpfung vor, indem den Leistungserbringern im Gesundheitswesen - also den Spitälern und Heilanstalten, den Aerzten, den Heil- mittelherstellern usw. - ein relativer Preisstopp auferlegt wird und im Gegenzug die Krankenkassen zu einem relativen Prä- mienstopp verpflichtet werden. Die Kosten der von den Kran- kenkassen durchgeführten Krankenpflegeversicherungen stiegen in den vergangenen Jahren regelmässig stärker als die Löhne oder der Landesindex der Konsumentenpreise. So haben sich die jährlichen Krankenpflegekosten pro Versi- cherten von 1980 bis 1989 um 89 Prozent erhöht. Im gleichen Zeitraum sind die Löhne im Durchschnitt um 42 Prozent ge- stiegen, der Landesindex der Konsumentenpreise um 32 Prozent.
Die Kosten sind das Produkt der Preise mal die konsumierte Menge. Etwa zwei Drittel der Kostensteigerung sind auf die Ausweitung der konsumierten Menge und nur etwa ein Drittel auf die Preissteigerungen zurückzuführen.
.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1990/1991 Régie des alcools. Gestion et compte 1990/1991
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1991
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
03
Séance Seduta
Geschäftsnummer 91.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 27.11.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
2138-2139
Page
Pagina
Ref. No
20 020 667
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.