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Postulat Bonny
dent in einer psychiatrischen Klinik hospitalisiert war. Die aller- meisten Selbsttötungen und Versuche dazu geschehen aber ausserhalb von Kliniken und im Zustand verminderter Urteils- fähigkeit (vorab im Zustand depressiver Verzweiflung). Da die Leistungen der AHV und der beruflichen Vorsorge in vielen Fällen nicht zu verhindern vermögen, dass die Angehörigen von «Selbstmördern» Sozialhilfe beanspruchen müssen, und die Krankenkassen ihre Leistungen für die oft sehr schweren gesundheitlichen Folgen von Suizidversuchen kürzen kön- nen, ist eine Verbesserung des unfallversicherungsrechtli- chen Versicherungsschutzes dringend geboten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
92.3242
Postulat Jori Aenderung der Strahlenschutzverordnung Protection contre les radiations. Révision de l'ordonnance
Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1992 Ich bitte den Bundesrat, bei der Revision der Strahlenschutz- verordnung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) weiterhin das Recht einzuräumen, eine Personendosi- metriestelle zu betreiben.
Texte du postulat du 17 juin 1992 Je prie le Conseil fédéral, dans le cadre de la révision de l'or- donnance concernant la protection contre les radiations, de réaffirmer le droit - reconnu à la Caisse nationale suisse d'as- surance en cas d'accidents (CNA) - d'exploiter un service de dosimétrie individuelle.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Blatter, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Dormann, Eggenberger, Gross An- dreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Iten Joseph, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Meyer Theo, Schnider, Stamm Judith, Stucky, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Vollmer, Züger (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit 1985 wurde mit drei parlamentarischen Vorstössen ver- sucht, die Dosimetriestelle der Suva aufzuheben. Als Argu- mente werden angebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der Privatwirtschaft und rechtliche Bedenken bezüglich der Doppelfunktion der Suva als Kontrollinstanz und Durchführe- rin der Personendosimetrie ins Feld geführt.
Die oben erwähnten rechtlichen Bedenken sind in einer Stel- lungnahme des Bundesamtes für Justiz ausgeräumt worden. Es muss festgehalten werden, dass die Suva als Betreiberin ei- ner Dosimetriestelle sich nicht selber kontrolliert. Firmen, die in Konkurrenz zur Suva Personendosimetrie betreiben, wer- den vom Bundesamt für Gesundheitswesen kontrolliert.
Der Suva sind unter anderem in der Personendosimetrie wich- tige Aufgaben bei der Aufsicht der Einhaltung der Vorschriften übertragen. Bei Ueberschreitung von Grenzwerten müssen Massnahmen verfügt werden. Die Suva ist somit Trägerin ho- heitlicher Funktionen. Es muss in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Frage gestellt werden, ob solche Ueberwa- chungsaufgaben an Private übertragen werden sollten. In al-
len Staaten Europas wird jedenfalls der sensible Bereich des Strahlenschutzes ausschliesslich vom Staat durchgeführt Eine Lösung im Bereich der Personendosimetrie ohne Beteili- gung der Suva würde einen Sonderfall darstellen.
Die Suva betreibt seit 1975 eine eigene Dosimetriestelle. Es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen, die bei einer Aufhe- bung der Dosimetrie gefährdet wären. Es wurden 1,2 Millio- nen Franken in einen Bereich investiert, immer in der An- nahme, dass diese hoheitliche Tätigkeit bei der Suva bleibt Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Suva die ei- gene Dosimetriestelle belassen werden sollte. Bei einer Aufhe- bung der Stelle besteht die Gefahr einer faktischen Monopol- stellung durch eine einzige Firma im sensiblen Bereich des Strahlenschutzes. Da die Suva weiterhin weniger gewinn- trächtige Aufgaben des Strahlenschutzes wahrzunehmen hat, ist sie zur Erhaltung des Know-how auf eine Dosimetriestelle angewiesen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3205
Postulat Bonny Weitere Käufe von F/A-18 durch Drittländer Achat du F/A-18 par d'autres pays
Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die nötigen Vorkehren zu prü- fen und zu treffen, damit allfällige Anschaffungen von F/A-18- Flugzeugen durch Drittländer (z. B. Kuwait 2. Serie, weitere Länder, welche zurzeit dieses Flugzeug evaluieren) im glei- chen Produktionslos sich auf unsere Beschaffungskosten re- duzierend auswirken.
Texte du postulat du 9 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre les mesures permettant de réduire nos coûts d'acquisition de l'avion de combat F/A-18 par des achats éventuels d'appareils de même type et de la même série de production auxquels procéde- raient des pays tiers (par exemple le Koweït pour une deuxième série, et d'autres pays qui évaluent actuellement cet avion).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Jori Aenderung der Strahlenschutzverordnung Postulat Jori Protection contre les radiations. Révision de l'ordonnance
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1992
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3242
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
2173-2173
Page
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Ref. No
20 021 691
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