Administrative complaint withdrawn; proceedings closed

VB160020Obergericht20.10.2016Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A supervisory complaint concerning the conduct of a district judge in a pending criminal case was referred to the Obergericht of Zurich and later withdrawn by the complainant. The Verwaltungskommission therefore struck the matter off as withdrawn. It held that no costs were to be charged because the complaint was not abusive, and no party compensation was due. The court also noted that the reporter was not a procedural party and therefore had no standing for the indicated remedy or right to be notified of the decision.

Omnilex-Regeste

§ 83 Abs. 3 GOG; Art. 106 ZPO; § 20 GebV OG; withdrawal of an administrative supervisory complaint: if the complainant withdraws the filing, the proceedings are to be struck off as withdrawn. Costs in supervisory-complaint proceedings are generally not levied absent abusive conduct; if the matter is not mutwillig, court costs remain at zero and no party compensation is awarded. A reporter who is not a procedural party lacks standing for the mentioned recourse and is not entitled to notification of the outcome.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission

Geschäfts-Nr. VB160020-O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Burger, Vizepräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. F. Schorta sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 20. Oktober 2016

gegen

A._____, lic. iur., Beschwerdegegner

betreffend Aufsichtsbeschwerde

Erwägungen: 1. Am Bezirksgericht Bülach ist zurzeit ein Strafverfahren hängig (Verfahrens- nummer GG160068-C ), i n welchem B._____ (fortan: Anzeigeerstatter) be- schuldigte Partei ist (act. 5). Anlässlich dieses Strafverfahrens setzte der zu- ständige Richter lic. iur. A._____ die Hauptverhandlung auf den 22. September 2016 an. 2. Mit Eingabe vom 22. September 2016 gelangte der Anzeigeerstatter an die Parlamentsdienste des Kantons Zürich und ersuchte diese um Enthebung von Bezirksrichter lic. iur. A._____ aus seinem Amte (act. 2). Die Parla- mentsdienste überwiesen das Gesuch in der Folge zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Zürich als unmittelbare Aufsichtsbehörde über das besagte Bezirksgericht (act. 1). Die Verwaltungskommission nahm das Gesuch als administrative Aufsichtsbeschwerde entgegen. 3. Am 2. Oktober 2016 wandte sich der Beschwerdeführer mittels E-Mail er- neut an die Parlamentsdienste des Kantons Zürich und beanstandete die Weiterleitung der Aufsichtsbeschwerde ans Obergericht (act. 4). Zur Be- gründung brachte er vor, er gebe sich mit Personen wie den Mitgliedern des Obergerichts, deren Niveau intellektuell und intelligenzmässig unter demje- ni gen von i hm sei, ni cht ab. Da er aufgrund dessen eine Behandlung durch das Obergericht ablehne, ziehe er sei n Amtsenthebungsgesuc h zurück. 4. Am 3. Oktober 2016 baten die Parlamentsdienste den Anzeigeerstatter vi a E-Mail um direkte Einreichung des Rückzugs beim Obergericht. Glei chen- tags ersuchte Letzterer die Parlamentsdienste um Weiterleitung des Rück- zugs ans Obergericht, was abgelehnt wurde. In der Folge reichte der Anzei- geerstatter den Rückzug per Post direkt beim Obergericht ein (act. 4). Auf- grund des besagten Rückzugs ist das vorliegende Verfahren als durch Rückzug erledigt abzuschreiben. 5. Im Verfahren betreffend administrative Aufsichtsbeschwerde sind gemäss gängiger Praxis des Obergerichts keine Kosten zu erheben, sofern dieses

nicht mutwillig erhoben wurde (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 GebV OG). Dies ist vorliegend der Fall, weshalb die Kosten ausser Ansatz fallen. Entschädi gungen si nd kei ne zu entri chten. 6. Hinzuweisen ist sodann auf das Rechtsmittel des Rekurses an die Rekurs- kommission (Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2012, § 82 N 44 f.). Der Anzeigeerstatter gilt vorliegend nicht als Verfahrens- partei. Es steht ihm daher weder die Legitimation zur Ergreifung des ge- nannten Rechtsmittels zu, noch ist ihm vom Ausgang des Verfahrens Mittei- lung zu machen.

Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. 2. Die Kosten fallen ausser Ansatz. 3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung, gegen Empfangsschein, an den Beschwerdegegner. 5. Rechtsmittel: Ein Rekurs gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zustel- lung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids bei der Rekurs- kommission des Obergerichts, Postfach 2401, 8021 Zürich, eingereicht wer- den. In der Rekursschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. All- fällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.

Züri ch, 20. Oktober 2016

Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am:

Schlagwörter

administrative supervisionwithdrawalcostsparty statusstandingnotification

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the administrative supervisory complaint should be closed after withdrawal

Extrahierter Entscheid

The proceedings were dismissed as withdrawn and therefore closed.

Extrahierte Begründung

The complainant expressly withdrew the request, so the pending supervisory complaint became moot and had to be struck from the docket.

Kernrechtsfrage

Whether court costs or party compensation should be awarded

Extrahierter Entscheid

No costs were charged and no compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

In supervisory-complaint proceedings, costs are generally not levied unless the filing was abusive; that was not the case here, and no compensation was due.

Kernrechtsfrage

Whether the reporter had standing as a party and a right to receive notice or appeal

Extrahierter Entscheid

He was not treated as a procedural party and thus had neither standing for the stated remedy nor a right to be notified of the outcome.

Extrahierte Begründung

The court noted that the reporter was not a party to the proceedings; therefore he could not pursue the mentioned recourse and need not be notified of the decision.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.