Postulat Morniroli
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E
1er décembre 1992
ziellen und personellen Verhältnissen des Bundes eine wei- tere Verstärkung der Aktivitäten nicht realistisch ist Sie kön- nen nicht auf der einen Seite fordern und uns auf der anderen Seite die Mittel vorenthalten, die wir brauchen würden, um diese Aufgaben zu erfüllen. So geht die Rechnung nicht auf. In Anbetracht dessen, was uns mit dem Budget 1993 wartet, sind weitere Aktionen - über das hinaus, was ich jetzt gesagt habe - nicht möglich.
Ich bitte Sie deshalb, dem Bundesrat zu folgen und die Motion als erledigt abzuschreiben.
Abgeschrieben - Classé
92.3266
Postulat Morniroli Elektromobil Véhicules électriques
Wortlaut des Postulates vom 18. Juni 1992
Ich bitte den Bundesrat, die Förderung von Fahrzeugen mit neuartigem Antrieb nicht nur zu verstärken, sondern schwer- gewichtig voranzutreiben. Es existieren heute Elektromobile, ich fahre selber seit 18 Monaten ein solches, welche eine Spit- zengeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern erreichen, bei einer Autonomie von 100 Kilometern und einem Preis von 90 Rappen für eine Volladung. Eine Erhöhung der Spitzenge- schwindigkeit auf 120 Stundenkilometer und der Autonomie auf 500 Kilometer ist problemlos möglich. Dass für solche Fahrzeuge keine Verkehrssteuer erhoben wird und nur 50 Pro- zent der Haftpflichtversicherungsprämie zu zahlen sind, dürfte kaum jemandem bekannt sein. Es fehlt ganz offensichtlich an der nötigen Information. Im Kanton Tessin haben wir schon er- reicht, dass verschiedene Gemeinden privilegierte Parkplätze für Elektroautos beschlossen haben, u. a. mit Ausstattung der Parkuhren mit Steckdosen, damit beim Parkieren immer sofort nachgeladen werden kann.
Texte du postulat du 18 juin 1992
Je prie le Conseil fédéral non seulement de renforcer l'encou- ragement de véhicules utilisant des moyens de propulsion nouveaux, mais même de les promouvoir en priorité. On dis- pose actuellement de véhicules électriques - depuis 18 mois j'en utilise un - qui atteignent des vitesses maximales de 90 km/h, leur autonomie étant de 100 km et les frais de 90 centimes pour une recharge complète. Il est parfaitement possible de porter leur vitesse maximale jusqu'à 120 km/h et d'étendre leur rayon d'action jusqu'à 500 km. Personne sans doute ne sait qu'aucun impôt n'est prélevé sur ces véhicules et que la prime d'assurance-responsabilité civile est réduite de moitié. Manifestement, l'information nécessaire fait défaut. Nous avons obtenu au Tessin que plusieurs communes déci- dent d'aménager des places de stationnement spéciales pour véhicules électriques, disposant notamment de parcomètres avec prises de courant, ce qui permet une recharge immédiate en stationnement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
On. Morniroli: Il Consiglio federale nel suo rapporto sul pro- gramma di legislatura per il quadriennio, dichiara di voler pro- muovere veicoli con propulsori alternativi.
Ich bitte den Bundesrat, die Förderung von Fahrzeugen mit neuartigem Antrieb nicht nur zu verstärken, sondern schwer- gewichtig voranzutreiben. Es existieren heute Elektromobile - ich fahre selber seit 18 Monaten ein solches -, welche eine Spitzengeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern erreichen, bei einer Reichweite von 100 Kilometern und einem Preis von
90 Rappen pro Volladung. Eine Erhöhung der Spitzenge- schwindigkeit auf 120 Stundenkilometer und der Reichweite auf 500 Kilometer ist technisch möglich.
Der Wagen, den ich besitze, ist ein Torpedo 128 Suisse. Es handelt sich um einen umgebauten Seat Marbella, dem man den Elektroantrieb von aussen nicht ansieht: normaler Vier- plätzer, intakter Kofferraum - der Batteriebehälter ersetzt den Benzintank -, das Instrumentarium wird durch einen Ladezu- standsanzeiger ergänzt Aus der Kühlerhaube lässt sich ein Kabel ausziehen, das an eine beliebige 220-Volt-Steckdose angeschlossen werden kann.
Wir konnten erreichen, dass verschiedene Gemeinden im Kanton Tessin die Ausscheidung von privilegierten Parkplät- zen für Elektromobile und die Bestückung der entsprechen- den Parkuhren mit Steckdosen beschlossen haben. Auch das neue Autosilo in Locarno unter der Piazza Grande verfügt über vier solche Parkplätze. Das ist wichtig, damit beim Parkieren immer sofort nachgeladen werden kann.
Beim Bremsen oder bei der Talfahrt funktioniert der Motor als Dynamo und lädt wieder nach. Zudem könnte man auf dem Dach eine Selenzelle montieren, was einen zusätzlichen Ener- giegewinn bringen würde. Dass für solche Fahrzeuge keine Verkehrssteuer erhoben wird und nur 50 Prozent der Haft- pflichtversicherungsprämie zu zahlen sind, dürfte kaum je- mandem bekannt sein. Es fehlt ganz offensichtlich an der nöti- gen Information. Die Förderung von Elektrofahrzeugen wäre ein echter Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und zur Energiepolitik.
Bundesrat Ogi: Bereits aufgrund des Berichtes «Luftreinhalte- Konzept» hat der Bundesrat am 11. März 1991 beschlossen, Elektrofahrzeuge zu fördern. Die Unterstützung von Projekten erfolgt auf der Basis von Artikel 10 des Energienutzungs- beschlusses und von Artikel 23 der Energienutzungsver- ordnung.
Das Bundesamt für Energiewirtschaft lancierte ein Förde- rungsprogramm unter dem Stichwort «Leichtelektromobile». Es zielt auf technische und infrastrukturelle Verbesserungen für Elektromobile ab. Gesamthaft stehen dem Förderungspro- gramm rund 2 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung. Ich hoffe, dass dieser Betrag in den nächsten Wochen nicht noch gekürzt wird.
Das Schwergewicht liegt bei der Förderung von leichten Fahr- zeugen, da nur sie gesamtenergetisch bedeutende Einspa- rungen bewirken können. Der Information künftiger Fahrzeug- besitzer wird mit Ausstellungen und gezielten Fachinformatio- nen breiter Raum eingeräumt. Neben Projekten für Antriebssy- steme, Leichtbaukomponenten und für die Sicherheit werden auch Vorhaben für die Bewirtschaftung von Elektromobilpark- plätzen gefördert - das, was Herr Morniroli soeben gefor- dert hat.
Mehrere Betriebsversuche mit Elektrotaxis, Autovermietung und Kurierdiensten sind, wie Sie wissen, im Gang. Fiskalische Anreize bei den Verkehrssteuern sind Sache der Kantone. Mehrere Kantone haben bereits reduzierte Ansätze erlassen oder verzichten gar vollständig auf eine Abgabe.
Die Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung richtet sich nach den Schadenfällen. Hier haben es die Fahrzeugbesitzer selber in der Hand, ihre Prämien zu bestimmen.
Forschungsprogramme für Elektrofahrzeuge werden auch im Rahmen der Internationalen Energie-Agentur vorbereitet. Als Land ohne Automobilindustrie müssen wir uns für die interna- tionale Zusammenarbeit einsetzen, um trotzdem mitreden zu können. Eine Schweizer Beteiligung ist in Vorbereitung.
Zur allgemeinen Situation noch folgendes: Obwohl die Elek- tromobile in letzter Zeit stark verbessert wurden, muss klar festgehalten werden, dass die Leistungsfähigkeit und die Zu- verlässigkeit noch wesentlich gesteigert werden müssen. Seri- enmässig hergestellte Fahrzeuge haben unter guten Bedin- gungen Reichweiten von 50 bis 100 Kilometern. Die Preise dieser Fahrzeuge sind generell noch zu hoch. Leider sind un- ter den heutigen konjunkturellen Bedingungen immer weni- ger Personen für den Kauf eines solchen Fahrzeuges zu moti- vieren. Eine rasche Verbesserung der Marktsituation ist im Mo- ment nicht in Sicht. Um dennoch einen wesentlichen Marktan-
SBB. Voranschlag 1993
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teil für Elektrofahrzeuge zu erreichen, sind weitere Anreize zu schaffen, welche sie attraktiver machen. Eine CO2-Steuer könnte wesentlich - so meint der Bundesrat - dazu beitragen. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat Morniroli entgegenzu- nehmen, und beantragt, es als erledigt abzuschreiben, weil wir aufgrund der heutigen Situation, nicht zuletzt aufgrund der heutigen Finanzlage, einfach nicht mehr tun können als das, was ich Ihnen jetzt in ganz geraffter Form zu erklären versucht habe.
Abgeschrieben - Classé
92.076
SBB. Voranschlag 1993 CFF. Budget 1993
Botschaft und Beschlussentwurf vom 21. Oktober 1992 (BBI VI 369) Message et projet d'arrêté du 21 octobre 1992 (FF VI 353)
Voranschlag 1993 und Mittelfristplan 1994-1998 der SBB vom 16. September 1992
Budget 1993 et plan à moyen terme 1994-1998 des CFF du 16 septembre 1992
Bezug bei der Generaldirektion SBB, Hochschulstrasse 6, 3030 Bern S'obtiennent auprès de la Direction générale des CFF, Hochschulstrasse 6, 3030 Berne
Gemperli, Berichterstatter: Der Voranschlag 1993 der Schweizerischen Bundesbahnen ist im wesentlichen durch vier Elemente geprägt:
höhere Defizite der Unternehmenserfolgsrechnung;
mehr Bundesleistungen für die SBB;
geringere Betriebsleistungen;
hoher Personalaufwand.
Zu diesen vier Punkten habe ich folgende Bemerkungen:
1991 betrug das Defizit der Unternehmenserfolgsrechnung noch 28,6 Millionen Franken. Zum Aufwand gehörte damals aber noch ein Infrastrukturbeitrag der Bahn von 45 Millionen Franken an die Bundeskasse. Diese Benutzungsgebühr sah der Leistungsauftrag vor, der die Infrastrukturinvestitionen dem Bund übertrug, von den SBB aber eine ausgeglichene Rechnung erwartete.
Bereits 1992 waren indessen die SBB nicht mehr in der Lage, einen Infrastrukturbeitrag zu leisten - trotz erhöhtem Defizit von 107 Millionen Franken, das sich übrigens in der mutmass- lichen Rechnung auf 210 Millionen Franken vergrössern wird. Diese Defizite müssen mit früheren Rückstellungen verrechnet werden oder erhöhen die Schuld in der Bilanz.
Der Aufwanddeckungsgrad, unter Ausklammerung der Infra- strukturleistungen des Bundes, sinkt nach dem Budget 1993 auf 76,4 Prozent.
Im einzelnen verteilen sich die Bundesbeiträge im Voran- schlag 1993 wie folgt: regionaler Personenverkehr 725 Millio- nen Franken (1992 - nach der mutmasslichen Rechnung - 670 Millionen Franken); Huckepackverkehr 99 Millionen Franken (1992 88 Millionen Franken); Infrastrukturleistung 1350 Millionen Franken (1992 1215 Millionen Franken); Tarif- erleichterung 0 (1992 17 Millionen Franken).
Die ordentlichen Investitionen der SBB bleiben 1993 auf 1550 Millionen Franken plafoniert. Daneben verfügen die SBB für «Bahn 2000», für den Huckepackkorridor und für gewisse andere, kleinere Dinge über weitere Mittel, so dass sie 1993 voraussichtlich gesamthaft 2358,2 Millionen Franken investie- ren können.
Beim Güterverkehr streben die SBB nach Möglichkeit differen- zierte Tarifanpassungen in Abhängigkeit der Sendungsart und der Relation an. Die gegenwärtige Wirtschaftslage und die sich verschärfende Konkurrenz durch das Strassentransport- gewerbe erschweren jedoch die Situation ganz erheblich. Der Voranschlag rechnet mit Mehreinnahmen aus diesem Bereich von rund 90 Millionen Franken oder 7 Prozent.
Der Personalbestand der SBB nimmt zwar um 256 Mitarbeiter ab; dieser Abbau trifft aber ausschliesslich Personal in Ausbil- dung und Hilfspersonal. Demgegenüber erhöht sich das stän- dige Personal um 229 Einheiten. Beim ständigen Personal ha- ben wir also eine Erhöhung. Der positive Saldo ist nur durch einen Abbau von Stellen beim Personal in Ausbildung und Hilfspersonal zu erreichen. Die Steigerung der Lohnsumme um 11 Prozent gegenüber 1991 erklärt sich aus den höheren Durchschnittsbezügen, den Besoldungsmassnahmen 1991 und dem damit beschleunigten Aufstieg. Im Budget der SBB wurden für die Teuerungszulage 3,5 Prozent eingerechnet, analog zum Bundesbudget.
Bei der Mittelfristfinanzplanung ergeben sich düstere Aussich- ten. Man stellt eine massive Verschlechterung fest, womit sich natürlich auch die Zuschüsse der öffentlichen Hand für die Zu- kunft erhöhen werden. Wenn man es etwas spitz zusammen- fassen möchte, könnte man feststellen: Je mehr investiert wird, je höhere Infrastrukturleistungen der Bund erbringt, um so unrentabler wird die Bahn, um so höhere Defizite werden in der Folge eingefahren. Das ist die Grundproblematik, die sich aus dieser Mittelfristplanung ergibt.
Die Kommission war sich schlussendlich in folgenden Punk- ten einig:
Die Defizitentwicklung bei den SBB muss gestoppt werden. Es wird in den kommenden Jahren angesichts der Sparan- strengungen, die alle Bereiche der öffentlichen Hand umfas- sen, nicht möglich sein, die SBB einfach auszuklammern.
Insbesondere das Angebot im Regionalverkehr ist zu opti- mieren und den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen. Wei- ter sind alle Möglichkeiten der Effizienzsteigerung zu berück- sichtigen. Die Restrukturierung und die Anpassung des Ange- botes an die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse des Güter- verkehrs unter Berücksichtigung der bevorstehenden Ent- wicklung sind dringlich.
Vor allem sind die Arbeiten der vom Departement eingesetz- ten Groupe de réflexion voranzutreiben. Konkrete Ergebnisse sollten möglichst rasch umgesetzt werden. Die Kommission
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1992
Année
Anno
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VI
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
92.3266
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Numero dell'oggetto
Datum 01.12.1992 - 08:00
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