Interpellation Vollmer
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Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1992
Der Regionalverkehr der SBB ist kostspielig. Es ist darum die Aufgabe des Bundesrates, alles zu unternehmen, um ein lei- stungsfähiges und kostengünstiges Angebot im Regionalver- kehr zu gewährleisten. Er hat bei jeder sich bietenden Gele- genheit die gegebenen Strukturen zu überprüfen und gegebe- nenfalls anzupassen. Nur so kann er die vom Parlament vorge- gebenen finanzpolitischen Ziele einhalten.
Eine solche sorgfältige Analyse hatte er auch bei der Seetal- bahn vorzunehmen.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.
92.3235
Interpellation Vollmer Konzessionsübertragungen von Lokalradios Transfert des concessions octroyées aux radios locales
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1992
Verschiedene Lokalradios - so unter anderem der Berner Lo- kalsender «Förderband» - haben sich in den letzten Monaten grundlegend umstrukturiert, teilweise wurden auch neue, von der Werbewirtschaft dominierte Trägerschaften gebildet Es ist offensichtlich, dass diese Lokalradios sich damit längst von den seinerzeit für die Konzessionierung massgebenden Vor- gaben und Bedingungen entfernt haben.
Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang um die Be- antwortung folgender Fragen:
Welche Massnahmen gedenkt die zuständige Konzes- sionsbehörde zu ergreifen, wenn Lokalradios ihre Konzes- sionsvorgaben infolge Struktur- und Trägerschaftsänderun- gen nicht mehr einhalten können oder wollen?
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die Uebertragung eines Lokalradios auf einen neuen Eigentümer eine Neukon- zessionierung respektive eine Aenderung der bestehenden Konzession erfordert?
Texte de l'interpellation du 17 juin 1992
Plusieurs radios locales, notamment celle de la région ber- noise «Radio Förderband», ont été entièrement restructurées ces derniers mois; dans certains cas, on a même vu se consti- tuer de nouveaux actionnariats, dominés par les milieux publi- citaires. Il est donc manifeste que ces radios locales se sont depuis longtemps distancées des conditions requises pour obtenir une concession.
Je prie donc le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Quelles mesures l'autorité chargée de l'octroi des conces- sions compte-t-elle prendre si, à la suite d'une restructuration ou de changements intervenus au sein des actionnariats, des radios locales ne peuvent ou ne veulent plus respecter les conditions liées à l'octroi d'une concession?
Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que tout transfert de propriété d'une radio locale nécessite l'octroi d'une nouvelle concession ou la modification de la concession en vigueur?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher Silvio, Bundi, Cas- par-Hutter, Eggenberger, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Jeanprêtre, Ledergerber, Lee- mann, Marti Werner (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 19. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 19 août 1992
Aenderungen in der Struktur und der Trägerschaft von Lo- kalradios bedürfen der Genehmigung durch die Konzessions- behörde, d. h. durch das Eidgenössische Verkehrs- und Ener- giewirtschaftsdepartement (Art. 13 und 14 des Radio- und Fernsehgesetzes vom 21. Juni 1991, RTVG). Dabei wird auch geprüft, ob die Konzessionsvorgaben eingehalten werden können und die gesetzlichen Voraussetzungen der Konzes- sionserteilung weiterhin gegeben sind. Sollten die Konzes- sionsvorgaben nach genehmigter Struktur- oder Träger- schaftsänderung nicht befolgt werden, kann die Konzessions- behörde administrative Massnahmen ergreifen. Diese umfas- sen das Verfügen von Auflagen, die Einschränkung, die Sus- pendierung sowie den Widerruf der Konzession (Art. 67 RTVG).
Der Bundesrat teilt die Auffassung des Interpellanten: Ein Lokalradio kann nicht veräussert werden, ohne dass auch die Konzession auf den neuen Eigentümer übergeht. Eine solche Uebertragung bedarf der Genehmigung durch die Konzes- sionsbehörde (Art. 13 RTVG), was faktisch auf die Aufhebung der alten und die Erteilung einer neuen Konzession hinaus- läuft, auch wenn materiell an dieser nichts geändert wird. Nur so kann gesichert werden, dass die gesetzlichen Bedingun- gen der Konzessionserteilung eingehalten werden.
Im übrigen ist darauf hinzuweisen, dass im Falle der am 6. Juli 1992 vom EVED genehmigten Uebertragung der Versuchs- erlaubnis von Radio Förderband auf die Radig AG materiell an den Konzessionsbestimmungen nichts geändert wurde. Der besondere Kulturauftrag bleibt unangetastet. Radio Förder- band wird somit weiterhin am Abend ein Kulturprogramm sen- den. Dieser Fall zeigt auch, wie wichtig es ist, dass die Konzes- sionsbehörde den wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung trägt, um die Bildung von Monopolsituationen, die gerade im Lokalradiobereich problematisch sind, zu verhindern.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt
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Jahr
1992
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Band
V
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Herbstsession
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Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3235
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
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Seite
2195-2195
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