E 29 novembre 1994
1096
Gatt/Cycle d'Uruguay
94.3386
Interpellation Delalay Gatt-Verträge und Weinimport Accords du Gatt et importations de vins
Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1994 Wie stellt sich der Bundesrat im Hinblick auf die Entscheidun- gen über die Gatt-Verträge zu den folgenden Punkten?
Das Referendum gegen den Rebbaubeschluss hat seine Ziele erreicht: Die Weinqualität hat sich verbessert, und die Einfuhrprivilegien sind abgebaut worden. Der besondere Schutz der Weissweine steht nicht zur Diskussion, denn eine unkontrollierte Öffnung der Grenze würde den Bund zusätzli- cher Einnahmen berauben und den Markt aus dem Gleichge- wicht bringen. Die Weinbaubetriebe, die dadurch gefährdet würden, müssten zusätzlich unterstützt werden, und das würde bedeutend mehr kosten als die heutigen, beschränkten Beiträge.
Weissweinimporte müssen deshalb in Zukunft auf die im Gatt vereinbarte Menge beschränkt bleiben. Es handelt sich um ein Jahreskontingent, das leicht höher ist als das ur- sprüngliche Schweizer Angebot; Einfuhren, die über das Kon- tingent hinausgehen, werden mit einer zusätzlichen Zollab- gabe belastet, die innerhalb der nächsten sechs Jahre um 15 Prozent reduziert werden muss.
Eine zusätzliche Liberalisierung darf nur mit Zustimmung al- ler Beteiligten und unter Berücksichtigung der Entwicklung er- folgen. Auch sollte dabei die Regelung unserer Beziehungen zu den europäischen Nachbarn abgewartet werden; immerhin ist die Schweiz ein wichtiger Abnehmer ihrer Produktion (55 Prozent des Konsums stammen aus diesen Ländern).
Mit Mitteln aus dem Rebbaufonds müssen Massnahmen zur Förderung der für den Export bestimmten Weine ergriffen werden (gegenwärtig wird weniger als 1 Prozent der Produk- tionsmenge ausgeführt).
Texte de l'interpellation du 29 septembre 1994
Dans la perspective des décisions sur l'Accord du Gatt, quelle est la position du Conseil fédéral sur les points suivants?
Les objectifs du référendum contre l'arrêté fédéral sur la viti- culture ont été atteints par une amélioration de la qualité des vins et par la suppression des privilèges liés à leur importation. La protection spéciale des vins blancs n'est pas mise en cause, car une ouverture incontrôlée des frontières priverait la Confédération de nouvelles recettes et nuirait à l'équilibre du marché. Le soutien des exploitations ainsi mises en péril nous coûterait alors beaucoup plus que les frais réduits qui leur sont consacrés aujourd'hui.
Les importations de vins blancs doivent donc demeurer li- mitées à l'avenir aux exigences du Gatt. Il s'agit d'un contin- gent annuel légèrement augmenté par rapport à l'offre suisse et d'une taxe douanière dissuasive pour les surplus, avec ré- duction de 15 pour cent sur six ans.
Une libéralisation supplémentaire ne doit donc intervenir que par consensus, après observation de l'évolution et lors- que nous aurons mis au point nos relations avec nos voisins européens dont la Suisse est un client important (55 pour cent de la consommation).
Des mesures-cadres sont à prendre à travers le fonds vini- cole pour promouvoir les vins suisses à l'exportation (actuelle- ment moins de 1 pour cent de la production).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Bloetzer, Cavadini Jean, Cottier, Coutau, Danioth, Frick, Martin Jacques, Petit- pierre, Reymond, Schallberger, Seiler Bernhard (12)
93.3403
Interpellation Uhlmann Uruguay-Runde und gesunder Bauernstand Uruguay Round et saine paysannerie
Wortlaut der Interpellation vom 21. September 1993 Der baldige Abschluss der Uruguay-Runde ist im Interesse der Schweizer Volkswirtschaft. Der Industrie- und Dienstleistungs- standort Schweiz erhält neuen Auftrieb. Doch unsere Bauern sind hart getroffen. Industrie, Gewerbe und Dienstleistungs- sektor sind von der Landwirtschaft ebenso abhängig, wie die Landwirtschaft vom Erfolg dieser Sektoren abhängig ist. Bei der Annahme der Schlussakte der Uruguay-Runde sind daher Massnahmen zu treffen, die einen gesunden Bauernstand und eine leistungsfähige Landwirtschaft erhalten. Das Ein- kommen der Landwirte muss durch Direktzahlungen gesi- chert werden.
Die Multifunktionalität der Landwirtschaft soll in der Uru- guay-Runde anerkannt werden, und für Direktzahlungen ge- mäss Artikel 31a und 31b des Landwirtschaftsgesetzes be- steht aufgrund unserer Gatt-Verpflichtungen keine Begren- zung. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit das bäuerliche Einkommen nach Annahme der Schlussakte der Uruguay-Runde durch Direktzahlungen in dem Ausmass gesi- chert ist, in dem die Schweiz zum Abbau bestehender Subven- tionen verpflichtet wird?
Rechnet der Bundesrat damit, dass die nach Abschluss der Uruguay-Runde möglichen Einsparungen mittelfristig ausrei- chen werden, um unserem Bauernstand durch Direktzahlun- gen das Überleben zu ermöglichen? Was gedenkt der Bun- desrat kurzfristig vorzukehren?
Die Umsetzung der Uruguay-Runde soll dazu führen, dass heute bestehende Formen des Grenzschutzes unserer land- wirtschaftlichen Produktion in Zölle umgewandelt werden. Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Zolleinnahmen. Wie hoch werden diese zusätzlichen Einnahmen sein?
Was gedenkt der Bundesrat vorzukehren, um sicherzustel len, dass die dadurch realisierten Mehreinnahmen, soweit sie zur Sicherung des Einkommensverlustes nötig sind, den Landwirten zugute kommen?
Die produktespezifischen Subventionen müssen am Ende der Uruguay-Runde markant, das BLW spricht von 1,4 Milliar- den Franken, abgebaut werden. Welche Massnahmen wird der Bundesrat ergreifen, um sicherzustellen, dass diese Gel- der nicht der Bundeskasse anheimfallen, sondern den Land- wirten in Form von Direktzahlungen zugute kommen?
Die Menge der Landwirtschaftsprodukte, deren Export heute durch Subventionen erleichtert wird, muss in Etappen weiter gesenkt werden. Dadurch werden heute budgetierte Mittel frei. Was gedenkt der Bundesrat vorzukehren, damit diese Mittel den Landwirten in Form von Gatt-konformen Di- rektzahlungen zugute kommen?
Die Umstellung von produktionsabhängigen Subventionen auf Direktzahlungen wird Preissenkungen bewirken. Erwartet der Bundesrat, dass diese Preissenkungen zu einer Vergrös- serung der Nachfragemenge führen werden?
Texte de l'interpellation du 21 septembre 1993
La conclusion prochaine du cycle de négociations dit Uruguay Round est dans l'intérêt de l'économie suisse. En effet, elle ap- portera une nouvelle impulsion à notre pays en tant que place économique et profitera notamment à l'industrie et aux servi- ces. Pourtant, nos paysans seront durement touchés. Or l'in- dustrie, les petites entreprises et le secteur des services d'une part, et l'agriculture d'autre part, dépendent les uns des autres pour leur bon fonctionnement Au cas où l'Acte final du Cycle d'Uruguay serait donc adopté, il y aurait lieu de prendre des mesures pour maintenir une paysannerie saine et une agri-
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Interpellation Delalay Gatt-Verträge und Weinimport Interpellation Delalay Accords du Gatt et importations de vins
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
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Anno
Band
IV
Volume
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
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Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3386
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Numero dell'oggetto
Datum 29.11.1994 - 08:00
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