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9 octobre 1992
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Interpellation Mühlemann
Bürgerwehren und Selbstjustiz sich des Problems «anneh- men» werden, wenn es den Behörden nicht gelingt, zu taugli- chen Lösungen zu kommen. Der Bundesrat macht sich an sol- chen Entwicklungen mitschuldig, wenn er das Studium der wichtigsten Fragen vertrödelt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Juni 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 juin 1992
Der Bundesrat hat sich am 20. Februar 1991 und wiederum am 13. Mai 1992 über die zu ergreifenden Massnahmen zur Verminderung der Drogenprobleme ausgesprochen. Es ist sein Anliegen, dass wissenschaftliche Versuche zu neuen For- men der Betreuung und Behandlung schwerstabhängiger und stark marginalisierter Drogenabhängiger durchgeführt werden mit dem Ziel, sie aus ihrer Abhängigkeit herauszufüh- ren. Diese Betreuungsprogramme sollen ermöglichen, das deliktische Verhalten von abhängigen Personen zu verringern sowie ihre Gesundheit und ihre soziale Lage zu verbessern.
Diese Versuche werden ungefähr fünf Projekte umfassen kön- nen, welche die kontrollierte Abgabe von Heroin beinhalten. Die Zahl der Versuchsteilnehmer ist auf 50 Personen pro Ver- such begrenzt. Die Durchführung dieser Projekte unterliegen sehr strengen wissenschaftlichen und ethischen Kriterien. Die Projekte bedürfen der Bewilligung der kantonalen Behörden und des Bundesamtes für Gesundheitswesen.
Die schweizerische Gesetzgebung wie auch die Uno-Be- täubungsmittel-Uebereinkommen (Einheitsabkommen von 1961, das Ergänzungsprotokoll von 1972 und das Ueberein- kommen von 1988) lassen solche in begrenztem Rahmen durchgeführte wissenschaftliche Versuche zu. Die Versuche und ihre Auswertung werden in einer Verordnung geregelt werden, deren Gültigkeit auf Ende 1996 beschränkt sein wird. Das Betäubungsmittelgesetz erlaubt hingegen keine weiter- gehende Abgabe von Betäubungsmitteln mit sozial- und si- cherheitspolitischer Zielsetzung, auch wenn sie unter ärztli- cher Aufsicht erfolgte.
Der Bundesrat hat sich ebenfalls für die Beibehaltung des Ver- botes und der Strafbarkeit des Konsums von Drogen ausge- sprochen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt.
92.3247
Interpellation Mühlemann Kormoranbefall in schweizerischen Gewässern Dégâts dus aux cormorans
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1992
Seit 1980 treten in den schweizerischen Gewässern schwere Schäden an den Fischbeständen auf, die vor allem durch ei- nen starken Kormoranbefall verursacht wurden. Haben sich die Aktivitäten der Kormorane vorerst auf stehende Gewässer konzentriert, ist neuerdings auch eine starke Zunahme der Einflüge in den Fliessgewässern festzustellen. Leider gelang es bis heute nicht, wirksame Massnahmen zu treffen, um das natürliche Gleichgewicht bei der Fauna von Seen und Flüssen wiederherzustellen. Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, folgende Fragen zu beantworten:
Welche Massnahmen wurden getroffen, um die Lage beim Kormoranproblem objektiv beurteilen zu können?
Welche Aktionen wurden erlaubt, um eine massvolle Beja- gung der fraglichen Schadengebiete zu ermöglichen?
Welche Initiativen wurden entwickelt, um in Zusammenar- beit mit andern Staaten die Brutkolonien zu dezimieren?
Texte de l'interpellation du 17 juin 1992
Depuis 1980, les peuplements piscicoles des eaux suisses ont été ravagés, notamment par la présence d'un grand nombre de cormorans. Si ces oiseaux ont commencé par sévir dans les eaux dormantes, ont les rencontre aussi de plus en plus fré- quemment dans les cours d'eau. Malheureusement, à ce jour, on n'a pas encore réussi à prendre des mesures efficaces pour rétablir l'équilibre naturel de la faune lacustre et fluviale. C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions suivantes:
Quelles mesures ont été prises en vue de pouvoir juger ob- jectivement le problème posé par les cormorans?
Quelles opérations ont été autorisées dans le but de per- mettre une chasse raisonnable dans les régions touchées?
Quelles initiatives ont été prises pour décimer, en collabora- tion avec d'autres Etats, les colonies de cormorans pendant la période de couvaison?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Bonny, Cin- cera, Fischer-Seengen, Giger, Hess Otto, Rutishauser, Tschuppert Karl, Wittenwiler (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 19. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 19 août 1992
Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) hat Ende 1991 im Rahmen seiner Arbeitsgruppe «Kormoran und Fischerei», welcher Vertreter des Vogelschutzes, der Fi- scherei, der Forschung und der Verwaltung angehören, zu dieser Problematik zwei Besprechungen durchgeführt. Auf- grund von Meinungsverschiedenheiten bezüglich der mögli- chen Lösungsansätze wurde beschlossen, vorerst die Ergeb- nisse verschiedener Teilberichte abzuwarten, welche unter den Gesichtspunkten der Ornithologie und der Fischerei die Grundlagen für eine objektive Beurteilung liefern sollen. Das Buwal hat einen Auftrag erteilt, damit in enger Zusammenar- beit mit der Arbeitsgruppe «Kormoran und Fischerei» ein Syn- thesebericht erstellt wird, der sich auch zu Lösungsansätzen äussern soll.
Gemäss Bundesgesetz vom 20. Juni 1986 über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel handelt es sich beim Kormoran um eine vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbare Vogelart. Diese Regelung steht im Ein- klang mit der Beurteilung der Arbeitsgruppe «Kormoran und Fischerei» von 1987, wonach «der Kormoran gegenwärtig nicht mehr als bedroht einzustufen» sei, sowie mit der Feststel- lung, dass sich der nordmitteleuropäische Kormoranbestand seit 1987 nochmals verdoppelt hat.
Die Kantone Zürich, St. Gallen und Aargau haben den Kormo- ran als ganzjährig geschützt bezeichnet, obwohl dieser Vogel dort in grosser Anzahl auftritt. Das Recht auf eine individuelle Beurteilung und eine Verschärfung der Schutzbestimmungen des Bundes steht den Kantonen gemäss Jagdgesetzgebung zu.
Interpellation Duvoisin
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Die Schweiz hat sich jedoch im Rahmen der EIFAC (European Inland Fisheries Advisory Commission, eine Tochterorganisa- tion der FAO) für zwei Dinge engagiert: Einerseits hilft sie mit bei der Auswertung einer europäischen Umfrage über das Ausmass der Veränderungen der Fischbestände durch fisch- fressende Vögel, und andererseits hat sie kürzlich von der EIFAC ein Mandat übernommen, im Sommer 1993 einen euro- päischen Workshop über die Kormoran/Fisch-Problematik durchzuführen, um das Thema vertieft auszuleuchten.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
92.3258
Interpellation Duvoisin Jugendpolitik Politique des jeunes
Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1992
Der Bundesrat wird ersucht, das Parlament über seine Ju- gendpolitik in der laufenden Legislatur zu unterrichten, na- mentlich im Anschluss an
die Erklärung der Jugendminister-Konferenz (Lissabon 1990) und
die Jugendsession zur 700-Jahr-Feier.
Texte de l'interpellation du 18 juin 1992
Le Conseil fédéral est invité à renseigner le Parlement sur la politique des jeunes qu'il entend conduire dans la présente lé- gislature suite, notamment, à
la déclaration de la Conférence des ministres de la jeunesse (Lisbonne, 1990)
la Session des jeunes du 700e anniversaire de la Confédéra- tion.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Darbellay, Hafner Ursula, Jeanprêtre, Mauch Ursula, Ruffy (5)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1992
Au niveau fédéral, la politique de la jeunesse consiste avant tout à prendre en compte les intérêts des jeunes dans tous les domaines de la politique générale. A cette fin, le Conseil fédé- ral a institué en 1978 une Commission fédérale de la jeunesse qui étudie, à l'intention des autorités fédérales compétentes, la situation de la jeunesse en Suisse, examine les mesures sus- ceptibles d'être prises et donne son avis sur les conséquen- ces que peuvent avoir pour la jeunesse les dispositions légis- latives importantes prises par la Confédération. Cette commis- sion peut en outre faire des propositions de son propre chef. Conformément à son mandat, elle publie régulièrement des rapports sur différents thèmes touchant la jeunesse.
La politique de la jeunesse ne relève toutefois pas en premier lieu de la Confédération. De nombreuses mesures sont du res- sort des cantons et des communes, en particulier dans les do- maines éducationnel et social. C'est pourquoi la Confédéra- tion se limite, pour ce qui est des mesures ponctuelles, à en- courager les activités de jeunesse extra-scolaires.
En vertu de la loi fédérale du 6 octobre 1989 concernant l'en- couragement des activités de jeunesse extra-scolaires (loi sur les activités de jeunesse), la Confédération soutient des orga-
nismes responsables d'activités de jeunesse qui présentent un intérêt national et n'ont pas de but lucratif. Outre des aides financières annuelles, la Confédération peut allouer des aides pour des projets particuliers et pour la formation des respon- sables d'activités de jeunesse. Elle peut aussi soutenir des or- ganisations qui sont actives dans le domaine des échanges de jeunes au plan international. En outre, la Confédération par- ticipe au financement de projets nationaux et internationaux lancés par des jeunes. Ce soutien de la Confédération permet d'atteindre les objectifs visés par les recommandations adop- tées aux conférences des ministres de la jeunesse. Les bases légales qui sont entrées en vigueur le 1er janvier 1991 facilitent le développement de structures démocratiques et pluralistes au sein desquelles les jeunes peuvent assumer des respon- sabilités.
Le thème central de la 3e Conférence européenne des minis- tres de la jeunesse, qui s'est tenue à Lisbonne les 21 et 22 septembre 1990, a été la promotion de la mobilité des jeu- nes en Europe. Le texte final de la conférence contient différen- tes recommandations visant à intensifier les échanges de jeu- nes sur notre continent.
Le Conseil fédéral soutient les objectifs définis à Lisbonne. Dans son rapport sur le programme de la législature du 25 mars 1992, il a d'ailleurs fait part de son intention de soute- nir davantage les échanges de jeunes en dehors du cadre sco- laire, tant à l'échelle nationale qu'internationale.
Une des recommandations centrales de la Conférence des mi- nistres s'est déjà concrétisée. Il s'agit du projet «Cartes Jeunes Suisses». Né de l'initiative du Conseil de l'Europe et soutenu par la Confédération dans sa phase de préparation et de dé- marrage, ce projet a été officiellement lancé par une fondation au printemps 1992. Les jeunes Suisses de moins de 25 ans peuvent donc maintenant aussi profiter de tarifs avantageux dans les domaines de la mobilité, de la culture, de la formation et des loisirs. Cette carte facilite considérablement les échan- ges interculturels en Europe et le franchissement des frontiè- res linguistiques et géographiques. La Suisse envisage de de- mander cette année encore son adhésion à l'accord partiel qui lie le Conseil de l'Europe et la Conférence internationale des Cartes Jeunes.
La Suisse participe régulièrement aux travaux du Centre euro- péen de la jeunesse et du Fonds européen pour la jeunesse, deux instruments du Conseil de l'Europe qui ont fait la preuve de leur efficacité en matière de politique de la jeunesse.
Dans le cadre de la coopération avec les pays d'Europe cen- trale et orientale, la Suisse soutient des projets qui, s'ils profi- tent avant tout aux jeunes de ces pays, peuvent également permettre aux jeunes Suisses de nouer des contacts culturels enrichissants. Ce type de coopération sera poursuivi dans les prochaines années.
Notre pays s'est aussi efforcé de promouvoir l'échange de jeu- nes travailleurs en aménageant dans la réglementation rela- tive aux étrangers différentes possibilités de séjours de perfec- tionnement professionnel et linguistique, dont la durée est ac- tuellement de 18 mois au maximum. A cette fin, des accords sur l'échange de stagiaires ont notamment été conclus avec dix-sept Etats, pour la plupart européens.
Si le peuple et les cantons acceptent le Traité EEE, la Suisse, à l'instar des autres pays de l'AELE, sera activement associée au programme «Youth for Europe> lancé par la Communauté européenne. Ce programme, qui vise à renforcer les échan- ges de jeunes en dehors du cadre scolaire, devrait débuter le 1er janvier 1993. La Suisse participe aujourd'hui déjà aux né- gociations à ce sujet, qui ont lieu à Bruxelles, de manière à créer en Suisse des structures propres à assurer le démarrage optimal de ce programme dans notre pays.
La poursuite de la politique de la jeunesse dans le cadre des recommandations des conférences des ministres de la jeu- nesse doit être laissée à l'initiative des jeunes, c'est là un point que le Conseil fédéral tient à souligner. En principe, la politi- que de la Confédération se limite à un soutien subsidiaire d'ac- tivités dont l'initiative vient des jeunes et qui correspondent à leurs besoins.
Le Conseil fédéral est prêt à soutenir, dans les limites de ses possibilités financières et juridiques, des manifestations telles
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Anno
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Volume
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Session
Herbstsession
Session
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Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
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Séance
Seduta
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Datum 09.10.1992 - 08:00
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