N 24 mars 1995
938
Motion Carobbio
en vue d'arrêter et d'interdire la vente de femmes russes en Suisse par la mafia russe.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Am 19. März 1993 brachte ich dieses Thema in einer Einfa- chen Anfrage schon einmal auf den Tisch. Seitdem beschäftigt mich diese Tatsache immer noch, zudem ich damals von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt war.
Der Bundesrat gab damals zur Antwort, dass das Thema «Rus- sische Prostituierte» ernst zu nehmen sei! Trotzdem seien keine Patentrezepte vorhanden. Auch lägen dem Bundesrat keine Anhaltspunkte vor, wonach die schweizerische Bot- schaft in Moskau sich in Kenntnis der einschlägigen Proble- matik bei der Behandlung von Visagesuchen russischer Tän- zerinnen nicht an die bestehenden Weisungen und Vorschrif- ten halten würde.
Tatsache aber ist: Das Geschäft mit den russischen Frauen blüht nach wie vor. Tatsache ist auch, dass das Konsulat der Schweiz in Moskau jährlich noch rund 500 Visa für Prostitu- ierte erteilt, die man mit der offiziellen Bezeichnung «Künstle- rinnen» ausstattet
Es liegt doch auf der Hand, dass die Schweiz keinen Bedarf an solchen Personen haben kann! Andere Personen, die zur Aus- bildung in die Schweiz kommen wollen, warten Monate, unab- hängig davon, ob sie von der ETH Lausanne, einem Unterneh- men oder von Privaten eingeladen werden.
Bei den Dossiers dieser «Künstlerinnen» läuft alles mit einer enormen Geschwindigkeit ab.
Ich bitte den Bundesrat, dieser Affäre ein Ende zu setzen!
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. März 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er mars 1995
Der Bundesrat hat sich bereits wiederholt mit dem komplexen Problem des Frauenhandels beschäftigt und dabei festge- stellt, dass es keine Patentrezepte zur Behebung dieser Miss- stände gibt. Um die verschiedenen schwerwiegenden Pro- bleme im Zusammenhang mit dem Frauenhandel anzugehen, bedarf es eines breiten Spektrums von Massnahmen auf natio- naler und internationaler Ebene. Der Bundesrat ruft dabei in Erinnerung, dass im Bundesamt für Polizeiwesen eine Zentral- stelle mit der Bekämpfung des Frauen- und Kinderhandels be- auftragt ist. Die Zentralstelle unterhält Beziehungen zu ver- schiedenen ausländischen Behörden, welche sich mit den gleichen Problemen befassen.
Im Verlaufe des Jahres 1994 sind verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Ausländerin- nen ergriffen worden. So wurde ein neuer, wesentlich detail- lierterer Arbeitsvertrag obligatorisch erklärt. Die Kantone wur- den angehalten, die in bezug auf Cabaret-Tänzerinnen gelten- den Weisungen strikte anzuwenden und insbesondere die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen zu kontrollieren. Einige Kantone haben überdies in eigener Kompetenz Mass- nahmen getroffen; namentlich wird die Zahl der Cabaret-Tän- zerinnen durch den Erlass von restriktiveren Zulassungsvor- schriften begrenzt, und die Nachtlokale werden vermehrt kon- trolliert Im Bereich der Visumerteilung wurden ebenfalls Massnahmen ergriffen: Die Cabaret-Tänzerinnen müssen ihr Visumgesuch persönlich einreichen und dabei einen von ih- nen selbst unterschriebenen Engagementsvertrag vorweisen. Die Visumpflicht ermöglicht zwar die wirksame Eindämmung des Menschenhandels zum Zwecke der Prostitution, nicht aber dessen völlige Verhinderung.
Der Bundesrat stellt fest, dass die bisher ergriffenen Massnah- men noch nicht genügen. Er wird daher die ordentliche Revi- sion der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begren- zung der Zahl der Ausländer, mit Inkrafttreten am 1. November 1995, zum Anlass nehmen, um sich erneut mit der für die Ca- baret-Tänzerinnen geltenden Gesetzgebung zu befassen. Ne- ben ergänzenden Massnahmen auf Verwaltungsebene müs- sen quantitative und qualitative Kriterien zur restriktiveren Zu- lassung von Cabaret-Tänzerinnen geprüft werden. Ein gene-
relles Zulassungsverbot kommt aus heutiger Sicht dagegen kaum in Betracht, weil damit diese Ausländerinnen veranlasst werden, in die Illegalität unterzutauchen, und so jeglichen Schutz verlieren.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
94.3542
Motion Carobbio Arbeitsvermittlungsgesetz. Artikel 20
Mozione Carobbio Legge sul collocamento. Articolo 20
Motion Carobbio Loi sur le service de l'emploi. Article 20
Wortlaut der Motion vom 14. Dezember 1994
Artikel 20 des Bundesgesetzes über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG) hält fest: «Untersteht ein Einsatzbetrieb einem allgemeinver- bindlichen Gesamtarbeitsvertrag, so muss der Verleiher ge- genüber dem Arbeitnehmer die Lohn- und Arbeitszeitbestim- mungen des Gesamtarbeitsvertrages einhalten.» Diese Vor- schrift gilt insbesondere für die Firmen, die Temporärstellen in der Bauwirtschaft anbieten. In der Praxis wird sie jedoch oft nicht eingehalten. Die erwähnten Firmen beanspruchen einen Interpretationsspielraum oder verfahren bei der Lohnauszah- lung so, dass sie z. B. in Umgehung der zitierten Gesetzesbe- stimmung einen Teil des Lohns als Spesen aufführen. Die Unterzeichneten ersuchen den Bundesrat:
auf dem Verordnungsweg oder mit Weisungen Ausfüh- rungsbestimmungen zu erlassen, die den Verleiher klar dazu verpflichten, sich in bezug auf den Lohn, den dreizehnten Mo- natslohn und die Bezahlung der Feiertage an die Bestimmun- gen der allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträge zu halten;
insbesondere - und nötigenfalls mit präzisen gesetzlichen Bestimmungen - dem Verleiher die Möglichkeit zu verbauen, einen Teil des Lohns als Spesen zu verrechnen oder einen Teil des Lohns als Spesenvergütung zu deklarieren;
umgehend Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer zu ergreifen, damit für die Sozialversicherungen (AHV-Renten, zweite Säule, Taggelder) der tatsächliche Lohn als Basis ge- nommen wird;
Bestimmungen zu erlassen, die verhindern, dass die Steuerpflichten durch eine Unterteilung des ausbezahlten Ar- beitsentgeltes in Lohn und Spesen umgangen werden.
Testo della mozione del 14 dicembre 1994
L'articolo 20 della legge federale sul collocamento e il perso- nale a prestito (legge sul collocamento, LC) stabilisce che «se un'impresa acquisitrice è sottoposta a un contratto collettivo di lavoro di obbligatorietà generale, il prestatore deve rispet- tare, riguardo al lavoratore, le disposizioni del contratto collet- tivo concernenti il salario e la durata del lavoro». E' questo in particolare il caso delle agenzie di lavoro temporaneo del set- tore dell'edilizia. Nella pratica però le disposizioni dell'articolo in questione non sono sovente rispettate. Le agenzie in que-
N
939
Motion Carobbio
stione sollevano questioni d'interpretazione dell'articolo, op- pure praticano metodi nel versamento del salario del tipo di far figurare parte dello stesso come spese, che nella pratica aggi- rano la disposizione di legge citata.
I sottoscritti deputati chiedono al Consiglio federale:
di adottare disposizioni, tramite ordinanza o direttive in ap- plicazione delle disposizioni di legge, che stabiliscano chiara- mente l'obbligo per i prestatori di attenersi, per quanto ri- guarda il salario, la tredicesima e il pagamento dei giorni fe- stivi, alle disposizioni dei contratti collettivi di lavoro di obbliga- torietà generale;
di proibire in particolare, se necessario anche con precise disposizioni di legge, che sia possibile al prestatore di com- pensare parte del salario sotto forma di cosiddette spese o co- munque di determinare parte del salario sotto forma di rim- borso spese;
di prendere rapide misure a protezione dei lavoratori, af- finché nell'ambito delle assicurazioni sociali (rendite AVS, se- condo pilastro, indennità giornaliere, ecc.) sia considerato il salario effettivo;
di emanare disposizioni che impediscano un aggiramento degli obblighi fiscali tramite una suddivisione della retribu- zione versata in salario e spese.
Texte de la motion du 14 décembre 1994
L'article 20 de la loi federale sur le service de l'emploi et la loca- tion de services (LSE) a la teneur suivante: «Lorsqu'une entre- prise locataire de services est soumise à une convention col- lective de travail avec déclaration d'extension, le bailleur de services doit appliquer au travailleur celles des dispositions de la convention qui concernent le salaire et la durée du travail.» Cette règle s'applique en particulier aux agences de travail temporaire du secteur de la construction. En pratique cepen- dant les dispositions de l'article en question ne sont souvent pas respectées. Les agences de placement temporaire met- tent en cause l'interprétation de l'article, ou bien elles recou- rent à des pratiques de versement du salaire visant à en faire apparaître une partie comme frais, de manière à contourner la disposition légale précitée.
Les députés soussignés demandent au Conseil fédéral:
d'adopter des dispositions par voie d'ordonnance ou de rè- glement d'application de la loi de manière à établir clairement l'obligation pour le bailleur de services de respecter les nor- mes de la convention collective de travail avec déclaration d'extension quant au versement du salaire, y compris du trei- zième mois, et quant au paiement des jours fériés;
d'interdire en particulier, au besoin par des dispositions lé- gislatives précises, que le bailleur de services puisse compen- ser une partie du salaire sous forme de prétendus frais ou, en quelque façon que ce soit, de déterminer une part du salaire sous forme de remboursement de frais;
de prendre rapidement des mesures de protection des tra- vailleurs de manière à ce que le salaire effectif soit pris en compte pour les assurances sociales (rente AVS, second pi- lier, indemnité journalière, etc.);
d'édicter des dispositions qui empêchent le contournement des obligations fiscales par le biais du fractionnement de la ré- tribution versée en salaire et en frais.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Aguet, Bau- mann Stephanie, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Borel Fran- çois, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, de Dardel, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, von Felten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Jöri, Lederger- ber, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Matthey, Mauch Ursula, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Spielmann, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Zbinden, Zisyadis, Züger (43)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
La legge federale sul collocamento e il personale a prestito (legge sul collocamento, LC) regola i rapporti di lavoro fra le imprese acquisitrici, le agenzie di lavoro temporaneo (presta-
tori) e lavoratori. L'articolo 20 della citata legge stabilisce in particolare che «se un'impresa acquisitrice è sottoposta a un contratto collettivo di lavoro di obbligatorietà generale, il pre- statore deve rispettare, riguardo al lavoratore, le disposizioni del contratto collettivo concernenti il salario e la durata del la- voro». E' il caso in particolare delle ditte e dei prestatori che operano nel settore edilizio.
La pratica ha largamente dimostrato che l'applicazione e il ri- spetto della disposizione citata incontrano parecchie difficoltà, in particolare per quanto concerne la determinazione del sala- rio (salario effettivo, pagamento della tredicesima e dei giorni festivi pagati). Difficoltà che sono fonte sempre più frequente di vertenze fra i partner sociali.
Così negli ultimi tempi le agenzie di lavoro temporaneo non pagano ai lavoratori l'effettivo salario dovuto e non corrispon- dono esattamente la tredicesima e il pagamento dei giorni fe- stivi pagati. Esse contestano anche l'interpretazione secondo la quale sarebbero tenuti ad applicare le disposizioni dei con- tratti collettivi di lavoro di obbligatorietà generale.
Inoltre, come è stato accertato in occasione di controlli dei libri paga, spesso - per non dire quasi sempre - i prestatori di la- voro temporaneo a ditte con contratti collettivi di lavoro dichia- rati di obbligatorietà generale dal Consiglio federale non ri- spettano i minimi salariali previsti, anzi spesso rimangono no- tevolmente al disotto degli stessi.
I controlli hanno anche dimostrato che nel settore del perso- nale a prestito sono largamente diffusi i seguenti discutibili metodi di calcolo della retribuzione, che dovrebbero urgente- mente essere proibiti: una importante parte della stessa viene calcolata sotto forma di spese. Una pratica che favorisce la frode fiscale e che riduce ingiustamente i contributi alle assicu- razioni sociali. Ciò che per finire conduce a una diminuzione delle prestazioni delle stesse.
Una tale pratica contrasta da un lato sia con la legge federale sul collocamento e il personale a prestito (LC), come con la di- chiarazione di obbligatorietà dei contratti collettivi di lavoro. D'altro lato con simili pratiche illegali importanti contributi alle assicurazioni sociali non vengono versati e notevoli quote di retribuzione salariale non sono dichiarate alle autorità fiscali. Trattasi di una situazione insostenibile che domanda misure urgenti.
Anzitutto una simile pratica comporta conseguenze negative per i singoli lavoratori per quanto concerne la determinazione del salario. La protezione dei lavoratori risulta relativizzata e in- debolita. Poi i contributi ridotti all'AVS, ad esempio, compor- tano rendite vecchiaia più basse. Inoltre fatalmente i metodi di calcolo delle retribuzioni citati hanno conseguenze negative nei casi di invalidità, tenuto conto che la base per il calcolo di una rendita dipende anche dai premi pagati. Così come si pos- sono richiamare le conseguenze negative per le indennità giornaliere per infortunio o per malattia, che pure dipendono dal livello dei premi pagati. Anche per quanto riguarda le pre- stazioni del secondo pilastro e gli assegni familiari ci possono essere effetti negativi.
La Confederazione non pu, già per ragioni fiscali, tollerare si- mili pratiche. Il calcolo di importanti quote del salario sotto forma di cosiddette spese comporta una diversa tassazione di lavoratori con lo stesso salario. Si può inoltre presumere che le citate spese, nella loro totalità o parzialmente, siano sottratte all'imposizione fiscale. Siccome la maggior parte delle aziende di lavoro temporaneo conteggiano importanti spese per un normale salario, si pone la questione fino a quale punto non venga favorita la frode fiscale.
Le situazioni sollevate sono largamente diffuse e attuali. Per questo, per ragioni attinenti alle leggi fiscali e al diritto assicu- rativo, ma anche in rapporto alla corretta applicazione della legge federale sul collocamento e il personale a prestito (LC) e delle dichiarazioni di obbligatorietà generale dei contratti col- lettivi, s'impone l'adozione tempestiva di misure quali quelle ri- chieste dalla presente mozione. E ciò sia attraverso la modifica di ordinanze e di direttive relative all'applicazione dell'artico- lo 20 della citata LC sia, se necessario, attraverso l'adozione di nuove disposizioni di legge.
N 24 mars 1995
940
Motion du groupe écologiste
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 22. Februar 1995 Risposta scritta del Consiglio federale del 22 febbraio 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 février 1995
In Svizzera, esistono all'incirca 1500 contratti collettivi di la- voro; 18 circa sono stati dichiarati di obbligatorietà generale sia dal Consiglio federale a livello federale sia da un Consiglio di Stato a livello cantonale. L'articolo 20 della legge federale del 6 ottobre 1989 sul collocamento e il personale a prestito (LC) riguarda unicamente quest'ultimo e mira a garantire ai la- voratori temporanei, in materia di salario e di durata del lavoro, l'applicazione delle stesse norme applicabili ai lavoratori fissi. In occasione dei lavori parlamentari relativi alla LC si era già sottolineato che il campo d'applicazione dell'articolo 20 do- veva essere relativamente ristretto per questioni di fattibilità e d'esecuzione, come pure per rispondere alla natura specifica del lavoro temporaneo. Non vi è dubbio infatti che il lavoro temporaneo risponda a determinati bisogni sul mercato del la- voro offrendo una forma e possibilità di lavoro corrispondenti ai desideri e alle esigenze di alcuni lavoratori.
In tale contesto e malgrado la particolare natura del lavoro temporaneo, il Consiglio federale non può accettare che una disposizione legale tanto chiara quanto l'articolo 20 LC non sia rispettata o possa essere raggirata in maniera fraudolenta. Cosciente di alcune irregolarità, senza dubbio ingigantite da un periodo di bassa congiuntura, l'Ufficio federale dell'indu- stria, delle arti e mestieri e del lavoro ha adottato una prima mi- sura corrispondente ai desideri dell'autore della mozione, os- sia la decisione di pubblicare una circolare dettagliata relativa all'applicazione dell'articolo 20 LC, all'attenzione delle auto- rità cantonali e delle agenzie di lavoro temporaneo. Tale circo- lare si trova attualmente in fase di elaborazione e sarà disponi- bile nel giro di poco tempo.
Il Consiglio federale intende così facilitare e accelerare l'appli- cazione delle misure di controllo necessarie e delle sanzioni previste dalla LC in caso d'infrazione, cioè la revoca dell'auto- rizzazione e/o le sanzioni penali previste.
Per quanto riguarda le altre misure raccomandate dall'autore della mozione allo scopo di garantire ai lavoratori temporanei una migliore protezione, segnatamente riguardo alle assicura- zioni sociali, le disposizioni legali vigenti permettono di inter- venire con efficacia per eliminare gli abusi. Si tratta nondimeno di intensificare i controlli in stretta collaborazione con le com- petenti autorità esecutive e di adottare le misure atte ad evitare gli abusi nel lavoro temporaneo. L'indennizzo delle spese da parte del datore di lavoro, nella fattispecie del prestatore, costi- tuisce per esempio l'oggetto di disposizioni precise pubbli- cate dall'Insai e soggiace al suo controllo. Un accurato esame dei casi speciali accompagnato dalla collaborazione con gli al- tri rami interessati delle assicurazioni sociali, in particolare l'AVS, l'assicurazione contro la perdita di guadagno e il se- condo pilastro sono intesi a eliminare gli abusi manifesti senza recare eccessivo pregiudizio agli elementi specifici propri del lavoro temporaneo. Una tale prassi è già in vigore; si tratta quindi d'intensificare questa collaborazione e le attività di con- trollo in loco.
Lo stesso vale soprattutto per i risparmi di natura fiscale realiz- zati tramite il lavoro temporaneo, in particolare dal prestatore. Le misure che verranno adottate in materia di protezione so- ciale a favore dei lavoratori temporanei si ripercuoteranno auto- maticamente sul computo degli elementi imponibili delle parti in causa. Il Consiglio federale non reputa necessario adottare misure particolari, diverse da quelle già esistenti, onde risolvere i problemi evocati dall'autore della mozione, ma si dichiara per contro disposto ad operare nel senso summenzionato.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral
Il Consiglio federale propone di trasformare la mozione in po- stulato.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
94.3516
Motion der grünen Fraktion Welthandelsregeln und nachhaltige Entwicklung Motion du groupe écologiste Commerce mondial et développement durable
Wortlaut der Motion vom 7. Dezember 1994
Der Bundesrat wird beauftragt, sich in zukünftigen Verhand- lungen im Rahmen der WTO für Welthandelsregeln einzuset- zen, die dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung gerecht werden (keine Liberalisierung ohne Internalisierung).
Texte de la motion du 7 décembre 1994
Le Conseil fédéral est chargé, lors des négociations qui seront menées sous l'égide de l'OMC, d'oeuvrer pour que les règles du commerce mondial soient conformes au principe du déve- loppement durable (pas de libéralisation sans internalisation).
Sprecherin - Porte-parole: Bär
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 22. Februar 1995
In der Botschaft zur Genehmigung der Gatt/WTO-Überein- kommen an das Parlament hat der Bundesrat explizit bekräf- tigt, dass sich die Schweiz - wie bislang im Gatt - auch im Rah- men der WTO dafür einsetzen wird, dass Umweltanliegen auf die Tagesordnung des multilateralen Handelssystems gesetzt werden. So all u. a. geprüft werden, ob allfällige Anpassungen der WTO-Regeln notwendig sind, um den Umweltschutz zu verbessern, ohne jedoch protektionistischen Massnahmen Vorschub zu leisten. In diesem Sinne beabsichtigt der Bun- desrat, sich für Welthandelsregeln einzusetzen, die dem Prin- zip der nachhaltigen Entwicklung gerecht werden. Die Umset- zung der nachhaltigen Entwicklung kann u. a. durch konkrete Massnahmen wie z. B. Lenkungsabgaben im Sinne der Inter- nalisierung der externen Kosten erfolgen. Der Bundesrat un- terstützt deshalb insbesondere die Bestrebungen im Rahmen des WTO-Ausschusses Handel und Umwelt, die Beziehung zwischen dem Regelwerk des multilateralen Handelssystems und der Erhebung von ökologisch begründeten Abgaben zu überprüfen.
Für die Bewältigung globaler Umweltprobleme sind nament- lich multilaterale Lösungen von grosser Bedeutung, um mögli- che Spannungen zwischen Ländern - einschliesslich Nord- Süd-Gegensätze - zu vermeiden. So spielen insbesondere die multilateralen Umweltabkommen eine wichtige Rolle bei der Lösung globaler Umweltprobleme. Die Aushandlung neuer oder auch die Ergänzung bestehender multilateraler Umweltabkommen ist jedoch ein sehr anspruchsvoller und teilweise auch sehr langwieriger Prozess. Die Liberalisierung des Welthandels kann deshalb nicht von den konkreten Schrit- ten im Bereich des internationalen Umweltschutzes abhängig gemacht werden.
Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingun gen - d. h. die Welthandelsregeln - für die Liberalisierung des Welthandels im Sinne der Förderung der nachhaltigen Ent- wicklung die Möglichkeit bieten, effizienten nationalen Um- weltschutz ohne Gefährdung der Kompetitivität eines Landes zu gewährleisten.
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Motion Carobbio Arbeitsvermittlungsgesetz. Artikel 20 Motion Carobbio Loi sur le service de l'emploi. Article 20 Mozione Carobbio Legge sul collocamento. Articolo 20
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Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3542
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.03.1995 - 08:00
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938-940
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