Postulat Seiler Rolf
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kommission (Heft 1a/1991, S. 93ff.) publiziert worden ist. Wett- bewerbsrechtliche Publikationen rechtsvergleichender Art lie- gen auch von der Wissenschaft vor. Die EG-Kommission gibt jährlich einen «Bericht über die Wettbewerbspolitik» heraus, dem ein Verzeichnis der Einzelentscheidungen und der Ur- teile beigefügt ist (zuletzt: Zwanzigster Bericht über die Wett- bewerbspolitik, Brüssel/Luxemburg 1991). Auch die OECD publiziert regelmässig Berichte über die Entwicklungen der Wettbewerbspolitik in ihren Mitgliedländern (zuletzt: Politique de la concurrence dans les pays de l'OCDE 1988-1989, Paris 1991). Ueber die schweizerische Wettbewerbspolitik informie- ren die jeweiligen Jahresberichte der Kartellkommission (zu- letzt: Jahresbericht 1990 der Kartellkommission, EDMZ Bern). Das EWR-Wettbewerbsrecht wird sich auf Praktiken beziehen, die den Handel zwischen den Efta-Staaten unter sich oder zwi- schen ihnen und der EG beeinträchtigen. Demgegenüber wird auf wettbewerbsbeschränkende Praktiken, die sich aus- schliesslich in der Schweiz auswirken, nach wie vor das schweizerische Kartellgesetz anwendbar sein. Die beiden Re- gelungsbereiche werden somit nebeneinander Anwendung finden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Wettbewerbsgesetzgebungen in mehreren Mitglied- staaten der EG anders als diejenige der Gemeinschaft ausge- staltet sind. Eine Aenderung des schweizerischen Kartellge- setzes wird nicht nötig sein. Die Wettbewerbsbestimmungen des EWR-Vertrags bedingen indessen Vorkehren verfahrens- rechtlicher Natur, für welche beim heutigen Wissensstand der Erlass einer Ausführungsverordnung genügen dürfte.
Die erwähnten Publikationen lassen die Erstellung eines neuen Berichts als überflüssig erscheinen. Der Bundesrat ist deshalb bereit, das Postulat entgegenzunehmen und gleich- zeitig abzuschreiben.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé
91.3308
Postulat Wiederkehr Missstände in Schlachthöfen Pratiques révoltantes dans les abattoirs
Wortlaut des Postulates vom 25. September 1991 Der Bundesrat wird ersucht, die Ueberprüfung der Betäu- bungs- und Tötungsmethoden und -anlagen in den schweize- rischen Schlachtanlagen zu veranlassen.
Wo Methoden und Apparate keine schonende Behandlung und schmerzfreie Tötung der Schlachttiere gewährleisten, sind sie zu ändern oder zu ersetzen (z. B. durch Hochdruck- Wasserstrahl-Tötung).
Der Bund unterstützt zu diesem Zweck Erforschung und Ent- wicklung von entsprechenden Methoden und Anlagen.
Texte du postulat du 25 septembre 1991
Le Conseil fédéral est prié de faire examiner les méthodes par lesquelles les animaux de boucherie sont étourdis et sacrifiés, ainsi que les installations des abattoirs où ces opérations ont lieu.
Il fera modifier les méthodes ou remplacer les appareils faisant souffrir inutilement les animaux (p. ex. en imposant l'étourdis- sement au jet d'eau à haute pression).
La Confédération soutient à cet effet la recherche et la mise au point d'installations et de méthodes de ce type.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 février 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
91.3323
Postulat Seiler Rolf Verbot des Coupierens von Hunderuten Interdiction d'écourter les chiens
Wortlaut des Postulates vom 30. September 1991
Der Bundesrat wird eingeladen, in der Tierschutzverordnung ein Verbot für das Coupieren von Hundeschwänzen vorzuse- hen. Ebenfalls zu untersagen sind die Einfuhr, das Anpreisen, Verkaufen und Ausstellen von Hunden mit coupierten Schwänzen.
Texte du postulat du 30 septembre 1991
Le Conseil fédéral est prié de prévoir l'introduction, dans l'or- donnance sur la protection des animaux, d'une disposition interdisant qu'on coupe la queue des chiens. En outre, il est invité à faire en sorte qu'il soit interdit d'importer, d'offrir, de vendre ou d'exposer des chiens écourtés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach wie vor werden die Schwänze verschiedener Hunderas- sen coupiert. Kurz nach der Geburt wird den Welpen der uner- wünschte Teil des Schwanzes abgeschnitten. Als Gründe für diese «kosmetischen Operationen» werden von Hundezüch- tern vielfach die Tradition, das «gewohnte Rassenbild» ange- führt. Ohne Zweifel werden den Tieren unnötig Schmerzen zu- gefügt, und sie werden in ihrem artgerechten Verhalten behin- dert Leider lässt die Tierschutzverordnung diese Verstümme- lung von Hunden immer noch zu. In verschiedenen europäi- schen Ländern ist denn bereits ein Rutencoupierverbot einge- führt. Ein solches Verbot sieht angeblich auch die Europäi- sche Konvention zum Schutze der Heimtiere vor. Es würde der Schweiz gut anstehen, sich hier anzuschliessen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Februar 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 février 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Seiler Rolf Verbot des Coupierens von Hunderuten Postulat Seiler Interdiction d'écourter les chiens
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Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1992
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3323
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
20.03.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
633-633
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20 021 072
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