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19 mars 1993
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Interpellation Schmid Peter
92.3544
Interpellation Schmid Peter Drohender Kostenengpass und Baufortgang am Vereinatunnel Tunnel de la Vereina. Risque d'impasse financière
Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1992
Das Projekt Vereinatunnel gerät in einen Kostenengpass. Dies veranlasste den Bundesrat zu vermehrter Kontrolle über die laufenden Ausgaben und zur Frage einer möglichen einstwei- ligen Redimensionierung der Anlage. Anlässlich eines Augen- scheins, welcher den Mitgliedern der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen gewährt wurde, konnte festgestellt wer- den, dass der Ausbau der Verladerampen und der zugehöri- gen kostenaufwendigen Zufahrtsinfrastruktur bereits relativ weit fortgeschritten ist, wogegen der Tunnelvorstoss bis dahin lediglich 750 Meter beidseits betrug.
Wir ersuchen den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:
Fände es der Bundesrat nicht auch sinnvoller, angesichts der sich abzeichnenden Finanzknappheit vorerst einmal die Tunnelröhre zu erstellen, die als reiner Bahntunnel, eventuell mit begrenzter Autoverlademöglichkeit, in Betrieb genommen werden könnte?
Nährt das bauliche Vorgehen nicht geradezu den Verdacht, man erstelle vorerst die weniger dringlichen Autozufahrtspro- jekte, weil der Tunnel ja so oder so, Finanzen hin oder her, als Sachzwang erstellt werden muss, wenn vorangehend getä- tigte Ausgaben nicht zum Fenster hinausgeworfenes Geld be- deuten sollen?
Ist der Bundesrat bereit, im obengenannten Sinne bei der Direktion der Rhätischen Bahn zu intervenieren und auf den Baufortgang Einfluss zu nehmen?
Hält der Bundesrat weiterhin daran fest, die «rollende Strasse» aus allgemeinen Bundesmitteln zu finanzieren, statt dafür auch Treibstoffzollgelder zu verwenden?
Texte de l'interpellation du 17 décembre 1992
Le projet de tunnel de la Vereina risque de se heurter à une im- passe financière. Cela a incité le Conseil fédéral à intensifier le contrôle sur les frais courants et à étudier la possibilité de procé- der temporairement au redimensionnement de l'ouvrage. Lors d'une visite qu'ils ont faite sur les lieux, les membres de la Com- mission des transports et des télécommunications ont pu cons- tater que l'aménagement des rampes servant au chargement des marchandises et des coûteuses installations d'accès qui y sont rattachées est déjà assez avancé, alors que de chaque côté, le percement du tunnel n'a atteint que 750 mètres.
Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
N'estime-t-il pas lui aussi plus judicieux, vu la pénurie des ressources financières à laquelle il faut s'attendre, de percer d'abord le tunnel, afin de pouvoir commencer à l'utiliser comme un simple tunnel ferroviaire, le cas échéant avec la possibilité limitée de transporter des automobiles?
Le déroulement des travaux ne risque-t-il pas de donner l'impression que l'on effectue d'abord les travaux les moins ur- gents pour permettre l'accès des automobiles, parce qu'il faut de toute manière, indépendamment de l'état des finances, créer un fait accompli qui oblige à achever le tunnel pour éviter que les dépenses n'aient été inutiles?
Le gouvernement est-il disposé à intervenir dans le sens in- diqué auprès de la direction des Chemins de fer rhétiques et à infléchir la poursuite des travaux?
Le gouvernement reste-t-il déterminé à financer la «chaus- sée roulante» par les fonds généraux de la Confédération, au lieu d'utiliser également à cette fin le produit des droits d'en- trée sur les carburants?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Béguelin, Bircher Peter, Bühlmann, Diener, Dünki, von Felten, Gardiol, Goll, Gonseth, Hafner Rudolf, Herczog, Hollenstein, Maeder, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Raggenbass, Robert, Seiler Rolf, Stalder, Steiger, Thür, Wanner, Weder Hansjürg, Zwygart (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 3 février 1993
Die neue Verbindung wird im Sinn der Botschaft vom 19. Fe- bruar 1986 über die Vereinabahn zur Verbesserung der Er- reichbarkeit des Unterengadins und des Münstertales erstellt. Die Massnahme soll sowohl Bahnreisenden wie auch Auto- mobilisten dienlich sein. Den letzteren sind zu diesem Zweck Verlademöglichkeiten im Engadin und im Prättigau zur Verfü- gung zu stellen.
Das zur Ausführung gelangende Werk entspricht in allen we- sentlichen Teilen dem in der Botschaft beschriebenen Projekt. Nach Angaben der Bahn sind jedoch aus heutiger Sicht Mehr- kosten von rund 36 Millionen Franken (Preisbasis 1985) zu er- warten, wenn das Projekt im vollen Umfang gemäss Botschaft realisiert werden soll, wobei im Kostenvoranschlag enthaltene Reserven von rund 17 Millionen Franken für die Bewältigung unvorhersehbarer geologischer Risiken nicht angetastet wor- den sind.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV), das den Bau eng begleitet, hat die RhB beauftragt, mit einer sogenannten rollenden Blockierungsplanung laufend aufzuzeigen, wie das Projekt zu redimensionieren ist, damit der vorgegebene Kredit eingehal- ten werden kann.
Die Analyse der RhB zeigt, dass das Ziel der Krediteinhaltung mittels einer Reihe verhältnismässig kleiner Redimensionie- rungsmassnahmen grundsätzlich erreichbar ist, ohne den Charakter des Gesamtwerks wesentlich zu verändern. Es sind dabei nur solche Massnahmen zu treffen, die ohne grössere Schwierigkeiten nachträglich realisiert werden können, sofern der Bedarf ausgewiesen ist und sich Finanzierungsmöglich- keiten ausserhalb des Vereinakredits finden lassen.
Die rollende Blockierungsplanung führt jedoch dazu, dass die Leistungsfähigkeit der neuen Linie gegenüber dem Bot- schaftsprojekt in einem gewissen Mass reduziert wird. Der in der Botschaft festgehaltene Grundsatz, wonach die neue Ver- bindung sowohl Eisenbahnreisenden wie auch Automobili- sten zu dienen hat, wird durch die rollende Blockierungspla- nung aber nicht tangiert.
Dagegen schlägt der Interpellant vor, zur Kostenreduktion vor- erst nur eine reine Bahnverbindung, eventuell mit begrenzter Autoverlademöglichkeit, zu erstellen. Durch diese Massnah- men liessen sich zweifelsohne bedeutende weitere Kostenein- sparungen erzielen. Sie würden aber dem vorgenannten Grundsatz widersprechen und die Automobilisten den Bahn- reisenden gegenüber benachteiligen. Auf die vom Interpellan- ten vorgebrachten Massnahmen ist daher aus rechtlichen Gründen zu verzichten. Dies um so mehr, als die Massnahmen gemäss der vom BAV ins Leben gerufenen rollenden Blockie- rungsplanung aus heutiger Sicht zur Krediteinhaltung aus- reichen.
Wie vorangehend dargelegt, ist die Vereinalinie als ein ein- heitliches Werk zu betrachten. Bahn- und Verladeinfrastruktu- ren sind gleichzeitig zu erstellen. Der heute zu verzeichnende relativ grosse Fortschritt bei den künftigen Autoverladebahn-
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Interpellation Narbel
höfen, welche sich in unmittelbarer Nähe der beiden Portale des Vereinatunnels befinden, ist vorweg durch das Baupro- gramm bedingt. Es sind frühzeitig die Voraussetzungen zu schaffen, damit ein bedeutender Teil des Ausbruchmaterials daselbst deponiert werden kann und nicht über grössere Di- stanzen ausserhalb der Baustellen zu transportieren ist. Diese Deponien bilden gemäss Projekt den Unterbau der Verlade- bahnhöfe.
Am augenfälligsten tritt dieser Umstand auf der Südseite zu- tage. Dort sind zur Schaffung der genannten Voraussetzun gen vorweg namhafte Kunstbauten im Zusammenhang mit der neuen Führung der Kantonsstrasse erforderlich.
Die hier in Frage stehenden Arbeiten stellen somit keine Sach- zwänge für künftige Investitionen dar, wie dies vom Interpel- lanten vermutet wird. Das BAV würde ein solches Vorgehen seitens der Bahn unter keinen Umständen akzeptieren.
Zudem erübrigt sich eine solche Intervention, da wie erwähnt aus heutiger Sicht die Krediteinhaltung durch die Ergreifung des Massnahmenpakets gemäss der rollenden Blockierungs- planung gewährleistet werden kann.
Die Frage der Finanzierung bildet daher einen integrierenden Bestandteil des Bundesbeschlusses über die Vereinabahn, und der Bundesrat ist daher der Meinung, dass darauf nicht zurückzukommen sei. Mit einer Finanzierung über das Treib- stoffzollgesetz lassen sich die Probleme im Zusammenhang mit den Mehrkosten weder lösen noch mildern. Eine Aende- rung der Finanzierung gemäss Vorstellung des Interpellanten würde lediglich eine Verschiebung von finanziellen Verpflich- tungen innerhalb des Bundes bedeuten, auf welche der Uebersichtlichkeit wegen zu verzichten ist.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes nicht befriedigt und verlangt Diskussion.
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Verschoben - Renvoyé
92.3579
Interpellation Narbel Elektrizitätsleitungen. Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens Accélération de l'approbation des plans de lignes électriques
Wortlaut der Interpellation vom 18. Dezember 1992 Angesichts der Verzögerungen bei der Genehmigung von Elektrizitätsleitungen, wie ich sie in der Begründung be- schreibe, stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:
Wirken sich die Verzögerungen bei der Genehmigung der Pläne für Elektrizitätsleitungen wirtschaftlich für unser Land nicht äusserst schädlich aus?
Könnte der Bundesrat nicht im USG verbindliche Fristen festlegen, damit sich derartige Verzögerungen nicht wieder- holen?
Könnte man sich nicht für die Lösung entscheiden, wie sie bei der Leitung Cleuson-Dixence getroffen worden ist, indem man eine Frist festlegt, innerhalb welcher die Bewilligung er- teilt werden muss? Die Frist wäre vom Bundesrat festzulegen.
Könnte der Bundesrat nicht, um aufwendige Verfahren zu vermeiden, einen Vermittler bezeichnen, der, so wie das Bun- desgericht im Falle des Projektes Cleuson-Dixence, die Blockierung aufhebt?
Texte de l'interpellation du 18 décembre 1992
Devant les retards tels que décrits dans le développement pour l'approbation des lignes électriques, je pose les ques- tions suivantes au Conseil fédéral:
Les retards dans l'approbation des plans de lignes électri- ques ne sont-ils pas hautement préjudiciables pour l'écono- mie du pays?
Le gouvernement pourrait-il envisager de fixer des délais impératifs dans la LPE, qui empêchent le renouvellement de tels retards?
La solution de déblocage de Cleuson-Dixence ne pourrait- elle pas être adoptée, en fixant un délai dans lequel l'appro- bation devrait intervenir? Ce délai serait fixé par le Conseil fédéral.
Pour éviter des procédures fastidieuses, le Conseil fédéral pourrait-il désigner un médiateur qui, à l'instar du Tribunal fé- déral dans le projet Cleuson-Dixence, débloquerait la situa- tion?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Chevallaz, Comby, Couchepin, Darbellay, Ducret, Duvoisin, Eggly, Epiney, Eti- que, Frey Claude, Friderici Charles, Gobet, Gros Jean-Michel, Guinand, Leuba, Maitre, Mamie, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Poncet, Sandoz, Savary, Scheurer Rémy, Schmied Wal- ter, Zwahlen (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Selon une ancienne procédure, il a fallu dix ans pour obtenir l'approbation de principe pour la ligne Vaux-sur-Morges-Ey- sins et sept ans pour la ligne Eysins-Verbois. Depuis fin 1989, le dossier relatif aux plans de détail pour ces deux lignes a été déposé à l'Inspection fédérale des installations à courant fort A ce jour, aucune approbation n'est intervenue et un grand nombre d'études complémentaires ont été demandées et ef- fectuées.
Récemment, dans le projet Cleuson-Dixence, le Tribunal fede- ral a donné un délai de deux mois aux promoteurs du projet et aux opposants pour trouver un accord. Cette intervention de notre haute autorité judiciaire a permis de débloquer rapide- ment la situation.
En matière de transport d'énergie, les retards pris dans la réali- sation des lignes électriques coûtent fort cher aux consomma- teurs: 50 millions de kWh/an pour les pertes de transport ainsi que des frais supplémentaires, dont le total atteint 100 millions de francs, total qui dépassera certainement le coût de la ligne lors de sa mise en service.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 février 1993
La motion 92.3086 Berger («Procédure accélérée pour les ins- tallations énergétiques») a été présentée au Parlement le 12 mars 1992. Convaincu qu'il faut accélérer les procédures d'approbation des plans d'installations à courant fort en dépit d'exigences nouvelles (par exemple, la protection de l'envi- ronnement, l'aménagement du territoire), le Conseil fédéral a déclaré, le 13 mai, vouloir accepter la motion. Celle-ci a alors été transmise par le Conseil national le 19 juin et par celui des Etats le 1er décembre dernier. L'accélération souhaitée de la
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3544
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1993 - 08:00
Date
Data
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634-635
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Pagina
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20 022 498
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