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URTEIL VOM 22. OKTOBER 2024
Kantonsgericht Wallis
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung
Besetzung: Michael Steiner, Präsident; Candido Prada und Dr. Thierry Schnyder,
Kantonsrichter; Petra Stoffel, Gerichtsschreiberin
in Sachen
X _________ , Beschwerdeführer, vertreten durch die Gewerkschaft SYNA, Regional-
sekretariat, Visp
gegen
DIENSTSTELLE FÜR INDUSTRIE, HANDEL UND ARBEIT , Beschwerdegegnerin
(Arbeitslosenentschädigung; Wohnen in der Schweiz)
Beschwerde gegen den Entscheid vom 8. Juli 2024
Verfahren
A. Der 1975 geborene italienische Staatsangehörige X _________ meldete sich am
lung. Er war im Besitze einer Kurzaufenthaltsbewilligung L EU/EFTA für die ganze
Schweiz, befristet bis zum 22. Dezember 2023. Sein letzter Arbeitseinsatz für ein Walli-
ser Bauunternehmen endete am 21. Dezember 2023 mit Zusicherung einer erneuten
Anstellung im Frühjahr 2024. Der Beschwerdeführer wurde von der Arbeitslosenversi-
cherung per 7. April 2024 abgemeldet, nachdem er am 8. April 2024 wieder bei der glei-
chen Arbeitgeberin erwerbstätig war.
B. Mit Verfügung vom 30. April bzw. 2. Mai 2024 verneinte die Dienststelle für Industrie,
Handel und Arbeit (DIHA) einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung des Be-
schwerdeführers, da er die Anspruchsvoraussetzung des Wohnsitzes in der Schweiz für
den massgebenden Zeitraum nicht erfülle. Daran hielt die DIHA mit Einspracheentscheid
vom 8. Juli 2024 fest.
C. Dagegen wurde am 4. September 2024 Beschwerde bei der sozialversicherungs-
rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts erhoben. Der Beschwerdeführer beantragte
die Aufhebung des angefochtenen Entscheides mit der wesentlichen Begründung, er
habe sich im Zeitpunkt der Anmeldung tatsächlich in der Schweiz aufgehalten, wobei
eine enge Verbindung zur hiesigen Arbeitswelt bestanden habe.
Die Beschwerdegegnerin hielt am 11. September 2024 an ihrem Entscheid fest, ersuchte
um Abweisung der Beschwerde und hinterlegte die Akten, was dem Beschwerdeführer
am 13. September 2024 angezeigt wurde.
Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.
Erwägungen
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG sind die Bestimmungen des ATSG auf die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung anwendbar, soweit das AVIG
nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt. Das angerufene Gericht ist örtlich und sach-
lich zuständig (Art. 58 ATSG, Art. 100 Abs. 3 AVIG, Art. 128 Abs. 2 AVIV, Art. 81a VVRG,
Art. 7 Abs. 2 RPflG). Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 59 ATSG), wes-
halb auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 38 Abs.
4 lit. b ATSG, Art. 60 ATSG, Art. 61 lit. b ATSG).
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenent-
schädigung im Zeitraum vom 9. Januar bis zum 7. April 2024. Dabei steht insbesondere
im Streit, ob er die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz gemäss Art.
8 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllte.
3.
3.1 Es liegt ein länderübergreifender Sachverhalt vor, der auf der Grundlage von Art. 8
FZA und Art. 1 Abs. 1 Anhang II FZA in Verbindung mit Art. 11 ff. der Verordnung
Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Ko-
ordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (nachfolgend: VO Nr. 883/2004) und
den diese konkretisierenden Vorgaben der Verordnung Nr. 987/2009 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für
die Durchführung der VO Nr. 883/2004 (nachfolgend: VO Nr. 987/2009) zu beurteilen ist.
Die entsprechenden Bestimmungen finden in der Arbeitslosenversicherung durch den
Verweis in Art. 121 Abs. 1 lit. a AVIG Anwendung.
Laut Art. 65 Abs. 2 VO Nr. 883/2004 muss sich eine vollarbeitslose Person, die während
ihrer letzten Beschäftigung oder selbstständigen Erwerbstätigkeit in einem anderen als
dem zuständigen Mitgliedstaat gewohnt hat und weiterhin in diesem Mitgliedstaat wohnt
oder in ihn zurückkehrt, der Arbeitsverwaltung des Wohnmitgliedstaats zur Verfügung
stellen. Unbeschadet des Artikels 64 kann sich eine vollarbeitslose Person zusätzlich
der Arbeitsverwaltung des Mitgliedstaats zur Verfügung stellen, in dem sie zuletzt eine
Beschäftigung oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausgeübt hat. Ein Arbeitsloser,
der kein Grenzgänger ist und nicht in seinen Wohnmitgliedstaat zurückkehrt, muss sich
der Arbeitsverwaltung des Mitgliedstaats zur Verfügung stellen, dessen Rechtsvorschrif-
ten zuletzt für ihn gegolten haben (Art. 65 Abs. 2 Satz 3 VO Nr. 883/2004).
Unter Vorbehalt der gemeinschafts- bzw. abkommensrechtlichen Vorgaben ist es Sache
des innerstaatlichen Rechts, die Anspruchsvoraussetzungen festzulegen. Nach schwei-
zerischem Recht wird gemäss Art. 8 AVIG für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung unter anderem nach dessen Abs. 1 lit. c vorausgesetzt, dass der Versicherte in der
Schweiz wohnt (NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundes-
verwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. A. 2016, S. 2319 Rz. 180). Der inner-
staatliche Begriff des Wohnens stimmt vom Wortlaut her mit dem gemeinschaftsrechtli-
chen nach Art. 1 lit. j VO Nr. 883/2004 überein, der darunter den Ort des gewöhnlichen
Aufenthalts einer Person versteht (NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2319 f. Rz. 182). Dieser be-
findet sich an demjenigen Ort, an dem eine Person den Mittelpunkt ihrer Lebensführung
hat. Seine nähere Bestimmung kann von subjektiven oder objektiven Umständen abhän-
gen, das heisst vom Willen der betreffenden Person oder von den äusserlichen Lebens-
umständen, die notfalls auch gegen den erklärten Willen ins Feld geführt werden können.
Das Gemeinschaftsrecht lässt die Frage, wie der Wohnort zu bestimmen ist, weitgehend
offen und überantwortet die nähere Definition dem jeweiligen nationalen Recht (vgl. zum
Ganzen: BGE 148 V 209 E. 4 mit Hinweisen; ARV 2016 S. 227, 8C_60/2016 E. 2.4.2).
Die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz richtet sich nicht nach dem
zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff (Art. 23 ff. ZGB), sondern rechtsprechungsgemäss nach
dem Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts (BUCHER, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum AVIG, 5. A., 2019, S. 27; AVIG-Praxis ALE des SECO Rz. B136). Erforderlich
ist der effektive Aufenthalt in der Schweiz und die Absicht, diesen Aufenthalt während
einer gewissen Zeit aufrechtzuerhalten und hier in dieser Zeit auch den Schwerpunkt der
Lebensbeziehungen zu haben (BGE 148 V 209 E. 4.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich AL.2019.00245 vom 30. April 2020
E. 1.1). Entscheidend dafür sind – in Anlehnung an die Rechtsprechung zum Wohnsitz
nach Art. 23 ZGB (Bundesgerichtsurteil 5A_663/2009 vom 1. März 2010 E. 2.2.2) und in
Relativierung des zu Art. 1 lit. j VO Nr. 883/2004 Gesagten – objektive Kriterien, während
der innere Wille der betreffenden Person nicht ausschlaggebend ist (BGE 148 V 209 E.
4.3 mit Hinweisen). Wie schon aus dem in der Rechtsprechung verwendeten Ausdruck
«gewöhnlicher Aufenthalt» folgt, ist im Rahmen von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG nicht ein
ununterbrochener tatsächlicher Aufenthalt im Inland erforderlich. Das Fortdauern des
gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz setzt aber unter anderem voraus, dass trotz
Unterbrüchen des tatsächlichen Aufenthalts weiterhin eine enge Verbindung mit der hie-
sigen Arbeitswelt besteht. Keinesfalls genügt es für die Bejahung eines gewöhnlichen
Aufenthalts, wenn sich der Bezug zur Schweiz auf die regelmässige Rückkehr zwecks
Erfüllung der Kontrollvorschriften beschränkt (BGE 148 V 209 E. 4.3; Bundesgerichtsur-
teil C 290/03 vom 6. März 2006 E. 6.3 mit Hinweisen).
In zeitlicher Hinsicht gilt im Übrigen, dass die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in
der Schweiz nicht nur bei Eintritt des Versicherungsfalles zu erfüllen ist, mithin am Stich-
tag für die Festlegung der Rahmenfrist, sondern während des gesamten Zeitraums, für
welchen Leistungen geltend gemacht werden. Dies ergibt sich aus dem Verbot des Leis-
tungsexports und dem Prinzip der Verfügbarkeit (NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2322 Rz. 192
mit Hinweisen). Ein nicht bewilligter Auslandaufenthalt führt zur Verneinung des Leis-
tungsanspruchs während dessen Dauer, selbst wenn der Versicherte leicht erreichbar
ist und rasch in die Schweiz zurückkehren kann, um einer Zuweisung Folge zu leisten
(AVIG-Praxis ALE, Rz B138).
3.2 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid im Wesentli-
chen damit, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt in Italien habe und er
sich von Januar bis April 2024 nicht in der Schweiz aufgehalten habe. Die Anspruchsvo-
raussetzung des Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG sei somit
nicht erfüllt.
Der Beschwerdeführer macht demgegenüber sinngemäss geltend, die Ergebnisse der
Stellenbemühungen in der Schweiz, die Quittungen für die Miete, die Angabe seiner
Wohnadresse sowie die saisonale Tätigkeit seien Beweis genug für seinen Bezug zum
schweizerischen Arbeitsmarkt. Im Weiteren wohne und arbeite seine Ehegattin im Som-
mer ebenfalls in der Schweiz, womit sein Aufenthalt in der Schweiz ausgewiesen sei.
3.3 Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer italienischer Staatsangehöriger ist und
bis zum 22. Dezember 2023 über eine gültige Kurzaufenthalts- und Arbeitsbewilligung L
EU/EFTA für die Schweiz verfügte (Akten der Beschwerdegegnerin S. 6). Gemäss Ak-
tenlage erfolgte keine unmittelbare Verlängerung der Bewilligung, sondern trat ein Un-
terbruch ein und stellte der Versicherte erst auf Hinweis des Sachbearbeiters sowie auf-
grund der Aufforderung der Arbeitslosenkasse anfangs März 2024 ein neues Bewilli-
gungsgesuch (S. 38 und 56), welches gemäss Abklärungen der Vorinstanz am 5. März
2024 zu einer Aufenthaltsbewilligung zur Stellensuche (S. 93) und am 8. April 2024 (S.
wobei diese bis zum 21. Juli 2024 befristet wurde (S. 52). Mithin verfügte der Versicherte
für den Zeitraum vom 22. Dezember 2023 bis zum 7. April 2024 über keine Arbeitsbe-
willigung und bis zum 5. März 2024 auch nicht über eine Aufenthaltsbewilligung. Damit
konnte der Versicherte bis anfangs März 2024 auch gar keinen zu berücksichtigenden
Aufenthalt in der Schweiz begründen, weshalb schon aus diesem Grund der Leistungs-
anspruch zu verneinen ist.
Zu seiner Rechtfertigung bringt der Beschwerdeführer vor, ein ununterbrochener tat-
sächlicher Aufenthalt sei rechtlich nicht erforderlich. Dem ist jedoch vorliegend entge-
genzuhalten, dass die Wohnung des Versicherten während 10 Tagen im März 2024
nachweislich unbewohnt war (S. 56) und im zu beurteilenden Zeitraum vom 9. Januar
bis zum 7. April 2024 lediglich 4 Aufenthalte beim RAV und mithin in der Schweiz tat-
sächlich ausgewiesen sind, nämlich: am 9. Januar (Anmeldung S. 1 ff.), 15. Januar (Erst-
gespräch S. 27 ff.), 22. Februar (Folgegespräch S. 37 f.) und 25. März 2024 (Abmeldung
S. 49). Der Versicherte vermag für die massgebliche Zeit auch mit weiteren Belegen
keinen Nachweis eines Aufenthaltes im Oberwallis zu erbringen. Wenn er sich diesbe-
züglich auf die «Quittungen» der Miete für die Monate Januar bis März 2024 beruft, ver-
kennt er, dass diese höchstens die Miete einer Wohnung belegen, jedoch nicht, dass er
sich dort auch tatsächlich aufhielt. Darüber hinaus belegen diese Urkunden (S. 65, 68
und 70 ff.) nicht die effektive Bezahlung der Miete, da weder eine quittierende Bestäti-
gung des Vermieters noch Bankbelege diesbezüglich zu den Akten gereicht wurden.
Abgesehen von seiner persönlichen Anwesenheit bei den Beratungsgesprächen war der
Versicherte gemäss Akten der Vorinstanz ausserdem weder telefonisch noch per Post
erreichbar und konnte nur über seine italienische E-Mai-Adresse kontaktiert werden. Er-
schwerend kommt hinzu, dass der Versicherte anlässlich des Beratungsgespräches vom
dort angeblich während Monaten gewohnt haben will (S. 56). Nichts zu seinen Gunsten
abzuleiten vermag der Beschwerdeführer schliesslich aus den eingereichten Arbeits-
nachweisen, womit er einen Bezug zur hiesigen Arbeitswelt belegen wollte. Wie nämlich
oben dargelegt, genügt es für die Bejahung eines gewöhnlichen Aufenthalts nicht, wenn
sich der Bezug zur Schweiz auf die regelmässige Rückkehr zwecks Erfüllung der Kon-
trollvorschriften beschränkt. Im Weiteren ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass der
Inhalt der Nachweise nicht sehr überzeugend erscheint. So weicht der Schriftzug auf
dem Nachweisformular für den Monat März 2024 (S. 50) massiv von demjenigen der
Vormonate ab (S. 32, 40) und blieb der am 22. März 2024 erfolgte Vertragsabschluss
gänzlich unerwähnt, was aufgrund der konkreten Situation nicht nachvollziehbar ist.
Unter Würdigung all dieser Umstände muss mit der Beschwerdegegnerin davon ausge-
gangen werden, dass der Beschwerdeführer den gewöhnlichen Aufenthalt ab dem
schwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Der Umstand, dass seine Frau
im Sommer ebenfalls in die Schweiz reiste und hier arbeitete, vermag nichts daran zu
ändern, dass er seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitraum vom 9. Januar bis zum
3.4 Es ist somit festzustellen, dass unter dem Gesichtspunkt der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum nicht im Sinne von Art. 8 Abs.
1 lit. c AVIG in der Schweiz wohnte. Da die Anspruchsvoraussetzungen von Art. 8 Abs.
1 lit. a-g AVIG kumulativ zu erfüllen sind, kann offenbleiben, wie es sich mit seiner Ver-
mittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG) verhielt. Der Beschwerdeführer hat vom
Schweiz. Ein gegenteiliger Entscheid widerspräche auch dem Verbot des Leistungsex-
portes und dem Prinzip der Verfügbarkeit.
Der angefochtene Entscheid erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Abweisung
der Beschwerde führt.
4.
4.1 Abgesehen von Ausnahmen, die hier nicht interessieren, sind im Bereich der Ar-
beitslosenversicherung keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG e contra-
rio).
4.2 Einzig der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung. In casu entfällt der Anspruch aufgrund der Abweisung der Beschwerde. Der Be-
schwerdegegnerin – d.h. dem Versicherungsträger – steht ebenfalls kein Parteientschä-
digungsanspruch zu (Art. 91 Abs. 3 VVRG; Art. 61 lit. g ATSG; KIESER, ATSG-Kommen-
tar, 4. A., 2020, Art. 61 ATSG Rz. 218).
Das Kantonsgericht erkennt:
Die Beschwerde wird abgewiesen.
Es werden weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen ausgerichtet.
Sitten, 22. Oktober 2024