LGBL_TI_19980408_44•Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm
LGBL_TI_19980408_44Ruhegebiet Zillertaler HauptkammGazette08.04.1998
Verordnung der Landesregierung vom 3. Februar 1998 über die Erklärung eines Teiles des Zillertaler Hauptkammes im Gebiet der Marktgemeinde Mayrhofen und der Gemeinden Brandberg und Finkenberg zum Ruhegebiet (Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm)
Auf Grund des § 11 Abs. 1 und 3 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997, LGBl. Nr. 33, wird verordnet:
§ 1
(1) Das in der Anlage dargestellte, rot umrandete Gebiet in der Marktgemeinde Mayrhofen und in den Gemeinden Brandberg und Finkenberg wird zum Ruhegebiet erklärt (Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm).
(2) Das Ruhegebiet hat eine Größe von 371, 78 km2.
§ 2
Die Grenze des Ruhegebietes verläuft, an der Reichenspitze (Kote 3303) beginnend, in südlicher Richtung dem Grat (Grenze zwischen den Ländern Tirol und Salzburg) folgend bis zum Dreiecker (Kote 2892), von dort nach Westen entlang der Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und der Italienischen Republik bis zur Hohen Wand (Kote 3289), sodann nach Norden entlang dem Grat zur Sagwandspitze (Kote 3227), und darauf nach Nordosten dem Grat folgend über den Schrammacher und den Fußstein zum Olperer (Kote 3476). Von dort führt sie entlang der Gemeindegrenze nach Osten bis zum Riepengrat, folgt diesem talwärts bis zum Fußsteig (Kote 2859), entlang diesem Steig nach Osten bis zum Schnittpunkt mit der Höhenlinie 2700 und von dort diese Höhenlinie entlang Richtung Osten bis zur Felsrippe östlich der Kote 2819. Die Grenze führt weiter nach Norden entlang dem Grat bis zur Kote 3233, von dort in gerader Linie die Gletschermulde des Friesenbergkees überquerend den Grat entlang zur Friesenbergscharte (Kote 2910), sodann folgt sie dem Grat zum Hohen Riffler (3231 m). Von dort verläuft sie entlang dem Grat nach Osten über die Untere Rifflerscharte bis zum Kleinen Riffler (2837 m) und Schönlahnerkopf bis zum Berliner Höhenweg (AV-Weg Nr. 530), entlang diesem bis zum Friesenberghaus, von dort entlang dem AV-Weg Nr. 532 talwärts an der Friesenbergalm vorbei bis zur Dominikushütte und sodann entlang dem Fahrweg bis zur Schlegeisalpenstraße. Sie folgt dieser an der Nordseite taleinwärts bis zur Brücke über den Zamser Bach, sodann nach Süden zur Kapelle und von dort nach Osten dem Waldrand folgend bis zum Schranken auf dem Fahrweg in den Schlegeisgrund, von dort in gerader Linie zum Ostrand der Speicherkrone. Darauf folgt sie in gerader Linie bis zur Einmündung des Alelebaches in den Zamser Grund, sodann talauswärts bis zur Brücke der Schlegeisalpenstraße über den Zamser Bach, anschließend sodann dem südlichen Rand der Straße folgend bis zur Brücke über den Zamser Bach und von dort entlang dem Bach bis zur Einmündung in den Zemmbach. Die Grenze folgt dem Zemmbach talauswärts bis zur Brücke der Straße über den Zemmbach, sodann dem südlichen Rand der Straße bis Ginzling
§ 3
Nach § 11 Abs. 2 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997 sind im Ruhegebiet verboten:
§ 4
(1) Unbeschadet der Bestimmungen des § 6 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997 bedürfen im Ruhegebiet folgende Vorhaben einer naturschutzrechtlichen Bewilligung, sofern im Abs. 2 nichts anderes bestimmt ist:
(2) Im Ruhegebiet bedürfen keiner naturschutzrechtlichen Bewilligung:
§ 5
(1) Diese Verordnung tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.
(2) Zugleich tritt die Verordnung über das Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm, LGBl. Nr. 65/1991, außer Kraft.
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