N 23 juin 1995
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Interpellation Theubet
der SNB und der EBK; Brief an den Präsidenten der WAK vom 10. März 1995). Eine analoge Aufsicht über die Pensi- onskassen geschieht über das Bundesamt für Sozialversi- cherung (wir verweisen hier auf die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Strahm Rudolf 95.3020 vom 25. Januar 1995: Risikoreiche Finanzmarktgeschäfte von Pensionskas- sen). Zur Problematik der Rechnungslegung verweisen wir auf die Ausführungen zu Frage 9.
Neben den bestehenden Vorschriften des Banken- und des Börsenrechtes besteht kein unmittelbarer Handlungsbe- darf zu einer ergänzenden rechtlichen Regelung der Finanz- derivate. Wir verweisen hier auch auf die Ausführungen zur Frage 8 unten.
Der Bundesrat wird von den verschiedenen zuständigen Stellen der Verwaltung, von der SNB und der EBK über die Entwicklung auf den Märkten und die international getroffe- nen Massnahmen informiert. Diese Institutionen nehmen Einsitz in internationalen Gremien, die die Entwicklung im Derivatbereich ständig verfolgen und einen allfälligen regu- latorischen Handlungsbedarf in ihren Arbeiten prüfen. Es sind dies die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (insbesondere der Basler Ausschuss für Bankaufsicht), die losco (International Organization of Securities Commis- sions), das Comite des marchés financiers der OECD sowie die Zehnergruppe (G-10). Daneben bestehen zusätzlich auch Kontakte der Verwaltung zu den Banken und den Deri- vathäusern.
Der Ausbildungsstand bei den Schweizer Banken wird durch das wirtschaftliche Umfeld geprägt. Nur mit Personal, das über eine Ausbildung verfügt, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst ist, können heute die entspre- chenden Resultate erwirtschaftet und die Stellung im Finanz- markt gehalten bzw. verbessert werden. Die Konkurrenz auf dem Finanzmarkt sichert den im Markt geforderten Ausbil- dungsstand. Banken gehören heute in der Schweiz zu den grössten Berufsausbildern. Sie helfen bei der Besetzung ei- ner grossen Anzahl von Stellen in der Industrie und in Han- delsfirmen.
Vom Versagen eines Marktes wird dann gesprochen, wenn dieser nicht zur Optimierung der Wohlfahrt beitragen kann bzw. diese durch die Entwicklung des Marktes sogar gefährdet würde. Die SNB ist verantwortlich für das Gesamt- system und nicht für den Einzelfall. Es liegt in der Zuständig- keit der EBK, sicherzustellen, dass die Banken genügend Ei- genkapital ausweisen, damit die Märkte entsprechend ohne Störung funktionieren können. Ein Einstehen einer staatli- chen Institution im Krisenfall ist sehr gefährlich. Das System wird dadurch nicht gerettet, sondern es werden zusätzliche Probleme geschaffen. Gerade die Entwicklungen nach den Schwierigkeiten der Barings Bank zeigten, dass der Markt nicht zusammenbricht, sondern mit solchen Schwierigkeiten umgehen kann. Hätte die Bank of England eingegriffen, würde die Gefahr bestehen, dass Banken im Vertrauen auf das Handeln ihrer Zentralbank oder einer staatlichen Institu- tion ihr eigenes Risikomanagement vernachlässigen, indem sie dieses nicht mehr laufend überprüfen und den Entwick- lungen des Marktes entsprechend verbessern.
Das Hauptproblem der Finanzderivate liegt in der richtigen Erfassung, Beurteilung und Kontrolle der mit diesen Instru- menten verbundenen Risiken. Die Rechnungslegungsvor- schriften für Banken, welche mit dem Inkrafttreten des Bun- desgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel grund- sätzlich auch für die Effektenhändler gelten werden, wurden mit Wirkung auf den 1. Februar 1995 neu überarbeitet (siehe auch die Richtlinie der EBK zu den Rechnungslegungsvor- schriften vom 14. Dezember 1994, RRV-EBK). Sie verlan- gen eine transparente Berichterstattung über die Geschäfts- tätigkeit mit Finanzderivaten. Für die an der Börse kotierten Industrie- und Handelsunternehmen wird das neue Kotie- rungsreglement Mindestanforderungen an die Rechnungsle- gung auch bezüglich derivativer Finanzinstrumente festle- gen. Der Bundesrat wird die Frage der Rechnungslegungs- vorschriften des OR und des Banken- und Börsenrechts im Rahmen der Motion WAK-NR 94.3483, Risiken der Finanz- derivate, im Detail beantworten.
An der Börse werden nur standardisierte Produkte gehan- delt, die nicht allen individuellen Bedürfnissen entsprechen können. Deshalb werden ausserbörslich Finanzderivate an- geboten, die auf die spezifischen Bedürfnisse massge- schneidert sind. Bei diesen OTC-Derivaten sind im Gegen- satz zu den börsengehandelten Produkten insbesondere das Kredit- und das Abwicklungsrisiko zu beachten. Dabei ist je- doch zu berücksichtigen, dass sich als Gegenpartei im OTC- Geschäft nur Institutionen mit bestem Rating qualifizieren. Dies hat dazu geführt, dass viele der führenden Häuser spe- zielle, mit einer starken Eigenmittelbasis ausgestattete Deri- vatgesellschaften gegründet haben.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
95.3063
Interpellation Theubet Eidgenössisches Gestüt. Station Peu-Claude Haras fédéral. Station du Peu-Claude
Wortlaut der Interpellation vom 3. Februar 1995 Die Folgen, welche die Umgestaltung des Eidgenössischen Gestüts Avenches für die Fohlenaufzuchtstation Peu-Claude haben könnte, beunruhigen die Züchter im Jura. Diese be- fürchten vor allem, dass durch die Redimensionierung eine der nützlichsten Tätigkeiten zugunsten der Pferdezucht in den Freibergen schwer beeinträchtigt wird. Grosse Vorbe- halte bestehen auch gegenüber einer Privatisierung der In- frastrukturen, denn eine solche Änderung hätte Produktions- zwänge zur Folge.
Eine genauere Information über die Zukunft des Eidgenössi- schen Gestüts und namentlich über das, was für die Fohlen- aufzuchtstation Peu-Claude vorgesehen ist, würde es den in- teressierten Kreisen ermöglichen, die erforderlichen Mass- nahmen zu treffen, um diese Station und ihre Aufgabe zu er- halten.
Ich bitte deshalb den Bundesrat, uns über seine Absichten zu informieren und uns namentlich zu sagen, ob er sich an die Bestimmungen von Artikel 40 der Pferdezuchtverordnung zu halten gedenkt.
Texte de l'interpellation du 3 février 1995
Les conséquences que pourrait avoir le réaménagement du Haras fédéral d'Avenches sur la station d'élevage de pou- lains du Peu-Claude ne manquent pas d'inquiéter les éle- veurs jurassiens. Ceux-ci craignent surtout que le redimen- sionnement de cette institution ne porte un coup fatal à l'une des activités les plus utiles exercées en faveur de l'élevage chevalin aux Franches-Montagnes. L'éventualité de la priva- tisation d'une partie des infrastructures du haras suscitent également de grandes réserves, vu les impératifs de produc- tion auxquels un tel changement de statut serait soumis.
Des précisions quant à l'avenir du Haras fédéral et, plus par- ticulièrement, sur ce qui est envisagé pour la station du Peu- Claude permettraient aux milieux concernés de prendre les mesures nécessaires au maintien de cette dépendance et de sa mission.
Interpellation Lepori Bonetti
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C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral de nous informer de ses intentions à ce sujet et de nous dire, notam- ment, s'il entend s'en tenir aux dispositions actuelles de l'article 40 de l'ordonnance sur l'élevage chevalin.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Schweingruber (1)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 mai 1995
Située dans la commune des Bois (JU), la station d'élevage de poulains du Peu-Claude abrite actuellement entre 60 et 80 élèves-étalons demi-sang confiés pour l'élevage en majo- rité par des éleveurs privés. Ce domaine de 86 hectares fait partie des 236 hectares de terres agricoles du Haras fédéral affectés aujourd'hui à l'élevage chevalin.
Dans le cadre des mesures de déréglementation et d'écono- mies, le Conseil fédéral étudie dans quelle mesure l'Etat peut renoncer à certaines de ses activités et quelles sont les pos- sibilités en matière de privatisation. Si la position et les tâ- ches du Haras fédéral ont été redéfinies, c'est aussi pour te- nir compte de la réforme de la politique agricole en général, et de la politique de l'élevage en particulier. En l'occurrence, le principe de subsidiarité de l'Etat doit être appliqué partout où il peut l'être afin que les privés puissent assumer leurs responsabilités. Cela signifie dans le domaine du cheval:
que les éleveurs assumeront à l'avenir la direction de l'éle- vage, ainsi que les tâches de sélection et de tenue des livres généalogiques qui lui sont liées;
que la Confédération, par la garde d'étalons au Haras fé- déral, continuera de soutenir l'élevage chevalin, principale- ment la race des Franches-Montagnes. En outre, le haras continuera d'être un partenaire actif des éleveurs et de nom- breuses institutions dans les domaines de la recherche sur la fécondité, de l'insémination artificielle, de la formation et des conseils. De plus, il sera une vitrine de l'élevage pour la po- pulation;
que la Confédération mettra les infrastructures libérées par la réorganisation, dont le domaine du Peu-Claude, à la dis- position des privés, afin qu'ils puissent reprendre et dévelop- per des tâches qui incombaient jusqu'alors au Haras fédéral. Il n'est pas dans les intentions du Conseil fédéral de déman- teler le patrimoine de la Confédération. Au contraire, cette restructuration vise à développer des synergies entre les secteurs public et privé et à donner ainsi à cette institution un nouvel essor qui profitera avant tout à l'élevage chevalin. C'est pourquoi l'article 40 de l'ordonnance sur l'élevage che- valin n'est pas remis en question, comme d'ailleurs la voca- tion actuelle du domaine du Peu-Claude.
En début d'année, l'Association «Centre national du cheval Avenches», dont feront partie notamment les cantons direc- tement concernés, a été fondée. Cette association (CNCA) poursuit les mêmes objectifs que la Confédération. Elle a of- fert ses services pour organiser et gérer la privatisation des secteurs libérés par la restructuration, en particulier les sur- faces agricoles et une partie des bâtiments. Le DFEP, chargé de mettre en oeuvre le projet, prépare une offre. Outre les aspects financiers, l'offre définira les conditions-ca- dres devant être observées. Les activités futures privées de- vront notamment être liées au cheval et l'exploitation agricole être de nature extensive.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
95.3035
Interpellation Lepori Bonetti Schweizerisches Institut für Berufspädagogik. Sektion italienischsprachige Schweiz
Interpellanza Lepori Bonetti Futuro della Sezione della Svizzera italiana dell'Istituto svizzero di pedagogia per la formazione professionale Interpellation Lepori Bonetti Institut suisse de pédagogie pour la formation professionnelle. Section suisse italienne
Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1995
Wir fragen den Bundesrat, wie er sich die Zukunft der Sektion italienischsprachige Schweiz des Schweizerischen Instituts für Berufspädagogik vorstellt. Gedenkt er die Bemühungen der Sektion um die Deckung des Ausbildungsbedarfs an Be- rufsschullehrern in der italienischsprachigen Schweiz und um den Ausbau ihrer Tätigkeit weiterhin zu unterstützen, so dass der italienischsprachigen Minderheit in unserem Land ein Lehrangebot zur Verfügung steht, das demjenigen in den beiden anderen Sprachregionen entspricht?
Testo dell'interpellanza del 1º febbraio 1995
Chiediamo al Consiglio federale come prospetta il futuro della Sezione della Svizzera italiana dell'Istituto svizzero di pedagogia per la formazione professionale (ISPFP): intende continuare a sostenere i suoi sforzi per rispondere alle esi- genze dell'area italofona in materia di formazione dei docenti di scuole professionali e per sviluppare le sue attività, in modo che la minoranza italofona possa disporre della stessa offerta didattica degli altri due gruppi linguistici?
Texte de l'interpellation du 1er février 1995
Le Conseil fédéral est prie de dire comment il envisage l'ave- nir de la Section suisse italienne de l'institut suisse de péda- gogie pour la formation professionnelle (ISPFP): entend-il continuer à soutenir ses efforts pour répondre aux exigences de la région italophone en matière de formation d'ensei- gnants des écoles professionnelles et pour développer son activité de telle manière que la minorité de langue italienne puisse bénéficier de la même offre didactique que les deux autres groupes linguistiques?
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Borradori, Caccia, Carobbio, Cavadini Adriano, Maspoli (5)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
La qualità della formazione professionale, il suo adattamento all'evoluzione tecnica e culturale dipendono dal grado di pre- parazione e di aggiornamento dei docenti del ramo. Sotto questo profilo, la Sezione della Svizzera italiana dell'ISPFP svolge una funzione fondamentale nell'area italofona, contri- buendo a creare le condizioni di base per un'economia regio- nale dinamica.
L'istituzione della Sezione come organismo indipendente e il suo successivo sviluppo fino ad oggi sono stati possibili an- che grazie all'impegno delle autorità federali competenti, le quali hanno risposto positivamente ad una legittima aspira- zione della Svizzera italiana. Il Cantone Ticino ha pure con- tribuito al consolidamento di questa struttura, assumendo una parte dei costi.
Ora la situazione in cui versano le finanze federali suscita però inquietudini sul futuro della Sezione. Già attualmente, con effettivo e preventivo bloccati, essa si trova a dover far fronte ai suoi compiti, per esempio l'abilitazione dei docenti,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Theubet Eidgenössisches Gestüt. Station Peu-Claude Interpellation Theubet Haras fédéral. Station du Peu-Claude
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1995
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III
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Rat
Nationalrat
Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3063
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Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1995 - 08:00
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Data
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