LGBL_ST_19741011_124•Gesetz vom 3. Juli 1974 über das Dienstrecht der Landesbeamten (Steiermärkisches Landesbeamtengesetz)
LGBL_ST_19741011_124Gesetz vom 3. Juli 1974 über das Dienstrecht der Landesbeamten (Steiermärkisches Landesbeamtengesetz)Gazette11.10.1974
Gesetz vom 3. Juli 1974 übe.r das Dienstrecht
der Landesbeamten (Steiermärkisches Landesbeamtengesetz)
Der Steiermärkischle Landta,g hat be.schlos,sen: ·
§ 1
Anwendungsbereich
(1) Dieses Gesetz d:st auf die mi. ötfif.entlich-recht~ liehen Dienstverhältnis zum Land Steiermark stehenden Bed:ieTiiSteten (Landesbeamte) a-n2!uwenden.
(2) Ausgenommen sind idie Personen, auf die das Landeslehrer-Dienstgesetz, BGBl. Nr. 245/1962, ,in
der Fassung der Bundesgesetze BGBl. Nr. 245/1965,
340/1965, 171/1966, 298/ 1968, 288/ 1969, 247/ 1970, 486/ 1971, 229/ 1972 und 445/1972 und das Land- und for.stwirtscbiaffüche Landes.lehrer-Diienistgesetz, BGBl. Nr. 176/1966, in der Fassung der Bundesgesetze
BGBl. Nr. 300/ 1968, 297/ 1969, 248/1970, 487/1971, 279/1972 und 445/1972 a.nzuw-enden sind.
(3) D1eses Gesetz ist aruf die D~striktsärzte und La-n:desbezirkstierärzte nur insowe,H a.nzruwend•en al-s das Dienstrecht dieser Landesbeamten rnicht
durch d.a:s Gesetz LGBl. Nr. 59/1953, in der Fa,ssu.ng des Gesetzes ·lJGBl. Nr. 39/ 1958, das Gesetz lJGBl. Nr. 60/1953, in der Fa,ssung des Gesetzes LGBl. Nr. 38/1958, .sow,ie das Gesetz LGBl. Nr. 21/1968
geregelt wird.
§ 2
Anwendung bundesgesetzlicher Bestimmungen
(1) SoweH 1-andesg,e.setzlich und in der einen Bestanidteil dieses Gesetzes bildenden Anlaige :nicht anderes
bestimmt !ist, sind auf 1di•e Landesbeamtem. die
für dais DielllJStr.echt eimlschließlich des Besoldungs-, Drsziphln,ar- ,und Pens,i,orusrechties .der Bundes,beamten am Tag,e ,der Besc:hlußfossUJng dieses Gesetzes maßgeblichen Bundesgesetze al,s La;r;,desges,etze !S:inng,emäß
anzuwenden.
(2) D1e ,in diesen Bundesgesetzen den obersten
Organen ider Vollziehung des Bundes (Bundespräsi.
dent, BunidesregierUDJg, ·Bunde.smini,ster) hiinsichtlich der Bundesbeamten zu•s-tehenden Befiugntsse stehen
hinsiichhl.ich der Landesbeamten .der Landesregierung
zu. Die Bestimrrmmgen der Bunctes,gesetze,
die Mitwirkungsrechte •eines oder mehrerer Organe
des Bunde,s bei der Anwendung d1eiser Bunrdesgesetze
vörnehen, ·sind nicht aniuwe1;den.
(3) Di·e in ,diesen Bundesg·esetzen festgelegten
Rechte und Pflichten der Bundesbea:mten g,eg.enüber der Republik Osterreich haben die Landesbeamten
dem La!I1d .Steiermark ,gegenüber.
§ 3
Dienstbeurteilungskommission
(1) Für ,die Dienstbeurtei1ung ,der Lanidesbe,amten wird -beim Amt der Landesregierung ,eine Dienstbeurteil ungskommiss.ion -eingerichtet.
(2) Die Dienstbeurteil~ngskommission besteht
au.s ,dem Landesamtsdir-ektor als Vorsitzenden, ·dem Vor.stand •der Abteilung des Amtes der Lan:desregiemmg,
·die die Personalangelegeinheiten besor,gt,
dem Lei•ter der Dienststelle, bei der der zu Beurtei- 1ende in V.erw.end11mg steht, und zwei weiteren von der Landeisl.'egie.ru..ng zu bestellenden Landesbeamten. Im Ralle der Verhinderung vertritt den Landesaimtsdirektor der La.ndesamtsdirektor-Stellvertr,e
·tie:r, die ubr.~gen kraft Gesetzes berufenen Mitglieder der je'Wleils 11Yestellte Stellvertreter oder man,
g,e,1,s einer solch,ein Bestel1W1g der rangälteste rechtskundige Beam-t•e der Dienststelie.
(3) Uber Berufungen geg,en Dienstbeurtei,lungen
entschieidet die Landes,regi,erung.
§ 4
Disziplinarkommission und Disziplinaroberkommission;
Disziplinaranwalt
(1) Zur Durchführung des D1szipl:i.narv-epfahrens
g. egen Landesheamte werden beim Amt der Landesregiiierung eine DiszipHnarkommis•s.ion und eine DisziplinaroberkommiSISion eingerJchtet, ·
(2) Die Diisziplinarkommiss~on besteht aus einem
rechtskundigen Beamten 1a-1s Vorsitzenden, des,s,en rechtskrundigen Stellv.ertretem und der erforderlichen Anzahl vo,n Landesbeamten als weiter,e Mitglied,
er und Ersat~nitgHeder.
(3) Die D.iJsziplinaroberkommission besteht aus
dem Landesamtsidir.ektor •a.1s Vorsitzenden ,und der erfor.derlichen An'2';ahl von Landesbeamten als weitere Mitgltieder :und Ersatzmitglieder. Im RaUe der
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Verhinderung viertritt den Lan!desamtsd:irektor der Landesamtsdirektor-Stellvertreter, bei deSen Verhi:
nderUil!g das rangälteste rechtsku111di,ge MitgUed
der Di:szip1i.naroberkommi;s-sion.
(4) Von der Disz:iplin,arkommLssion geht der Rechtszug ,ain die D1s-zip1inaroberkolJ.llUThfo~sion als letzte Instanz.
(5) Soweit Mitiglieder ,der DisziplinaroberkommLssion nicht kraft Gesetzes berufen .sind, sind die Mitglieder der Diszip.1inarkommission UilJd der Di:szipli,n,aroberkommis,sion von der Landesregierung zu bestel1en.
(6) Zur Vertretl.LI1g der di,ellistlichen Interessen sirnid von der Landesr,egierung für dLe Diszipl:inarkommis, sion und die Diszipl,inaroberkomrnission ,aus
den rechtskundigen Landes:beamten Je ein Disziplinar, anwalt und die -erforderliche Anzahl von St,ellvertretern zu bestellen.
§ 5
Selbständigkeit und Unabhängigkeit
der Kommissionsmitglieder
(Verfassungsbestimmung.) Die MitgUeder der Dienstbeurteilun.gskomrnission, der Diszipl,iniukommilssion und der D1sziplinaroberkommission ·sind in Ausübung ihres Amtes s·elbstän:dig 'll!Ild unabhängig.
§ 6
Ubergangsbestimmung
Die vor ,dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bestellten
Mitgli,eder der Di-enstbeurteiLungs- und
rnszip1in.arkommissionen hahen ihre Tätigkeit bis
zum A'b1au:f der Bestel1ungsdauer fortzusetzen.
§ 7
Inkrafttreten
(1) Mit ,dem Tage der Kundmadmng dieses Gesetzies
treten i.n Kraft:
(2) Gleichzeil!i,g vseT'liiert da:s Gesetz vom 9. Juli 1952, LGBl. Nr. 40, -betI1eHend das Dienst- und Besolc:
Lun.g,srecht der Landesbeamten (Landesbeamtengesetz) seine Geltung.
(3) Soweit in den in der Anlage angeführten
Bundesgesetzen über das IIIJ!lcr;afttreten nicht aooeres bestimant ,ist, treten diese als Landesgesetze mit dem
·der KU:Il!dmachung im Bundesgesetzblatt folgenden
Tag j,n Kraft.
(4) Die Bestimmung des Abs. 3 gilt ,auch ifür Bundesgesetze, -die in -die Anlag-e geändert übernommen
wer.den.
(5) Durchführungsverordnungen ·ziu ,diesem Gesetz
dürfen frühestens mit den ihnen zugrundeliegenden Gesetzesb.estimmUJ1gen in Kraft g-esetzt werden.
Anlage
(1) Dem Beamten gebührt eine ruhegeillUßfähige
Mehr lei,sturrg,s-.zulage.
(2) Durch die Mehrleistungszulage gemäß Abs. 1
gelten al,s- abgegolten:
(3) Der Bemessung der MehrleistWl!gszu1age ii:.st
,da:s V,erhältni·s der Mehdei.stung zur NormaUeistung (Abs. 2 Z. 1) bzw. die Höherwertigkeit der Leistung (Abs. 2 Z. 2) zugrunde zu legen. 11
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