6 octobre 1995
N
2214
Interpellation Aguet
95.3182
Interpellation Weyeneth Selbstmordraten. Senkung Prévention du suicide
Wortlaut der Interpellation vom 24. März 1995
Der Bundesrat wird eingeladen, die folgenden Fragen zu be- antworten:
Ist sich der Bundesrat der hohen Selbstmordraten, beson- ders bei Jugendlichen, bewusst?
Teilt der Bundesrat die Meinung des Interpellanten, dass die Verhinderung von Suizidfällen eine öffentliche Aufgabe darstellt?
Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, seitens des Bundes zur Senkung dieser aussergewöhnlich hohen Selbstmordraten in unserem Land beizutragen? Wenn ja, welche?
Erwägt der Bundesrat, zusammen mit den kantonalen Sa- nitätsdirektionen und/oder den Erziehungsdirektionen Mass- nahmen zur Suizidprävention zu prüfen und einzuführen?
Texte de l'interpellation du 24 mars 1995
Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- tes:
Est-il conscient du fait que le taux de suicide en Suisse est élevé, surtout parmi les jeunes?
Pense-t-il comme moi que la prévention du suicide est une tâche qui incombe aux pouvoirs publics?
Voit-il comment la Confédération pourrait faire diminuer ce taux extrêmement élevé?
Pense-t-il prendre des mesures avec les directions canto- nales des affaires sanitaires ou de l'instruction publique, voire avec les deux, afin de renforcer la prévention du sui- cide?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Pro Jahr sterben gegen 1500 Menschen durch Suizid, viele davon sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die Zahl der Suizidtoten in unserem Land ist damit wesentlich höher als diejenige der Verkehrstoten. Letztere wurde übrigens über Jahre hinweg durch präventive Massnahmen kontinuierlich gesenkt und war früher ebenso hoch wie die Zahl der Suizid- toten.
Die Schweiz ist damit eines der Länder mit besonders ho- hen Suizidraten.
Im Gesundheitsbericht der Schweiz, welcher im letzten Jahr erschien, wird im Kapitel 2.3 darauf hingewiesen, dass unser Land unter den westlichen Ländern die höchsten Sui- zidraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat.
In der Schweiz rechnen wir jährlich mit 10 000 bis 12 000 Suizidversuchen, welche zu medizinischer Behandlung füh- ren; die Mehrzahl sind Jugendliche und junge Erwachsene. Auslöser suizidaler Krisen sind meist Konflikte mit wichtigen Bezugspersonen, zum Beispiel mit den Eltern, den Lehrern, den Lehrmeistern, dem Freund oder der Freundin.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. Juni 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 juin 1995
Der Bundesrat ist sich der hohen Suizidsterblichkeit in der Schweiz, insbesondere bei Jugendlichen, bewusst. 1993 starben insgesamt 1010 Männer und 406 Frauen an Suizid. 1993 starben in der Altersgruppe der 15- bis 24jährigen 132 junge Menschen durch Selbsttötung. Das ist nach den Ver- kehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache in dieser Al- tersgruppe. Die genaue Zahl der Suizidversuche kann nicht erhoben werden, die Dunkelziffer dürfte indessen um ein Mehrfaches höher sein als die Zahl der Suizide.
Wie in vielen anderen Industrieländern zeigen die Suizidra- ten der letzten Jahre vor allem bei jungen Erwachsenen eine leicht steigende Tendenz. Im internationalen Vergleich weist die Schweiz hohe Suizidraten auf.
Angesichts der grossen Häufigkeit der Suizide in unserem Land sollte die Verhütung von Suizid und Suizidversuchen eine hohe Priorität im Gesundheitswesen erhalten - eine Aufgabe, die angesichts der hohen Komplexität dieses Pro- blems nicht mit einfachen Interventionen bewältigt werden kann. Diese Aufgabe liegt in erster Linie bei den Kantonen, welche für die allgemeine Gesundheitsversorgung und -för- derung die Verantwortung tragen.
Auf Bundesebene unterstützt das Bundesamt für Gesund- heitswesen (BAG) verschiedene Projekte zur Suizidpräven- tion. So führt das BAG in Zusammenarbeit mit der Verbin- dung der Schweizer Ärzte (FMH) seit 1993 eine nationale Aktion zum Thema Krise und Suizid durch. Ziel ist, die Kom- petenz der Hausärzte bei der Früherkennung von Suizid- signalen zu erhöhen. Zu den weiteren Projekten gehört auch das vom Biga unterstützte Suizidpräventionsprojekt der Cari- tas, bei dem arbeitslose Personen aus dem Sozialbereich in Fragen der Suizidprävention weitergebildet werden.
Die meisten Kantone führen seit Jahren Programme zur Prä- vention und Gesundheitsförderung in der Schule durch, und das BAG hat die Schule als einen Schwerpunktbereich für die Suchtprävention definiert. Alle Massnahmen und Pro- gramme, welche die Stärkung der Persönlichkeit und der so- zialen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern, können zur Suizidverhütung beitragen. Zur Suizidverhütung gehören aber auch Projekte, welche in der Umwelt ansetzen und dort die Sensibilisierung für psychische Probleme und die Fähigkeiten zur Früherkennung fördern, z. B. in der Familie, am Arbeitsplatz, im Freizeitverein oder in der Schule.
Bund, Kantone und private Organisationen arbeiten im Be- reich Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention in der gemeinsam getragenen Schweizerischen Stiftung für Ge- sundheitsförderung zusammen. Das Aktionsprogramm die- ser Stiftung sieht als prioritären Förderungsbereich für die kommenden Jahre die Gesundheitsförderung am Arbeits- platz, bei Jugendlichen sowie die Krebsprävention vor. Ge- rade die ersten beiden Prioritäten sind geeignet, die Thematik der Suizidverhütung aufzunehmen. Das BAG, das in dieser Stiftung aktiv ist, wird sich in diesem Rahmen für die Suizid- verhütung einsetzen.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
95.3242
Interpellation Aguet Vermögenskonzentration. Verbesserung der Statistiken Concentration de la fortune. Amélioration des statistiques
Wortlaut der Interpellation vom 8. Juni 1995 Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:
Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass die ungenügen- den statistischen Angaben über die grossen Vermögen uns dazu verleiten, die sozialen Ungerechtigkeiten zu unterschät- zen?
Droht die Vermögenskonzentration nicht, unsere Demo- kratie aus dem Gleichgewicht zu bringen?
Würden sich genauere Zahlen in diesem Bereich nicht da- für eignen, in bezug auf die Steuerpolitik unseres Landes Korrekturen anzubringen?
Oktober 1995 N
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Interpellation Aguet
Besteht nicht die Gefahr, dass diese unzureichenden Sta- tistiken auf der einen Seite zur weiteren Benachteiligung der Armen bis zur gesellschaftlichen Deklassierung und Isolie- rung und auf der anderen Seite zur Stärkung der Privilegier- ten beitragen?
Könnte dem Bundesamt für Statistik und dem Schweizeri- schen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung nicht der Auftrag erteilt werden, diese Realität zu erfassen?
Texte de l'interpellation du 8 juin 1995
Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes:
Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que cette insuffisance statistique nous condamne à sous-estimer les inégalités?
La concentration de la fortune n'est-elle pas de nature à déséquilibrer notre Etat démocratique?
Des chiffres plus précis dans ces domaines ne seraient-ils pas de nature à corriger un peu la politique fiscale du pays? 4. Les insuffisances statistiques ne risquent-elles pas d'en- courager les handicaps d'un côté, facteurs de dévalorisation et d'exclusion, et de renforcer d'un autre côté les privilèges? 5. Une mission ne pourrait-elle pas être donnée à l'Office fé- déral de la statistique et au Fonds national suisse de la re- cherche scientifique pour appréhender cette réalité?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann Ruedi, Bégue- lin, Bodenmann, Borel François, Brügger Cyrill, Danuser, de Dardel, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, von Felten, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hammerle, Jeanprêtre, Jöri, Leemann, Marti Werner, Rechsteiner, Ruffy, Strahm Rudolf, Zbinden (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le revenu intérieur brut continue d'augmenter alors que les salaires et les finances des caisses publiques ne cessent de se détériorer. On note dans tous nos pays de l'OCDE une forte progression des revenus du capital au cours de ces an- nées de crise. Le Centre d'étude des revenus et des coûts en France affirme, par exemple, qu'il convient «de multiplier par 1,5 à 2 le revenu des professions indépendantes pour obtenir une approximation satisfaisante de la réalité».
. Alors que les recherches sur les pauvres n'ont cessé de se multiplier, celles sur les riches se comptent sur les doigts d'une main. A l'abri des regards indiscrets, la haute société demeure une terre inconnue des sciences sociales, écrit le «Monde diplomatique» de février 1995.
Tant que les revenus des caisses publiques nous permet- taient de développer la politique sociale, tant que le nombre des pauvres diminuait, tant que la classe moyenne y trouvait son compte, sûrement n'était-il pas nécessaire de s'intéres- ser de trop près à l'accumulation de la fortune, des privilèges, du pouvoir et du prestige en quelques mains. Cette situation étant fort différente, il convient maintenant de s'intéresser da- vantage à ces cavernes d'Ali Baba.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. August 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 août 1995
Lorsque l'on considère les différents aspects de l'économie, on ne s'intéresse pas seulement à la croissance économi- que, c'est-à-dire à l'augmentation des biens et des services disponibles, mais également à la manière dont ces biens sont répartis entre les couches de la population, ou, en d'autres termes, à la manière dont ces dernières ont accès à ces ri- chesses. Dans une économie de marché de type social, il s'agit aussi de répartir les revenus et la fortune le plus équi- tablement possible.
Le Conseil fédéral reconnaît que, comme le fait remarquer l'auteur de l'interpellation, ce sont les couches les plus pau- vres de la population qui font principalement l'objet de recher- ches sociologiques. Ces dernières années, la question de la pauvreté a davantage occupé le devant de la scène politique, bien peu d'études approfondies ayant porté sur les classes fortunées. Cela se comprend et se justifie dans la mesure où
une des tâches prioritaires de l'Etat est de s'occuper des cou- ches socialement défavorisées et de prendre les mesures appropriées.
Pour élaborer et mettre en oeuvre sa politique, l'Etat a besoin de données de base spécifiques et aussi fiables que possi- ble. Il lui faut donc disposer d'informations étendues pour me- ner sa politique de manière ciblée et efficace. La question de la pauvreté est indissociable de celle de la richesse; il s'agit d'un domaine où la répartition individuelle des revenus et de la fortune joue un rôle essentiel.
Comme le Conseil fédéral l'a déclaré en répondant à l'inter- pellation Spoerry (95.3049), datée du 2 février 1995 et intitu- lée «Coordination des données concernant la classe moyenne», il existe certes des données de cette nature en Suisse, mais soit elles sont lacunaires, soit elles ne sont plus tout à fait actuelles. On citera en premier lieu les statistiques établies à partir des déclarations d'impôt. Il s'agit, pour l'en- semble de la Suisse, de la statistique de l'impôt fédéral direct (produite par l'Administration fédérale des contributions), qui donne la répartition des revenus nets des personnes physi- ques, par classe de revenus et par catégorie socioprofes- sionnelle. Ces données sont également disponibles au ni- veau régional.
En ce qui concerne la répartition de la fortune, l'Administra- tion fédérale des contributions établit tous les dix ans environ (la dernière fois en 1991), en collaboration avec les cantons, des données sur la fortune nette par classe de fortune. Les chiffres cantonaux sont également publiés.
Ces dernières années, certains cantons et certaines villes ont réalisé des enquêtes spéciales portant le plus souvent sur la pauvreté. Il n'existe par contre que quelques rares étu- des sur la répartition des revenus et de la fortune en Suisse. Les plus connues ont paru dans le livre intitulé «Der Sozial- staat unter der Lupe» (R. L. Frey et R. L. Leu, Der Sozialstaat unter der Lupe, Helbing & Lichtenhahn, Bâle/Francfort 1988) et reposent sur un relevé des données de 1982. Cet ouvrage pose certes la question spécifique de la pauvreté, mais son analyse porte en fait sur la répartition des revenus et de la fortune, y compris la redistribution des revenus, entre toutes les couches de la population. Il en ressort que les mesures fiscales et politicio-sociales de l'Etat produisent les effets es- comptés. Les auteurs constatent que les classes les plus dé- favorisées obtiennent plus de l'Etat qu'elles ne doivent lui verser et que c'est l'inverse qui se produit pour les classes plus fortunées (voir le chapitre «Budgetinzidenz: Wer profi- tiert von den öffentlichen Leistungen und wer zahlt dafür?»; voir également B. Buhmann: «Wohlstand und Armut in der Schweiz», éd. Rüegger, Coire/Zurich 1988).
Compte tenu des explications fournies plus haut, on peut en- core ajouter que la statistique fiscale susmentionnée de 1991 met en évidence une répartition très inégale de la fortune nette: environ un tiers des contribuables n'avaient aucune fortune nette, tandis que 5 pour cent des contribuables pos- sédaient plus de la moitié de la fortune (nette) totale. On sait que cette statistique ne tient pas compte de certains élé- ments de la fortune, mais il n'est guère possible de dire si elle sous-estime les disparités effectives.
Indépendamment de l'ampleur de ces disparités, l'Etat a pour tâche fondamentale d'assurer une plus grande justice so- ciale. Toute politique sociale et fiscale moderne doit avoir pour but de corriger les trop grandes disparités par le biais de la recherche d'un consensus politique. L'étude sur l'Etat so- cial citée plus haut aboutit dans ce contexte à des conclu- sions positives, du moins en ce qui concerne la répartition verticale des revenus. Pour ce qui est de la répartition de la fortune, les compétences de la Confédération sont limitées; il convient toutefois de signaler les mesures prises récemment dans le domaine des 2e et 3e piliers, qui visent à faciliter l'ac- cès à la propriété. Plusieurs cantons ont pris des mesures de soutien comparables. En outre, des efforts sont entrepris en vue d'assurer une meilleure harmonisation fiscale.
Le Conseil fédéral partage l'avis de l'auteur de l'interpellation quant à la nécessité de disposer de nouvelles statistiques plus détaillées. Il rappelle dans ce contexte l'existence de deux projets en cours. Le premier est une étude sur la pau-
Interpellation Borer Roland
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vreté menée à l'heure actuelle par l'Université de Berne et fi- nancée par le Fonds national suisse de la recherche scienti- fique et par l'administration fédérale. Bien que cette étude porte principalement sur la pauvreté, les données relevées (comme celles de 1982) couvrent la totalité de la répartition des revenus et de la fortune de sorte qu'elles devraient per- mettre de tirer des conclusions sur toutes les couches de la population. Le deuxième projet, qui fait partie du programme d'enquêtes auprès des ménages de l'Office fédéral de la sta- tistique, concerne les conditions de vie et les disparités socia- les. Prévue pour 1996, cette enquête renseignera entre autres sur la répartition des revenus et de la fortune au sein de la population et sur l'importance des transferts sociaux.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
95.3255
Interpellation Borer Roland Liberalisierung der Unfallversicherung Libéralisation de l'assurance-accidents
Wortlaut der Interpellation vom 12. Juni 1995 Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fra- gen:
Erachtet der Bundesrat ein Versicherungsmonopol, wie es der Suva gewährt wird, als zeitgemäss, oder gehört zu einem deregulierten und liberalisierten Markt nicht auch der Dienst- leistungsbereich der Unfallversicherungen?
Ist der Bundesrat bereit, das Monopol der Suva im Unfall- versicherungsbereich aufzuheben und diesen Versiche- rungszweig für weitere Anbieter zu öffnen?
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass eventuell notwendige Prämienerhöhungen durch die Versicherten eher akzeptiert würden, wenn der Markt spielen würde, d. h., wenn bei einem allfälligen Anheben der Prämien ein Wechsel zu anderen Versicherern möglich wäre?
Ist der Bundesrat bereit, neue Berufsverbandsversiche- rungen gemäss Artikel 66 Absatz 3 des Unfallversicherungs- gesetzes (UVG) zuzulassen, wenn diese die Versicherungs- leistungen gemäss Artikel 10ff. UVG garantieren können?
Wäre der Bundesrat bereit, auch Verbände wie z. B. den Schweizerischen Gewerbeverband oder einen Arbeitneh- merverband wie einen Berufsverband anzuerkennen, damit deren Mitglieder eine Alternative zur staatlich verordneten Zwangsversicherung bei der Suva hätten?
Texte de l'interpellation du 12 juin 1995
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivan- tes:
Pense-t-il qu'un monopole tel que celui dont jouit la CNA correspond aux réalités de notre époque? Le secteur de l'as- surance-accidents ne devrait-il pas lui aussi être dérégle- menté et libéralisé?
Est-il prêt à abolir le monopole de la CNA en matière d'as- surance-accidents et à ouvrir cette branche d'assurance à d'autres institutions?
Ne pense-t-il pas que, le cas échéant, les assurés accep- teraient plus facilement de nouvelles augmentations de pri- mes si la concurrence régnait sur le marché, c'est-à-dire s'ils avaient la possibilité de changer d'assureur en cas de hausse des primes?
Est-il disposé à autoriser, comme le prévoit l'article 66 alinéa 3 LAA, de nouvelles institutions d'assurance d'asso- ciations professionnelles s'il est garanti que ces institutions peuvent fournir les prestations d'assurance visées aux articles 10 et suivants de cette loi?
Serait-il prêt à reconnaître par exemple l'Usam ou une as-
sociation syndicale comme étant des associations profes- sionnelles, afin que leurs membres disposent d'une autre possibilité que l'affiliation obligatoire à la CNA?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Bezzola, Binder, Blocher, Bortoluzzi, Dreher, Fehr, Friderici Charles, Früh, Giezendanner, Hari, Hess Otto, Jaeger, Jaggi Paul, Jenni Peter, Kern, Maurer, Miesch, Moser, Müller, Neuenschwan- der, Philipona, Reimann Maximilian, Sandoz, Schenk, Scher- rer Jürg, Scherrer Werner, Schmid Samuel, Seiler Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Vetterli, Weyeneth, Wyss William (35)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Europaweit, einschliesslich der Schweiz, sind Bestrebungen im Gange, das Versicherungswesen zu liberalisieren. Kar- telle, Monopole und weitere markthemmende Faktoren wer- den dabei kritisch hinterfragt und meistens abgeschafft. Als Beispiel für eine Systemänderung zu «mehr Markt», die in er- ster Linie den Versicherten dient, sei die Liberalisierung der Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung erwähnt.
Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung sind sol- che Bestrebungen nicht zu erkennen. Obwohl in Artikel 58 UVG explizit «andere zugelassene Versicherer» erwähnt werden und Artikel 66 Absatz 3 UVG private Unfallversiche rungseinrichtungen eines Berufsverbandes als Versicherer nennt, stellen solche doch die Ausnahme dar. Meines Wis- sens gibt es bis heute nur den «Versicherungsverband Schweizer Metzgermeister», der als Berufsverbandsversi- cherung bezeichnet werden kann. Gesamthaft gesehen kann festgestellt werden, dass in der heutigen Situation die Suva als öffentlich-rechtliche Anstalt ein Monopol geniesst, das meines Erachtens in einem liberalen und deregulierten Markt nicht mehr zeitgemäss ist.
Es kommt dazu, dass die Anpassung der Suva-Prämien auf den 1. Januar 1995 im Bereich der Nichtberufsunfallversi- cherung vor allem deshalb zu massiver Kritik geführt hat, weil durch die gesetzlich legitimierte Besitzstandwahrung gegen- über der Suva ein Wechsel zu einer eventuell günstigeren Versicherung verunmöglicht wurde.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. August 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 16 août 1995
Die Arbeitnehmer der in Artikel 66 Absatz 1 UVG aufgeführ- ten Betriebe sind von Gesetzes wegen bei der Schweizeri- schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Für die betreffenden Betriebe besteht kein Wahlrecht. Auf der anderen Seite können die Betriebe, die nicht in Artikel 66 Absatz 1 UVG aufgeführt sind, ihre Unfallversicherung nicht bei der Suva abschlies- sen, und sie müssen einen privaten UVG-Versicherer, eine Krankenkasse oder eine öffentliche Unfallversicherungs- kasse wählen (Versicherer nach Art. 68 UVG). Hiermit haben sowohl die Suva als auch die übrigen UVG-Versicherer einen vom Gesetz umschriebenen Tätigkeitsbereich zugewiesen erhalten. Von der Suva erstellte Unterlagen dokumentieren, dass Arbeitnehmer der bei ihr versicherten Betriebe bei der Arbeit und auch in der Freizeit durchschnittlich mehr und teu- rere Unfälle (überdurchschnittliches Unfallrisiko) verursa- chen als Arbeitnehmer der bei den Versicherern nach Artikel 68 UVG versicherten Betriebe. Dies hat zur Folge, dass die bei der Suva versicherten Betriebe und deren Ar- beitnehmer in der Regel höhere Prämien bezahlen müssen als die übrigen Betriebe und deren Arbeitnehmer.
Bei der Beantwortung der Frage, ob das heutige Konzept der Durchführung der Unfallversicherung unter den Gesichts- punkten der Deregulierung und Liberalisierung des Marktes noch zeitgemäss sei, ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass die Unfallversicherung nach UVG eine Sozialversiche rung ist. Als solche kommen bei ihr Solidaritätselemente zum Tragen, die von einer rein privaten Versicherung nicht zu be- rücksichtigen sind. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, die in der Privatversicherung angestrebte Deregulierung und
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Aguet Vermögenskonzentration. Verbesserung der Statistiken Interpellation Aguet Concentration de la fortune. Amélioration des statistiques
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1995
Année
Anno
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IV
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Volume
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3242
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 06.10.1995 - 08:00
Date
Data
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