Partial preservation of evidence concerning construction defects

11 H 30/85Gericht erster Instanz03.02.1986ZivilrechtTeilweise gutgeheissen

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The applicants sought preservation of evidence regarding alleged sound-insulation deficiencies and excessive installation noise in a multi-family building, as well as the responsible parties. The Aachen District Court ordered an expert report addressing the alleged defects and the respondents’ respective responsibility. Dr. T was appointed to prepare the report, subject to the applicants paying an advance of DM 1,500. The court rejected the remaining requests, including findings about remedial measures and expenditure, because those matters could be assessed later in any subsequent litigation and were not urgent.

Omnilex-Regeste

Under §§ 485 ff ZPO, evidence may be preserved before or independently of a principal action where the statutory requirements for that procedure are met. The need to establish alleged construction defects and their attribution may be addressed by expert evidence. Requests concerning remedial measures and expenditure do not warrant preservation where there is no urgency and the relevant findings can be obtained by an expert in any subsequent lawsuit. The procedure therefore does not extend to evidence that can be preserved effectively at a later stage.

Gesamter Gesetzestext

Amtsgericht Aachen — 11 H 30/85 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 1986-02-03

Aktenzeichen: 11 H 30/85

ECLI: ECLI:DE:AGAC1:1986:0203.11H30.85.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: Einzelrichter

Tenor

I.

soll im Wege des Beweissicherungsverfahrens gemäß §§ 485 ff ZPO Beweis erhoben werden durch Einholung eines Sachverständigengutachtens über folgenden Behaup-tungen:

dass die Luft und Trittschalldämmung im Mehrfamilienhaus Am U x/x1, 0000 B, dem heutigen Stand und den anerkannten Regeln der Tech-nik/Baukunst nicht entspricht und dass die ermittelten Installationsgeräusche unzuläs-sig sind und dass insbesondere die mangelhafte Luftschalldämmung auf einem zu niedrigen Flächengewicht der Wohnungstrennwände zwischen den Wohnungen im 1. OG Haus x/x1 unter Berücksichtigung der Flankenübertragungen beruht und die Trittschalldämmung augenscheinlich nicht von den Treppenraumwänden getrennt sind und es an der Ausbildung eines schwimmenden Estriches auf den Treppenpodesten mangelt und in den Wohnräumen die ausgebildeten schwimmenden Estriche bauliche Mängel aufweisen, was unter anderem auf nicht sorgfältige Ausbildung der Randan-schlüsse zurückzuführen ist,

dass die mangelhafte Luft- und Trittschalldäummung sowie die unzulässigen Installa-tionsgeräusche auf fehlerhafte Leistungen der Antragsgegner Ziffer 1, 3 – 5, allerdings mit unterschiedlichen Verursachungsbeiträgen, zurückzuführen sind und in deren zu vertretenden Verantwortungsbereich fallen, wobei die fehlerhafte Luftschalldämmung und die unzulässigen Installationsgeräusche in den zu vertretenden Verantwortungsbe-reich der Antragsgegner Ziff. 1-3 fallen, die fehlerhafte Trittschalldämmung in den zu vertretenden Verantwortungsbereich der Antragsgegner Ziff. 1, 3 – 5 fällt, wobei insbe-sondere die Ausführungsmängel nur den zu vertretenden Verantwortungsbereich der Antragsgegner Ziff. 3-5 betreffen.

II.

Mit der Erstattung des Gutachtens wird Herr Dr.T, F-Str., 0000 B beauftragt.

III.

Die Einholung des Gutachtens ist davon abhängig, dass die Antragsteller einen Ausla-genvorschuss von 1.500,00 DM bei der Gerichtskasse in B einzahlen.

IV.

Die weitergehenden Anträge der Antragsteller auf Anordnung des Beweissicherungs-verfahrens werden zurückgewiesen.

Die Voraussetzungen der §§ 485 ff ZPO sind insoweit nicht gegeben. Es besteht keine Eilbedürftigkeit, da die Feststellungen bezüglich der Mängelbeseitigungsmaßnahmen und der Aufwendungen auch zu einem späteren Zeitpunkt von einem Sachverständi-gen in einer ggfls. zu führenden Rechtsstreit getroffen werden können.

B, den 03.02.1986

Amtsgericht, Abt. 11

Schlagwörter

preservation of evidenceconstruction defectsexpert evidencesound insulationinstallation noise

Expert evidence is to be obtained on the alleged sound-insulation and installation-noise defects and their attribution to specified respondents.

The court ordered an expert report on the identified defects and responsibility issues under the statutory evidence-preservation procedure.

The remaining requests for evidence preservation are denied because there is no urgency; the relevant findings can be made later in any subsequent litigation.

The requirements for evidence preservation are not met insofar as the requested findings about remedial measures and costs can be obtained later by an expert in a possible lawsuit.

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