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Postulat Duvoisin
La lutte contre le bostryche coute cher; les arbres atteints doi- vent être abattus et des pièges installés.
Et voilà que la Confédération menace de réduire ses contribu- tions, alors que certaines communes sont près de la faillite à cause des bostryches.
Les moyens destinés à combattre ce coléoptère ne doivent pas être réduits. Nous n'avons pas le droit d'abandonner à leurtriste sort des communes gravement menacées par ce fléau.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Borradori, Keller Rudolf, Stalder, Steffen, Weder Hansjürg (5)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. November 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 novembre 1992
Die Erhaltung unserer Wälder und insbesondere unserer Ge- birgswälder gehört zu den vordringlichsten Aufgaben unseres Forstdienstes. Der Bekämpfung des Borkenkäfers, welcher zeitweise eine echte Bedrohung unserer Wälder darstellen kann, hat der Bundesrat in der Vergangenheit stets grösste Beachtung geschenkt. Nicht zuletzt aus der Borkenkäferepi- demie von 1984 heraus wurde im gleichen Jahr ein dringlicher Bundesbeschluss für ausserordentliche Massnahmen zur Walderhaltung in Kraft gesetzt, ohne den die notwendigen Massnahmen zur Borkenkäferbekämpfung nicht möglich ge- wesen wären.
Auch für die Zukunft hat der Bundesrat bereits vorgesehen. So sind im neuen Waldgesetz Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden, worunter auch die Bekämpfung von Borkenkäfern fällt, beitragsberechtigt (Art. 37). Es handelt sich dabei um sogenannte Abgeltungen, d. h. um Leistungen infolge bundesrechtlich vorgeschriebener Aufgaben, die der Bund erbringen muss.
Angesichts der akuten Finanzknappheit muss der Bund eine Strenge Prioritätensetzung seiner Subventionspolitik vorneh- men. Erste Prioritäten im Bereich des Waldes haben dabei Massnahmen, die der Erhaltung der Schutzfunktion dienen. Unter diese fallen auch die Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden.
Beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft lagen Ende September 1992 Beitragsgesuche der Kantone im Be- trage von 25 Millionen Franken vor, die mangels Krediten in diesem Jahr nicht mehr behandelt werden können. Bis Ende des Jahres dürfte sich dieser Betrag auf 50 Millionen Franken erhöhen. Um diesen Zahlungsrückstand innert einer ange- messenen Frist abzutragen, ist hierfür ein zusätzlicher Betrag von 40 Millionen Franken ins Budget 1993 eingestellt worden. Gleichzeitig hat der Bundesrat dem Parlament mit der Bot- schaft zum Voranschlag 1993 einen Zahlungsrahmen für die Jahre 1993 bis 1996 unterbreitet. Bei der Festlegung des Be- trages wurde der Tatsache der ausstehenden Bundesleistun- gen im Zusammenhang mit der Behebung der Sturmschäden 1990 Rechnung getragen.
Für Massnahmen zur Verhütung und Behebung der Waldschä- den, die im Jahre 1993 zur Ausführung gelangen, ist im Voran- schlag 1993 ein Betrag von 25 Millionen Franken eingestellt. Bei weiter gehenden Ereignissen wie Waldkatastrophen kann die Bundesversammlung mit allgemeinverbindlichem, nicht refe- rendumspflichtigem Bundesbeschluss Massnahmen ergreifen. Mit diesen gesetzlichen Instrumenten und einer weitsichtigen Fi- nanzplanung - soweit ausserordentliche Ereignisse wie Wald- schäden überhaupt planbar sind - ist der Bundesrat der Mei- nung, dass dem Anliegen des Postulates Rechnung getragen wird und keine zusätzlichen Massnahmen ergriffen werden müs- sen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.
Abgeschrieben - Classé
92.3366
Postulat Bischof Haushaltspestizide Pesticides à usage domestique
Wortlaut des Postulates vom 21. September 1992 Ich ersuche den Bundesrat, Insektizide ganz klar unter die De- klarationspflicht zu stellen.
Texte du postulat du 21 septembre 1992 Le Conseil fédéral est prie de rendre obligatoire la déclaration des insecticides.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Borradori, Keller Rudolf, Ruf, Weder Hansjürg (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
«Biologisch abbaubar»; «ungefährlich». Mit solchen Aufschrif- ten wollen uns die Hersteller von Insektiziden glauben ma- chen, sie würden umweltfreundliche Produkte anbieten. Die Stoffe, die sie so anpreisen, sind sogenannte Pyrethroide (wichtigste Substanzen: Allthrin, Deltamethrin, Permethrin). Pyrethroide sind vollsynthetisch und alles andere als harmlos. Pyrethroide sind Nervengifte.
Professor H. Müller-Mohnsson, der Leiter des Münchner Insti- tuts für Umwelthygiene und Strahlenforschung, kennt Hun- derte von Fällen, in denen Benützer von Insektiziden mit ge- sundheitlichen Spätfolgen zu kämpfen haben.
Bei uns in der Schweiz ist in den Garten-Centern und Super- märkten von Zurückhaltung jedoch nichts zu spüren. Da sind die meisten pyrethroidhaltigen Insektenvertilger in Selbstbe- dienung erhältlich. Häufig fehlen sogar Inhaltsangaben und Warnhinweise.
Fritz Zürcher, Leiter des appenzell-ausserrhodischen Amtes für Luftreinhaltung, rät sogar dringend vom leichtfertigen Ge- brauch von Pyrethroiden ab.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 18. November 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 18 novembre 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3421
Postulat Duvoisin Anwendung des Subsidiaritätsprinzips auf den Zivilschutz Protection civile en cas de catastrophe. Principe de subsidiarité
Wortlaut des Postulates vom 7. Oktober 1992 Der Bundesrat wird aufgefordert, das Subsidiaritätsprinzip zu verwirklichen und den Kantonen zu gestatten: - für den Zivilschutz diejenige Organisation zu wählen, die ih- nen am besten entspricht und im Katastrophenfall ein mög- lichst wirksames Eingreifen erlaubt;
Postulat de la CPS
2750
N
18 décembre 1992
Texte du postulat du 7 octobre 1992
Le Conseil fédéral est invité à mettre en oeuvre le principe de subsidiarité en autorisant les cantons:
à choisir l'organisation la plus adéquate susceptible d'assu- rer la meilleure efficacité des interventions de la PCi en cas de catastrophe;
à déterminer les degrés de formation nécessaires à garantir cette efficacité;
à se doter des équipements les mieux adaptés aux types de catastrophes les plus vraisemblables pour atteindre les objec- tifs fixés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bodenmann, Brüg- ger Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Eggenberger, Häm- merle, Jeanprêtre, Ledergerber, Leuenberger Ernst, Marti Werner, Steiger, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Pour faire suite au débat sur le plan directeur de la protection civile, je tiens à préciser ce qui suit.
Compte tenu du fait que la hiérarchie des risques varie d'un canton à l'autre, que les équipements, planifications, modes d'intervention existants varient, que les équipements les mieux adaptés doivent être définis en fonction des catastro- phes les plus plausibles, il convient de laisser aux cantons une marge de manoeuvre suffisante dans le domaine des effectifs réellement nécessaires, de la qualité de la formation gage du succès de l'intervention, de l'équipement le plus adéquat, des programmes d'instruction les plus efficaces.
Le principe de subsidiarité n'est pas un vain mot. Les cantons ont un passé en matière de lutte contre les catastrophes; il convient de leur laisser remplir leurs obligations avec sou- plesse.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 25. November 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 novembre 1992 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
92.3305
Postulat Keller Anton Günstige Voraussetzungen für militärische Weiterausbildung Avancement dans l'armée. Mesures de promotion
Wortlaut des Postulates vom 24. August 1992 Der Bundesrat ergreift Massnahmen zur Förderung der Bereit- schaft für militärische Weiterausbildung.
Texte du postulat du 24 août 1992 Le Conseil fédéral est prié de prendre les mesures propres à promouvoir auprès des jeunes l'avancement dans l'armée.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bircher Silvio, Bürgi, Cincera, David, Dünki, Grossenbacher, Leu Josef, Leuba, Meier Hans, Mühlemann, Schmid Peter, Schnider, Wyss Paul (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Stärke des Wehrwillens hängt wesentlich davon ab, dass die fähigen jungen Leute zur militärischen Weiterausbildung bereit sind. Das ist in der heutigen Zeit, aus verschiedenen Gründen, keine Selbstverständlichkeit Berufliche Ausbildung und Berufsarbeit, persönliche Beziehungen, Gestaltung der Freizeit haben Vorrang. Oder umgekehrt: Mit militärischer Wei- terausbildung verbinden sich oft Komplikationen mit dem Stu- dium, Schwierigkeiten am Arbeitsort, finanzielle Nachteile, pri- vate Verluste. Auch die früher gängige Aussage, dass militäri- sche Ausbildung auch im Zivilleben nützlich sei, scheint eher verblasst Im Gegenteil: Arbeitgeber äussern nicht selten ihre Abneigung, wenn ein junger Mann die Absicht zu militärischer Weiterausbildung äussert Ein damit verbundenes Entweder- Oder wird nicht leichtgenommen, zumal in rezessiven Zeiten. Deshalb erscheint ein ganzheitliches Konzept der Förderung angezeigt.
Die Massnahmen sollten von einer allgemeinen Aufwertung dieses Dienstes für die Gemeinschaft bis zu angemessener fi- nanzieller Entschädigung reichen (insbesondere sind junge Leute in der Ausbildung immer noch stark benachteiligt), von der Rücksichtnahme auf die berufliche Ausbildung bis zur För- derung des Verständnisses der Arbeitgeber (inklusive der öf- fentlichen!) für die Notwendigkeit, dass gerade auch die be- sonders Fähigen freigestellt werden sollen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Oktober 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 octobre 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Ad 92.009
Postulat der Sicherheitspolitischen Kommission Reduktion der Wehrpflichtdauer
Postulat de la Commission de la politique de sécurité Réduction de la durée de l'obligation de servir
Wortlaut des Postulates vom 25. Juni 1992
Der Bundesrat wird eingeladen, möglichst rasch, spätestens aber bis Ende 1992, eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Militärorganisation oder entsprechende Uebergangs- bestimmungen zu unterbreiten, welche die Reduktion der Wehrpflichtdauer im Sinne der «Armee 95» und allenfalls wei- tere zentrale Punkte von «Armee 95» zum Gegenstand haben. Eine gestaffelte Reduktion des Wehrpflichtalters in den Jahren 1993 bis 1995 ist zu prüfen.
Texte du postulat du 25 juin 1992
Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement, si pos- sible rapidement, mais jusqu'à la fin de 1992 au plus tard, un projet de révision partielle de la loi fédérale sur l'organisation militaire ou un projet de dispositions transitoires appropriées; ces projets auront pour objet: la réduction de la durée de l'obli- gation de servir conformément à la conception d'«Armée 95» et, au besoin, d'autres points essentiels de cette même con- ception. Il y a lieu d'examiner une réduction par étapes de la durée de l'obligation de servir pour les années 1993 à 1995.
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Duvoisin Anwendung des Subsidiaritätsprinzips auf den Zivilschutz Postulat Duvoisin Protection civile en cas de catastrophe. Principe de subsidiarité
In
Dans
In
Jahr
1992
Année
Anno
Band
VI
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3421
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
2749-2750
Page
Pagina
Ref. No
20 022 116
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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