Landesarbeitsgericht Hamm, 2005-07-07, 8 Sa 2024/04

8 Sa 2024/04Arbeitsgericht07.07.2005

Regest

Beruft sich der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber binnen eines Monats nach Zugang der Kündigung unter Hinweis auf einen vorangehend gestellten Gleichstellungsantrag auf den Sonderkündigungsschutz wegen Schwerbehinderung, so genügt diese Mitteilung zur Wahrung der Rechte auch dann, wenn der Arbeitnehmer nicht die beantragte Gleichstellung, sondern - aufgrund eines nicht mitgeteilten vorangehenden Verschlimmerungsantrags - die Anerkennung als Schwerbehinderter erlangt.

Gesamter Gesetzestext

Landesarbeitsgericht Hamm — 8 Sa 2024/04 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2005-07-07

Aktenzeichen: 8 Sa 2024/04

ECLI: ECLI:DE:LAGHAM:2005:0707.8SA2024.04.00

Dokumenttyp: Urteil

Spruchkörper: 8. Kammer

Normen: SGB IX § 85 ff.

Leitsätze

Beruft sich der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber binnen eines Monats nach

Zugang der Kündigung unter Hinweis auf einen vorangehend gestellten Gleichstellungsantrag auf den Sonderkündigungsschutz wegen Schwerbehinderung, so genügt diese Mitteilung zur Wahrung der Rechte auch dann, wenn der Arbeitnehmer nicht die beantragte Gleichstellung, sondern - aufgrund eines nicht mitgeteilten vorangehenden Verschlimmerungsantrags - die Anerkennung als Schwerbehinderter erlangt.

Tenor

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Hamm vom 14.09.2004 - 3 Ca 796/04 - wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.