Vérification des pouvoirs et prestation de serment
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N
29 septembre 1997
Sechste Sitzung - Sixième séance
Montag, 29. September 1997 Lundi 29 septembre 1997
14.30 h Vorsitz - Présidence: Stamm Judith (C, LU)/Leuenberger Ernst (S, SO)
Präsidentin: Ich begrüsse Sie zur zweiten Sessionswoche. Kurz eine Bemerkung zu den gestrigen Volksabstimmungen: Die Ergebnisse fielen bei der einen Vorlage überraschend deutlich aus, bei der anderen überraschend. Sie haben si- cher zahlreiche Kommentare und Würdigungen aus den Me- dien auf sich einwirken lassen.
Zur Initiative «Jugend ohne Drogen» möchte ich sagen, dass offensichtlich die Politik des Bundesrates - Prävention, The- rapie, Überlebenshilfe und Repression - ihre Überzeugungs- kraft entfaltet und zu diesem Resultat geführt hat.
Bei der Abstimmung über den Bundesbeschluss über die Fi- nanzierung der Arbeitslosenversicherung kann ich nur die treffenden Worte von Herrn Bundesrat Delamuraz wiederho- len, die mir sehr imponiert haben. Er sagte: «Der Wille zur So- lidarität hat hauchdünn den Willen zum Sparen überholt.» Klar ist, dass damit das Problem des Schuldenberges nicht gelöst ist; es ist höchstens das Spielfeld etwas anders abge- steckt.
Ich möchte nun noch zum Andenken an einen Mann, der während Jahrzehnten die Bundeshauspolitik begleitet hat, ei- nige Worte sagen. Wir haben am Samstag erfahren, dass Hermann Böschenstein in seinem 93. Lebensjahr gestorben ist. Herr Boschenstein hat 50 Jahre als Journalist im Bundes- haus gewirkt. Zuvor war er Auslandkorrespondent in Berlin und machte durch seine mutige Berichterstattung gegen die Naziherrschaft auf sich aufmerksam. In seinen Artikeln lehnte er sich auch gegen die Ausweisung von Juden auf, die in der Schweiz Zuflucht gesucht hatten - dies in einer Zeit, als dieses Thema ein Tabu war oder «auf sehr niedrigem Feuer gekocht» wurde. Hermann Boschenstein war zudem ein passionierter Historiker und hat die Biographien von vier Bundesräten verfasst. Ich denke, dass wir diesem mutigen Mann ein ehrendes Andenken bewahren.
Wahlprüfung und Vereidigung Vérification des pouvoirs et prestation de serment
Präsidentin: Herr Nationalrat Walter Straumann ist am ver- gangenen 25. September aus unserem Rat zurückgetreten. Wir schreiten zur Vereidigung seines Nachfolgers.
Hess Otto (V, TG), Berichterstatter: Das Büro hat die Wahl von Herrn Alex Heim-Pfluger, geboren 1951, von Neuendorf, in Neuendorf, geprüft. Herr Heim ersetzt unseren Kollegen Walter Straumann.
Herr Heim ist erster Ersatzmann der Solothurner Liste der Christlichdemokratischen Volkspartei. Er ist Primarlehrer. Der Staatsrat des Kantons Solothurn hat ihn mit Beschluss vom 16. September 1997 als gewählt erklärt. Dieser Be- schluss ist im Amtsblatt des Kantons Solothurn vom 26. Sep- tember 1997 veröffentlicht worden.
Das Büro hat festgestellt, dass bei Herrn Heim keine Unver- einbarkeit mit dem Nationalratsmandat besteht. Es bean- tragt, die Wahl von Herrn Heim als gültig zu erklären.
Präsidentin: Das Büro beantragt, die Wahl von Herrn Heim zu validieren. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. Die Wahl wird somit für gültig erklärt. Ich bitte Herrn Heim, in die Mitte des Saales zu treten. Ich ersuche die Ratsmitglieder und die Besucher auf der Tribüne, sich zu erheben.
Huber Annemarie, Generalsekretärin der Bundesversamm- lung, verliest die Gelübdeformel:
Huber Annemarie, secrétaire générale de l'Assemblée fédé- rale, donne lecture de la formule de la promesse:
Ich gelobe, die Verfassung und die Gesetze des Bundes treu und wahr zu halten; die Einheit, Kraft und Ehre der schweize- rischen Nation zu wahren; die Unabhängigkeit des Vaterlan- des, die Freiheit und die Rechte des Volkes und seiner Bür- ger zu schützen und zu schirmen und überhaupt alle mir übertragenen Pflichten gewissenhaft zu erfüllen.
Heim Alex legt das Gelübde ab Heim Alex fait la promesse requise
Präsidentin: Herr Nationalrat Heim, der Rat nimmt Kenntnis von Ihrem Gelübde. In seinem Namen heisse ich Sie willkom- men und entbiete Ihnen meine besten Wünsche für Ihre Tä- tigkeit. (Beifall)
Fragestunde Heure des questions
97.5123
Frage Comby Jeux de la francophonie Question Comby Jeux de la francophonie
Wortlaut der Frage vom 29. September 1997 Weshalb war die Schweiz an den vor kurzem in Madagaskar abgehaltenen «Ille Jeux de la francophonie» (Olympische Spiele der Frankophonie) nicht vertreten?
Ist der Bundesrat bereit, mit den französischsprachigen Kan- tonen Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel, die Teilnahme un- seres Landes an den «IVe Jeux de la francophonie>> im Jahre 2001 in Kanada sicherzustellen?
Texte de la question du 29 septembre 1997
Pourquoi la Suisse était-elle absente des «IIIe Jeux de la francophonie» (Olympiades de la francophonie) qui ont eu lieu récemment à Madagascar?
Le Conseil fédéral est-il disposé à prendre contact avec les cantons romands afin d'assurer une participation de notre pays aux «IVe Jeux de la francophonie» qui auront lieu en 2001 au Canada?
Cotti Flavio, conseiller fédéral: En vue de la préparation de la 3e édition des «Jeux de la francophonie», Monsieur Comby, le Service de la francophonie du département a pris contact, par le biais des services compétents de l'administra- tion fédérale, avec les fédérations sportives et les milieux cul- turels pour sonder leur intérêt à participer.
Compte tenu de la distance et des frais de voyage y relatifs, le budget du service en question n'aurait pas été en mesure
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Sessione
Sessione autunnale
Rat
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Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
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Datum
29.09.1997 - 14:30
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