Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PA150025-O/U
Mitwirkend: Oberrichter lic. i ur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin lic. i ur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent- Sørensen sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Seebacher. Beschluss und Urteil vom 9. September 2015 i n Sachen
A._____, Beschwerdeführer,
sowie
Psychiatrische Privatklinik Sanatorium Kilchberg, Verfahrensbeteiligte,
betreffend fürsorgerische Unterbringung / Zwangsmedikation
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgericht Horgen vom 18. August 2015 (FF150056)
Erwägungen: 1. Prozessgeschichte 1.1. Der Beschwerdeführer trat am 30. Juli 2015 freiwillig in die Psychiatrische Klinik Sanatorium Kilchberg (nachfolgend Klinik) ein (act. 11/9/1) und verliess die- se am 3. August 2015 entgegen dem ärztlichen Rat wieder (vgl. act. 2/3 [= act. 11/3]). Bereits am 4. August 2015 trat der Beschwerdeführer erneut freiwillig in die Klinik ein (act. 2/1 [= act. 11/9/2]). Am 8. August 2015 wurde ein ärztlicher Rückbehalt des Beschwerdeführers in der Klinik ausgesprochen und in der Folge durch D r. med. B._____ eine ärztliche fürsorgerische Unterbringung (nachfolgend FU) angeordnet (act. 2/2 [= act. 9 = act. 11/2]). Am 10. August 2015 wurden dem Beschwerdeführer ausserdem medi zi ni sche Massnahmen ohne Zusti mmung (nachfolgend Zwangsmedikation) angekündigt (act. 2/3). 1.2 Mit Eingabe vom 12. August 2015 erhob der Beschwerdeführer beim Be- zirksgericht Horgen (nachfolgend Vorinstanz) Beschwerde gegen die FU sowie gegen die Zwangsmedikation (act. 1). Mit Stellungnahme vom 13. August 2015 beantragte die Klinik die Abweisung der Beschwerde des Beschwerdeführers (act. 11/1). Am 18. August 2015 fand die Verhandlung vor der Vorinstanz statt. An dieser erstattete die bestellte Gutachterin Dr. med. C._____ das Gutachten und es wurden der Beschwerdeführer und ein Vertreter der Klinik angehört (Prot. Vi. S. 7 ff.). Nach durchgeführter Verhandlung wies die Vorinstanz die Beschwerde des Beschwerdeführers ab (act. 12). Das Entscheiddispositiv wurde dem Be- schwerdeführer unmittelbar nach der Hauptverhandlung mündlich eröffnet und übergeben (Prot. Vi. S. 19). Der begründete Entscheid (act. 18 [= act. 13]) wurde i hm am 27. August 2015 zugestellt (act. 14/1). 1.3 Dagegen richtet sich die vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Au- gust 2015 rechtzeitig bei der Kammer erhobene Beschwerde, mit welcher er die Aufhebung der FU sowie die Einstellung der Zwangsmedikation beantragt (act. 19).
1.4 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-16). Von der Ein- holung von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das Ver- fahren i st spruchrei f. 2. Fürsorgerischer Unterbringung 2.1 Voraussetzungen Eine natürliche Person, die an einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei ist gegebenenfalls die Belastung zu berücksichtigen, welche die Person für Angehörige und Dritte be- deutet (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene Person muss entlassen werden, so- bald die Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB). 2.2 Vorliegen eines Schwächezustandes 2.2.1 Voraussetzung für die fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das Vor- liegen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden da- bei in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung (BSK Erwachsenenschutz- T HOMAS GEISER/MARIO ETZENSBERGER, Art. 426 N 12). 2.2.2 Die Vori nstanz hat zu ihrer eigenen Wahrnehmung an der Verhandlung festgehalten, der Beschwerdeführer sei während der Hauptverhandlung zwar ko- operativ und freundlich und in der Lage gewesen, geordnet über Ereignisse un- mi ttelbar vor dem Aufenthalt in der Klinik und während des Aufenthaltes zu be- ric hten; zudem habe er sich teilweise krankheitseinsichtig gezeigt. Doch sei auf- gefallen, dass sich der Beschwerdeführer äusserst misstrauisch gegenüber seiner Umwelt zeige und dazu neige, die aggressiven Ereignisse als unbedeutend abzu- tun. So hätten ihn beispielsweise acht Mitarbeiter ins Insolationszimmer begleiten müssen, obwohl er freiwillig dorthin habe gehen wollen (act. 18 E. 2.1.4). Ins ge- samt hat die Vorinstanz das Vorliegen einer psychischen Störung gestützt auf die
Akten, die Ausführungen der Gutachterin und des Vertreters der Klink sowie ge- stützt auf i hre ei gene Wahrnehmung bejaht, zumal di e Ausführunge n i m Gutach- ten vollständig und klar seien und sich grossmehrheitlich mit den Angaben der üb- rigen Fachpersonen und der Einschätzung des Gerichts decken würden (act. 18 E. 2.2.1). 2.2.3 Die von der Vorinstanz bestellte Gutachterin Dr. med. C._____ diagnosti- zierte beim Beschwerdeführer eine paranoide Schi zophreni e, wobei seine Wahr- nehmung der Realität entsprechend verändert sei (Prot. Vi. S. 15). Derzeit befinde sich der Beschwerdeführer in einer noch nicht abgeklungenen Phase der parano- iden Schizophrenie (Prot. Vi. S. 14). Nach seinem freiwilligen Eintritt in die Klinik habe sich der Beschwerdeführer zunächst freundlich und kooperativ verhalten und habe das Medikament Seroquel, welches er schon vor seinem Eintritt einge- nommen hatte, ohne Weiteres eingenommen. Als sich dann aber sein Zustand verschlechtert habe, habe er die Umstellung auf ein anderes Medikament verwei- gert und es sei zu einem fremdaggressiven Ereignis gekommen, bei welchem er eine Kaffeetasse ins Stationszimmer geworfen habe. Da er weiterhin bedrohlich gewirkt habe, habe er isoliert und schliesslich am 10. August 2015 auch zwangs- mediziert werden müssen. Er sei zeitweise wahnhaft gewesen, habe sich unsi- cher und ängstlich gefühlt und habe seine Umwelt feindselig erlebt. Er sei oft an- gespannt und fühle sich fremdbeeinflusst und verunsichert (Prot. Vi. S. 13). Psy- chopathologisch falle beim Beschwerdeführer seine depressive Grundstimmung, sein weitschweifiges Denken sowie inhaltliche Denkstörungen im Sinne einer pa- ranoiden Wahrnehmung der Umwelt auf. Er sei misstrauisch und habe zeitweise gedankliche Sperrungen; zudem würden möglicherweise auch akustische Hallu- zinationen bestehen (Prot. Vi. S. 14 f.). 2.2.4 Diese Einschätzung der Gutachterin deckt sich mit derjenigen der Klinik, nach welcher beim Beschwerdeführer seit Jahren eine paranoide Schizophrenie bestehe. Aufgrund dieser Erkrankung sei er bereits mehrfach stationär behandelt worden. Beim freiwilligen Eintritt am 30. Juli 2015 hätte sich beim Beschwerdefüh- rer ei ne zunehmend floride psychotische Symptomatik mit ausgeprägtem Wahn- system, Fremdbeeinflussungserleben und formaler Denkstörung gezeigt. Aktuell
manifestiere sich die Diagnose der paranoiden Schizophrenie dadurch, dass sich der Beschwerdeführer misstrauisch zeige, paranoide Ideen gegenüber dem Per- sonal hege und eine Verschwörung wähne, die einerseits zum Verlust seiner Wohnung und anderersei ts zur Unterbri ngung i n der Kli ni k und zur Zwangsmedi- kation geführt habe. Er sei formalgedanklich beeinträchtigt und es falle i hm schwer, sinnvolle Sätze zu produzieren. Zudem sei sein Denken konkretistisch, er verarbeite zufällige Umgebungsreize psychotisch und beziehe arbiträre Gescheh- nisse auf sich. Die Ich-Grenzen seien durchlässig und er fühle sich daher unsi- cher und ambivalent. Zudem liessen sich aus dem Verhalten des Beschwerdefüh- rers Anhaltspunkte für Halluzinationen erkennen, auch wenn der Beschwerdefüh- rer solche verneine (act. 11/1). 2.2.5 Schliesslich hatte auch der einweisende Arzt, Dr. med. B._____, das Be- stehen ei ner psychischen Störung mit einhergehender Selbst- und Fremdgefähr- dung beim Beschwerdeführer bejaht (act. 2/2). 2.2.6 Der Beschwerdeführer selbst äussert si ch i n sei ner Stellungnahme i n ers- ter Linie zu dem bereits von der Gutachterin genannten Vorfall mit der Kaffeetas- se, wobei der Beschwerdeführer diesen Vorfall im Vergleich zu den Akten der Kli- ni k stark verharmlost darstellt. So führt er namentlich aus, er habe einen halbvol- len Becher Kaffee in Richtung Theke des Bürobereichs an die Wand geworfen, jedoch hätten sich keinerlei Personen in der Nähe befunden und es habe auch keine gezielte oder geplante Absicht dahinter gesteckt. Er sei sich seiner Hand- lung erst bewusst geworden, nachdem es bereits geschehen sei (act. 19 S. 2). Aus den entsprechenden Unterlagen der Klinik geht jedoch hervor, dass der Be- schwerdeführer zunächst ei ne Pflegeperson beschimpft und dann den Kaffeebe- cher i n deren Ri chtung geworfen, sie jedoch nicht getroffen hatte (act. 11/5 S. 5). Gemäss der Einschätzung der Gutachterin neigt der Beschwerdeführer dazu, ag- gressive Ereignisse zu bagatellisieren und sie als Folge von Missverständnissen oder als nicht aggressiv gemeint darzustellen (Prot. Vi. S.14). Insgesamt ändern die Ausführungen des Beschwerdeführers deshalb nichts daran, dass i n Überein- stimmung mit der Beurteilung der Vori nstanz und gestützt auf die zitierten Ein- schätzungen der involvierten Fachpersonen das Bestehen einer schizophrenen
Erkrankung und damit das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB beim Beschwerdeführer zu bejahen i st. 2.3 Bestehen einer besonderen Schutzbedürftigkeit 2.3.1 Sodann wird für die Anordnung einer FU vorausgesetzt, dass die Betreu- ung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schut- zes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; mithin muss die Freiheitsentziehung die persönliche Fürsorge des Betroffenen si- cherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Massnahmen und anderer- seits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein menschenwürdiges Da- sein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege, Klei dung, usw. (G EISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 8 ff.). 2.3.2 Die Gutachterin hat in diesem Zusammenhang ausgeführt, beim Be- schwerdeführer bestehe zwar eine gewisse Krankheitseinsicht und auch die Be- reitschaft, sich behandeln zu lassen, aber nicht mit Zyprexa, sondern nur mit Se- roquel. Mit Zyprexa lasse er sich nur unter Druck medikamentös behandeln. Der Beschwerdeführer sei aktuell behandlungsbedürf tig und sein gegenwärtiger Zu- stand, welcher noch sehr labil sei, erfordere nach wie vor die Unterbringung i n ei- ner Ei nri chtung. Psychotisches Erleben könne zu unvorhergesehenen Aggressio- nen oder auch Selbstgefährdung führen. Sodann sei die Lebenssituation des Be- schwerdeführers derzeit nicht geordnet, da er keine Unterkunft mehr habe. Im Falle einer sofortigen Entlassung wüsste der Beschwerdeführer nicht wohin und wäre mit der Situation überfordert. Er wäre sehr empfindlich auf die Umgebung und könnte jederzeit bei entsprechendem Verhalten auch aggressiv werden (Prot. Vi. S. 14 ff.). 2.3.3 Nach der Erfahrung der Klinik kommt es während einer akuten Psychose zu schweren si tuati ven Fehlei nschätzunge n und konsekuti ven Fehlhandlunge n. Im konkreten Fall habe dies bereits im Vorfeld zu Fremdaggressivität geführt, in- dem der Beschwerdeführer einen Becher mit heissem Kaffee nach dem Personal geworfen habe. Zudem bestehe bei Fremdbeeinflussungserleben stets die Gefahr des Suizids, auch durch imperative Phoneme. Um den Beschwerdeführer adä-
quat vor diesen vital bedrohlichen Folgen seiner Erkrankung zu schützen und eine suffiziente Behandlung auch gegen den Willen des Beschwerdeführer einzuleiten, sei ein stationärer Rahmen mit einer durchgehenden pflegerischen und ärztlichen Betreuung unabdingbar (act. 11/1 S. 2). 2.3.4 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat ist eine besondere Schutz- bedürftigkeit deshalb beim Beschwerdeführer zu bejahen (act. 18 E. 2.6) und zwar aus zweierlei Gründen. Einerseits befindet sich der Beschwerdeführer der- zeit in einer floriden Phase seiner Erkrankung, weshalb er derzeit eine akute Be- handlungsbedürftigkeit besteht und eine weitere medikamentöse Behandlung notwendig ist. Sodann verfügt der Beschwerdeführer derzeit über keine eigene Wohnung und es besteht die Gefahr, dass er bei einer Entlassung mit der Situati- on überfordert wäre, was gemäss übereinstimmender Einschätzung der i nvolvi er- ten Fachpersonen schwerwiegende Folgen für den Zustand des Beschwerdefüh- rers bi s hi n zur Gefahr der Suizidalität hätte. Dass der Beschwerdeführer ausführt, er werde im Fall einer Entlassung in ein Hotel ziehen (act. 19 S. 3), ändert an die- ser Beurtei lung ni chts, zumal bereits nicht ersichtlich ist, wie der Beschwerdefüh- rer eine solche Wohnform auch schon nur vorübergehend finanzieren könnte. Zu- dem würde dem derzeitigen Betreuungs- und Behandlungserfordernis des Be- schwerdeführers durch diese Wohnform nicht angemessen Rechnung getragen, selbst wenn er dabei – wie er weiter vorbringt (act. 18 S. 3) – auf die ambulante Begleitung seines Psychiaters zählen könnte (vgl. dazu nachstehend Ziff. 2.4). Damit ist die Notwendigkeit einer Behandlung und Betreuung des Beschwerde- führers i m Si nne von Art. 426 Abs. 1 ZGB zu bejahen. 2.4 Verhältnismässigkeit 2.4.1 Schliesslich darf eine FU nur dann angeordnet werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Eine FU ist dementsprechend nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genügenden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich erreicht werden kann (G EISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).
2.4.2 Nach Meinung der Gutachterin erfordert der gegenwärtige Zustand des Beschwerdeführers die Unterbringung in einer Einrichtung. Seine Psychose sei derzeit noch so florid, dass auch jederzeit Suizidalität auftreten könnte, zum Bei- spiel wenn der Beschwerdeführer entsprechende Fehlwahrnehmungen der Um- gebung habe oder akustische Halluzinationen, die ihn beeinflusse würden. So- dann sei bei einer Entlassung die Weiterführung der Medikamentation nicht ge- währleitstet, da der Beschwerdeführer das jetzige Medikament (Zyprexa) ni cht akzeptieren könne. Seine Bereitschaft freiwillig in der Klinik zu bleiben bis er eine neue Unterkunft gefunden habe, genüge angesichts der latenten Selbst- und Fremdgefährdung sowie der Behandlungsbedürftigkeit nicht. Sein Zustand sei noch sehr labil und psychotisches Erleben könne zu unvorhergesehenen Aggres- sionen oder auch Selbstgefährdung führen. Ferner wäre der Beschwerdeführer bei einer sofortigen Entlassung überfordert, da er nicht wüsste wohin. Ei ne Ent- lassung könne deshalb erst in Betracht gezogen werden, wenn die Psychose ab- geklungen sei und der Beschwerdeführer eine für ihn geeignete Unterkunft und Tagesstruktur gefunden habe (Prot. Vi. S. 14 ff.). 2.4.3 Dies stimmt mit der Einschätzung der Klinik überein, nach welcher eine Entlassung des Beschwerdeführers erst nach erfolgter suffizienter antipsychoti- scher Therapie und Organisation der Wohnform und der ambulanten Weiterbe- treuung ins Auge gefasst werden könne. Bei einer sofortigen Entlassung des Be- schwerdeführers und damit dem Ende der Medikamenteneinnahme sowie das Wegfallen des Schutzraumen in der Klinik würde beim Beschwerdeführer hinge- gen zu einer weiteren Exazerbation der psychotischen Symptomatik führen. In diesem Fall sei durch Fehlhandlungen, Verkennung, Fremdbeeinflussung sowie imperative Phoneme eine vitale Gefährdung des Beschwerdeführers zu erwarten (act. 11/1 S. 2). 2.4.4 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (act. 18 E. 2.8) sind dement- sprechend derzeit keine weniger einschneidende Wohnformen als die Unterbrin- gung des Beschwerdeführers in einer stationären Einrichtung ersi chtli ch, um an- gesichts des momentanen Krankheitsbildes sowie der fehlenden Krankheitsein- sicht des Beschwerdeführers das Risiko einer weiteren Eskalation zu vermindern.
Insbesondere ist eine ledigli ch ambulante Behandlung des Beschwerdeführers derzeit nicht geeignet, um seinem derzeitigen Zustand angemessen Rechnung zu tragen. Sodann ist der Einschätzung der Gutachterin zu folgen, wonach die Klinik und ihr Konzept grundsätzlich für die Unterbringung des Beschwerdeführers ge- eignet sind (Prot. Vi. S. 16), weshalb festzuhalten ist, dass es sich bei der Klinik um eine geeignete Einrichtung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB handelt. Die Verhältnismässigkeit der Unterbringung ist somit in Übereinstimmung mit der Vor- i nstanz zu bejahen. 2.5. Fazi t Damit hat die Vorinstanz die Beschwerde des Beschwerdeführer hinsicht- lich der Aufhebung der FU zu Recht abgewiesen. Die Voraussetzungen einer FU sind nach dem Dargelegten auch im heutigen Zeitpunkt noch gegeben. Die Be- schwerde ist damit i n di esem Punkt abzuweisen. 3. Zwangsmedikation 3.1 Voraussetzungen Die medikamentöse Zwangsbehandlung stellt einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit im Sinne der körperlichen und geistigen Integrität nach Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK dar und betrifft auch die menschliche Würde (Art. 7 BV) in zentraler Weise (BGE 127 I 6 Erw. 5; BGE 130 I 16 Erw. 3; BGer 5A_353/2012 vom 19. Juni 2012 E. 3.3.1). Voraussetzung für einen derarti- gen Eingriff ist nebst einer gesetzlichen Grundlage (BGer 5A_792/ 2009 vom 21. Dezember 2009 E. 4), welche im Falle der Zwangsmedikation mit Art. 434 ZGB auf Bundesebene gegeben ist, die Vornahme einer umfassenden Interessenab- wägung, wobei auch die Erfordernisse von Art. 36 BV zu beachten si nd. Zu be- rücksichtigen sind dabei die im Raum stehenden öffentlichen Interessen, die Not- wendigkeit der Behandlung, die Auswirkungen einer Nichtbehandlung, die Prü- fung von Alternativen sowie die Beurteilung von Selbst- und Fremdgefährdung (BGer 5A_38/2011 vom 2. Februar 2011; BGE 130 I 16 E. 4 und 5). In die Inte- ressenabwägung miteinzubeziehen sind nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung sodann insbesondere auch die langfristigen Nebenwirkungen einer zwangsweise vorgesehenen Neuroleptika-Behandlung (BGer 5A_38/2011 vom 2. Februar 2011; BGE 130 I 16 E. 4 und 5). Aufgrund der Systematik der Art. 426 ff. ZGB ist eine Zwangsbehandlung nur dann zulässig, wenn sich die betroffene Person im Rahmen einer FU in einer Klinik befindet und die Behandlung im Zusammenhang mi t ei ner psychi schen Stö- rung erfolgt, wobei nicht von Bedeutung ist, ob es sich um eine behördliche oder um eine ärztliche Einweisung handelt (G EISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 434/ 435 N 3 und 13). Eine zwangsweise Behandlung kann sodann nur angeordnet werden, wenn 1) ohne Behandlung der betroffenen Person ei n ernsthafter ge- sundheitlicher Schaden droht oder das Leben oder die körperliche Integrität Drit- ter ernsthaft gefährdet ist, 2) die betroffene Person bezüglich ihrer Behandlungs- bedürftigkei t urtei lsunfähi g i st und 3) keine angemessene Massnahme zur Verfü- gung steht, die weniger einschneidend ist (Art. 434 Abs. 1 ZGB). Sind diese Vor- aussetzungen erfüllt, ist die Zwangsbehandlung durch den Chefarzt der Abteilung i m Behandlungsplan schri ftlich anzuordnen und diese Anordnung der betroffenen Person verbunden mit einer Rechtsmittelbelehrung schriftlich mitzuteilen (Art. 434 Abs. 1 Ingress und Ziff. 2 ZGB). 3.2 Fürsorgerische Unterbringung aufgrund einer psychischen Störung Vorliegend wurde der Beschwerdeführer am 8. August 2015 von Dr. med. B._____ aufgrund einer psychischen Störung und damit einhergehender Selbst- und Fremdgefährdung per fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik eingewiesen (act. 2/2), wobei beim Beschwerdeführer – wie vorstehend (Ziff. 2.2) bereits dar- gelegt – das Bestehen einer psychischen Störung zu bejahen ist . Zwar hat der Beschwerdeführer gegen die FU Beschwerde erhoben, doch wurde diese von der Vorinstanz mit Entscheid vom 18. August 2015 abgewiesen (act. 18). Auch die dagegen bei der Kammer geführte Beschwerde wird – wie vorstehend dargelegt – mit dem vorliegenden Entscheid abzuweisen sein. Der Beschwerdeführer befindet sich dementsprechend im Rahmen einer FU in einer Klinik und wird dort im Zu- sammenhang mit einer psychi schen Störung behandelt.
3.3 Gefährdungssituation bei Nichtbehandlung Zur Begründung der vorgesehenen medizinischen Massnahmen führte die Klinik aus, diese diene der Lebenserhaltung, Reizabschirmung, Beruhigung und Vermeidung von Gesundhei tsschäden und sei dringend nötig, damit sich der Zustand des Beschwerdeführers verbessern könne und es nicht zu neuerlichen Aggressionsereignissen mit Eigen- und Fremdgefährdung komme. Ohne die ge- eignete Medikation werde sich der Zustand des Beschwerdeführers weiterhin ve r- schlechtern, wie es bereits jetzt zusehends der Fall sei (act. 2/3 S. 2). Diese Ein- schätzung deckt sich mit derjenigen der Gutachterin, welche ausführt, dass die Unterlassung einer medikamentösen Behandlung mit grosser Wahrscheinlichkeit zu ei ner Exazerbation der Psychose, aber auch zu einer Chronifizierung der Krankheit und damit zu einem Stadium der Krankheit führen könne, in welchem die Krankheit medikamentös nicht mehr adäquat behandelbar wäre (Prot. Vi. S. 17). Gestützt auf diese Einschätzungen der involvierten Fachpersonen ist des- halb mit der Vorinstanz (act. 18 E. 3.7) das Drohen eines ernsthaften gesundheit- li chen Schadens i m Si nne von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB im Falle der Nichtbe- handlung zu bejahen. 3.4 Urteilsunfähigkeit in Bezug auf die Behandlungsbedürftigkeit 3.4.1 Zur Urteils(un)fähigkeit des Beschwerdeführers bezüglich seiner Behand- lungsbedürftigkeit hat die Gutachteri n ausgeführt, der Beschwerdeführer sei be- dingt urteilsfähig. Er habe die Medikamente im ambulanten Setting regelmässig eingenommen, bestehe aber auf eine Behandlung mit dem bisherigen Medika- ment und möchte in den Behandlungsplan einbezogen werden (Prot. Vi. S. 17). Nach Meinung der Klinik ist der Beschwerdeführer hingegen in Bezug auf seine eigene Behandlungsbedürftigkeit urtei lsunfähi g, da es aktuell ni cht mögli ch sei, mit dem Beschwerdeführer über Empfehlungen zur Verbesserung seines Zustan- des zielgerichtet zu sprechen. Ei ne zusätzliche Medikation würde der Beschwer- deführer ablehnen bzw. die verordnete Medikation nur fraglich regelmässig ein- nehmen (act. 2/3 S. 2). Die Vorinstanz hat sich diesbezüglich sodann auf den Standpunkt gestellt, der Beschwerdeführer habe zwar eine gewisse Einsicht in seine Behandlungsbedürftigkeit, schei ne jedoch nicht zu verstehen, dass – wie
die Vorfälle unmittelbar vor der Einweisung eindrücklich zeigen würden – sich die Behandlung mit Seroquel nicht mehr als wirksam erwiesen habe. Deshalb sei der Beschwerdeführer als urteilsunfähig einzustufen (act. 18 E. 3.7). 3.4.3 Grundsätzli ch entspri cht der Begriff der Urteils(un)fähigkeit gemäss Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB demjenigen von Art. 16 ZGB und ist demgemäss im- mer anhand des konkreten Rechtsgeschäfts zu beurteilen. Deshalb kann die Ur- teilsfähigkeit nicht für jede Behandlung gleich beurteilt werden (G EISER/ETZE NS- BERGER, a.a.O., Art. 434/435 N 18). Im Falle des Beschwerdeführers ist zu beach- ten, dass dieser seit mehreren Jahren an einer schizophrene Erkrankung leidet. Auch wenn bei ihm eine gewisse Einsicht in seine allgemeine Behandlungsbe- dürftigkeit vorhanden und er damit – wie die Gutachterin ausgeführt hat – diesbe- zügli ch als bedingt urteilsfähig anzusehen ist, besteht dennoch kein Grund daran zu zweifeln, dass der Beschwerdeführer, der sich derzeit in einer floriden Phase seiner Erkrankung befindet, aktuell ni cht i n der Lage ist, die Tragweite der durch die Verschlimmerung seiner Erkrankung gesteigerten Behandlungsbedürftigkeit zu erkennen. So begründet er denn auch die Geeignetheit von Seroquel damit, dass er weder aggressiv noch ambivalent sei (Prot. Vi. S. 19); diese veränderte Wahrnehmung der Realität durch den Beschwerdeführer ist – wie vorstehend (Ziff. 2.2) bereits dargelegt – Folge seiner Erkrankung, weshalb nicht davon aus- gegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer derzeit fähig ist, das Aus- mass seiner Behandlungsbedürftigkeit zu erkennen und nach di eser Ei nsi cht zu handeln. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer entgegen dem Vor- bringen der Klinik derzeit in der Lage wäre, zielgerichtete Gespräche über Emp- fehlungen zur Verbesserung seines Zustandes zu führen, bestehen dementspre- chend ni cht. Damit ist der Beschwerdeführer in Übereinstimmung mit der Vor- instanz bezüglich seiner Behandlungsbedürftigkeit als Urteilsunfähig im Sinne von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB ei nzustufen. 3.5 Vorliegen eines Behandlungsplans 3.5.1 Vorliegend wendet sich der Beschwerdeführer gegen eine zwangsweise Behandlung mi t dem Medikament Zyprexa. Eine zwangsweise Behandlung des Beschwerdeführers mit diesem Medikament wurde am 10. August 2015 von
Dr. med. D._____, Chefarzt der ..., schriftlich angeordnet, wobei die Anordnung eine Rechtsmittelbelehrung enthielt (act. 2/3). Bezügli ch der Dosierung sind darin anfängli ch 10mg zur Nacht vorgesehen, wobei eine Zieldosis von 20 bis maximal 30mg pro Tag erreicht werden soll. Die Einnahme soll grundsätzlich in Form einer Schmelztablette erfolgen, wobei im Falle, dass der Beschwerdeführer die Ein- nahme verweigert, die Verabreichung von 10mg als Injektion in den Gesässmus- kel vorgesehen ist . Sollte dies nicht zu einer ausreichenden und stabilen Besse- rung des Zustandes des Beschwerdeführers führen oder dieser unter Nebenwir- kungen leiden, wird im Behandlungsplan als Alternative die Verabreichung von Solian (Amisulprid) verordnet und zwar mit einer Angangsdosis von 200mg und einer Zieldosis von 800mg pro Tag. Im Falle der Verweigerung der Einnahme die- ses Medikamentes wird sodann die Verabreichung von 5mg Haloperidol in den Gesässmuskel vorgesehen (act. 2/3 S. 2). 3.5.2 Eine Behandlung des Beschwerdeführers mit dem Medikament Zyprexa wurde dementsprechend am 10. August 2015 formell gültig angeordnet und ist in- haltli ch i n einer D osi erung bis maximal 30mg pro Tag durch den Behandlungsplan gedeckt. 3.6. Verhältnismässigkeit 3.6.1 Das Behandlungskonzept der Klinik sieht eine Behandlung des Be- schwerdeführers mit Reizabschirmung und medikamentöser neuroleptischer The- rapie vor, wozu aktuell Zyprexa zum Einsatz kommt (act. 11/1 S. 2). Die Gutach- terin hat zu einer Behandlung des Beschwerdeführers mit Zyprexa ausgeführt, es handle si ch dabei um eines der übli chen Anti psychoti kum, was bedeute, dass die psychotischen Symptome des Beschwerdeführers gemildert und der Verlauf der Krankheit positiv beeinflusst würde. Der Beschwerdeführer werde wieder ein Gleichgewicht erreichen, sodass er ausserhalb des Klinikrahmens leben könne (Prot. Vi. S. 17). Ei ne Alternative zu einer medikamentösen Behandlung gäbe es erfahrungsgemäss nicht (Prot. Vi. S. 17). 3.6.2 Der Beschwerdeführer selbst wendet sich mit seiner Beschwerde nicht gegen eine medikamentöse Behandlung per se, sondern einerseits gegen
zwangsweise Behandlung und andererseits gegen eine Behandlung mit dem Me- dikament Zyprexa; stattdessen will er freiwillig das Medikament Seroquel ei nneh- men (vgl. Prot. Vi. S. 19; act. 19 S. 3). 3.6.3 Dazu ist zunächst festzuhalten, dass es gemäss dem Vertreter der Klinik, Dr. med. E., weitere Alternativen zu Seroquel und Zyprexa gäbe, der Be- schwerdeführer diese jedoch nicht vertrage (Prot. Vi. S. 18). Hierzu ergibt sich aus der Stellungnahme der Klinik insbesondere, dass auch das Medikament Leponex (Clozapin) beim Beschwerdeführer zu einer Verbesserung seines Zu- standes geführt habe, dieses bei ihm jedoch eine ausgeprägte Müdigkeit (act. 2/3 S. 2) sowie eine Veränderung des Blutbildes zur Folge gehabt habe (Prot. Vi. S. 18). Risperdal (Risperidon) habe er gemäss den Unterlagen sodann nicht ver- tragen (act. 2/3 S. 2). Allgemein sollte nach Mei nung von D r. med. E. beim Beschwerdeführer sodann ei n Wechsel zwi schen verschiedenen Medikamenten vermieden und stattdessen die Behandlung mit einem Medikament etabliert wer- den. Deshalb sei beim Beschwerdeführer eine Behandlung mit Zyprexa einer sol- chen mit Seroquel vorzuzi ehe n, müsse Seroquel doch sehr hoch dosiert werden, damit es während einer akuten Symptomatik eine potente Wirkung entfalte; auch könne Zyprexa besser eingestellt werden (Prot. Vi. S. 18). Mögliche Nebenwir- kungen von Zyprexa seien namentli ch Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, erhöhte Prolaktinspiegel, Verschlechterung des metabolischen Zustandes, Hypotonie so- wie EPMS (act. 2/3 S. 2), jedoch habe der Beschwerdeführer Zyprexa in der Ver- gangenheit gut vertragen. Ein Wechsel vom Seroquel auf Zyprexa sei von der zu- ständi gen Ärzti n nach Mei nung von D r. med. E._____ namentlich deshalb verord- net worden, weil der Beschwerdeführer Zyprexa bereits sehr gut vertragen und es auch entsprechend gewirkt habe (Prot. Vi. S. 18). 3.6.4 Insgesamt können die Nebenwirkungen von Zyprexa beim Beschwerde- führer in Anbetracht des Nutzens für den Beschwerdeführer als gering bezeichnet werden. Die geschilderten Konsequenzen einer Unterlassung der Behandlung, insbesondere die Gefahr einer Chronifizierung der Krankheit, wiegen eindeutig schwerer. Weniger einschneidende Behandlungsmöglichkeiten sind nicht ersicht- li ch. Ei ner Behandlung mi t Zyprexa ist sodann aufgrund der besseren Einstellbar-
keit der Vorrang vor der vom Beschwerdeführer gewünschten Behandlung mit Se- roquel zu geben, zumal Seroquel während einer akuten Symptomatik, wie sie derzeit beim Beschwerdeführer besteht, sehr hoch dosiert werden müsste. Na- mentli ch hat auch der Beschwerdeführer selbst ein Interesse an einer möglichst wirksamen Behandlung bei einer möglichst geringen Dosierung, welches höher zu gewichten ist, als seine momentane Entscheidungsfreiheit. Damit ist die im Be- handlungsplan vom 10. August 2015 vorgesehene Zwangsmedikation mit Zypr- exa als verhältnismässig ei nzustufen. 3.7 Fazi t Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für die Behandlung ohne Zustimmung gegeben. Die Anordnung der Zwangsmedikation erscheint medizi- nisch angezeigt und eine mildere Massnahme steht nicht zur Verfügung. Ange- sichts der Weigerung des Beschwerdeführers, das Medikamente freiwillig einzu- nehmen, ist dieses zwangsweise zu verabreichen. Die Vorinstanz hat dement- sprechend die gegen die Zwangsmedikation gerichtete Beschwerde des Be- schwerdeführers zu Recht abgewiesen. Dies führt zur Abweisung der diesbezüg- li chen Beschwerde. 4. Kostenfolgen 4.1 Zu sei nen finanziellen Verhältnisse hatte der Beschwerdeführer i m vor- instanzlichen Verfahren ausgeführt, dass er über ein Einkommen in Form einer IV -Rente (plus Ergänzungsleistungen) verfüge (Prot. Vi. S. 12). Insbesondere aufgrund dessen, dass der Beschwerdeführer seit längerem in einer betreuten und damit kostenintensiven Wohnform lebt, ist dem Beschwerdeführer – wie be- reits i m vori nstanzli che n Verfahren – die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilli- gen, zumal er offensichtlich nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, um neben seinem Lebensunterhalt für die Prozesskosten aufzukommen und zudem sei ne Beschwerde nicht von Vornherein aussichtslos erscheint.
4.2 In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfah- rens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 450f ZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch zufolge der ihm gewährten unentgeltlichen Prozess- führung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. Es wird beschlossen: 1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege für das Be- schwerdeverfahren gewährt. 2. Schri ftli che Mi ttei lung und Rechtsmittel gemäss nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Horgen 18. August 2015 wird bestätigt. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an den Beschwerdeführer, die Psychiatrische Klinik Sanatorium Kirchberg und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, sowie an die Obergerichtskasse. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zi vi lk a mme r
Die Gerichtsschreiberin:
MLaw N. Seebacher
versandt am: 10. September 2015