Appeal inadmissible for non-compliant complaint in criminal matter

UE110147Obergericht05.10.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court's III Criminal Chamber dealt with an appeal against a prosecutor's refusal to open a criminal investigation for alleged abuse of office. Despite several filings and a deadline to remedy the defects, the appellant failed to explain concretely what criminal conduct was alleged or why the non-opening decision was wrong. The court held that the appeal did not meet the requirements of Art. 385 StPO and declined to enter into the matter. As the losing party, the appellant was ordered to pay the court fee of CHF 500.

Omnilex-Regeste

Art. 385 StPO; requirements for a criminal appeal and consequence of insufficient substantiation: an appeal must clearly identify the contested ruling, the grievances raised, and the reasons for disagreement with the decision; vague or incoherent submissions do not satisfy the formal requirements. If the appellant is granted a deadline to remedy defects and the deficiency persists, the appellate court must refuse to enter into the appeal under Art. 385 para. 2 StPO. Costs follow the outcome under Art. 428 para. 1 StPO.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer Geschäfts-Nr.: UE110147-O/U/gk Mitwirkend:die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, Dr. P. Martin und lic. iur. W. Meyer sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. B. Wälti-Hug Beschluss vom 5. Oktober 2011 in Sachen A., Beschwerdeführer gegen 1.B., 2.C._____, 3.Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse2, Postfach, 8090 Zürich, Beschwerdegegner betreffend Nichtanhandnahme einer Untersuchung Beschwerde gegen die Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 13. Juli 2011, VBM/2011/782/BR/go

Erwägungen: 1. Mit Verfügung vom 13. Juli 2011 (Urk. 3) nahm die Oberstaatsanwalt- schaft des Kantons Zürich die von A._____ mittels Strafanzeige verlangte Unter- suchung gegen diverse Personen des Bewährungs- und Vollzugsdienstes wegen Amtsmissbrauchs (?) nicht anhand. Kosten wurden nicht erhoben. Den Beschul- digten wurden weder Entschädigung noch Genugtuung ausgerichtet. 2. Der Anzeigeerstatter, der die Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft be- treffend die Nichtanhandnahme einer Strafuntersuchung am 20. Juli 2011 erhal- ten hat (handschriftlicher Vermerk auf Urk. 3, Urk. 23/5a), richtete nach Einrei- chung seiner Beschwerdeschrift vom 21. Juli 2011 (Urk. 2) samt diversen Beila- gen (Urk. 3 - 10) während laufender Beschwerdefrist noch insgesamt drei weitere Eingaben mit zahlreichen weiteren Beilagen an die Kammer (Urk. 2 - 10, 14 - 15, 18 und 20), wobei selbst nach deren eingehendem Studium nicht ersichtlich wird, in welchem Verhalten der von ihm angeschuldigten (Amts-) Personen konkret ei- ne (und welche) Straftat zu erblicken sei, und inwiefern und weshalb der Be- schwerdeführer mit der von ihm angefochtenen Verfügung bzw. deren Begrün- dung nicht einig geht. Die dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 18. August 2011 (Urk. 24) eingeräumte Frist zur Nachbesserung im Sinne von Art. 385 Abs. 2 Satz 1 StPO brachte keine Verbesserung diesbezüglich (Urk. 26). Die Eingaben des Beschwerdeführers genügen den Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO an eine Beschwerde allesamt in keiner Art und Weise und zwar weder einzeln noch gesamthaft betrachtet. Es ist daher nach Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO vorzugehen und auf die Beschwerde nicht einzutreten. 3. Der im Beschwerdeverfahren unterliegende Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  1. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.--. 3. Die Kosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer gegen Empfangsschein die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, unter Rücksendung ih- rer Akten Urk. 23, gegen Empfangsschein 5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer- den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes. Zürich, 5. Oktober 2011 Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer Der Präsident: lic. iur. K. Balmer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. B. Wälti-Hug

Schlagwörter

criminal appealformal requirementsnon-entrysubstantiationcostsprosecutor refusalabuse of office

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements under Art. 385 StPO

Extrahierter Entscheid

The submissions did not satisfy the statutory requirements for a criminal appeal, even considered together, and the deficiency was not cured after an opportunity to supplement them.

Extrahierte Begründung

The appellant did not clearly identify the alleged criminal conduct, the concrete offences, or why he disagreed with the challenged decision and its reasoning. The supplementary filing period under Art. 385 para. 2 StPO did not improve the defects, so the court had to refuse to enter into the appeal.

Kernrechtsfrage

Who bears the costs of the appeal proceedings

Extrahierter Entscheid

The unsuccessful appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Under Art. 428 para. 1 StPO, the losing party in the appeal proceedings is cost-bearing.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.