Parlamentarische Initiative. Aids. Neue Politik
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Parlamentarische Initiative (Schmied Walter) Aids. Neue Politik Initiative parlementaire (Schmied Walter) Sida. Nouvelle approche
Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Wortlaut der Initiative vom 17. Dezember 1993
Gestützt auf Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes rei- che ich in der Form der allgemeinen Anregung die folgende parlamentarische Initiative ein:
Um eine weitere Ausbreitung des HI-Virus (der als Erreger ei- ner schweren, bis heute tödlich verlaufenden, unheilbaren An- steckungskrankheit bekannt ist) zu verhindern und es den HIV-positiven oder aidskranken Menschen zu ermöglichen, voll in die Gesellschaft integriert zu bleiben, sind die folgenden Massnahmen unumgänglich:
Es müssen Möglichkeiten geprüft werden, HIV wie andere übertragbare Krankheiten des Menschen der Meldepflicht zu unterstellen.
Die Gesetzgebung über die Sozialversicherung muss geän- dert werden. Damit soll die Diskriminierung HIV-positiver Per- sonen, die heute infolge ihrer Krankheit häufig gezwungen sind, sich völlig zurückzuziehen, verhindert werden. Insbeson- dere sollen das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hin- terlassenen- und Invalidenvorsorge, das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, das Bundesgesetz über die Ar- beitslosenversicherung und das Bundesgesetz über die Kran- kenversicherung geändert werden.
Texte de l'initiative du 17 décembre 1993
Me fondant sur l'article 21bis de la loi sur les rapports entre les Conseils, je dépose l'initiative parlementaire suivante, formu- lée en termes généraux:
Afin de prévenir la propagation plus large du VIH (reconnu comme maladie contagieuse grave, actuellement régulière- ment mortelle, sans possibilité de traitement), et en vue de per- mettre aux personnes séropositives, ou malades du sida, d'être intégrées pleinement au sein de la société, il apparaît que les démarches suivantes s'imposent:
étudier les possibilités de considérer le VIH comme maladie soumise à déclaration, ceci aux mêmes conditions que les au- tres maladies transmissibles de l'homme;
modifier la législation sur les assurances sociales pour pré- venir les discriminations à l'encontre des personnes séroposi- tives, trop souvent contraintes, aujourd'hui, de par ce handi- cap, de sombrer dans la clandestinité (notamment les lois sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invali- dité, l'assurance-invalidité, l'assurance-chômage, l'assu- rance-maladie).
Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Gestützt auf Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes un- terbreiten wir Ihnen unseren Bericht über die am 17. Dezem- ber 1993 von Herrn Schmied Walter eingereichte parlamentari- sche Initiative.
Die Initiative verlangt einerseits die Beseitigung jeglicher Dis- kriminierung von HIV-Infizierten im Rahmen der Sozialversi- cherungen. Andererseits verlangt sie die Prüfung einer erwei- terten Meldepflicht.
Die Kommission hat den Initianten am 24. Juni 1994 angehört.
Begründung des Initianten
Im Umgang mit Aids müssen neue Wege beschritten werden. Es ist an der Zeit, den Schleier zu heben, der allzusehr die Rea- litäten einer Krankheit verhüllt, die von der Gesellschaft nicht länger ignoriert werden darf.
Bis heute lässt sich die Aidsepidemie nur bekämpfen, indem die Zahl der neuen Infektionen vermindert wird. Daher müssen alle Anstrengungen darauf konzentriert werden, die Ausbrei- tung dieser gefährlichen Krankheit zu begrenzen, und zwar gerade deshalb, weil sie möglicherweise noch lange nicht be- handelt werden kann.
Einzig völlige Transparenz wird es ermöglichen, das Ausmass dieser Krankheit zu erfassen und deren weitere Ausbreitung in der Bevölkerung zu verfolgen. Daher ist es unerlässlich, den HI-Virus genauso wie andere übertragbare Krankheiten des Menschen der Meldepflicht zu unterstellen.
Diese neue Konzeption setzt indessen in unserer Gesellschaft ein Umdenken voraus. Zwar geben heute HIV-Positivität und Aidskrankheit Anlass zu zahlreichen Diskussionen in der Be- völkerung; doch ist leider festzustellen, dass angesteckte Per- sonen häufig ein regelrechtes Drama erleben, weil sie abge- lehnt, ja sogar als Schuldige hingestellt werden. Diese Aus- grenzung durch die Gesellschaft geschieht manchmal unbe- wusst, ist jedoch deshalb für die Betroffenen nicht weniger schmerzhaft. Allzuoft wird die Krankheit von der Bevölkerung als Schande angesehen. Dabei breitet sie sich heute vor allem ausserhalb der sogenannten Risikogruppen aus, und nie- mand kann sich vor ihr völlig in Sicherheit wähnen. Folglich gilt es, den Mythos zu zerstören, dass nur bestimmte, unverant- wortlich handelnde Personen gefährdet seien.
Gewiss ist es äusserst wichtig, weiterhin erzieherisch auf die Gesellschaft einzuwirken und diese über alle Gefahren aufzu- klären, die mit sogenanntem Risikoverhalten verbunden sind. Die Präventionskampagnen bemühen sich ja darum. Aber ge- nügt dies? Genügen die wissenschaftlichen und die medizini- schen Kenntnisse, um die eine oder andere denkbare Übertra- gungsform hundertprozentig auszuschliessen? Nach wie vor und trotz der in die Präventionskampagnen investierten An- strengungen ist die Schweiz unter den Ländern Europas leider am stärksten von Aids betroffen. Statt uns gegenüber ange- steckten Personen hinter unseren Vorurteilen zu verschanzen, wäre es viel nützlicher und wertvoller, wir würden lernen, mit ihnen und mit den Realitäten dieser Krankheit zu leben.
Eine solche Sicht der Dinge setzt ein radikales Umdenken vor- aus. Unser Ziel muss sein, dass jede von Aids befallene oder HIV-positive Person uneingeschränkte Anerkennung findet. Jedermann hat ein Anrecht auf die ihm zustehende Würde und verdient es, ohne Vorbehalt in unserer Gesellschaft integriert zu bleiben.
Indessen kann sich eine solche Entwicklung in den Köpfen der Bevölkerung nur dann vollziehen, wenn der Gesetzgeber Aids genau gleich wie andere Krankheiten behandelt und wenn er den HIV-positiven Menschen die gleichen gesell- schaftlichen Rechte zuerkennt wie irgendwelchen anderen Leuten auch. Nur unter diesen Voraussetzungen wird man von Normalisierung sprechen können. Genau dieses Ziel verfolgt die vorliegende Initiative.
Erwägungen der Kommission
Die Initiative stellt inhaltlich zwei sehr unterschiedliche Forde- rungen auf. Auf der einen Seite möchte sie eine verschärfte Meldepflicht einführen, auf der anderen Seite will sie Diskrimi- nierungen im Rahmen der Sozialversicherungen beseitigen. Zur Meldepflicht: Gemäss Artikel 3 und Artikel 8 der Meldever- ordnung zum Epidemiengesetz sind HIV-Infektionen bzw. Aidserkrankungen anonym zu melden. Entsprechende Mel- dungen enthalten nach der Revision der Meldeverordnung, welche am 1. November 1994 in Kraft getreten ist, nebst dem Geschlecht und dem Wohnort neu das Geburtsdatum des Be- troffenen. Eine weiter gehende Meldepflicht, insbesondere eine namentliche Erfassung, dürfte vor allem gegenteilige Wir- kung zeitigen. Sie drängt Angehörige von Risikogruppen und Betroffene vermehrt dazu, Untersuchungen zu meiden. Für die Prävention ist es aber vordringlichstes Bedürfnis, dass ge- rade die Leute, die Risikosituationen ausgesetzt waren, sich
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testen lassen, dass sie Beratung und Betreuung suchen. Für die Reduktion der Infektionsgefahr ist der anonyme Test ein unentbehrliches Hilfsmittel.
Oppositionslos war man sich in der Kommission einig, dass in diesem Bereich für das Parlament zurzeit kein Handlungsbe- darf besteht.
Zur Diskriminierung im Rahmen der Sozialversicherungen: Hier bestehen offensichtlich Probleme, und zwar speziell im Rahmen der Zusatzversicherungen, welche dem Versiche- rungsvertragsrecht (WG) unterstehen. Die Versicherungsge- sellschaften können einen Vertragsabschluss vom Resultat ei- nes vorgängigen HIV-Tests abhängig machen. Im Bereich der überobligatorischen beruflichen Vorsorge kann HIV-Positiven dadurch der Zugang zu einer neuen Stelle verwehrt bleiben, ja sogar eine innerbetriebliche Beförderung kann zum unlösba- ren Problem werden. Während das revidierte Krankenversi- cherungsgesetz (KVG) für die Grundversicherung keine Dis- kriminierung mehr kennt, stellt sich das Problem bei den Zu- satzversicherungen. In der Kommissionsberatung wurde grundsätzlich Verständnis für die Situation der Privatversiche- rer geäussert, welche im Gegensatz zu den reinen Sozialversi- cherungen darauf angewiesen sind, gewisse Vorbehalte für ei- nen Vertragsabschluss anbringen zu können.
Es bleibt jedoch auch unbestritten, dass Lösungen für offen- sichtliche Ungerechtigkeiten, speziell etwa im Bereich der beruflichen Vorsorge, gefunden werden müssen. Es ist stos- send, wenn HIV-positive Personen bei der Stellensuche oder beim Stellenwechsel durch Vorbehalte der Vorsorgeeinrich- tung benachteiligt werden, wenn sie noch nicht einmal die Möglichkeit haben, auf deren Versicherungsschutz zu ver- zichten.
Die Kommission ist der Auffassung, dass Massnahmen not- wendig sind, um bestehende Diskriminierungen zu beseiti- gen. Sie ist sich aber bewusst, dass für eine rechtlich befriedi- gende Lösung dieser Fragen sehr komplexe Zusammen- hänge zu berücksichtigen sind. Sie beantragt daher, den Bun- desrat aufzufordern, dem Parlament in einem Bericht Möglich- keiten aufzuzeigen, wie die Diskriminierung von HIV-Positiven im Sozialversicherungsbereich vermieden werden kann.
Mit 16 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen beantragt die Kom- mission, das Postulat 94.3314 zu überweisen.
Gonseth Ruth (G, BL) présente au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rapport écrit suivant:
Vu l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les Conseils, nous vous soumettons notre rapport sur l'initiative parlemen- taire déposée le 17 décembre 1993 par M. Schmied Walter. Cette initiative demande, d'une part, l'abolition de toute discri- mination envers les personnes séropositives dans le cadre des assurances sociales et propose, d'autre part, de soumet- tre le VIH à une déclaration obligatoire élargie.
La commission a entendu l'auteur de l'initiative le 24 juin 1994.
Développement de l'auteur de l'initiative
La maladie du sida requiert une approche nouvelle. Il est temps aujourd'hui de lever le voile qui masquait par trop les réalités d'une maladie qui n'est plus à ignorer de la société.
A ce jour, l'épidémie du sida ne peut être combattue que par la diminution du nombre des nouvelles infections. C'est pour- quoi tous les efforts doivent converger en vue de limiter la pro- pagation de cette maladie pernicieuse, précisément parce qu'elle échappera, peut-être pour longtemps encore, à toute possibilité de traitement.
Seule une transparence absolue en ce domaine permettra de mesurer au mieux la présence de cette maladie et de suivre sa progression parmi la population. Aussi s'avère-t-il indispensa- ble de définir le VIH comme maladie à déclaration obligatoire au même titre que d'autres transmissibles chez l'homme.
Cette nouvelle approche du problème présuppose cependant une prise de conscience tout à fait différente au sein de notre société. Si, aujourd'hui, la séropositivité et la maladie du sida font l'objet de maintes discussions parmi la population, force est de constater cependant que les personnes atteintes vivent
un vrai drame, étant fréquemment repoussées, voire culpabili- sées. Ce rejet de la société s'effectue parfois de manière in- consciente, ce qui n'en est pas moins douloureux pour les per- sonnes concernées. Trop souvent, la maladie est considérée comme honteuse par la population. Or, elle progresse au- jourd'hui essentiellement en dehors des groupes dits à risque et personne ne peut prétendre en être à l'abri. Il s'agit donc de détruire le mythe qui laissait à croire, à tort, que seules certai- nes personnes au comportement irresponsable pouvaient y être exposées.
Certes, il est primordial de persister dans l'éducation de la so- ciété, en l'informant sur tous les dangers liés aux comporte- ments dits à risque. Aussi les campagnes de prévention s'y emploient-elles. Mais cela suffit-il? Les connaissances de la science et de la médecine sont-elles suffisantes pour exclure à 100 pour cent l'une ou l'autre hypothétique voie de transmis- sion? Toujours est-il que, en dépit des efforts investis dans les campagnes de prévention, la Suisse se trouve être le pays le plus touché d'Europe. Plutôt que de nous retrancher derrière nos préjugés face aux personnes atteintes, il serait hautement plus efficace et valorisant d'apprendre à vivre avec elles et avec les réalités de la maladie.
Une telle vision des choses présuppose une révolution de la pensée. Elle doit aboutir à la parfaite reconnaissance de toute personne confrontée à la maladie du sida, ou séropositive; celle-ci a droit en effet à la dignité qui lui revient et mérite de rester intégrée sans condition dans notre société.
Pareille évolution, cependant, ne pourra réellement avoir lieu dans les esprits de la population que lorsque le législateur trai- tera cette maladie au même titre que toute maladie, et lorsqu'il reconnaîtra aux personnes séropositives les mêmes droits so- ciaux qu'à tout un chacun. A ces conditions seulement il sera possible de parler de normalisation; c'est précisément l'enjeu de la présente intervention.
Considérations de la commission
L'initiative contient deux exigences bien distinctes. D'une part, elle demande l'introduction de prescriptions plus sévères en matière de déclaration, d'autre part, elle préconise l'abolition des discriminations actuelles dans le cadre des assurances sociales.
Obligation de déclarer: aux termes des articles 3 et 8 de l'or- donnance sur la déclaration relative à la loi sur les épidémies, les cas d'infection par le virus VIH ou de sida doivent faire l'ob- jet d'une déclaration anonyme. A la suite de l'entrée en vi- gueur, le 1er novembre 1994, de la révision de l'ordonnance, les déclarations ayant trait au virus VIH devront désormais indi- quer, outre le sexe et le domicile de la personne concernée, également sa date de naissance. Une déclaration obligatoire plus étendue, comprenant notamment le nom de l'intéressé, pourrait avoir un effet contre-productif en incitant les person- nes atteintes et les membres des groupes à risque à se sou- straire au dépistage. Cependant, il est absolument indispen- sable, pour une prévention efficace, que les personnes expo- sées précédemment à des risques se soumettent à des tests et demandent conseil et assistance. Le test de dépistage ano- nyme constitue donc un auxiliaire indispensable.
Selon l'avis unanime de la commission, il n'y a pas lieu de légi- férer dans ce domaine à l'heure actuelle.
Discriminations dans le cadre des assurances sociales: cette question s'avère problématique, notamment dans le contexte des assurances complémentaires régies par le droit du contrat d'assurance (LCA). En effet, les sociétés d'assurance peuvent faire dépendre la conclusion d'un contrat du résultat d'un test de dépistage exigé au préalable. D'autre part, dans le do- maine de la prévoyance professionnelle surobligatoire, des personnes séropositives risquent de voir leur candidature à un emploi rejetée en raison de leur état de santé. Dans d'autres cas, même une promotion interne pose des difficultés insur- montables. Alors que la nouvelle loi sur l'assurance-maladie (Lama) ne contient plus aucune disposition à caractère discri- minatoire dans l'assurance de base, il n'en va pas de même pour les assurances complémentaires. Lors de ses délibéra- tions, la commission a fait preuve de compréhension envers les assureurs privés qui, contrairement aux assurances socia-
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les, sont contraints d'émettre certaines réserves pour la passa- tion d'un contrat. Il est également indéniable, aux yeux de la commission, qu'il convient de remédier aux injustices flagran- tes dont sont victimes les séropositifs, avant tout dans le do- maine de la prévoyance professionnelle. En effet, il est inac- ceptable que des personnes contaminées par le virus HIV su- bissent des désavantages lors de la recherche d'un emploi ou d'une mutation en raison des réserves formulées par des insti- tutions de prévoyance auxquelles elles sont par ailleurs te- nues de s'affilier.
La commission estime qu'il y a lieu de prendre des mesures afin de mettre fin aux discriminations actuelles à l'égard des séropositifs. Elle est toutefois consciente du fait que la mise au point d'une solution satisfaisante du point de vue légal exige la prise en compte de paramètres d'une grande complexité. Elle propose par conséquent d'inviter le Conseil fédéral à soumet- tre au Parlement un rapport dans lequel il passera en revue les moyens à disposition, afin d'éviter la discrimination des séro- positifs dans le domaine des assurances sociales.
Par 16 voix sans opposition et avec 4 abstentions, la commis- sion propose de transmettre le postulat 94.3314.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 17 zu 0 Stimmen bei 4 Enthal- tungen, der Initiative keine Folge zu geben.
Proposition de la commission
La commission propose, par 17 voix sans opposition et avec 4 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative.
Schmied Walter (V, BE): Je vous renvoie au texte de l'initiative déposée presque jour pour jour il y a une année, à son déve- loppement, ainsi qu'au rapport de la commission qui vous a été distribué.
En fait, au premier point, je demande simplement que l'on étu- die la possibilité de considérer le virus VIH comme une mala- die soumise à déclaration, ceci aux mêmes conditions que les autres maladies transmissibles à l'homme. Ici, je visais évi- demment l'ordonnance du 21 septembre 1987 sur la déclara- tion relative à la loi sur les épidémies qui crée un statut particu- lier pour le virus du sida. En fait, avant d'être en mesure de dompter une maladie il s'agit d'être en mesure de l'approcher. Entre-temps, le Conseil fédéral a révisé ladite ordonnance, avec entrée en vigueur le 1er novembre 1994, voici un mois à peine, avec une modification sensible, à savoir qu'il est désor- mais nécessaire d'indiquer, outre le sexe et le domicile de la personne, également sa date de naissance. Ceci est une bonne évolution, qui nous amène à une meilleure transpa- rence par classe d'âge; on pourra ainsi être assuré d'avoir une approche plus systématique de l'évolution de la maladie au sein de la population.
Il a été donné suite, partiellement, au point 1 et, en ce sens-là, je me déclare partiellement satisfait.
Concernant le point 2, je demandais une modification impé- rative de la législation sur les assurances sociales, certaines d'entre elles discriminant carrément les personnes séro- positives.
La commission reconnaît le problème. Elle ne peut pas, ou ne veut pas, aller si loin. Elle a repris l'idée et l'a transformée en postulat.
En l'honneur de la cause et au nom du consensus, je renonce, Monsieur le président, à vous faire voter sur l'objet et je me dé- clare prêt à rejoindre la proposition de la commission.
Angenommen - Adopté
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Postulat SGK-NR (93.460) Diskriminierung von HIV-Positiven Postulat CSSS-CN (93.460) Discrimination des personnes séropositives
Wortlaut des Postulates vom 24. Juni 1994
Der Bundesrat wird eingeladen, Möglichkeiten zur Aufhe- bung der Diskriminierung von HIV-Positiven im Versiche- rungsvertragsrecht und in der beruflichen Vorsorge (übero- bligatorischer Bereich) zu prüfen und dem Parlament Bericht zu erstatten.
Texte du postulat du 24 juin 1994
Le Conseil fédéral est invité à examiner les possibilités de faire cesser la discrimination des personnes séropositives dans le droit du contrat d'assurance et dans la prévoyance professionnelle (régime surobligatoire) et de soumettre un rapport au Parlement.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. September 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 septembre 1994 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
Petitionen - Pétitions
94.2031
Petition Bevölkerung von Le Locle Bonny-Beschluss. Fortführung Pétition Population locloise Maintien de l'arrêté Bonny
David Eugen (C, SG) unterbreitet im Namen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht:
972 Einwohner der Stadt Le Locle (NE) haben am 22. Februar 1994 eine Petition eingereicht, die von den eidgenössischen Räten verlangt, für die Solidarität zwischen den Regionen un- seres Landes einzustehen und zwecks Fortführung der Mass- nahmen zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und Schaf- fung von Arbeitsplätzen, wie sie der Bonny-Beschluss wäh- rend 15 Jahren ermöglicht hat, einen entsprechenden neuen Erlass zu beschliessen.
Dank dem bis Ende Februar 1994 befristeten Beschluss konn- ten seit 1979 im Kanton Neuenburg durch Beihilfen von na- hezu 800 Millionen Franken gegen 4300 Arbeitsplätze ge- schaffen werden. Im Zuge der heutigen Deregulierungspolitik soll dieses Geld eingespart werden, auf die Gefahr hin, dass die Erneuerung und Diversifizierung unserer Industrie und
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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1994
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Anno
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IV
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
93.460
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Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
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Data
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20 024 939
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