E 12 juin 1992
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Initiative du canton de Berne
91.313
Standesinitiative Bern Förderung des biologischen (ökologischen) Landbaus Initiative du canton de Berne Encouragement de l'agriculture biologique (écologique)
Wortlaut der Initiative vom 6. Dezember 1991
Die Bundesversammlung wird eingeladen, das Landwirt- schaftsgesetz dahingehend zu ergänzen, dass die freiwillige Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf biologischen (ökologischen) Landbau gefördert werden kann und nicht zu Einkommenseinbussen führt.
Dies soll insbesondere erreicht werden durch den Schutz von dessen pflanzlichen und tierischen Produkten über die gesetz- liche Anerkennung der Bezeichnung «aus biologischem An- bau» und der Knospen-Kollektivmarke des VSBLO.
Texte de l'initiative du 6 décembre 1991
L'Assemblée fédérale est chargée de modifier la loi sur l'agri- culture afin d'encourager la conversion volontaire d'exploita- tions agricoles à l'agriculture biologique (écologique). Les agriculteurs concernés ne devront pas subir de pertes de re- venus.
Il conviendrait notamment de protéger les produits biologi- ques d'origine végétale et animale par une reconnaissance lé- gale de la mention «En provenance de cultures biologiques» et du label «Bourgeon» de l'AGPBS.
Frau Simmen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Gestützt auf Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes un- terbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission, die beauf- tragt war, zur Standesinitiative des Kantons Bern, die am 6. Dezember 1991 eingereicht worden war, Stellung zu neh- men. Die Initiative verlangt eine Aenderung des Landwirt- schaftsgesetzes, um die freiwillige Umstellung landwirtschaft- licher Betriebe auf biologischen (ökologischen) Landbau zu fördern, sowie den Schutz von dessen pflanzlichen und tieri- schen Produkten über die gesetzliche Anerkennung der Be- zeichnung «aus biologischem Anbau».
Die Mitglieder des Grossen Rates des Kantons Bern haben die Standesinitiative unterstützt Sie sind der Meinung, dass der biologische Landbau anerkannt und gefördert werden soll. Es sei dies bereits in verschiedenen europäischen Ländern der Fall, und die EG sei daran, eine Verordnung in diesem Bereich zu erlassen. In der Schweiz ist auf Bundesebene ein entspre- chendes Projekt aus dem Jahre 1985, das von einer Experten- kommission aufgearbeitet worden war, toter Buchstabe ge- blieben. Die Mitglieder des Berner Grossen Rates unterstrei- chen, dass ihr Kanton als erster Beiträge zur Förderung der Umstellung auf biologischen Landbau eingeführt hat Sie sind auch der Meinung, dass die Produkte aus biologischem Land- bau geschützt werden sollen und dass die Verbraucher zu in- formieren sind.
Im März 1991 ist eine Petition mit 44 000 Unterschriften einge- reicht worden.
Die Regierung des Kantons Bern war gegen die Einreichung dieser Standesinitiative. Sie ist der Meinung, es sei nicht ange- bracht, einseitig eine bestimmte Form von landwirtschaftlicher Produktion zu unterstützen.
Andererseits sind auf Bundesebene bereits mehrere Arbeiten im Gang, die es lediglich noch weiterzuverfolgen und zu kon- kretisieren gilt. Artikel 31b des Landwirtschaftsgesetzes, mit dem umweltgerechte Formen der Nutzung und Produktion gefördert werden, ist ein Beispiel dafür.
Seit 1984 sind rund zehn parlamentarische Vorstösse im ge- nannten Bereich eingereicht worden. Zuletzt war dies die Mo- tion Dormann (90.486) vom 23. März 1990, die der Standesin- itiative des Kantons Bern sehr nahe kommt. Sie ist als Postulat überwiesen worden, denn der Bundesrat hat am 29. August 1990 im Nationalrat darauf hingewiesen, dass dieses Thema im Bericht der Expertenkommission, die sich mit den Direkt- zahlungen an die Landwirtschaft befasst, berücksichtigt werde.
Aufwand und Zeitplan der parlamentarischen Arbeiten Der Ständerat wird sich in der Sommersession zu dieser Stan- desinitiative äussern. Unabhängig von seiner Entscheidung wird das Geschäft vom Zweitrat behandelt
Möglichkeit, das angestrebte Ziel mit einer Motion oder ei- nem Postulat zu erreichen
Die Kommission hat diese Möglichkeit nicht geprüft.
Erwägungen der Kommission
Nach Auffassung der Kommissionsmehrheit ist dieser Initia- tive nicht Folge zu geben, weil das angestrebte Ziel bereits durch die Revision des Landwirtschaftsgesetzes (92.010 Landwirtschaftsgesetz. Aenderung, Artikel 31b) erreicht wird. Wichtigster Aspekt dieser Standesinitiative ist ihre finanzielle Seite. Der zweite Teil der Initiative, in dem der Schutz biologi- scher Produkte durch eine geschützte Bezeichnung gefordert wird, ist von weniger grosser Bedeutung. Es wäre jedoch nütz- lich zu wissen, was die Spezialisten dazu sagen. Darüber hin- aus wäre es nicht am Platz, einseitig den biologischen Land- bau zu unterstützen und beispielsweise die integrierte Produk- tion nicht zu berücksichtigen.
Die Kommissionsminderheit ist der Ansicht, dass der neue Ar- tikel 31b des Landwirtschaftsgesetzes nicht alles umfasst, was in der Standesinitiative gefordert wird. Aber auch sie ist der Meinung, dass der erste Abschnitt hinfällig ist. Der zweite Teil der Initiative sollte jedoch geprüft und im Landwirtschaftsge- setz berücksichtigt werden.
Mme Simmen présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Nous vous soumettons, conformément à l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les conseils, le rapport de la commission chargée de donner un préavis sur l'initiative du canton de Berne déposée le 6 décembre 1991. Cette initiative exige que l'on modifie la loi sur l'agriculture afin d'encourager la conver- sion volontaire d'exploitations agricoles à l'agriculture biolo- gique (écologique) et demande également que l'on protège les produits biologiques d'origine végétale et animale par un label.
En mars 1991, une pétition accompagnée de 44 000 signatu- res a été déposée.
Le gouvernement bernois s'est opposé au dépôt de cette ini- tiative cantonale. Il estime qu'il n'est pas judicieux de soutenir unilatéralement une forme déterminée de production agricole. D'autre part, au niveau de la Confédération, divers travaux ont déjà été entrepris qui ne demandent qu'à être poursuivis et concrétisés. L'article 31b de la loi sur l'agriculture qui encou-
Interpellation Weber Monika
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rage des formes d'exploitation et de production respectueu- ses de l'environnement en est l'exemple.
De 1984 à nos jours, une diziane d'interventions parlementai- res touchant à ce domaine ont été déposées. La dernière en date est la motion Dormann (90.486) du 23 mars 1990 qui est tout à fait similaire à l'initiative du canton de Berne. Elle a été transmise comme postulat car le Conseil fédéral a mentionné au Conseil national, le 29 août 1990, la prise en considération de ce thème dans le rapport de la commission d'experts étu- diant le problème des paiements directs à l'agriculture.
Le Conseil des Etats se prononcera durant la session d'été sur cette initiative cantonale. Quelque soit sa décision, l'objet sera traité par le deuxième conseil.
La commission n'a pas examiné cette option.
Aucune initiative populaire portant sur le même objet n'a été déposée ni lancée.
Considérations de la commission
Selon la majorité de la commission, il ne faut pas donner suite à cette initiative car le but visé est déjà atteint par la révision de la loi sur l'agriculture (92.010 Loi sur l'agriculture. Modification, article 31b). L'aspect financier est l'aspect essentiel de cette initiative. La deuxième partie de l'initiative visant à accorder une protection aux produits biologiques, par un label, est de moindre importance. Il serait toutefois utile de connaître l'opi- nion des spécialistes sur ce point.
Par ailleurs, il serait malvenu de soutenir unilatéralement l'agri- culture biologique et de ne pas prendre en compte, par exem- ple, la production intégrée.
La minorité de la commission estime que le nouvel article 31b de la loi sur l'agriculture ne couvre pas tout ce qui est de- mandé par l'initiative. Certes, elle est d'avis que le premier pa- ragraphe peut être classé mais le deuxième devrait être étudié et pris en considération dans la loi sur l'agriculture.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 7 gegen 2 Stimmen, der Initia- tive keine Folge zu geben.
Proposition de la commission
La commission propose par 7 voix contre 2 de ne pas donner suite à l'initiative.
Frau Simmen, Berichterstatterin: Ich möchte in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit und der Grosszügigkeit, die Sie mir gegenüber vorhin bewiesen haben, auf ein Votum verzichten. Sie können alle lesen, und Sie haben den Bericht gesehen.
Angenommen - Adopté
92.3021
Interpellation Weber Monika Unverständliche Preis- und Subventionserhöhungsbeschlüsse Décisions incompréhensibles d'augmenter les prix et les subventions
Wortlaut der Interpellation vom 30. Januar 1992
Zur grossen Ueberraschung der unter Teuerung und wirt- schaftlicher Rezession leidenden Konsumenten, Mieter und Steuerzahler hat der Bundesrat dem Druck der Bauernvertre- ter nachgegeben und verschiedene Preis- und Subventions- begehren bewilligt.
Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie erklärt der Bundesrat seine Beschlüsse im Rahmen ei- ner Zukunft, die nach Konzeptionen und nicht nach punktuel- len Entscheidungen ruft (Gatt, angekündigte Direktzahlungs- Vorlage, 7. Landwirtschaftsbericht, Sparprogramm des Bun- des und neues Finanzpaket)?
Die Zuckerrübenbauern gelten zu Recht als die «Barone» in der Landwirtschaft. Sie sind auch gut organisiert. Weshalb gibt der Bundesrat gerade ihnen nach? Immerhin hat 1986 eine Volksabstimmung stattgefunden.
Hat der Bundesrat nicht im Sinn, endlich einen konkreten Plan zu erarbeiten, der über 5 bis 7 Jahre hinaus aufzeigt, wel- che Ueberschüsse abgebaut werden sollen, mit wieviel Direkt- zahlungen gesamthaft gerechnet werden muss, welche Aus- wirkungen die Gatt-Beschlüsse hätten usw .? Dieser Ueber- blick sollte quantitativ ausgeleuchtet werden für die Landwirt- schaft und die Bundeskasse. Er sollte dem Parlament eine Perspektive und der Bauernsame eine gewisse Sicherheit ge- ben. (Ein solcher Plan sollte der vorberatenden Kommission für den 7. Landwirtschaftsbericht zur Verfügung stehen.)
Texte de l'interpellation du 30 janvier 1992
A la grande surprise des consommateurs, des locataires et des contribuables qui souffrent du renchérissement et de la ré- cession économique, le Conseil fédéral, cédant à la pression exercée par les représentants des paysans, a accepté un cer- tain nombre de demandes concernant des subventions et les prix.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Comment justifie-t-il les mesures qu'il a prises, alors que l'avenir exige que les décisions adoptées se fondent sur des conceptions générales (GATT, projet annoncé concernant les payements directs, 7e rapport sur l'agriculture, programme d'économie de la Confédération et nouveau train de mesures financières) au lieu d'être arrêtées au jour le jour?
Il est notoire que les cultivateurs de betteraves sucrières ont une position prépondérante dans l'agriculture. Ils sont aussi fort bien organisés. Pourquoi le Conseil fédéral cède-t-il juste- ment à ce groupe? Rappelons à ce propos la votation popu- laire de 1986.
Le Conseil fédéral n'a-t-il pas finalement l'intention d'élabo- rer un plan précis, qui ne se limite pas à une période de 5 à 7 ans, et qui indique les surplus à éliminer, le montant total des payements directs à prévoir, les conséquences des décisions du GATT, etc. Cette vue d'ensemble devrait élairer la ques- tion sur le plan quantitatif à l'intention des agriculteurs et de la Caisse fédérale. Il devrait permettre au Parlement de faire des prévisions fiables et donner une certaine sécurité à la paysan- nerie. (La commission chargée de procéder à l'examen préa- lable du 7e rapport sur l'agriculture devrait disposer d'un tel plan.)
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
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Jahr
1992
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Band
III
Volume
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Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
91.313
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 12.06.1992 - 08:00
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