N 17 mars 1997
288
Heure des questions
Elfte Sitzung - Onzième séance
Montag, 17. März 1997 Lundi 17 mars 1997
14.30 h Vorsitz - Présidence: Stamm Judith (C, LU)/Leuenberger Ernst (S, SO)
Präsidentin: Wenn unser Kollege Peter Bodenmann anwe- send wäre, würde ich ihm gerne zu seiner Wahl in den Staatsrat des Kantons Wallis gratulieren und ihm für seine zukünftige Tätigkeit alles Gute wünschen; so kann er es dann wenigstens im Amtlichen Bulletin nachlesen. (Beifall)
Fragestunde Heure des questions
97.5036
Frage Günter Gefährlichkeit der Scientology-Sekte. Gutachten von Jean-Francois Mayer für die Konsultative Staatsschutzkommission
Question Günter Dangerosité de l'Eglise de scientologie. Expertise de Jean-François Mayer à l'attention de la Commission consultative pour la sûreté de l'Etat
Wortlaut der Frage vom 17. März 1997 Ich frage den Bundesrat:
wie es zu diesem Gutachten kam;
wie es zu diesem Gutachter kam;
wie das weitere Vorgehen geplant ist;
ob Kontakte zu den entsprechenden Fachleuten in der BRD bestehen.
Texte de la question du 17 mars 1997 Je demande au Conseil fédéral:
le pourquoi de cette expertise;
comment l'expert a été choisi;
quelles mesures il compte prendre;
si des contacts ont été pris avec les spécialistes de la ques- tion en Allemagne.
Koller Arnold, Bundespräsident: Die Konsultative Staats- schutzkommission (KSK) berät mein Departement bzw. den Bundesrat im Bereich der inneren Sicherheit. Sie beurteilt un- ter Berücksichtigung der Entwicklung im Ausland die Risiken für die innere Sicherheit und macht insbesondere auf neue Gefahren aufmerksam.
In den letzten Jahren wurde die Öffentlichkeit durch verschie- dene Vorfälle aufgeschreckt, bei denen Sekten oder sekten- ähnliche Gruppierungen eine beängstigende Gewaltbereit- schaft an den Tag legten. Immer wieder wurde in diesem Zu- sammenhang die Forderung nach verstärktem Eingreifen des Staates laut. Die KSK hörte dazu Dr. Jean-François Mayer an, der einerseits Sektenexperte ist und andererseits
als Sekretär der Lagekonferenz des Bundesrates über das nötige sicherheitspolitische Hintergrundwissen verfügt. Die KSK erachtete nähere Abklärungen über Scientology als notwendig und setzte eine Arbeitsgruppe ein, der als exter- nes Mitglied auch Dr. Mayer angehört. Dieser sammelte zu diesem Zweck Material aus öffentlich zugänglichen Quellen, kontaktierte weitere Experten aus dem In- und Ausland und führte Gespräche mit einigen sachkundigen Personen. Die Arbeitsgruppe wird der KSK voraussichtlich im Sommer in geeigneter Form berichten.
Günter Paul (S, BE): Herr Bundespräsident, besteht die Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit auch etwas über die Schlussfolgerungen erfährt, die allenfalls aus diesem Bericht gezogen werden?
Koller Arnold, Bundespräsident: Wir werden hier das nor- male Verfahren anwenden. Die Arbeitsgruppe berichtet der KSK. Es ist dann deren Sache, allenfalls Empfehlungen an mein Departement und damit an den Bundesrat zu richten. Wenn daraus Empfehlungen resultieren, werden Sie auf je- den Fall davon hören.
97.5042
Frage Müller-Hemmi Bundesamt für Zivilschutz. Reise nach China Question Müller-Hemmi Office fédéral de la protection civile. Voyage en Chine
Wortlaut der Frage vom 17. März 1997
Dem Vernehmen nach führt das Bundesamt für Zivilschutz vom 16. bis zum 24. August 1997 mit den Chefs der kantona- len Ämter für Zivilschutz eine Studienreise nach China durch. Dazu stellen sich folgende Fragen:
Welche neuen, auf die Schweiz übertragbaren Erkennt- nisse erwarten die Schweizer Zivilschutzfachleute und das zuständige Departement von dieser Studienreise nach China?
Wie beurteilt der Bundesrat das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Studienreise?
Welchen Sinn haben Fachkontakte auf Beamtenebene mit einem Staat, in dem der «grundlegende Bevölkerungsschutz» (z. B. die Menschenrechte) noch aufgebaut werden muss?
Texte de la question du 17 mars 1997
Il semblerait que l'Office fédéral de la protection civile orga- nise un voyage d'études en Chine du 16 au 24 août 1997 avec les chefs des offices cantonaux de la protection civile. 1. Quelles connaissances les spécialistes suisses de la pro- tection civile et le département responsable espèrent-ils pou- voir retirer de ce voyage d'études en Chine pour les transpo- ser en Suisse?
Que pense le Conseil fédéral du rapport entre le coût de ce voyage et son utilité?
Quel sens y a-t-il à établir des relations entre fonctionnai- res au plan technique avec un Etat dans lequel la protection à laquelle la population a droit (p. ex. les droits de l'homme) en est encore à ses balbutiements?
Koller Arnold, Bundespräsident: Der Schweizer Zivilschutz stösst im Ausland auf grosses Interesse und geniesst vieler- orts sogar Vorbildcharakter. Deshalb lassen sich relativ häu- fig ausländische Delegationen - in den letzten Jahren waren das Schweden, Israel, Thailand, Südkorea und Japan - zum Teil generell, zum Teil sehr gezielt über unseren Zivilschutz vor Ort ins Bild setzen. Aus diesem Grund weilte vom 23. bis zum 29. Juni 1996 eine offizielle, hochrangige Delegation
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Frage Günter Gefährlichkeit der Scientology-Sekte. Gutachten von Jean-François Mayer für die Konsultative Staatsschutzkommission
Question Günter Dangerosité de l'Eglise de scientologie. Expertise de Jean-François Mayer à l'attention de la Commission consultative pour la sûreté de l'Etat
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Jahr
1997
Année
Anno
Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 97.5036
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
17.03.1997 - 14:30
Date
Data
Seite
288-288
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20 041 647
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