LGBL_VO_19491230_50•„Messerschmitt-Bauweise“, Zulassung.
LGBL_VO_19491230_50„Messerschmitt-Bauweise“, Zulassung.Gazette30.12.1949
Die nachstehend beschriebene, von der Firma Neue Technik, München, Tölzerstraße 186, ausgearbeitete „Messerschmitt-Bauweise“ wird im Sinne des § 46 der Vorarlberger Landesbauordnung bei Einhaltung folgender Bedingungen bis 31. Dezember 1951 zugelassen. Für den Falls, daß sich bei dieser Bauweise schon früher Mängel zeigen, bleibt der jederzeitige Widerruf dieser Zulassung vorbehalten.
Beschreibung:
Die „Messerschmitt-Bauweise“ ist eine Leichtbaumontagebauweise. Die von der Firma Neue Technik, München, Tölzerstr. 186, fabriksmäßig gefertigten Teile werden an der Baustelle zusammengebaut. Der Außenputz, die Dachdeckerarbeiten und im wesentlichen auch der Innenausbau erfolgen in der üblichen Bauweise. An Stelle des Innenputzes ist ein dreimaliger Kalkanstrich vorgesehen. Von der üblichen Bauweise weichen hauptsächlich ab:
Wandkonstruktion.
Für die Wandkonstruktion sind Wandplatten vorgesehen, welche 1.2 m, bzw. 0.60 m breit und 2.5 m hoch sind. Die Wandplatten sind eine Verbundskonstruktion aus einem profilierten Belchrahmen von 1 mm Dicke mit eingespannten Drähten, welcher mit dampfgehärtetem Porenbeton ausgegossen wird. Die Stärke der Platten ist 7.5 cm. Die Außenwand besteht aus zwei solchen Platten, welche nach dem Einbauen einen Luftzwischenraum von 1.5 cm haben. Damit beim Zusammenbau eine Kältebrücke vermieden wird, ist ein Glaswollstreifen eingelegt. Sämtliche Eisenteile sind gegen Rost geschützt. Außer den normalen Wandplatten kommen auch Fenster- und Türplatten vor. Statisch gesehen ist die Wandkonstruktion ein Zusammenwirken der Platten mit den Stahlleichtbaueckpfosten und Stahlleichtbaumittelpfosten. Die Pfosten sind durch Ankereisen miteinander verbunden. Die Deckenkonstruktion und Dachkonstruktion ist so verankert, daß die erforderliche Lastübertragung gewährleistet ist. Die Rohre und elektrischen Leitungen sind in die Bauelemente eingegossen. Die Innenwände sind einfache Wandplatten und somit 7,5 cm stark. Die Kamine werden aus Einzelelementen, System Schell, ausgeführt.
Decken und Böden, Bauhöhe 25 cm.
Die Decken bestehen aus Stahlträgern in Leichtausführung, die an entsprechend ausgebildeten Stellen der tragenden Wände aufgelegt sind. Zwichen den Trägern kommen die Bodenplatten mit den Abmessungen 1,20 mal 1,20 m, bzw. 0,60 mal 1,20 m aus bewehrtem Porenbeton im Stahlrahmen zur Verlegung. Der Fußbodenbelag in Fichtenlaagriemen wird über einer entsprechenden Dämmschicht aufgebracht.
Von unten werden die Träger mit 2,5 cm starken Heraklithplatten verkleidet, deren Untersicht mit Kalk-Gipsmörtel glatt verrieben und weiß getüncht, bzw. bei armierten Gipsplatten nur noch getüncht wird.
Dachkonstruktion.
Das Dach besteht aus Stahlträgern in leichter Ausführung und korrosionsgeschützten Stahldachplatten. Die Dachhaut besteht aus normalen Dachziegeln, Pfannen oder Biberschwänzen.
Bedingungen:
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