20000799•Vereinbarung über die Festlegung von Immissionsgrenzwerten für Luftschadstoffe und Maßnahmen zur Verringerung der Belastung der Umwelt
20000799Vereinbarung über die Festlegung von Immissionsgrenzwerten für Luftschadstoffe und Maßnahmen zur Verringerung der Belastung der UmweltLaw18.09.1987
Vereinbarung über die Festlegung von Immissionsgrenzwerten für Luftschadstoffe und über Maßnahmen zur Verringerung der Belastung der Umwelt
Stammfassung: LGBl. Nr. 73/1987
Der Bund,
das Land Burgenland,
das Land Kärnten,
das Land Niederösterreich,
das Land Oberösterreich,
das Land Salzburg,
das Land Steiermark,
das Land Tirol,
das Land Vorarlberg und
das Land Wien
im folgenden Vertragsparteien genannt schließen die nachstehende Vereinbarung:
Im RIS seit
09.02.2014
Gegenstand dieser Vereinbarung ist die Festlegung von Immissionsgrenzwerten für Luftschadstoffe im Sinne des Art. II des Bundesverfassungsgesetzes vom 2. März 1983, BGBl. Nr. 175, ab deren Überschreitung Maßnahmen zur Abwehr von gefährlichen Belastungen der Umwelt in die Zuständigkeit des Bundes (Art. 10 Abs. 1 Z 12 BVG) fallen, sowie die Festlegung von Maßnahmen zur Verringerung der Belastung der Umwelt durch Luftschadstoffe.
Die Immissionsgrenzwerte im Sinne des Art. 1 werden in der Anlage 1 festgelegt.
Die Vertragsparteien verpflichten sich, im jeweiligen Kompetenzbereich geeignete Maßnahmen zur Verringerung, der Belastungen der Umwelt durch Luftschadstoffe zu setzen. Ziel dieser Maßnahmen ist, daß spätestens mit Ablauf des 31.Dezember 1990 die Immissionskonzentrationen im Bundesgebiet keinen der in der Anlage 2 genannten Werte überschreiten.
Der Bund stellt den Ländern die Daten der von ihm durchgeführten oder in Auftrag gegebenen Immissionsmessungen zur Verfügung. Die Länder stellen dem Bund die Daten der von ihnen durchgeführten oder in Auftrag gegebenen Immissionsmessungen zur Verfügung.
Diese Vereinbarung tritt 30 Tage nach Ablauf des Tages in Kraft,
Diese Vereinbarung wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Sie kann nur im Einvernehmen mit allen Vertragsparteien aufgehoben oder geändert werden.
Diese Vereinbarung wird in einer Urschrift ausgefertigt. Die Urschrift wird beim Bundeskanzleramt hinterlegt. Dieses hat allen Vertragsparteien beglaubigte Abschriften der Vereinbarung zu übermitteln.
Diese Vereinbarung ist gemäß ihrem Artikel 5 am 18. September 1987 in Kraft getreten.
1
Schwefeldioxid in Verbindung mit Staub
1.1
S02 bei Staubwerten kleiner 0,2 mg/m3
0,6 mg/m3
(0,22 ppm)
1.2
Summe S02 und Staub bei Staubwerten größer/gleich 0,2 mg/m3
0,8 mg/m3
2
Kohlenmonoxid
30 mg/m3
(26 ppm)
3
Stickstoffdioxid
0,6 mg/m3 (0,31 ppm)
4
Die unter Punkt 1 bis 3 genannten Immissionsgrenzwerte sind als Dreistundenmittelwerte in mg/m3 (ppm), bezogen auf 20o C und 1013 mbar, zu bestimmen. Eine Immissionsgrenzwertüberschreitung im Sinne des Art. II des Bundesverfassungsgesetzes vom 2. März 1983, BGBl. Nr. 175, liegt vor, wenn auch nur einer dieser Werte überschritten wird.
5
Eine Immissionsgrenzwertüberschreitung im Sinne des Art. II des Bundesverfassungsgesetzes vom 2. März 1983, BGBl. Nr. 175, liegt auch dann vor, wenn die Messung eines der unter Punkt 1 bis 3 genannten Luftschadstoffe als Halbstundenmittelwert, bezogen auf 20o C und 1013 mbar – ergibt, daß das Zweifache der unter Punkt 1 bis 3 genannten Immissionsgrenzwerte überschritten wird.
1
Schwefeldioxid in Verbindung mit Stau
1.1
0,2 mg S02/m3 (0,075 ppm)
als Tagesmittelwert
1.2
0,2 mg S02 /m3 (0,075 ppm)
als Halbstundenmittelwert; drei Halbstundenmittelwerte pro Tag bis zu einer Konzentration von 0,5 mg S02/m3 (0,185 ppm) gelten nicht als Überschreitung des Halbstundenmittelwertes.
1.3
0,2 mg Staub/m3
als Tagesmittelwert; dieser Wert bezieht sich auf Staub mit einem Stoke'schen Äquivalentdurchmesser kleiner als 10 /Dokumente/Landesnormen/LST40011412/image001.pngm.
2
Kohlenmonoxid
2.1
0 mg CO/m3 (9 ppm)
als gleitender Achtstundenmittelwert.
2.2
40 mg CO/m3 (34 ppm)
als Einstundenmittelwert.
3
Stickstoffdioxid
0,2 mg N02 /m3 (0,105 ppm)
als Halbstundenmittelwert.
4
Eine Überschreitung des Immissionswertes liegt dann vor, wenn auch nur einer der unter Punkt 1 bis 3 genannten Werte unter Berücksichtigung der in Punkt 1.2 für den S02Halbstundenmittelwert festgelegten Ausnahme überschritten wird.
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"8100 Smogalarm, Luftreinhaltung, Immission"
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