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Motion des Ständerates
ist an der Zeit, der heutigen und der kommenden Generation die geschichtlich gewachsenen und verfestigten Werte und In- stitutionen unseres Bundesstaates neu verfasst zu vermitteln. Wir alle sind von den bleibenden Errungenschaften unserer Verfassungsgeschichte geprägt: den Ideen einer umfassen- den Garantie der Grundrechte; einer geeinten Eidgenossen- schaft, die sich auf selbständige Kantone stützt; einer gelebten Referendumsdemokratie sowie der sozialen Verantwortung unseres Gemeinwesens. Die Verfassungsrevision will dieses politische Erbe wieder neu zur Geltung bringen, das Be- währte, also unsere Identität, festigen, aber eben auch not- wendige Reformen kohärent verwirklichen.
Der Bundesrat ist daher überzeugt: Wenn es mit diesem ange- kündigten Entwurf gelingt, in unserem Land eine breite Verfas- sungsdiskussion auszulösen, dann ist das auch eine grosse Chance, unser Selbstverständnis, unsere Identität und unser Selbstbewusstsein zu stärken, und das gerade mit Blick auf die 150-Jahr-Feier unseres Bundesstaates. Nach Auffassung des Bundesrates besteht zwar in unserem Land glücklicher- weise keinerlei Bedarf für eine revolutionäre Verfassungsrevi- sion. Wir brauchen ein A-jour-Bringen. Wir brauchen aber vor allem auch eine Reform unserer Institutionen, die im wesentli- chen aus dem 19. Jahrhundert stammen und unseres Erach- tens nicht mehr tauglich sind, die Probleme unseres Staates im nächsten Jahrhundert zu lösen.
In diesem Sinne möchte ich Sie dringend bitten, die Motion des Ständerates (Meier Josi) zu überweisen.
Motion 93.3218
Abstimmung - Vote Für Überweisung der Motion Dagegen
105 Stimmen 54 Stimmen
93.3391
Motion des Ständerates (Schmid Carlo) Haftvollzug Motion du Conseil des Etats (Schmid Carlo) Exécution des peines de détention
Wortlaut der Motion vom 8. März 1994
Der Vorsteher des EJPD hat die innere Sicherheit zum Schwer- punktthema seines Departements erklärt. Hierzu sind nicht nur neue Vorschriften des Bundes zum Schutze der Bevölke- rung vor Straftätern notwendig. Von grosser Bedeutung sind auch deren Vollzug wie auch die genaue Kenntnis über die Kri- minalität in unserem Land.
In diesem Sinne ersuche ich den Bundesrat, die polizeiliche Kriminalstatistik so zu verbessern, dass diese ein gesamt- schweizerisch verlässliches Bild über die Kriminalität in unse- rem Land vermitteln kann.
Texte de la motion du 8 mars 1994
Le chef du DFJP a déclaré que la sécurité intérieure était l'une des préoccupations essentielles de son département. Or, il ne suffit pas, en l'occurrence, d'édicter de nouvelles prescrip- tions fédérales pour protéger la population des malfaiteurs. Il faut aussi attacher une grande importance à l'exécution des peines ainsi que disposer d'informations détaillées sur la cri- minalité dans notre pays.
Le Conseil fédéral est chargé d'améliorer la statistique de la police criminelle de sorte que l'on puisse avoir une image pré- cise de la criminalité pour l'ensemble du pays.
Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kommission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schrift- lichen Bericht:
Am 20. September 1993 reichte Ständerat Carlo Schmid eine Motion zum Haftvollzug in der Schweiz ein. Punkt 1 der Motion wurde vom Ständerat am 8. März 1994 mit Zustimmung des Bundesrates überwiesen.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission für Rechtsfragen, welcher dieses Geschäft zur Beratung zugewiesen wurde, befasste sich am 16. August 1994 mit dieser Motion des Ständerates. Sie hält dazu mit dem Ständerat folgendes fest:
Bei der Behandlung der verschiedenen Vorlagen zum Thema «Geldwäscherei» hat sich gezeigt, dass die heutige polizeili- che Kriminalstatistik ungenügend ist. So liegt z. B. bei den Ausländern keinerlei Aufteilung in Kategorien vor. Für eine effi- ziente Verbrechensbekämpfung sind jedoch die genaue Kenntnis der Kriminalität in unserem Lande und deshalb eine Verbesserung der statistischen Grundlagen dringend und un- abdingbar.
Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis- sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant:
Le 20 septembre 1993, M. Carlo Schmid, député au Conseil des Etats, a déposé une motion relative à l'exécution des pei- nes de détention en Suisse. Le point 1 de la motion a été adopté le 8 mars 1994 par le Conseil des Etats, avec l'aval du Conseil fédéral.
Considérations de la commission
La Commission des affaires juridiques, chargée de procéder à l'examen préalable de cet objet, a traité cette motion du Conseil des Etats le 16 août 1994.
Elle constate ce qui suit avec le Conseil des Etats:
Lors du traitement des divers projets liés au thème du blan- chissage d'argent sale, la statistique actuelle de la police cri- minelle s'est avérée insuffisante. Ainsi, les étrangers ne sont pas répartis en catégories. Or, pour lutter efficacement contre le crime organisé il est urgent et indispensable de disposer d'une connaissance précise de la criminalité dans notre pays, et par conséquent d'améliorer les bases statistiques en la matière.
Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Motion zu über- weisen.
Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de transmettre la motion.
Überwiesen - Transmis
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Motion des Ständerates (Schmid Carlo) Haftvollzug Motion du Conseil des Etats (Schmid Carlo) Exécution des peines de détention
In
Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3391
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
2447-2447
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20 024 937
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