Loi sur l'aménagement du territoire. Révision partielle
1224
N 12 juin 1995
93.3678
Interpellation Friderici Charles Motorfahrzeug- Haftpflichtversicherungs-Prämien 1994 Assurance RC des véhicules à moteur. Primes 1994
Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1994, Seite 643 - Voir année 1994, page 643
Le président: M. Friderici avait déposé une interpellation et demandé la discussion. M. Friderici retire sa demande.
94.054
Bundesgesetz über die Raumplanung. Teilrevision Loi fédérale sur l'aménagement du territoire. Révision partielle
Fortsetzung - Suite
Siehe Seite 1190 hiervor - Voir page 1190 ci-devant
Dettling Toni (R, SZ), Berichterstatter: Ich möchte noch ein- mal ganz kurz auf die Eintretensdebatte und die dabei vorge- brachten Anträge zurückkommen.
Zwar ist es durchaus verständlich, dass in verschiedenen Voten eine gewisse Enttäuschung über den bescheidenen Umfang und die relativ eng begrenzte Thematik der Revisi- onsvorlage zum Ausdruck gekommen ist. Demgegenüber möchte ich aber nochmals festhalten, dass die Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) im Erschlies- sungsbereich eine wesentliche Neuerung mit der klar um- schriebenen Verpflichtung der Kantone zur fristgerechten Er- schliessung festlegt.
Den betroffenen Grundeigentümern wird damit - dies im Ge- gensatz zur heutigen Regelung - neu ein direkter Anspruch auf Durchsetzung der zeitgerechten Erschliessung gewährt, indem sie wahlweise verlangen können, «ihr Land nach den vom Gemeinwesen genehmigten Plänen selber zu erschlies- sen oder die Erschliessung durch das Gemeinwesen nach den Bestimmungen des kantonalen Rechts zu bevorschus- sen». Das ist zwar zugegebenermassen nicht so viel, wie ur- sprünglich vorgesehen war, aber auch nicht so wenig, wie Herr Bundi meint, der davon spricht, dass der Berg eine Maus geboren habe.
Unrichtig ist vor allem auch die Ansicht von Herrn Herczog, wonach - im Falle der Annahme der Vorlage - die Privaten wild drauflos erschliessen könnten und der Zersiedelung ein- mal mehr Tür und Tor geöffnet würde.
Ein Blick in die Vorlage zeigt klar, dass die Privaten die Er- schliessung nur nach den von den zuständigen Gemeinwe- sen genehmigten Plänen - also nicht nach freier Wahl - vor- nehmen können, und dies nur dann, wenn die Gemeinwesen säumig sind.
Auch die Minimalvorschriften zur Beschleunigung und Ver- einfachung der Bewilligungsverfahren sind im Zusammen- hang mit der angestrebten Revitalisierung von erheblicher Bedeutung. Im übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Bo- denpolitik bekanntlich in der Schweiz politisch ein sehr bri- santes Thema ist und sich selbst unter den heute entspann-
ten Verhältnissen nur sehr schwer der notwendige, breite Konsens finden lässt.
Deshalb müssen wir - und da teilt die Kommissionsmehrheit die Auffassung von Bundesrat Koller - in diesem sensiblen Bereich mit kleinen Schritten vorgehen, denn es bringt nichts, grosse Würfe zu machen, wenn sie dann in der politi- schen Auseinandersetzung, vor allem vor dem Volk, Schiff- bruch erleiden.
Nun noch kurz zum Antrag der Minderheit Bundi und zum Eventualantrag Wiederkehr auf Rückweisung der Vorlage.
Die Kommissionsmehrheit empfiehlt Ihnen - mit 12 zu 9 Stimmen -, den Minderheitsantrag Bundi auf Rückweisung abzulehnen, ebenso den Eventualantrag Wiederkehr, der al- lerdings in der Kommission nicht diskutiert worden ist. Diese Empfehlung erfolgt sowohl aus formellen als auch aus mate- riellen Gründen.
Zunächst ist festzustellen, dass sämtliche Postulate von Herrn Bundi und seinen Mitstreitern, letztlich auch diejenigen des Herrn Kollegen Wiederkehr, nicht zur Raumplanung ge- hören, sondern im Zivilgesetzbuch bzw. im Obligationen- recht zu regeln wären.
Hier und heute revidieren wir aber das RPG und nicht das Zi- vilrecht. Es ist daher - schon rein aus formellen Gründen - nicht möglich, im Rahmen einer RPG-Revision diese Postu- late zu realisieren. Das gilt auch für den Eventualantrag Wie- derkehr, der ebenso die Revision des Zivilrechts beschlägt. Zum anderen ist es materiell nicht angebracht, die dringend notwendige, kleine Revision des RPG durch weitere bri- sante, politische Themen anzureichern, die übrigens - wie die Abstimmung vom vergangenen Freitag über das Vor- kaufsrecht der Mieter gezeigt hat - nicht einmal in diesem Saal mehrheitsfähig sind. Damit würde nämlich im Ergebnis die Revision des RPG um mindestens zwei Jahre verzögert oder gar auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.
Ich habe demgegenüber bereits in meinem Eintretensreferat kurz darauf hingewiesen, dass die unterbreitete Revisions- vorlage die marktwirtschaftliche Erneuerung in wesentlichen Bereichen zu unterstützen vermag. Es ist daher nicht einseh- bar, warum ausgerechnet Herr Bundi und seine Mitstreiter aus offenkundig ideologischen Gründen diese Erneuerung mit blossen Verzögerungsmanövern verhindern wollen.
Zusammenfassend ersuche ich Sie daher namens der Kom- missionmehrheit, den Antrag der Minderheit Bundi auf Rück- weisung, ebenso den Eventualantrag Wiederkehr aus for- mellen, aber auch aus materiellen Gründen abzulehnen und unserem Antrag integral zuzustimmen.
Jeanprêtre Francine (S, VD), rapporteur: Le débat d'entrée en matière a clairement marqué les fronts. Là où une majo- rité voit un pas décisif dans la régénération et la revitalisation de l'économie de marché, les milieux concernés n'ayant cessé de souligner que les procédures de permis de cons- truire étaient trop longues et qu'il existait des impasses en matière d'équipement, d'autres voient la concrétisation de fausses priorités dans cette modeste révision.
Il faut souligner que le Conseil fédéral a certainement sou- haité aller plus loin. Il a même voulu aller dans le sens de la proposition de renvoi de la minorité et de la proposition sub- sidiaire de renvoi Wiederkehr, qui demandent que le présent projet de modification soit renvoyé pour obtenir une révision plus substantielle. Mais le Conseil fédéral s'est heurté à un accueil totalement défavorable en procédure de consulta- tion.
Si l'on peut reprocher au Conseil fédéral son manque d'obs- tination pour revenir à la charge, force est de constater que, vendredi dernier précisément, une initiative parlementaire, qui traitait du droit de préemption des locataires, a été refu- sée ici par la majorité du Parlement, et qu'à ce jour seuls deux cantons ont suivi l'obligation qui leur est faite à l'article 5 de la présente loi, depuis 1980, de prélever des compensations financières pour les mesures d'aménage- ment du territoire qui représentent des avantages pour les particuliers. Alors que des cantons, à l'image de celui de Vaud, sont dans les plus grandes difficultés financières, cette mesure, au vu du rapport des forces politiques en présence,
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1995
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Sitzung
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Seduta
Geschäftsnummer 93.3678
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Datum
12.06.1995 - 14:30
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Data
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1224-1224
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