LGBL_ST_20061110_132•Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Oktober 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ennstaler Alpen/Gesäuse" (AT 2210000) zum Europaschutzgebiet Nr. 17
LGBL_ST_20061110_132Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Oktober 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ennstaler Alpen/Gesäuse" (AT 2210000) zum Europaschutzgebiet Nr. 17Gazette10.11.2006
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Oktober 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ennstaler Alpen/Gesäuse" (AT 2210000) zum Europaschutzgebiet Nr. 17
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 56/2006, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Im Bereich der Ennstaler Alpen und des Gesäuses wird ein in den Gemeinden Weng im Gesäuse, Admont, Gaishorn am See, St. Gallen, Landl, Johnsbach, Hieflau und Radmer gelegenes Gebiet zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 17 „Ennstaler Alpen/Gesäuse" bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie nach der Vogelschutz-Richtlinie (Anlage A).
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 70.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung werden folgende Richtlinien der Europäischen
Gemeinschaft umgesetzt:
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 11. November 2006, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptman Voves
Anlage A
Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten
gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. a und lit. b des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I
Code Nr. Lebensraumtyp
3220
Apine Flüsse und ihre krautige Ufervegetation
3270
Chenopodietum rubri von submontanen Fließgewässern
4060
Alpine und subalpine Heiden
6170
Alpine und subalpine Kalkrasen
6430
Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
6520
Magere Berg-Mähwiesen
7230
Kalkreiche Niedermoore
8120
Kalk- und Kalkschieferschutthalden der montanen bis alpinen Stufe (Thlaspietea rotundifolii)
8210
Natürliche Kalkfelsen und Kalkfelsabstürze mit ihrer Felsspaltenvegetation (Calcareous sub-types)
8310
Nicht touristisch erschlossene Höhlen
91F0
Eichen-, Ulmen-Eschen-Mischwälder am Ufer großer Flüsse
9110
Hainsimsen-Buchenwald
9130
Waldmeister-Buchenwald
9140
Subalpiner Buchenwald mit Ahorn und Bergampfer
9150
Orchideen-Buchenwald
9410
Bodensaure Fichtenwälder
9420
Lärchen-Zirben-Wälder
Säugetiere nach der FFH-Richtlinie – Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1303
Kleine Hufeisennase
Rhinolophus hipposideros
1308
Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
1355
Fischotter
Lutra lutra
Pflanzen nach der FFH-Richtlinie – Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1381
Dicranum viride
1386
Buxbaumia viridis
1902
Frauenschuh
Cypripedium calceolus
Vögel nach der VS-Richtlinie – Anhang I
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
A072
Wespenbussard
Pernis apivorus
A081
Rohrweihe
Circus aeruginosus
A082
Kornweihe
Circus cyaneus
A091
Steinadler
Aqulia chrysaetos
A094
Fischadler
Pandion haliaetus
A103
Wanderfalke
Falco peregrinus
A104
Haselhuhn
Bonasa bonasia
A108
Auerhuhn
Tetrao urogallus
A215
Uhu
Bubo bubo
A217
Sperlingskauz
Glaucidium passerinum
A223
Rauhfußkauz
Aegolius funereus
A239
Weißrückenspecht
Dendrocopos leucotos
A241
Dreizehenspecht
Picoides tridactylus
A320
Zwergschnäpper
Ficedula parva
A408
Alpenschneehuhn
Lagopus mutus
A409
Birkhuhn
Tetrao tetrix
Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 3 Abs. 3 Z. 7 und Z. 8
des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Prioritäre Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I
Code Nr. Lebensraumtyp
4070
Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendrum hirsutum
7220
Kalktuffquellen
9180
Schlucht- und Hangmischwälder
91E0
Restbestände von Erlen- und Eschenwäldern an Fließgewässern
Säugetiere nach der FFH-Richtlinie – Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1354
Braunbär
Ursus arctos
Gliederfüßler nach der FFH-Richtlinie – Anhang Ii
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1087
Alpenbock
Rosalia alpina
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