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Interpellation Hubacher
praktisch unverändert blieben, während die Vergleichsein- kommen im selben Zeitraum um rund 23 Prozent angestie- gen sind. Angesichts dieser Ausgangslage ist eine Überprü- fung des Finanzplans im Bereich der Direktzahlungen unum- gänglich, wobei die Situation der Bundesfinanzen zu berück- sichtigen ist.
Die Agrarpolitik hat die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Landwirtschaft ihre Aufgaben, wie sie im 7. Landwirtschaftsbericht beschrieben sind, in optimaler Weise erfüllt. Im Rahmen des Leitbildes des bäuerlichen Be- triebes besteht ein grosser Spielraum bezüglich der Grösse der Betriebe, die diese Aufgabenerfüllung sicherstellen kön- nen. Deshalb wurde bereits in den Schlussfolgerungen zum Leitbild für die Entwicklung der Landwirtschaft im 7. Landwirtschaftsbericht festgehalten, dass der Staat nicht eine bestimmte Struktur verordnen soll wie in einer Planwirt- schaft. Zahlenmässig fixierte Strukturziele passen nicht in das agrarpolitische Konzept, welches vorsieht, dass der Bund sich soweit als möglich auf das Setzen von Rahmenbe- dingungen für den Landwirtschaftssektor beschränkt. 3. Strukturwandel
Gemäss Untersuchungen des Bundesamts für Landwirt- schaft ist in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Struk- turwandel zu rechnen. Aufgrund der Anzahl Landwirtschafts- schüler und der Nachfolgesituation in den Betrieben dürfte deren Zahl stärker als früher zurückgehen. In den achtziger Jahren betrug der Rückgang 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr. Die Entwicklung wird stark durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt ausserhalb der Landwirtschaft beeinflusst. Dasselbe gilt für den Anteil an Zu- und Nebenerwerbsbetrieben.
Mit der Betriebshilfe verfügt der Bund über ein Instrument zur gezielten Unterstützung von Landwirten, die unverschuldet in Not geraten. Bisher gab es kaum rasche Veränderungen in der Agrarpolitik, welche unverschuldete Notlagen in Bau- ernfamilien verursacht hätten. Auch der sich im Gang befind- lichen Reform liegt die Bemühung um soziale Verträglichkeit bezüglich Ausmass und Geschwindigkeit der Veränderun- gen zugrunde. Weil sich aber die Veränderungen nicht auf alle Betriebe gleich auswirken werden, wird im Rahmen der zweiten Etappe der Agrarreform zurzeit überprüft, wieweit das bestehende Instrument zur Abfederung des Struktur- wandels, nämlich die Betriebshilfe, in ihrer heutigen Ausge- staltung genügt. Gegenüber neuen Instrumenten hingegen, mit welchen die Abwanderung von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft und damit der Strukturwandel künstlich be- schleunigt werden soll, sind angesichts der heutigen Arbeits- marktlage Vorbehalte angebracht.
Erklärung der Interpellantin: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellatrice: partiellement satisfaite
95.3103
Interpellation Hubacher Direkte Zustellung der AHV-Renten Rentes AVS. Versement direct
Wortlaut der Interpellation vom 8. März 1995
Der «SonntagsBlick» vom 5. März 1995 berichtet, dass die PTT eine Werbekampagne vorhat, mit der möglichst viele AHV-Rentnerinnen und AHV-Rentner überredet werden sol- len, auf die direkte Auszahlung der Rente zugunsten der bar- geldlosen Überweisung auf ein Postcheckkonto zu verzich- ten. Die Aktion sei in den Kantonen Tessin und Neuenburg angelaufen. Für das Einverständnis zur bargeldlosen Über- weisung würden kleine Geschenke offeriert.
Ich ersuche den Bundesrat um Beantwortung folgender Fra- gen:
Stimmt der Bericht im «SonntagsBlick»?
Die heutige AHV-Generation hat in ihrer Zeit der aktiven Erwerbstätigkeit das bargeldlose Lohnkontosystem kaum gekannt. Ist es zumutbar, sie in ihrem dritten Lebensab- schnitt darauf einzustimmen?
Verfügt die PTT für die bargeldlose Überweisung der AHV- und IV-Renten über ein Gesamtkonzept? Wenn ja, wie sieht es aus? Ist vorgesehen, die bargeldlosen Überweisungen der AHV- und IV-Renten schrittweise flächendeckend einzu- führen bzw. zu forcieren?
Kann die Zusicherung abgegeben werden, dass die di- rekte Zustellung der AHV- und IV-Renten auf jeden Fall bei- behalten wird? Das nicht nur vorübergehend, sondern grund- sätzlich?
Es gab bereits in den siebziger Jahren Pläne für die bar- geldlose Überweisung der AHV- und IV-Renten. Testplatz war Basel. Das EDI gab diese nach vielen Protesten schnell auf. Weshalb soll jetzt darauf zurückgekommen werden? Lie- gen die Gründe vor allem in der Personaleinsparung für die PTT?
Nachdem der Werkplatz Schweiz laufend Arbeitsplätze verliert, befürworten massgebliche Ökonomen den Ausbau des Dienstleistungssektors. Wenn aber sogar Bundesbe- triebe Dienstleistungen abbauen statt ausbauen, stellt sich die Frage: Wie und wo sollen eigentlich neue Arbeitsplätze geschaffen werden?
Die Individualisierung der Gesellschaft beschäftigt die Verantwortlichen. Es wird allgemein ein drohender Verlust an Solidarität beklagt. Ein solcher könnte auch als Minderung der Lebensqualität notiert werden. Für alte Menschen zählt beispielsweise die direkte Zustellung der AHV- und IV-Ren- ten dazu. Oft, das nicht nur in abgelegenen Gegenden, son- dern ebenso in städtischen Agglomerationen, ist der Brief- bzw. der Geldbriefträger für sie noch die einzige Kontaktper- son zur Aussenwelt. Wäre es zu verantworten, den «service public» bei der Zustellung der AHV- und IV-Renten abzu- bauen oder gar aufzuheben?
Liegt die Zuständigkeit, wie inskünftig die AHV- und IV- Renten zugestellt werden, allein bei den PTT? Besitzt der Versicherer nicht das Recht, gegen Dienstleistungsabbau- pläne das Veto einzureichen?
Texte de l'interpellation du 8 mars 1995
Dans son édition du 5 mars 1995, le «SonntagsBlick» rap- porte que les PTT préparent une campagne publicitaire par laquelle les rentiers AVS doivent être amenés à renoncer au payement direct de leurs rentes en faveur d'un virement sur un compte de chèques postaux. La campagne a déjà dé- buté dans les cantons du Tessin et de Neuchâtel. De me- nus cadeaux sont offerts à ceux qui acceptent ce change- ment.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivan- tes:
L'information donnée par le «SonntagsBlick> est-elle exacte?
Les personnes qui perçoivent actuellement des rentes AVS n'ont guère connu le système de payement sans numé- raire de leur traitement. Peut-on leur demander de se familia- riser avec un tel système à leur âge?
Les PTT ont-ils une conception globale pour le payement sans numéraire des rentes AVS et Al? Dans l'affirmative, comment se présente-t-elle? Est-il prévu d'étendre par étape le payement sans numéraire des rentes AVS et Al à tout le pays ou même de l'imposer?
Peut-on avoir l'assurance que le payement direct des ren- tes AVS et Al restera dans tous les cas possible, non seule- ment temporairement, mais toujours?
Des plans concernant le payement sans numéraire des rentes AVS et Al ont existé dans les années septante déjà. Le système avait été testé à Bâle. Le Département fédéral de l'intérieur avait renoncé rapidement à ce projet en raison des nombreuses protestations qu'il avait soulevées. Pourquoi re- vient-on à présent là-dessus? Cela tient-il surtout à la com- pression du personnel des PTT?
Étant donné que l'offre d'emplois ne fait que régresser en
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23 juin 1995
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Interpellation Hubacher
Suisse, des experts réputés préconisent l'extension du sec- teur des services. Or, si même des entreprises de la Confé- dération affaiblissent ce secteur au lieu de le développer, on doit se demander comment et dans quels domaines de nou- veaux emplois pourront être créés.
L'individualisme croissant préoccupe les responsables. On se plaint généralement d'une perte du sens de la solida- rité qui risque de se produire. Cette perte pourrait aussi être considérée comme une détérioration de la qualité de vie. Pour un grand nombre de vieilles personnes par exemple, le payement direct des rentes AVS et Al en est un élément. Souvent, non seulement dans les régions isolées, mais aussi dans les agglomérations urbaines, le facteur qui apporte le courrier ou l'argent est l'unique liaison de ces gens avec le monde. Serait-il raisonnable de réduire, voire de supprimer un service public comme celui que constitue le payement di- rect des rentes AVS et Al?
Les PTT sont-ils seuls habilités à déterminer comment les rentes AVS et Al seront désormais payées? L'assureur n'a- t-il pas le droit d'opposer un veto contre ces projets de dé- mantèlement des prestations?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bundi, Danuser, de Dardel, Fankhauser, von Felten, Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Leemann, Leuen- berger Ernst, Marti Werner, Rechsteiner, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (22)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Vereinsamung der Menschen in unserer Gesellschaft ist längst als ernsthaftes Problem erkannt worden. Sie trifft junge und alte Menschen. Für alte Menschen im AHV-Alter, die im Zusammenhang mit diesem Vorstoss zur Diskussion stehen, bedeutet ein Abbau der direkten Rentenauszahlung einen herben Verlust von Lebensqualität. Sinn und Aufgabe der Politik ist es aber, dem Phänomen der Vereinsamung nachzugehen und Gegenmassnahmen zu treffen. Ich teile die Auffassung des Journalisten Frank A. Meyer, der im Zu- sammenhang mit dem angeschnittenen Problem kommen- tierte: «Wir sparen Menschen ein, die anderen Menschen so- zialen Kontakt und soziale Geborgenheit vermitteln. Wir zer- stören das mitmenschliche Netz, das als ganz natürliche so- ziale Kontrolle funktionierte. Und wir wundern uns über: Vereinsamung, Kriminalität, Drogensucht, Aggressivität. Die Rationalisierung kippt uns ins Irrationale.» Als in den siebzi- ger Jahren in Basel publik wurde, es sei allenfalls vorgese- hen, AHV- und IV-Renten nur noch im bargeldlosen System «zuzustellen», machten die Geldbriefträger auf ihre soziale Funktion aufmerksam. Es ist eben kein Spruch, sondern real existierende Wirklichkeit, dass die direkte Auszahlung der AHV- und IV-Renten für die Betroffenen von ausserordentli- cher sozialer und humaner Bedeutung ist. Ich schilderte da- mals die Erfahrungen eines Basler Geldbriefträgers in einem Brief an den damaligen Vorsteher der EDI, Bundesrat Hans Hürlimann. Andere taten es ebenso. Diese Einsprachen dürf- ten mitgeholfen haben, vom Vorhaben, die AHV- und IV- Renten nicht mehr direkt zuzustellen, abzusehen. An der ge- sellschaftspolitischen Situation hat sich seither nichts geän- dert, die ein Zurückkommen auf alte Pläne rechtfertigen würde. Im Gegenteil!
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 10. Mai 1995
Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 mai 1995
Die Post hat zur Beruhigung der verunsicherten Rentnerin- nen und Rentner bereits am Dienstag, den 7. März 1995, in einer Pressemitteilung bestätigt, dass die Post die AHV-Ren- ten auch in Zukunft am Domizil der Berechtigten auszahlen wird. Am Sonntag, den 12. März 1995, sind überdies in den Sonntagszeitungen der ganzen Schweiz Inserate mit dem gleichen Inhalt erschienen.
Mitbürgerinnen und Mitbürger sind gerade in Geldsachen selbst im hohen Alter oft sehr gut im Bild und auch in der Lage, ein Postkonto zu führen. Die Eröffnung eines Postkon- tos ist absolut freiwillig.
Die Post hat Rentenbezüger seit Jahren für ein Postkonto zu gewinnen versucht. Mitte 1994 wurde ein neuer Anlauf mit dem Ziel begonnen, die noch gut 300 000 Rentner mit Bar- auszahlung - insbesondere Neurentner sowie Rentner bis zu ungefähr 70 Altersjahren - über die Vorteile des Postkontos zu informieren. Es werden nur solche Rentenempfänger an- gesprochen, die aufgrund der persönlichen Kenntnis durch das Postpersonal ein Postkonto führen können. Nach dem erfolgreichen Pilotversuch in den Postkreisen St. Gallen und Neuenburg sowie mit einzelnen Poststellen in weiteren Post- kreisen werden nun landesweit die in Frage kommenden Rentenbezüger über das Postkonto orientiert.
Mit dieser Postkontowerbung berücksichtigt die Post zudem die Sicherheit der Rentenbezüger: Bei Diebstählen oder Überfällen in der Wohnung verlieren die Betroffenen nicht ihre ganze Rente.
Auch die Banken umwerben die Seniorinnen und Senioren sehr intensiv. Der Zahlungsverkehr der Post arbeitet in ei- nem klassischen Wettbewerbsbereich. Die Post muss sich daher auch bei diesem Kundensegment engagieren, will sie nicht der Konkurrenz das Feld überlassen. Erste Erfahrun- gen zeigen, dass sich viele der Angesprochenen für ein Post- konto entschliessen.
Zusätzlich zur Geldzustellung bietet die Post allen Inhabern eines Postkontos - neben den vielen Möglichkeiten der bar- geldlosen Zahlungen und Bargeldbezügen im In- und Aus- land - mit dem Domizilscheck eine weitere Exklusivdienst- leistung an: Nach einer Mitteilung an den Zustellbeamten, einer telefonischen oder schriftlichen Meldung an die Zu- stellpoststelle bringt der Briefbote den gewünschten Betrag gegen die bescheidene Taxe von 2 Franken ans Domizil des Bestellers. So haben z. B. ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Krankheitsfall stets Zugriff auf ihr Postkonto- guthaben.
Bei der Werbung für das Postkonto bei Rentnern stehen zu- dem keine Personaleinsparungen oder ein Abbau von Ar- beitsplätzen im Vordergrund. Die Post bietet im Gegenteil ih- ren Kunden mit der breiten Dienstleistungspalette des Post- kontos nicht nur mehr Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr, son- dern schafft dadurch auch Beschäftigungsmöglichkeiten in neuen Arbeitsgebieten.
Die Post versucht im Rahmen ihrer engen gesetzlichen Möglichkeiten neue Dienstleistungen - z. B. gerade im Zah- lungsverkehr - einzuführen, um damit auch das dichte Post- stellennetz besser auszulasten.
Die Post kennt das Problem der Kontaktarmut der heuti- gen Gesellschaft. Die Post begrüsst es, wenn sich ihr Perso- nal generell um die Postkunden - insbesondere um Senioren und Seniorinnen - kümmert, kann aber freilich keine Betreu- ungspflichten übernehmen. Die Post wird den «service pu- blic» bei der Geldzustellung und damit bei der Auszahlung der AHV- und IV-Renten am Domizil der Berechtigten auf- rechterhalten.
Die Zuständigkeit, wie inskünftig die AHV- und IV-Renten auszuzahlen sind, liegt nicht bei der Post, sondern beim Ge- setzgeber. Da die Post keine Dienstleistungsabbaupläne bei der Geldzustellung hegt, erübrigt sich auch die Inanspruch-
Juni 1995 N
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Interpellation Aguet
nahme des Rechtes des Versicherers auf die Einreichung ei- nes Vetos.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
95.3120 Interpellation Aguet Organisiertes «Remailing» der PTT Schweiz in Italien Repostage organisé par les PTT suisses en Italie
Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1995 Unter «Remailing» versteht man die Aufgabe von Inlandsen- dungen in einem ausländischen Staat mit niedrigeren Tari- fen. Bezweckt wird die Umgehung der geltenden Posttaxen im eigenen Land. PostEurop mit Sitz in Brüssel kämpft gegen diese Praktiken, die sie als unlauteren Wettbewerb bezeich- net.
Nun ist die schweizerische Post offenbar mit zwei Gesell- schaften in der Lombardei präsent: Mondial Transport AG und Mondial Sped GmbH. Die Postsendungen, die sie ein- sammeln, werden in der Schweiz aufgegeben. Weitere Ge- sellschaften reissen sich um diesen einträglichen Markt und beteiligen sich am Zerlegen der Beute. Steht unsere Post, die ja Mitglied der PostEurop und des Weltpostvereins ist, tatsächlich unter einem derartigen Druck, dass sie der neuen grossen Maxime des internationalen Austauschs nachleben muss, die da lautet: «Fressen, um nicht gefressen zu wer- den»?
Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:
Trifft das, was ich hier sage, zu?
Versucht der Weltpostverein, diesen unlauteren Wettbe- werb zu verhindern?
Lässt sich diese Konkurrenz mit der italienischen Post mit dem Berufskodex der schweizerischen Post als Regiebetrieb des Bundes vereinbaren?
Welche Haltung vertritt der schweizerische Vertreter beim Weltpostverein?
Texte de l'interpellation du 15 mars 1995
Le repostage est le dépôt d'envois nationaux dans un autre pays qui applique des tarifs moins chers. Ce dépôt a pour but de contourner les taxes postales en vigueur dans le pays d'origine. PostEurop, dont le siège est à Bruxelles, lutte con- tre ces pratiques considérées comme concurrence déloyale. Or il paraît que les postes suisses se sont implantées en Lombardie par deux sociétés: Mondial Transport SA et Mon- dial Sped ARL. Le courrier qu'elles récoltent est déposé en Suisse. D'autres sociétés se disputent ce marché juteux et participent à ce dépeçage. Membre de PostEurop et de l'Union postale universelle, nos PTT sont-elles à ce point sous pression qu'elles doivent participer à cette nouvelle et grande règle des échanges internationaux: «Bouffer pour ne pas être bouffé»?
Je pose dès lors au Conseil fédéral les questions suivantes: 1. Les faits ici décrits sont-ils bien vrais?
L'UPU ne cherche-t-elle pas à éviter cette concurrence dé- loyale?
Cette concurrence avec les postes italiennes correspond- elle à une déontologie acceptable pour une grande régie fé- dérale?
Quelle position défend le représentant suisse auprès de l'UPU?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann Stephanie, Béguelin, Borel François, Brügger Cyrill, Bundi, Danuser, Darbellay, de Dardel, Haering Binder, Hafner Rudolf, Häm- merle, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Marti Wer- ner, Spielmann, Ziegler Jean, Zisyadis, Zwahlen (20)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 10. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 mai 1995
A-B-C (courrier collecté dans un pays A, posté dans un pays B, à distribuer dans une pays C);
A-B-B (courrier collecté dans un pays A, posté dans un pays B, à distribuer dans le pays B);
A-B-A (courrier collecté dans un pays A, posté dans un pays B, à distribuer dans le pays A).
L'Association des opérateurs postaux publics euro- péen«PostEurop» ainsi que l'Union postale universelle, or- ganisation spécialisée des Nations Unies, considèrent que seul le repostage A-B-A est abusif, car il constitue une at- teinte aux prestataires du service universel. Les deux autres types de repostage trouvent leur légitimité dans la libéralisa- tion des services postaux internationaux.
Il est établi que plusieurs postes européennes opèrent au moyen de filiales et/ou de transitaires dans le but de collecter du courrier international dans des pays tiers.
En créant MT Mondial Transport SA (Berne), qui détient no- tamment l'intégralité du capital-actions de Mondial Sped ARL (Milan), l'Entreprise des PTT s'est dotée d'un groupe qui lui permettra d'augmenter son trafic postal et de dégager de nouvelles recettes tout en répondant aux exigences de la clientèle italienne en matière de qualité du service.
Les Actes de l'Union postale universelle (UPU) signées à Séoul le 14 septembre 1994 ne contiennent plus de disposi- tions réellement coercitives sur le repostage. Les mesures fi- gurant à l'article 25 de la Convention postale universelle ne vise qu'à garantir à l'administration de destination une rému- nération en rapport avec les coûts supportés pour la distribu- tion.
Le courrier international en Italie est libéralisé. C'est donc sans enfreindre la législation italienne que Mondial Sped ARL fait de l'acquisition dans la région de Milan.
On ne saurait demander à La Poste suisse de négliger les développements internationaux d'autant que la libéralisation progressive de l'ensemble du marché postal amène les pos- tes à se concurrencer l'une l'autre sur le marché global des services postaux.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Hubacher Direkte Zustellung der AHV-Renten Interpellation Hubacher Rentes AVS. Versement direct
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1995
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3103
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1995 - 08:00
Date
Data
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1655-1657
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20 025 866
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