Interpellation Rechsteiner
1932
N
7 octobre 1994
ungeachtet des Fahrausweises von jedem Reisenden, der ein Linienteilstück ohne Erschliessungsfunktion für Wohn- und Ar- beitsplätze befährt, zu bezahlen. Nachdem auf den fraglichen Linien vorwiegend Fahrten ausgeführt werden, die in den Frei- zeitbereich fallen, finden die am Generalabonnement beteilig- ten Transportunternehmungen eine Änderung in der Fahraus- weiskonzeption zurzeit schwerlich angezeigt.
Für den Bundesrat besteht deshalb kein Anlass, von den Transportunternehmungen Anpassungen bei den Fahraus- weisen zu verlangen.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
93.3453
Interpellation Rechsteiner «Bahn 2000» und Rheintallinie der SBB «Rail 2000» et ligne CFF de la vallée du Rhin
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1993 Im Rahmen des in einer Volksabstimmung bestätigten Projek- tes «Bahn 2000» sind für die Strecke St. Gallen-Sargans die Einführung des Stundentaktes und als Voraussetzung dafür verschiedene Ausbauten (Doppelspur St. Fiden-Mörschwil, Doppelspurinsel im Rheintal) versprochen worden. Ein per Ende Juni 1993 erstatteter Bericht der Generaldirektion SBB schlägt nun vor, weder das eine (Ausbauvorhaben) noch das andere (Stundentakt) zu realisieren (und dies, obschon bei- spielsweise Bundesrat Ogi die rasche Verwirklichung dieser der Ostschweiz seit langem versprochenen Vorhaben im Au- gust 1990 vor der Arbeitsgemeinschaft Rheintal-Werdenberg in Sevelen noch einmal ausdrücklich bestätigt hatte).
Dies kann nicht hingenommen werden.
Ich frage den Bundesrat:
Teilt er die Auffassung, dass die für die Einführung des Stun- dentaktes im St. Galler Rheintal erforderlichen Ausbauten auf Doppelspur, wie im Rahmen des Konzeptes «Bahn 2000» ver- sprochen, realisiert werden müssen?
Anerkennt der Bundesrat die Bedeutung dieser Ausbauvor- haben für die Ostschweiz, aber auch für den überregionalen öffentlichen Verkehr? Inwiefern?
Der Vorsteher des EVED formulierte als ausdrückliche Vor- gabe für den Bericht der Generaldirektion SBB (richtiger- weise), dass die Westschweiz nicht benachteiligt werden dürfe. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass andererseits auch die im Bericht faktisch nun vorgeschlagene Benachteili- gung der Ostschweiz nicht angängig ist?
Was hat der Bau des Nationalstrassenstückes St. Gallen- Sargans bis heute gekostet? Welcher Betrag war dafür bei der Beschlussfassung vorgesehen? Welche Kosten verursacht demgegenüber der versprochene Ausbau auf Doppelspur im St. Galler Rheintal zwischen Mörschwil und St. Gallen? Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass der Ausbau der (überre- gionalen) Verkehrsinfrastruktur im St. Galler Rheintal in den vergangenen Jahrzehnten einseitig zugunsten des privaten Motorfahrzeugverkehrs erfolgt ist - mit den entsprechenden Folgen - und dass eine Korrektur bei den veralteten Anlagen der SBB überfällig ist?
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass eine allfällige Redi- mensionierung des Projektes «Bahn 2000» wieder durch die eidgenössischen Räte beschlossen werden müsste?
Im übrigen: Welche Ausbauten und Verbesserungen sind in den nächsten Jahren für den Knoten bzw. den Bahnhof St. Gallen vorgesehen?
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1993
Dans le cadre du projet «Rail 2000» approuvé lors d'une vota- tion populaire, on avait promis d'instaurer la cadence horaire sur la ligne de Saint-Gall à Sargans et de procéder à divers aménagements (doublement de la voie sur le tronçon St. Fiden-Mörschwil, îlot à double voie dans la vallée du Rhin) sans lesquels cette promesse ne pourrait être tenue. Dans un rapport présenté à la fin de juin 1993 pourtant, la Direction gé- nérale des CFF propose de renoncer aussi bien aux aménage- ments qu'à la cadence horaire, en dépit du fait que, par exem- ple, le conseiller fédéral Ogi ait expressément renouvelé à Se- velen, en août 1990, devant le groupe de travail de la vallée du Rhin et de Werdenberg (Arbeitsgemeinschaft Rheintal-Wer- denberg) que ces mesures promises depuis longtemps à la Suisse orientale seraient réalisées rapidement.
On ne saurait accepter la proposition de la Direction générale des CFF.
Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Est-il aussi d'avis que l'aménagement de la double voie né- cessaire à l'instauration de la cadence horaire sur la ligne de la vallée saint-galloise du Rhin, doit être réalisé comme on l'avait promis dans le cadre du projet «Rail 2000»?
Reconnaît-il l'importance de ces travaux d'aménagement pour la Suisse orientale, ainsi que pour les transports publics sur le plan suprarégional? Jusqu'à quel point?
Le chef du DFTCE a déclaré expressément (et à juste titre) en préalable au rapport de la Direction générale des CFF, que la Suisse occidentale ne doit pas être défavorisée. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis qu'il n'est pas admissible non plus de désavantager la Suisse orientale comme cela est pratique- ment proposé dans le rapport?
Quel a été jusqu'à présent le coût de la construction du tronçon de route nationale Saint-Gall-Sargans? Quel était le montant prévu à ce titre lorsque la décision de construire l'ou- vrage a été prise? Quel serait d'autre part le coût du double- ment promis de la ligne desservant la vallée saint-galloise du Rhin et du tronçon reliant Mörschwil à Saint-Gall? Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que l'aménagement des communica- tions (suprarégionales) de la vallée saint-galloise du Rhin a fa- vorisé unilatéralement, au cours des décennies passées, le trafic des véhicules motorisés privés - ce qui a eu les consé- quences qu'il fallait en attendre - et qu'il est urgent de corriger cet état de choses en rénovant les installations vétustes des CFF?
Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis qu'un éventuel redi- mensionnement du projet «Rail 2000>> devrait faire l'objet d'une nouvelle décision du Parlement?
Au surplus: Quels aménagements et améliorations a-t-on prévu d'apporter ces prochaines années au noeud ferroviaire que constitue la gare de Saint-Gall?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bundi, Caspar-Hutter, Häm- merle, Hollenstein, Jaeger, Maeder (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. September 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 14 septembre 1994
Aktuelle Verkehrsprognosen zeigen, dass dieses Angebot weit über der künftig erzielbaren Nachfrage liegt. 1992 über- stieg der Beitrag des Bundes für die Regionalzüge St. Gallen- Chur die zurechenbaren Erlöse um fast das Doppelte. Für je- den Franken, den ein SBB-Fahrgast für einen Regionalzug be-
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Interpellation Ruf
zahlt, legt der Bund nochmals zwei Franken dazu. Das Defizit stammt zu zwei Dritteln vom Abschnitt St. Margrethen-Sar- gans. Aus diesen Gründen kann das vorgesehene Bahnange- bot nicht aufrechterhalten werden.
Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung eines verbesser- ten Angebots des öffentlichen Verkehrs in der Ostschweiz. Da das heutige Bahnangebot auch aus Kundensicht nicht befrie- digen kann, da mehrere Bahnstationen im St. Galler Rheintal weitab von den Dörfern liegen, wurden durch die SBB für das St. Galler Rheintal kundenfreundlichere und wirtschaftlichere Angebotskonzepte ausgearbeitet. Diese zielen darauf ab, die Lokalbedienung mit Bussen sicherzustellen und die wichtig- sten Orte mit einem stündlichen Schnell- oder Eilzug zu ver- binden. Dank der Integration des Busdienstes in den Bahn- fahrplan bleiben kurze Umsteigezeiten gewährt. Zum Teil wer- den die Reisezeiten von Haus zu Haus gegenüber heute ver- kürzt. Dieses Angebotskonzept wird zusammen mit dem Kan- ton St. Gallen bereinigt. Erste Gespräche haben bereits statt- gefunden.
Von einer Benachteiligung der Ostschweiz kann nicht ge- sprochen werden. Wie dem Bericht über die erste Etappe von «Bahn 2000» entnommen werden kann, wird im Rahmen von «Bahn 2000» in der West- und Ostschweiz etwa gleich viel in- vestiert. Hierbei ist die Integration der Ostschweiz in das Kon- zept der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale mit dem Bau des Hirzel- und Zimmerbergtunnels, dem Ausbau der Strecke St. Gallen-Rapperswil-Pfäffikon und dem Ausbau des Bahn- hofs Chur noch nicht berücksichtigt.
Zudem werden in der ersten Etappe von «Bahn 2000» die An- gebotsziele teilweise anstatt durch Investitionen in die Infra- struktur durch ausgeklügelte moderne Betriebsleitsysteme und neuartiges Rollmaterial erreicht. Die Ostschweiz wird so- wohl durch Züge mit aktiver Wagenkastenneigung als auch durch moderne klimatisierte Doppelstockwagen bedient.
Der Doppelspurabschnitt Mörschwil-Goldach mit einer Inve- stitionssumme von 28 Millionen Franken ist Bestandteil der er- sten Etappe von «Bahn 2000». Gleichzeitig wird aus Mitteln des ordentlichen Budgets für 37 Millionen Franken der SBB der Bahnhof St. Margrethen bis 1996 den heutigen Bedürfnis- sen angepasst. Für die Doppelspurinseln im St. Galler Rhein- tal wären je nach exakter Lage und Ausdehnung Investitionen von 60 bis 70 Millionen Franken notwendig.
Der vom Interpellant angestrebte Vergleich der Ausgaben für das Nationalstrassen- und das Bahnnetz ist nur bedingt zuläs- sig. Investitionen der Bahn sind dann sinnvoll, wenn damit ein Nutzen verbunden ist und Verkehrsteilnehmer von der Strasse auf die Schiene gelockt werden können. Mit Investitionen, die nicht auf ein Nachfragepotential stossen, ist weder dem öffent- lichen Verkehr noch der Umwelt gedient. Aus diesem Grund arbeiten die SBB unter Einbezug der regionalen Instanzen ein kundenfreundliches Angebotskonzept des öffentlichen Ver- kehrs im St. Galler Rheintal aus.
Die Etappierung ist im Bundesbeschluss betreffend das Kon- zept «Bahn 2000» (BBI 1987 | 46) ausdrücklich vorgesehen. Artikel 3 Absatz 1 hält fest, dass der Bundesrat die Bauetap- pen genehmige und den zeitlichen Ablauf bestimme. Auch in der Botschaft vom 16. Dezember 1985 wird darauf hingewie- sen, dass das Konzept nur schrittweise realisiert werden könne und dass dabei veränderte Bedürfnisse bzw. geänderte Verhältnisse berücksichtigt werden müssen. Die Etappierung von «Bahn 2000» verstösst somit nicht gegen geltendes Recht.
Ein neuer Bundesbeschluss wäre dann notwendig, wenn wesentliche Teile des Konzeptes «Bahn 2000» abgeändert würden.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
94.3259
Interpellation Ruf AHV-Beitragspflicht. Präzisierung Obligation de payer des cotisations AVS. Précisions
Wortlaut der Interpellation vom 16. Juni 1994
Bekanntlich sind sowohl erwerbstätige als auch nichterwerbs- tätige Personen der AHV/IV/EO-Beitragspflicht unterstellt. Da es Fälle gibt, in denen die Abgrenzung zwischen diesen bei- den Gruppen Beitragspflichtiger nicht einfach ist, besteht eine Regelung zur zweckmässigen Abgrenzung in Grenzfällen (Vergleichsrechnung, wonach jemand als erwerbstätig gilt, wenn der gesamte Beitrag als Erwerbstätiger mindestens die Hälfte des Nichterwerbstätigenbeitrags erreicht).
In diesem Zusammenhang frage ich den Bundesrat an:
Trifft es zu, dass die AHV-Durchführungsstellen diese Be- stimmung sehr unterschiedlich anwenden, insbesondere bei der Abgrenzung zwischen Unselbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen?
Ist die Vermutung zutreffend, dass diese unterschiedliche Praxis mit dem stark dezentralisierten System der Gemeinde- ausgleichsstellen (mit nebenamtlichen Leitern) zusammen- hängt?
Ist der Bundesrat bereit, mittels eines Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung den zuständigen Orga- nen präzise Vorgaben zu machen, wann sie die besagte Ver- gleichsrechnung vorzunehmen haben, und damit für eine ein- heitlichere Rechtsanwendung in der Praxis zu sorgen?
Texte de l'interpellation du 16 juin 1994
L'obligation de payer des cotisations AVS/AI/APG frappe, comme tout le monde sait, tant les personnes exerçant une ac- tivité lucrative que celles qui n'en exercent pas. Pour les cas li- mite, lorsque le classement dans l'une ou l'autre catégorie est difficile, il existe une réglementation permettant de faire la dis- tinction (le calcul comparatif, en vertu duquel une personne est considérée comme exerçant une activité lucrative si le total de ses cotisations atteint au moins la moitié du montant de la cotisation versée par une personne n'exerçant aucune activité lucrative).
En conséquence, je pose au Conseil fédéral les questions sui- vantes:
Est-il exact que les organes exécutifs de l'AVS n'appliquent pas tous cette disposition de la même façon, notamment en ce qui concerne la distinction entre personnes exerçant une acti- vité dépendante et personnes n'exerçant aucune activité lu- crative?
Est-il juste de supposer que ces différences dans l'applica- tion de la loi sont liées à la forte décentralisation du système de l'AVS, avec les nombreuses caisses de compensation com- munales (dont la direction est assurée à titre accessoire)?
83-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Rechsteiner "Bahn 2000" und Rheintallinie der SBB Interpellation Rechsteiner "Rail 2000" et ligne CFF de la vallée du Rhin
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1994
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Anno
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III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3453
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Numero dell'oggetto
Datum
07.10.1994 - 08:00
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