Eurolex. Loi sur les publications officielles
1716
N 23 septembre 1992
das die Gentechnologie im Ausserhumanbereich regelt. Wir wollen nicht, dass das verstreut in anderen Gesetzen geregelt wird. Das ist die Botschaft, die wir dem Bundesrat mit dieser Motion übermitteln wollen.
Ich bitte Sie, diese Motion zu überweisen. Wie gesagt, die Kommissionsmehrheit hat dieser Motion (mit 13 zu 7 Stim- men) zugestimmt.
Bundesrat Cotti: Die Botschaft der Kommission hört der Bun- desrat wohl - allein ihm fehlt der Glaube, dass der Inhalt der Botschaft den Interessen des Landes entspricht.
Ich werde Ihnen ganz kurz sagen wieso: Wir haben in unserem Lande einige Gesetzgebungen, die die entsprechenden Ge- biete vollumfänglich regeln. Das Beispiel des Umweltschutz- gesetzes könnte geradezu als Paradebeispiel herangezogen werden. Das Umweltschutzgesetz regelt alle Probleme, die im Zusammenhang mit dem Umweltschutz stehen, mit Aus- nahme des Gewässerschutzes. Ich erinnere daran: Das Ge- wässerschutzgesetz kam einige Jahrzehnte vor dem Umwelt- schutzgesetz, man hat also diese Zweiteilung bewahrt. Aber abgesehen davon regelt das Umweltschutzgesetz alle The- men, die mit dem Umweltschutz in Verbindung stehen, umfas- send.
Jetzt sollte man plötzlich aus dem Umweltschutzgesetz den spezifischen Sektor der Gentechnologie herausnehmen und ihn besonders regeln. Mit der absolut gleichen Begründung könnte man den Lärmschutz herausnehmen und ihn separat regeln, man könnte die Luftreinhaltung herausnehmen und separat regeln usw.
Das Glück dieses Landes - wenn Sie mir diese Aussage ge- statten - ist, dass wir in einem Gesetz eine gesamtheitliche Re- gelung haben. Genau dasselbe gilt insbesondere für die Frage der Epidemien.
Ich möchte zusätzlich kurz darauf hinweisen, dass abgesehen von den zwei wichtigen Normierungen, die wir hier behandeln, die anderen Regelungen absolut nebensächliche Fragen be- inhalten.
Gestatten Sie mir einen letzten Hinweis: Man hat oft Beispiele aus der Bundesrepublik Deutschland angeführt oder auf sie hingewiesen, in der Meinung, das deutsche Gentechnikge- setz sei das grosse, umfassende Gesetz. In Wirklichkeit regelt jenes Gesetz den Umweltschutz und die Arbeitssicherheit; aber die Lebensmittel, die Medikamente usw. werden an- derswo geregelt Behalten wir also die sektorielle Betrach- tungsweise bei; sie ist diejenige, die den gemeinsamen Ziel- setzungen am besten entspricht - und mit «gemeinsam» meine ich die Herren Referenten der Kommission und den Bundesrat, auch wenn vielleicht einige in diesem Rat diese Auffassung nicht in diesem Umfange teilen.
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion Dagegen
39 Stimmen 52 Stimmen
92.057-21
EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Publikationsgesetz. Aenderung EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi sur les publications officielles. Modification
Botschaft I und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBI V 1) Message I et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V 1)
Beschluss des Ständerates vom 27. August 1992 Décision du Conseil des Etats du 27 août 1992 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Frau Zölch unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Inhalt der Vorlage
Angesichts des grossen Umfangs der mit einem Beitritt zum EWR verbundenen Uebernahme von Rechtsakten aus dem Recht der Europäischen Gemeinschaften (Acquis commu- nautaire) stellen sich besondere publikationsrechtliche Pro- bleme.
Nach dem bisher geltenden Recht müssten die Texte des Ac- quis communautaire unabhängig von ihrer Publikation im EG-Amtsblatt in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts (AS) und anschliessend in der Systematischen Sammlung des Bundesrechts (SR) veröffentlicht werden. Ein solches Vorgehen wäre angesichts des Umfangs der massgebenden Texte (16 000 Seiten im Format A4) ausserordentlich auf- wendig.
Eine Minimallösung würde demgegenüber darin bestehen, sich in der AS/SR auf blosse Verweise auf das als rechtlich massgebend bezeichnete EG-Amtsblatt zu beschränken. Ein solches Vorgehen würde den Ansprüchen auf Transparenz und Benutzerfreundlichkeit nicht entsprechen.
Der Bundesrat schlägt einen Mittelweg vor. Für das Inkraft- treten massgebend ist die Publikation im EG-Amtsblatt; auf eine gesonderte Publikation in der AS wird verzichtet Der Acquis communautaire wird nicht in der SR, sondern in einer besonderen EWR-Rechtssammlung (EWRS) gesammelt. Darin werden alle Grunderlasse systematisch geordnet. Die EWRS ist nicht wie die SR eine nachgeführte Sammlung, in der Aenderungserlasse periodisch zu einer überarbeiteten Fassung der Grunderlasse führen. Aenderungserlasse wer- den in der EWRS vielmehr einfach nach den Grunderlassen eingefügt
Erwägungen der Kommission
Eintreten auf die Vorlage wurde mit 16 zu 1 Stimmen bei 2 Ent- haltungen beschlossen. Der Antrag auf Nichteintreten wurde mit der grundsätzlichen Ablehnung eines EWR-Beitrittes der Schweiz begründet.
In der Detailberatung folgte die Kommission den Anträgen des Bundesrates, denen bereits der Ständerat am 27. August 1992 ohne Abänderungen zugestimmt hatte. Mit 12 zu 6 Stimmen bei einer Enthaltung beantragt die Kommission, im 3. Kapitel (Einsichtnahme) eine kleine Ergänzung beizufü- gen. Es erscheint der Kommission angezeigt, dass aus dem Gesetzestext sofort ersichtlich ist, dass das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften als einzige rechtlich mass- gebende Veröffentlichung von EWR-Vorschriften auf der Bundeskanzlei eingesehen werden kann (Art. 12 Abs. 2 Bst. d).
In der Gesamtabstimmung stimmte die Kommission der Vor- lage mit 18 zu 2 Stimmen zu.
Eurolex. Publikationsgesetz
1717
Mme Zölch présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Contenu du projet
Le volume considérable des actes législatifs de la Commu- nauté européenne (acquis communautaire), à reprendre en cas d'adhésion à l'EEE, pose des problèmes juridiques spé- ciaux pour ce qui est de leur publication.
Selon le droit en vigueur, les textes de l'acquis communautaire devraient être publiés indépendamment de leur parution dans le Journal officiel des Communautés européennes, égale- ment dans le Recueil officiel du droit fédéral (RO) et ensuite dans le Recueil systématique du droit fédéral (RS). Une telle façon de procéder serait extrêmement coûteuse vu le volume des textes en question (16 000 pages de format A4).
Une solution minimale consisterait à l'inverse à se limiter dans le RO et le RS à de simples références au Journal officiel des Communautés européennes qui aurait force de loi. Une telle façon de procéder ne satisferait pas les exigences posées à la transparence de la législation et ne permettrait pas une consultation aisée des textes par les usagers.
Le Conseil fédéral propose une solution de compromis. L'en- trée en vigueur doit dépendre de la publication dans le Journal officiel des Communautés européennes; on renoncerait à une publication spéciale dans le RO. L'acquis communautaire se- rait compilé non dans le RS, mais dans un recueil particulier (Recueil EEE, REEE). Tous les actes législatifs de base y se- ront classés systématiquement. A la différence du RS, le REEE ne sera pas mis à jour périodiquement, compte tenu des modi- fications apportées aux actes législatifs qui y seront publiés. Les modifications y seront simplement ajoutées aux actes de base.
Considérations de la commission
La commission a décidé d'entrer en matière par 16 voix contre 1, avec 2 abstentions. La proposition de non-entrée en matière a été justifiée par l'opposition de principe à l'adhésion de la Suisse à l'EEE.
Lors de l'examen article par article, la commission s'est rangée aux propositions du Conseil fédéral, que le Conseil des Etats avait déjà approuvées le 27 août 1992 sans y apporter de mo- dification. Par 12 voix contre 6, avec une abstention, la com- mission propose une petite adjonction au troisième chapitre (consultation). A ses yeux, il serait judicieux que le texte même de la loi fasse ressortir que le Journal officiel des Communau- tés européennes, seule publication ayant force de loi pour les dispositions de l'EEE, peut être consulté auprès de la Chan- cellerie fédérale (art. 12, al. 2, let. d).
Au cours du vote sur l'ensemble, la commission a approuvé le projet par 18 voix contre 2.
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit (Ruf, Steinemann) Nichteintreten
Antrag der Fraktion der Auto-Partei
Rückweisung des Geschäfts 92.057-21 Eurolex an den Bun- desrat
mit dem Auftrag, klare Arbeitspapiere vorzulegen, welche den geltenden Gesetzestext, die Forderung des Acquis commu- nautaire, den Entwurf des Bundesrates und den Entscheid der Kommission in der auf Fahnen üblichen synoptischen Darstel- lung zeigen.
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité (Ruf, Steinemann) Ne pas entrer en matière
Proposition du groupe des automobilistes
Renvoyer le projet Eurolex 92.057-21 au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre des documents de travail qui présen- tent avec toute la clarté souhaitable, au moyen des dépliants habituels, le texte de loi actuellement en vigueur, les exigen- ces de l'acquis communautaire, le projet du gouvernement et la décision de la commission.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (Eintreten) offensichtliche Mehrheit
Für den Antrag der Minderheit (Nichteintreten) 8 Stimmen
Präsident: Nun folgt die Abstimmung über den Rückwei- sungsantrag.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Fraktion der Auto-Partei 8 Stimmen
Dagegen offensichtliche Mehrheit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress; Ziff. I Einleitung; Art. 2 Abs. 2; 10 Abs. 1 letzter Satz; 11a Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule; ch. I introduction; art. 2 al. 2; 10 al. 1 dernière phrase; 11a Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 12 Antrag der Kommission Abs. 1 Bst. a Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Abs. 2 Bst. d (neu) d. das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften.
Art. 12 Proposition de la commission Al. 1 let. a Adhérer à la décision du Conseil des Etats Al. 2 let. d (nouveau) d. le Journal officiel des Communautés européennes.
Angenommen - Adopté
Art. 13 Abs. 3; Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 13 al. 3; ch. Il Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Präsident: Ziffer II ist unter dem Vorbehalt der definitiven Re- gelung der Referendumsfrage angenommen.
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble 67 Stimmen Für Annahme des Entwurfes Dagegen 13 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
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1992
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Volume
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance Seduta
Geschäftsnummer 92.057-21
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Numero dell'oggetto
Datum 23.09.1992 - 15:00
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1716-1717
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