LGBL_ST_19941024_77•Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. September 1994 über den Landes-Krankenanstaltenplan
LGBL_ST_19941024_77Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. September 1994 über den Landes-KrankenanstaltenplanGazette24.10.1994
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. September 1994 über den Landes-Krankenanstaltenplan
Gemäß § 24 in Verbindung mit § 2a des Steiermärkischen Krankenanstaltengesetzes (KALG), LGBl. Nr. 78/1957, in der Fassung LGBl. Nr. 46/1992, wird verordnet:
§ 1
Ziele
Ziel des Landes-Krankenanstaltenplanes ist die Festlegung eines abgestuften Krankenhausversorgungssystems für die Akutversorgung zum Zwecke der Gewährleistung einer stationären Krankenhausbehandlung je nach Art und Schwere einer Krankheit entsprechend den Grundsätzen und anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft in Krankenanstalten, deren Einzugsgebiet je nach Aufgabe verschieden groß ist.
§ 2
Versorgungsräume, Versorgungssektoren
(1) Für die Planung des Versorgungssystems wird das Landesgebiet in zwei Versorgungsräume eingeteilt. Diese werden in sechs Versorgungssektoren unterteilt.
(2) Versorgungsraum Nord:
Zu diesem gehören folgende Versorgungssektoren:
–Versorgungssektor 1 mit dem politischen Bezirk
Liezen,
–Versorgungssektor 2 mit den politischen Bezirken
Judenburg
Knittelfeld und
Murau,
–Versorgungssektor 3 mit den politischen Bezirken
Bruck an der Mur
Leoben und
Mürzzuschlag.
Versorgungsraum Süd:
Zu diesem gehören folgende Versorgungssektoren:
–Versorgungssektor 4 mit den politischen Bezirken
Graz-Stadt
Graz-Umgebung und
Voitsberg,
–Versorgungssektor 5 mit den politischen Bezirken
Fürstenfeld
Hartberg und
Weiz,
–Versorgungssektor 6 mit den politischen Bezirken
Deutschlandsberg
Feldbach
Leibnitz und
Radkersburg.
(3) Für die Versorgungsräume und die Versorgungssektoren werden für den Zeitraum bis 31. Dezember 2003 die systemisierten Betten für folgende medizinische Sonderfächer bis zu den in der Anlage I ersichtlichen Obergrenzen einschließlich der medizinischen Funktionseinrichtungen für folgende Krankenanstalten, ausgenommen die Sanatorien, festgesetzt:
Ausgenommen sind Krankenanstalten des Bundes und der Sozialversicherungsträger. Sanatorien werden in der Anlage I nur mit dem Ist-Zustand zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung erfaßt. Betten für Begleitpersonen von Kindern im Vorschulalter müssen im Sinne des § 30 KALG in ausreichender Zahl vorhanden sein, sind aber auf die systemisierte Bettenzahl der Anlage I nicht anzurechnen.
(4) Die über die Standard- und Schwerpunktversorgung hinausgehende fachärztliche Betreuung muß im Sinne des § 2a Abs. 1 lit. a und b KALG jeweils durch Fachärzte der betreffenden medizinischen Sonderfächer als Konsiliarärzte gesichert sein; jedenfalls müssen in der Standardversorgung die medizinischen Sonderfächer: Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten und Kinderheilkunde durch Konsiliarärzte abgedeckt werden.
(5) Unter Bedachtnahme auf den Bedarf werden folgende Krankenanstalteneinrichtungen als erforderlich festgestellt:
–Standardkrankenanstalten (§ 2a Abs. 1 lit. a KALG) als erste Versorgungsstufe für alle Versorgungssektoren,
–Schwerpunktkrankenanstalten (§ 2a Abs. 1 lit. b KALG)
als zweite Versorgungsstufe jeweils im Versorgungsraum Nord und Süd,
–Zentralkrankenanstalt (§ 2a Abs. 1 lit. c KALG) als dritte
Versorgungsstufe.
§ 3
(1) Bescheide auf Grund von Landesgesetzen dürfen nur im Einklang mit dem Landes-Krankenanstaltenplan erlassen werden.
(2) Im Bedarfsfalle kann bei Vorliegen besonderer Verhältnisse im Sinne eines Ausgleiches zwischen den Versorgungsräumen bzw. Versorgungssektoren sowie innerhalb dieser Versorgungsbereiche eine Über- oder Unterschreitung der in der Anlage I festgesetzten Obergrenzen für systemisierte Betten bewilligt werden.
§ 4
Diese Verordnung tritt mit dem Tag der Verlautbarung in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Der Landeshauptmann:
Krainer
Anlage I 1.Systemisierte Betten
Versorgungsraum (VR)
und -sektor (VS)Betten je
FachrichtungBetten je
VS
VR Nord:
VS 1politischer Bezirk Liezen:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe173
118
30
321
VS 2politische Bezirke Judenburg, Knittelfeld und Murau:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe
Unfallchirurgie
Orthopädie176
90
40
30
180
516
VS 3politische Bezirke Bruck an der Mur, Leoben und Mürzzuschlag:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe
Neurologie
Unfallchirurgie
Kinderheilkunde
Lungenheilkunde
HNO
Augenheilkunde
Urologie314
228
80
96
130
90
84
53
42
641181
VR Süd:
VS 4politische Bezirke Graz-Stadt, Graz-Umgebung und Voitsberg:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe
Neurologie
Unfallchirurgie
Orthopädie
Kinderheilkunde
Kinderchirurgie
Lungenheilkunde
HNO
Augenheilkunde
Urologie
Dermatologie
Neurochirurgie
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Radiologie817
612
205
390
260
80
199
87
152
155
70
107
109
46
30
263345
VS 5politische Bezirke Fürstenfeld, Hartberg und Weiz:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe
Neurologie*206
192
36
60 494
VS 6politische Bezirke Deutschlandsberg, Feldbach, Leibnitz und Radkersburg:
Innere Medizin
Chirurgie
Gyn./Geburtshilfe
Unfallchirurgie
Orthopädie289
206
77
60
40 672
*Alternativ auch in VS 6 möglich
Sanatorien: Ist-BettenstandBetten je Versorgungsraum
VR Nord129
VR Süd895
Medizinische Universitätsklinik:
–Klinische Abteilung für Gastroenterologie
–Klinische Abteilung für Angiologie
–Klinische Abteilung für Kardiologie
–Klinische Abteilung für Onkologie
–Klinische Abteilung für Nephrologie und Hämodialyse
–Klinische Abteilung für Hämatologie
–Klinische Abteilung für Endokrinologie und Nuklearmedizin
–Klinische Abteilung für Pulmonologie
–Klinische Abteilung für Rheumatologie
Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Dermatologie
–Klinische Abteilung für Umweltdermatologie und Venerologie
Universitätsklinik für physikalische Medizin und Rehabilitation
Universitätsklinik für Chirurgie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Chirurgie
–Klinische Abteilung für Plastische Chirurgie
–Klinische Abteilung für Herzchirurgie
–Klinische Abteilung für Thorax- und Hyperbare Chirurgie
–Klinische Abteilung für Gefäßchirurgie
–Klinische Abteilung für Transplantationschirurgie
Universitätsklinik für Kinderchirurgie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Kinderchirurgie
–Klinische Abteilung für Kinderorthopädie
Universitätsklinik für Unfallchirurgie
Universitätsklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinik für Orthopädie
Universitätsklinik für Anästhesiologie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Anästhesiologie und Intensivmedizin
–Klinische Abteilung für Anästhesiologie für Herz- und Gefäßchirurgie und Intensivmedizin
Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde:
–Klinische Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
–Klinische Abteilung für Zahnerhaltungskunde
–Klinische Abteilung für Zahnersatzkunde
–Klinische Abteilung für Kieferorthopädie
Universitätsklinik für Urologie
Hals-, Nasen-, Ohren-Universitätsklinik:
–Klinische Abteilung für Allgemeine HNO
–Klinische Abteilung für Phoniatrie
–Klinische Abteilung für Neurootologie
Universitätsaugenklinik
Geburtshilflich-Gynäkologische Universitätsklinik:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Geburtshilfe
–Klinische Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin
Universitätsklinik für Neurologie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Neurologie
–Klinische Abteilung für Spezielle Neurologie
Universitätsklinik für Psychiatrie
Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie
Universitätsklinik für Radiologie:
–Klinische Abteilung für Allgemeine radiologische Diagnostik
–Klinische Abteilung für Strahlentherapie
–Klinische Abteilung für Spezielle radiologische und sonstige bildgebende
Verfahren
–Klinische Abteilung für Neuroradiologie
–Klinische Abteilung für Nuklearmedizin
–Klinische Abteilung für Kinderradiologie
Universitäts-Kinderklinik:
–Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie
–Klinische Abteilung für Pädiatrische Hämato-Onkologie
–Klinische Abteilung für Pädiatrische Kardiologie
–Klinische Abteilung für Pädiatrische Pulmonologie und Allergologie
–Klinische Abteilung für Neonatologie
Klinisches Institut für Pathologie
§ 46 UOG Institut für medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation
Gemeinsame Einrichtungen gemäß § 56 UOG:
–Kinder- und Jugendneuropsychiatrie
–Magnetresonanz (MR) Graz
–Klinische Psychosomatik
–Zentrum für Lithotripsie
–Klinische Immunologie
Besondere klinische Einrichtungen gemäß § 83 UOG:
–Zentrale tierbiologische Einrichtung
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