BGH, Beschluss vom 08.07.2025 - 3 StR 218/25•BGH, 2025-07-08 — 3 StR 218/25
BGH, Beschluss vom 08.07.2025 - 3 StR 218/25Bgh / 3. Strafsenat08.07.2025
BGH | Beschluss | 2025-07-08 | 3 StR 218/25
Entscheidungsdatum: 2025-07-08
Aktenzeichen: 3 StR 218/25
ECLI: ECLI:DE:BGH:2025:080725B3STR218.25.1
Dokumenttyp: Beschluss
Vorinstanz: vorgehend BGH, 8. Juli 2025, Az: 3 StR 218/25, Beschlussvorgehend LG Koblenz, 22. Januar 2025, Az: 3 KLs 2090 Js 20975/24nachgehend BGH, 8. Juli 2025, Az: 3 StR 218/25, Beschluss
Spruchkörper: 3. Strafsenat
a) die Einzelstrafen in den Fällen II.2.10. bis II.2.12. der Urteilsgründe;
b) die Gesamtstrafe;
jedoch bleiben die jeweils zugehörigen Feststellungen aufrechterhalten.
Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.
1 Das Landgericht Koblenz hat den Angeklagten wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis, sowie wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Gegen seine Verurteilung wendet sich der Angeklagte mit der auf die allgemeine Sachrüge gestützten Revision. Das Rechtsmittel hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen ist es unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
2 1. Der Strafausspruch hält in den Fällen II.2.10. bis II.2.12. der Urteilsgründe materiellrechtlicher Nachprüfung nicht stand. Das Landgericht hat in diesen Fällen den Angeklagten auf Grundlage der getroffenen Feststellungen rechtsfehlerfrei wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln verurteilt. Die festgesetzten Einzelstrafen hat es jeweils dem Strafrahmen des § 29 Abs. 1 BtMG entnommen, ohne die in § 27 Abs. 2 StGB zwingend vorgesehene Strafrahmenverschiebung zu berücksichtigen. Es ist nicht auszuschließen, dass das Landgericht bei Vornahme der Strafrahmenverschiebung niedrigere Einzelstrafen gegen den Angeklagten verhängt hätte (§ 337 Abs. 1 StPO).
3 Die Aufhebung des Strafausspruchs in den Fällen II.2.10. bis II.2.12. der Urteilsgründe zieht den Fall des Gesamtstrafenausspruchs nach sich.
4 2. Einer Aufhebung der zugehörigen Feststellungen bedarf es nicht (§ 353 Abs. 2 StPO).
5 3. Im Übrigen hat die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).
Schäfer Berg Erbguth
Kreicker Munk