20000313•Europaschutzgebiet Nr. 4 - Wörschacher Moos und ennsnahe Bereiche (AT 2212000)
20000313Europaschutzgebiet Nr. 4 - Wörschacher Moos und ennsnahe Bereiche (AT 2212000)Ordinance06.01.2007
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 4. Dezember 2006 über die Erklärung des Gebietes „Wörschacher Moos und ennsnahe Bereiche“ (AT 2212000) zum Europaschutzgebiet Nr. 4
Stammfassung: LGBl. Nr. 3/2007 (CELEX-Nr. 31992L0043, 32003R1882, 31979L0409)
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976 – NSchG 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 97/2006, wird verordnet:
Das in den Gemeinden Aigen im Ennstal, Lassing, Weißenbach bei Liezen und Wörschach gelegene Gebiet „Wörschacher Moos und ennsnahe Bereiche“ wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 4 bezeichnet.
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie nach der Vogelschutz-Richtline (Anlage A) und im Falle der Beeinträchtigung des günstigen Erhaltungszustandes auch deren Wiederherstellung.
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 14.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
Durch diese Verordnung werden folgende Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt:
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 6. Jänner 2007, in Kraft.
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung vom 3. Februar 2003, LGBl. Nr. 14/2003, außer Kraft.
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr.
Lebensraumtyp
6410
Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden und Lehmboden
6430
Feuchte Hochstaudenfluren
6510
Magere Flachland-Mähwiesen
7120
Geschädigte Hochmoore (regenerierbar)
7140
Übergangs- und Schwingrasenmoore
7150
Senken mit Torfmoorsubstraten
7230
Kalkreiche Niedermoore
Säugetier nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr.
Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1355
Fischotter
Lutra lutra
Amphibie nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr.
Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1193
Gelbbauchunke
Bombina variegata
Gliederfüßler nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr.
Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1065
Skabiosenscheckenfalter
Euphydryas aurinia
Pflanzen nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr.
Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1393
Firnisglänzendes Sichelmoos
Drepanocladus vernicosus
1903
Moorglanzstendel
Liparis loeselii
Vögel nach der VS-RL Anhang I
Code Nr.
Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
A072
Wespenbussard
Pernis apivorus
A081
Rohrweihe
Circus aeruginosus
A097
Rotfußfalke
Falco vespertinus
A103
Wanderfalke
Falco peregrinus
A122
Wachtelkönig
Crex crex
A166
Bruchwasserläufer
Tringa glareola
A197
Trauerseeschwalbe
Chlidonias niger
A234
Grauspecht
Picus canus
A255
Brachpieper
Anthus campestris
A338
Neuntöter
Lanius collurio
A379
Ortolan
Emberiza hortulana
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr.
Lebensraumtyp
7110
Naturnahe lebende Hochmoore
7210
Kalkreiche Sümpfe mit Cladium mariscus und Carex davalliana
91D0
Bergkiefer-Moorwälder
91E0
Restbestände von Erlen- und Eschenwäldern an Fließgewässern
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