19 U 268/94•Oberlandesgericht Köln, 1995-08-09, 19 U 268/94
Oberlandesgericht Köln, 1995-08-09, 19 U 268/94
19 U 268/94Obergericht09.08.1995
Regest
Ist in den AGB eines Leasingvertrages bestimmt, daß der Leasingnehmer die vereinbarten Raten für die Dauer der Vorenthaltung der Leasingsache weiterzuzahlen hat, wenn er nach Beendigung des Leasingvertrages die Leasinggegenstände trotz Aufforderung nicht herausgibt, besteht ein solcher Anspruch nicht, wenn der Leasingnehmer sich berechtigerweise auf ein Zurückbehaltungsrecht nach § 273 BGB beruft. Das gilt allerdings nicht, wenn der Leasingnehmer die Sache nicht nur zurückbehält, sondern auch weiter nutzt.
Gesamter Gesetzestext
Oberlandesgericht Köln — 19 U 268/94 — Urteil
Entscheidungsdatum: 1995-08-09
Aktenzeichen: 19 U 268/94
ECLI: ECLI:DE:OLGK:1995:0809.19U268.94.00
Dokumenttyp: Urteil
Spruchkörper: 19. Zivilsenat
Normen: BGB §§ 273, 557
Leitsätze
Ist in den AGB eines Leasingvertrages bestimmt, daß der Leasingnehmer die vereinbarten Raten für die Dauer der Vorenthaltung der Leasingsache weiterzuzahlen hat, wenn er nach Beendigung des Leasingvertrages die Leasinggegenstände trotz Aufforderung nicht herausgibt, besteht ein solcher Anspruch nicht, wenn der Leasingnehmer sich berechtigerweise auf ein Zurückbehaltungsrecht nach § 273 BGB beruft. Das gilt allerdings nicht, wenn der Leasingnehmer die Sache nicht nur zurückbehält, sondern auch weiter nutzt.
Tenor
Auf die Berufungen der Klägerin und des Beklagten wird das Urteil der 21. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 13.10.1990 - 21 O 146/94 - unter Zurückweisung der weitergehenden Rechtsmittel teilweise abgeändert und wie folgt neu gefaßt:
Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 11.642,67 DM nebst 4% Zinsen seit dem 11.7.1993 zuzahlen. Im übrigen wird die Klage abgewiesen.
Auf die Widerklage wird die Klägerin unter Abweisung im übrigen verurteilt, an den Beklagten folgende Gegenstände herauszugeben Zug um Zug gegen Zahlung von 11.642,67 DM nebst 4% Zinsen seit dem 11.7.1993: ein PC ..... ein PC ..... ein Drucker ... ein Drucker ...... vier Stühle.
Von den Kosten des Rechtsstreits 1. Instanz tragen die Klägerin 56 % und der Beklagte 44%.
Von den Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Klägerin 25% und der Beklagte 75 %.
Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.
Was bedeutet dieser Text für Ihre Situation?
Kostenlose und unverbindliche Beratung
Schildern Sie uns Ihre Situation. Unser Team meldet sich per E-Mail bei Ihnen für Ihre Beratung.
Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort
Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.