N 8 mars 1993
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Heure des questions
Sechste Sitzung - Sixième séance
Montag, 8. März 1993, Nachmittag Lundi 8 mars 1993, après-midi
14.30 h
Vorsitz - Présidence: Herr Schmidhalter
Präsident: Ich eröffne die heutige Sitzung, für die wir ein rech- tes Mass an Arbeit traktandiert haben.
Erlauben Sie mir aber noch, auf das vergangene Abstim- mungswochenende zurückzukommen. Wir dürfen zufrieden und dankbar sein, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbür- ger so zahlreich an die Urnen gegangen sind. Die hohe Stimmbeteiligung bei den letzten Abstimmungen bestätigt, dass das Volk seine Rechte wahrnehmen und am politischen Geschehen mitwirken will.
Ich bin froh, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Empfehlungen von Parlament und Bundesrat bei allen drei Vorlagen gefolgt sind. Dies muss für uns eine Verpflich- tung zu einer verantwortungsvollen Politik sein.
Die Erhöhung der Treibstoffzölle ist ein wesentlicher Beitrag zur Sanierung der Bundesfinanzen. Sie wird auch die Fertig- stellung des Nationalstrassennetzes und damit eine bes- sere Verbindung von Deutschschweiz und Westschweiz er- möglichen.
Mit der Aufhebung des Spielbankenverbots ist eine überholte Bestimmung aus unserer Verfassung gestrichen worden, wo- mit sich unserem Tourismus neue Möglichkeiten eröffnen.
Zum dritten Mal haben Volk und Stände eine zu weit gehende Initiative gegen Tierversuche abgelehnt und damit einer mass- vollen Forschung im Kampf gegen Krankheit und Tod das Wort gesprochen.
Diese Abstimmungsergebnisse zeigen, dass Kompromissbe- reitschaft und Verständigung unter den grossen Parteien zu befriedigenden Lösungen führen. Wieweit wir zu einer verant- wortungsvollen Politik fähig sind, werden wir schon in den kommenden Tagen unter Beweis stellen können. Ich hoffe sehr, dass wir dabei auch an die Würde und das Ansehen des Parlaments denken: Es geht um unsere Glaubwürdigkeit.
Fragestunde - Heure des questions
93.5009 Frage Steinemann Pro Helvetia. Unkorrekte «Umbuchung»? Question Steinemann Pro Helvetia. Modification de la prise en charge des coûts
Wortlaut der Frage vom 8. März 1993
Trifft es zu, dass die Kosten für das neueröffnete Büro der Pro Helvetia in Warschau infolge der Budgetkürzung für diese Or- ganisation jetzt einfach über die Osthilfe beglichen werden?
Texte de la question du 8 mars 1993
Est-il vrai que, en raison des réductions budgétaires dont Pro Helvetia a fait l'objet, les coûts occasionnés par le bureau que cette organisation vient d'ouvrir à Varsovie sont désormais couverts par l'aide aux pays de l'Est?
Bundesrat Cotti: Die im Rahmen des Osteuropakredites von Pro Helvetia neu eröffneten «Antennen» befinden sich in Prag
und Bratislava. Diese beiden Zentren wurden planungsge- mäss aus den Mitteln des Osteuropakredites finanziert, die der Pro Helvetia jährlich in enger Zusammenarbeit mit dem EDA zur Realisierung von kulturellen Projekten zur Verfügung ste- hen. Das ordentliche Budget der Pro Helvetia wird damit nicht belastet.
93.5031
Frage Zwahlen EWR. Beteiligung der Schweiz an europäischen Forschungsprogrammen
Question Zwahlen EEE. Participation de la Suisse aux programmes européens de recherche
Wortlaut der Frage vom 8. März 1993
Wir erleben heute die verhängnisvollen Folgen, welche die Ab- lehnung des EWR-Abkommens für unsere Beteiligung an eu- ropäischen Forschungsprogrammen nach sich zieht.
Während die Unternehmen aus dem übrigen Europa direkt daran teilnehmen und in den Genuss individueller Subventio- nen kommen, sind die schweizerischen Unternehmen isoliert; die schweizerischen Forschungszentren werden übergangen und sind von den Ausschüssen, denen sie bisher angehört ha- ben, ausgeschlossen.
Wo stehen die Verhandlungen, welche die schweizerische Delegation bei der EG im Rahmen der Efta führt?
In welchem Mass können wir weiterhin an den Programmen Esprit, Race, Eureka, Brite, Bridge usw. teilnehmen und in den leitenden Ausschüssen verbleiben?
Innerhalb welcher Frist wird es möglich sein, unsere Unter- nehmen für die konkrete Teilnahme an den genannten Pro- grammen zu subventionieren? Wird der im Herbst 1992 ge- sprochene Kredit von 477 Millionen Franken unseren Unter- nehmen und unseren Forschungszentren zur Verfügung ge- stellt?
Texte de la question du 8 mars 1993
Nous mesurons aujourd'hui les conséquences néfastes de re- jet de l'EEE quant à notre participation aux programmes euro- péens de recherche. Alors que les entreprises européennes participent directement et bénéficient de subventions indivi- duelles, les entreprises suisses sont isolées, les centres de re- cherche suisses mis à l'écart, exclus des comités auxquels ils participaient
Le Conseil fédéral peut-il nous dire:
où en sont les transactions de la mission suisse auprès de la CE par l'AELE?
dans quelle mesure pourrons-nous continuer de participer aux programmes Esprit, Race, Eureka, Brite, Bridge et rentrer dans les comités de gestion?
dans quel délai nos entreprises pourront-elles être subven- tionnées pour des participations concrètes aux programmes ci-dessus? Le crédit de 477 millions de francs voté en automne 1992 sera-t-il mis à disposition de nos entreprises et nos cen- tres de recherche?
M. Cotti, conseiller fédéral: Les conséquences du vote du 6 décembre ne signifient en soi pas formellement et globale- ment l'exclusion de la Suisse des programmes de recherche de la Communauté européenne. Deux accords bilatéraux nous garantissent la participation intégrale, aux deux pro- grammes de l'Euratom. En plus, nous continuons à participer à l'échelle de projets individuels selon l'accord existant remon- tant à 1986 pour les treize programmes restants du troisième programme-cadre, c'est-à-dire: Esprit, Race, Brite-Euram, Bridge, etc. J'ajoute qu'Eureka constitue un programme indé- pendant, en dehors de la Communauté européenne, et la Suisse en est membre de plein droit.
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I
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Frühjahrssession
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Session de printemps
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Datum
08.03.1993 - 14:30
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