Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
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heit der Betreffenden im Parlamentsgebäude. Hauptgrund ist meistens die mangelhafte Avisierungsmöglichkeiten bei be- gründetem, zeitlich befristetem Aufenthalt ausserhalb des Ratssaales, jedoch innerhalb des Gebäudes.
Als Beispiele seien erwähnt:
der Empfang von Besuchergruppen, ausländischen Parla- mentariern usw. in einem Sitzungszimmer;
sachbedingte Verfolgung der Ständeratsdebatte;
kurzfristig einberufene Kurzkommissionssitzungen;
Aufenthalt in der Bibliothek oder in anderen Räumen mit feh- lender Möglichkeit zur Verfolgung des Ratsgeschehens via Bildschirm.
Meines Erachtens wäre es mit modernen technischen Hilfsmit- teln und bescheidenem Aufwand möglich, das heutige rudi- mentäre Rufsystem zu verbessern, ergänzen oder abzulösen. Zu denken wäre dabei etwa an:
ein individuelles elektronisches Rufsystem (Piepser) mit Ohrmuschel;
einen UKW-Kleinempfänger zum Empfang des O-Tones der Debatten ab TV-Kanal.
Schriftliche Erklärung des Büros vom 13. November 1992 Déclaration écrite du Bureau du 13 novembre 1992 Das Büro beantragt, das Postulat anzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3167
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Beitrittsgesuch EG. Verhandlungsvorgaben Interpellation du groupe socialiste Demande d'adhésion à la CE. Objectifs à négocier
Wortlaut der Interpellation vom 1. Juni 1992
Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament über folgende Fragen im Zusammenhang mit den EG-Beitrittsverhandlun gen Auskunft zu geben:
Warum hat die Schweiz mit ihrem Begehren um Aufnahme von Beitrittsverhandlungen nicht die grundsätzlichen Ver- handlungsvorgaben gleich mit dem Beitrittsgesuch angemel- det, wie dies zuvor Oesterreich, Finnland und Schweden ge- tan hatten?
Wann und in welcher Form wird der Bundesrat die Verhand- lungsvorgaben für die Beitrittsverhandlungen festlegen und gegenüber Brüssel anmelden? Welche Verhandlungsvorga- ben sieht er vor?
Ist der Bundesrat bereit, bei der Festlegung der Verhand- lungsvorgaben respektive des Verhandlungsmandats für die schweizerische Delegation vorgängig das Parlament oder die Aussenpolitischen Kommissionen des Parlaments zu konsul- tieren?
Ist der Bundesrat bereit, dem Parlament und der Oeffent- lichkeit die Verhandlungsvorgaben der anderen Efta-Länder, die diese im Zusammenhang mit ihren Beitrittsgesuchen in Brüssel deponierten, zugänglich zu machen?
Texte de l'interpellation du 1er juin 1992
Le Conseil fédéral est prié de renseigner le Parlement sur les points suivants concernant les négociations d'adhésion à la CE:
Pourquoi la Suisse, lorsqu'elle a déposé sa requête d'ou- verture de négociations, n'a-t-elle pas annoncé les objectifs à négocier en même temps que sa demande d'adhésion, comme l'ont fait l'Autriche, la Finlande et la Suède?
Quand et sous quelle forme le Conseil fédéral définira-t-il les objectifs des négociations d'adhésion? Quels sont-ils et quand les annoncera-t-il à Bruxelles?
Le Conseil fédéral est-il disposé à consulter le Parlement ou ses Commissions de politique extérieure avant de définir les objectifs à négocier et le mandat qui sera donné à la déléga- tion suisse?
Le Conseil fédéral est-il disposé à révéler au Parlement et à l'opinion publique les objectifs de négociation que les autres Etats de l'AELE ont annoncé à Bruxelles lorsqu'ils ont déposé leur demande d'adhésion?
Sprecher - Porte-parole: Strahm Rudolf
Schriftliche Begründung
Bei Beitrittsverhandlungen mit der EG müssen die Länder, die um eine Aufnahme in die EG ersuchen, die besonderen Be- gehren und Vorbehalte gleich zu Beginn anmelden. Was nicht gleich mit dem Beginn des Beitrittsprozesses geltend ge- macht wird, hat wenig Chancen, später berücksichtigt zu wer- den. Deshalb kommt den Verhandlungsvorgaben eine grosse Bedeutung zu. Auch aus innenpolitischen Gründen sind sol- che Vorgaben wichtig. In Finnland waren die Verhandlungspo- sitionen Gegenstand einer Parlamentsdebatte.
Der Bundesrat kündigt in seinem dritten Bericht über einen Beitritt der Schweiz zur Europäischen Gemeinschaft an, dass in sensiblen Bereichen (z. B. bei der Agrarpolitik) lange Ueber- gangsfristen ausgehandelt werden müssten, um schmerzli- che Anpassungsprozesse zu vermeiden. In einigen Bereichen sind flankierende Massnahmen und innenpolitische Refor- men nötig, um die Anpassung sozial und ökologisch verträg- lich zu gestalten.
Aus diesen Gründen müssen die Schritte des Beitrittsverfah- rens, wie sie im dritten Integrationsbericht vom 18. Mai 1992 (Ziff. 9.1) beschrieben sind, gegenüber dem Parlament präzi- siert werden.
Développement par écrit
Les pays qui déposent une requête d'adhésion à la Commu- nauté européenne doivent énoncer leurs attentes et leurs ré- serves dès l'abord. Les arguments qui n'ont pas été avancés au début des négociations ont peu de chances d'être pris en compte ultérieurement et c'est pourquoi les objectifs à négo- cier revêtent une importance particulière. Par ailleurs, ils jouent aussi un certain rôle sur le plan de la politique nationale. En Finlande par exemple, les objets de la négociation ont été discutés au Parlement.
Le Conseil fédéral annonce dans son troisième rapport sur l'in- tégration que, dans les secteurs sensibles (par exemple, la po- litique agricole), il faudra négocier de longs délais de transition pour que notre pays ne doive pas subir un processus d'adap- tation pénible. Dans certains domaines, il faut prendre des me- sures complémentaires et procéder à des réformes de politi- que intérieure afin que l'adaptation soit supportable sur le plan social et écologique.
C'est pourquoi les étapes de la procédure d'adhésion telles qu'elles sont décrites au point 9. 1 du troisième rapport sur l'in- tégration du 18 mai 1992 doivent être précisées à l'intention du Parlement.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1992
Auf die vier von den Interpellanten gestellten Fragen antwortet der Bundesrat wie folgt:
Interpellation Aubry
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N
18 décembre 1992
resse der Regierung enthielt. Mit Ausnahme des Postulates Weber Monika vom 12. Dezember 1991, das vom Ständerat am 10. März 1992 angenommen wurde, hat das eidgenössi- sche Parlament, genau wie die Parlamente Schwedens und Finnlands, dem Bundesrat keine Anträge in bezug auf die kommenden Verhandlungen unterbreitet. Allerdings trifft es zu, dass die Integrationsberichte der österreichischen und fin- nischen Regierungen die Folgen aufzeigen, die sich für ihr Land aus einem EG-Beitritt ergeben, und auf die zu regelnden Fragen hinweisen. Der Bundesrat hat nämlich dasselbe in sei- nem Bericht vom 18. Mai gemacht, bezeichnenderweise de- taillierter als die betreffenden Berichte, in welchem die allge- meinen Verhandlungsvorgaben der Schweiz als Mitgliedstaat der EG (Kapitel 4.3) ebenso behandelt werden wie die materi- ellen Folgen eines Beitritts und die Fragestellungen, die Ge- genstand der Verhandlung sein werden (Kapitel 5).
Die Beitrittsverhandlungen der Schweiz und der anderen beitrittswilligen Efta-Staaten werden nicht vor Anfang des nächsten Jahres beginnen. Die EG-Kommission ist zurzeit mit der Ausarbeitung der Gutachten über die angemeldeten Kan- didaten beschäftigt. Zu diesem Zweck finden Gespräche zwi- schen Experten der Schweiz und der EG statt, um den Diensten der Kommission die benötigten Informationen, Fak- ten und Zahlen zu verschaffen. Das Verhandlungsmandat, das der Bundesrat der Schweizer Delegation übergeben wird, ist noch nicht ausgearbeitet. Es wird dies auch erst in einigen Mo- naten sein und ist nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt. Es ist nicht angezeigt, in einer internationalen Verhandlung seine Partner darüber zu informieren, was man zu erreichen wünscht. Selbstverständlich werden die Schweizer Unter- händler den Auftrag bekommen, das für unser Land bestmög- liche Resultat zu erreichen, namentlich angemessene Ueber- gangsfristen, wo sie notwendig scheinen.
Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf das Postulat Vollmer unterstrichen hat, ist er bereit, das Parlament gemäss den neuen Bestimmungen des Geschäftsverkehrsgesetzes zum Thema «Beitrittsverhandlungen» zu konsultieren. Es ist natürlich wichtig, dass das Parlament und die betreffenden Kommissionen zum gegebenen Zeitpunkt einen geeigneten Rahmen für solche Konsultationen zur Verfügung stellen. Dar- über hinaus scheint es notwendig, dass das Parlament den Bundesrat informiert, falls es einen bestimmten Punkt für be- sonders wichtig für die künftigen Verhandlungen hält.
Mit Ausnahme des Neutralitätsvorbehaltes, der in der öster- reichischen Anfrage vom 17. Juli 1989 enthalten ist, haben die drei beitrittswilligen Efta-Staaten keine Verhandlungsvorga- ben in Brüssel vorgestellt. Das Integrationsbüro stellt interes- sierten Ratsmitgliedern die Dokumente der Parlamente und der politischen Parteien der anderen Efta-Kandidaten, die oben erwähnt wurden, zur Verfügung.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1992
Aux quatre questions posées par les interpellants, le Conseil fédéral est en mesure de répondre de la manière suivante:
Contrairement à ce qu'affirment les interpellants, aucun gouvernement des pays de l'AELE qui ont fait acte de candida- ture auprès de la CE n'a - officiellement ou non - annonce les objectifs qu'il entend atteindre durant les négociations de son adhésion. Seul le Parlement autrichien adopta en juin 1989 une résolution à l'intention du gouvernement énonçant cer- tains objectifs à atteindre durant les négociations. Hormis le postulat Weber Monika du 12 décembre 1991, accepté le 10 mars 1992 par le Conseil des Etats, le Parlement fédéral, tout comme les Parlements suédois et finlandais, n'a soumis aucune requête au Conseil fédéral aux fins de la négociation à venir. En revanche, il est vrai que les rapports d'intégration des gouvernements autrichien et finlandais exposent les consé- quences d'une adhésion de leur pays à la CE et font état des questions à régler. Le Conseil fédéral a fait de même dans son rapport du 18 mai, notablement plus détaillé que les rapports en question, où sont traités tant les objectifs généraux de la Suisse comme Etat membre de la CE (chapitre 4.3) que les conséquences matérielles d'une adhésion et les questions qui feront l'objet de la négociation (chapitre 5).
Les négociations de l'adhésion de la Suisse et des autres pays de l'AELE qui ont soumis une requête en ce sens ne dé- buteront pas avant l'année prochaine. La Commission de la CE est actuellement occupée à la préparation de l'avis sur les candidatures annoncées. Des contacts ont lieu à cet effet entre experts suisses et communautaires afin de fournir aux services de la commission les informations, faits et chiffres dont ils ont besoin. Le mandat que le Conseil fédéral confiera aux négociateurs suisses n'est évidemment pas encore ré- digé, ne le sera pas avant plusieurs mois et ne sera pas rendu public. Il est en effet peu indiqué, dans une négociation inter- nationale, d'informer ses partenaires des objectifs que l'on en- tend atteindre. Il va sans dire que les négociateurs seront char- gés d'obtenir le meilleur résultat possible pour notre pays et, notamment, des périodes transitoires appropriées là où elles paraîtront nécessaires.
Comme il l'a souligné dans sa réponse au postulat Vollmer, le Conseil fédéral est entièrement disposé à consulter le Parle- ment au sujet des négociations d'adhésion conformément aux nouvelles dispositions, votées par le Parlement, de la loi sur les rapports entre les conseils. En tout état de cause, il im- porte que le Parlement et ses commissions compétentes met- tent sur pied, le moment venu, un cadre approprié pour de tel- les consultations. En outre, si le Parlement considère qu'un point particulier s'annonce d'une importance cruciale pour cette future négociation, il lui appartient d'en informer le Conseil fédéral.
Hormis la «réserve» de neutralité contenue dans la de- mande autrichienne du 17 juillet 1989, les trois pays de l'AELE candidats à l'adhésion n'ont pas annoncé d'objectifs de négo- ciation à Bruxelles. Le Bureau de l'intégration tient le texte de leurs demandes d'adhésion à disposition des parlementaires intéressés.
Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun- desrates teilweise befriedigt.
92.3309
Interpellation Aubry Gute Dienste der Schweiz Bons offices de la Suisse
Wortlaut der Interpellation vom 24. August 1992
Könnte sich der Bundesrat nicht im Rahmen der KSZE den an- deren Mitgliedstaaten, wie Schweden oder Finnland, an- schliessen, die sich dafür einsetzen, dass sich die russischen Truppen möglichst rasch aus den drei baltischen Staaten Li- tauen, Lettland und Estland zurückziehen?
Könnte der Bundesrat nicht in diesem Rahmen seine Guten Dienste für die Verhandlungen zwischen den baltischen Staa- ten und Russland anbieten?
Texte de l'interpellation du 24 août 1992
Dans le cadre des travaux de la CSCE, le Conseil fédéral ne pourrait-il pas joindre ses efforts à ceux d'autres pays mem- bres, tels la Suède et la Finlande, en vue d'obtenir rapidement le retrait total des troupes russes des trois pays Baltes: Litua- nie, Lettonie et Estonie?
Le Conseil fédéral pourrait-il offrir ses bons offices dans ce ca- dre-là entre les pays Baltes et la Russie?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Beitrittsgesuch EG. Verhandlungsvorgaben Interpellation du groupe socialiste Demande d'adhésion à la CE. Objectifs à négocier
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1992
Année
Anno
Band
VI
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
92.3167
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
2757-2758
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20 022 130
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