Tarif des douanes. Mesures 1992/1
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N
30 novembre 1992
dass der Tourismus die Auswirkungen meines Minderheitsan- trages nicht spüren wird und sich mit hervorragenden Leistun- gen und innovativem Denken behaupten kann.
Ich beantrage Ihnen, dem Antrag der Minderheit I, d. h., dem Entwurf des Bundesrates bzw. dem Beschluss des Ständera- tes, zuzustimmen, für die SVZ also einen Beitrag von 62 Millio- nen Franken für die nächsten zwei Jahre zu bewilligen.
Columberg, Sprecher der Minderheit II: In der gegenwärtig schwierigen Zeit dürfen wir die Beiträge an die Schweizerische Verkehrszentrale nicht kürzen. Die Präsenz der Schweiz im Ausland und damit die Werbung für unser Land und für unse- ren Tourismus sind eine langfristige Investition. Wenn wir in diesem Bereich kürzen, schaden wir unserer Wirtschaft und schliesslich unserem Land.
Mit dem Antrag des Bundesrates bzw. dem Beschluss des Ständerates wird nicht einmal die Teuerung ausgeglichen. Im Klartext bedeutet dies: Einschränkung der bisherigen Tätig- keit. Dieser Vorschlag bewirkt eine Reduktion des Personals und der Auslandvertretungen, eine Einschränkung der Prä- senz der Schweiz im Ausland und der Landeswerbung.
Es kommt aber noch ein weiteres Argument dazu. Wie Sie ge- hört haben, gilt dieser Beschluss lediglich für zwei Jahre. Es ist also eine Art Feuerwehrübung, eine Ueberbrückungsmass- nahme. In dieser Zeit sollen die Strukturen der Schweizeri- schen Verkehrszentrale überprüft werden. Wenn wir aber be- reits jetzt Kürzungen dekretieren und die SVZ zu einem Lei- stungsabbau zwingen, präjudizieren wir die beschlossene Ueberprüfung. Das kann doch nicht der Sinn einer neutralen Ueberprüfung sein.
Mit dem Antrag der Kommissionsmehrheit wird lediglich die minimale Teuerung ausgeglichen. Da sich die Aktivitäten der Schweizerischen Verkehrszentrale weitgehend im Ausland ab- spielen, muss man erfahrungsgemäss Währungsrisiken ein- kalkulieren.
Deshalb bitten wir Sie, der Minderheit II (Columberg) zuzu- stimmen und 70 Millionen Franken zu bewilligen. Damit kann die Schweizerische Verkehrszentrale mindestens während dieser zweijährigen Uebergangsphase ihre bisherige Tätigkeit fortsetzen.
Herr Binder, ich habe schon etwas Mühe, dass ausgerechnet Sie als Vertreter der Landwirtschaft diesen Antrag bekämpfen. Hier geht es wirklich um einen im Vergleich zur Landwirtschaft äusserst bescheidenen Beitrag. Der Antrag der Minderheit II trägt deutlich das Zeichen des Kompromisses. Es geht um die Wahrung des Besitzstandes.
Für eine zeitgemässe Gestaltung der touristischen Landes- werbung wären ganz andere Beträge notwendig, nach der Be- rechnung des Departementes mindestens 84 Millionen Fran- ken. In Anbetracht der Finanzlage des Bundes sind wir be- scheidener geworden. Wir bitten Sie lediglich um 70 Millionen Franken. Dieser Betrag entspricht dem absoluten Minimum. Bei dieser Gelegenheit muss man hervorheben, dass die Lei- stungen des Bundes für den Tourismus ausserordentlich be- scheiden sind.
Wenn Sie diese beispielsweise mit der Unterstützung der Ex- portwirtschaft vergleichen, ist es sehr wenig. Zudem muss man anerkennen, dass die Schweizerische Verkehrszentrale in den letzten Jahren bereits enorme Sparanstrengungen un- ternommen hat; sie hat ihren Personalbestand bereits von 265 auf 205 Personen reduziert. Das Vertretungsnetz im Ausland darf aber nicht reduziert werden. Eine Reduktion der Ausland- vertretungen von 22 auf 8 wäre unverantwortlich. Es ist auch unvernünftig, bei der SVZ Personal zu entlassen und ander- seits beim Eidgenössischen Departement für auswärtige An- gelegenheiten 10 neue Stellen zu schaffen, wie dies auf Sei- te 12 der Botschaft steht; es wäre widersinnig, von Beschäfti- gungsprogrammen zur Sicherung von Arbeitsplätzen zu spre- chen und gleichzeitig Massnahmen zu beschliessen, die Ar- beitsplätze vernichten. Es ist auch unverantwortlich, weil die Schweizerische Verkehrszentrale keine Ausweichmöglichkei- ten hat. Sie kann auf keine anderen finanziellen Quellen zu- rückgreifen.
Wie bereits gesagt: Wenn man schon eine Ueberprüfung die- ser Institution vornehmen will, dann darf man jetzt nicht mit ei-
nem Abbau den Ausgang dieser neutralen Studie präjudi- zieren.
Aus diesem Grunde bitte ich Sie, diesem bescheidenen An- trag der Kommissionsminderheit il (Columberg) auf 70 Millio- nen Franken zuzustimmen. Er gewährleistet lediglich für zwei Jahre die Fortsetzung der bisherigen verdienstvollen Aktivität der Schweizerischen Verkehrszentrale.
Abstimmung - Vote
Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit I Für den Antrag der Minderheit II
42 Stimmen 40 Stimmen
Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 71 Stimmen Für den Antrag der Minderheit I 37 Stimmen
Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 89 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
92.061
Zolltarifarische Massnahmen 1992/1 Tarif des douanes. Mesures 1992/1
Bericht und Beschlussentwurf vom 19. August 1992 (BBI V 1110) Rapport et projet d'arrêté du 19 août 1992 (FF V 1056) Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Gemäss Artikel 9 Absatz 1 des Zolltarifgesetzes vom 9. Okto- ber 1986 und Artikel 1 Absatz 3 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 1974 über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnis- sen von Landwirtschaftsprodukten muss der Bundesrat halb- jährlich über die Zollmassnahmen berichten, die er in Aus- übung der in den vorerwähnten Erlassen enthaltenen Befug- nisse getroffen hat. Die Bundesversammlung entscheidet über das weitere Inkraftbleiben der Massnahmen.
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf folgende Mass- nahmen:
Massnahmen gestützt auf das Zolltarifgesetz
Der Bundesrat beschloss am 18. Juni 1992, die sich aus dem Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Ländern und der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik (CSFR) sowie dem Briefwechsel zwischen der Schweiz und der CSFR betreffend die bilaterale Vereinbarung über den Handel mit landwirtschaftlichen Gütern ergebenden Zollan- sätze vom 1. Juli 1992 an vorläufig anzuwenden. Dem Vertrag selber haben die eidgenössischen Räte schon anlässlich der Herbstsession 1992 zugestimmt.
Massnahmen gestützt auf das Bundesgesetz über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten
Standesinitiative Bern. Biologischer Landbau
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Bis anhin wurde Paniermehl bei der Ausfuhr je nach Aufma- chung infolge der Anwendung verschiedener Standardrezep- turen unterschiedlich belastet. Paniermehl in Detail-Aufma- chung unterlag infolge seiner Einreihung im Gebrauchszollta- rif 1986 in einer Residualposition einer etwa 40 Prozent zu niedrigen Einfuhrbelastung im Vergleich zu der korrekten Be- lastung von Paniermehl in Engros-Aufmachung. Diese Tatsa- che widerspricht dem Sinn und Zweck des Gesetzes, wonach in verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten das Rohstoffhandi- cap auszugleichen ist, und führte zudem zu Marktstörungen. Der Bundesrat beschloss deshalb am 13. Mai 1992, Panier- mehl ohne Rücksicht auf dessen Aufmachung ab 1. Juli 1992 der gleichen Importbelastung zu unterstellen.
M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Selon l'article 9 premier alinéa de la loi du 9 octobre 1986 sur le tarif des douanes et l'article premier 3e alinéa de la loi fédérale du 13 décembre 1974 sur l'importation et l'exportation de pro- duits agricoles transformés, le Conseil fédéral est tenu de pré- senter chaque semestre un rapport sur les mesures prises en exécution des compétences prévues dans les lois susmen- tionnées. L'Assemblée fédérale décide du maintien de ces mesures.
Mesures fondées sur la loi sur le tarif des douanes. Le 18 juin 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre provisoirement en vigueur, dès le 1er juillet 1992, les taux des droits de douane résultant de l'Accord de libre-échange entre les pays de l'AELE et la République fédérative tchèque et slovaque (RFTS) et de l'échange de lettres entre la Suisse et la RFTS concer- nant l'arrangement bilatéral sur le commerce des produits agricoles. L'accord lui-même a déjà été approuvé par les Chambres fédérales au cours de la session d'automne 1992. Mesures fondées sur la loi fédérale sur l'importation et l'expor- tation de produits agricoles transformés.
L'importation de la chapelure était soumise auparavant à des charges différentes selon le conditionnement. Suite au classe- ment de la chapelure conditionnée pour la vente au détail dans le tarif d'usage 1986 sous une position résiduelle, la charge à l'importation était d'environ de 40 pour cent trop basse par rapport à celle correcte pour la chapelure en gros. Cet état de fait va à l'encontre du sens et du but de la loi citée en exergue, laquelle vise la compensation du handicap pour les matières agricoles de base incorporées dans les produits agricoles transformés, et causait de plus des dérangements du marché. Le 13 mai 1992, le Conseil fédéral a décidé d'uni- formiser, dès le 1er juillet 1992, la charge d'importation pour la chapelure, sans égard à son conditionnement.
Antrag der Kommission
Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Genehmi- gung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen.
Proposition de la commission La commission à l'unanimité vous propose d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesu- res touchant le tarif des douanes.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
4-N
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 88 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
91.313
Standesinitiative Bern Förderung des biologischen (ökologischen) Landbaus Initiative du canton de Berne Encouragement de l'agriculture biologique (écologique)
Beschluss des Ständerates vom 12. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 12 juin 1992 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Wortlaut der Initiative vom 6. Dezember 1991
Die Bundesversammlung wird eingeladen, das Landwirt- schaftsgesetz dahingehend zu ergänzen, dass die freiwillige Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf biologischen (ökologischen) Landbau gefördert werden kann und nicht zu Einkommenseinbussen führt.
Dies soll insbesondere erreicht werden durch den Schutz von dessen pflanzlichen und tierischen Produkten über die gesetz- liche Anerkennung der Bezeichnung «aus biologischem An- bau» und der Knospen-Kollektivmarke des VSBLO.
Texte de l'initiative du 6 décembre 1991
L'Assemblée fédérale est chargée de modifier la loi sur l'agriculture afin d'encourager la conversion volontaire d'ex- ploitations agricoles à l'agriculture biologique (écologique). Les agriculteurs concernés ne devront pas subir de pertes de revenus.
Il conviendrait notamment de protéger les produits biologi- ques d'origine végétale et animale par une reconnaissance lé- gale de la mention «En provenance de cultures biologiques» et du label «Bourgeon> de l'AGPBS.
Herr Matthey unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Gestützt auf Artikel 44 des Reglementes des Nationalrates un- terbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission, die beauf- tragt war, zur Standesinitiative des Kantons Bern, die am 6. De- zember 1991 eingereicht worden war, Stellung zu nehmen. Die Initiative verlangt eine Aenderung des Landwirtschaftsgeset- zes, um die freiwillige Umstellung landwirtschaftlicher Be- triebe auf biologischen (ökologischen) Landbau zu fördern, sowie den Schutz von dessen pflanzlichen und tierischen Pro- dukten über die gesetzliche Anerkennung der Bezeichnung «aus biologischem Anbau».
Die Mitglieder des Grossen Rates des Kantons Bern haben die Standesinitiative unterstützt. Sie sind der Meinung, dass der biologische Landbau anerkannt und gefördert werden soll. Es sei dies bereits in verschiedenen europäischen Ländern der Fall und die EG sei daran, eine Verordnung in diesem Bereich zu erlassen. In der Schweiz ist auf Bundesebene ein entspre- chendes Projekt aus dem Jahre 1985, das von einer Experten- kommission ausgearbeitet worden war, toter Buchstabe ge- blieben.
Die Mitglieder des Berner Grossen Rates unterstreichen, dass ihr Kanton als erster Beiträge zur Förderung der Umstellung auf biologischen Landbau eingeführt hat. Sie sind auch der
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Zolltarifarische Massnahmen 1992/I Tarif des douanes. Mesures 1992/I
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1992
Année
Anno
Band
VI
Volume
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Session
Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.061
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
30.11.1992 - 14:30
Date
Data
Seite
2294-2295
Page
Pagina
Ref. No
20 022 016
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