523.51•Verordnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz über die Ausbildung des Lehrpersonals
523.51Federal Office Ordinance01.01.2003
vom 12. Dezember 2002 (Stand am 1. Januar 2004)
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz,1
gestützt auf Artikel 75 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 20022über
den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG)
und Artikel 41 Absatz 2 der Verordnung vom 5. Dezember 20033über den
Zivilschutz (ZSV),4
verordnet:
Diese Verordnung regelt die Ausbildung des Lehrpersonals für die Führungsorgane und für den Zivilschutz.
Mit der Leistungsbewertung wird der Lernerfolg der Teilnehmenden beim Besuch eines Moduls bewertet.
Die Einzelleistungen werden mit ganzen oder halben Noten von 6 bis 1 bewertet. 6 ist die beste, 1 die schlechteste Note.
Die Noten haben folgende Bedeutung:
| 6 = sehr gut | 4 = genügend | 2 = schwach |
|---|---|---|
| 5 = gut | 3 = ungenügend | 1 = unbrauchbar |
Eine Unredlichkeit hat eine Bewertung mit der Note 1 zur Folge.
Für jedes besuchte Modul erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung. Die erworbenen Kreditpunkte werden in einem Testatheft bescheinigt.
Für die Festlegung des Inhalts von Einzelleistungen, die Durchführung von Prüfungen und die Bewertung der Einzelleistungen ist die Lehrkraft zuständig, die das Modul unterrichtet.
Die Übergabe der Diplome und Zertifikate an die erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen erfolgt einmal jährlich, sofern jemand ein Diplom oder ein Zertifikat erworben hat.
Spätestens in der Kalenderwoche 32 wird den für den Bevölkerungsschutz bzw. Zivilschutz zuständigen kantonalen Ämtern das Ausbildungsangebot des Bundes für das Folgejahr zugestellt.
Vom Bundesamt werden pro Einzelleistung das Teilnehmerverzeichnis, die individuellen Resultate der Absolventen und Absolventinnen sowie je ein Exemplar der Prüfungsaufgaben und des Lösungsschlüssels während mindestens zehn Jahren aufbewahrt.
Die Mitglieder der Kommission und der Lehrkörper sind zu Stillschweigen über die Leistungsbewertungen gegenüber Dritten verpflichtet.
Folgende Erlasse werden aufgehoben:
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2003 in Kraft.
(Art. 15, 16 und 16a )
1 Zulassungsbedingungen: – Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis einer mindestens 3-jährigen Berufslehre oder ein gleichwertiger Abschluss – Hauptberuflicher Zivilschutzinstruktorenanwärter bzw. hauptberufliche Zivilschutzinstruktorenanwärterin des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde 2 Aufbau und Inhalt der Module a. Pflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
| Pflichtmodule | Inhalte | Kredit- punkte |
|---|---|---|
| Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen | Methodisch-didaktische Grundlagen, der Lernende, der Ausbilder, Ausbildungs- methodik, Kommunikation, Konflikte, Unterrichtshilfen werden farbig | 6 |
| Zivilschutz-Grundlagen 1 | Sicherheitspolitik (Grundwissen), Partner im Bevölkerungsschutz/Armee, Aufgaben und Organisation des Zivilschutzes, der Zivilschutz im Kanton | 3 |
| Zivilschutz-Grundlagen 2 | Sicherheitspolitik (Zusatzwissen), Föderalismus, Geschichte, Bevölkerungsschutz in anderen Ländern | 2 |
| Zivilschutz-Grundlagen 3 | Aufgaben des Übungsleiters und des Wiederholungskurs-Begleiters | 4 |
| Zivilschutz-Kommando | Grundlagen, Führung, Katastrophen und Nothilfe in der Gemeinde/Region, der Zivilschutzkommandant im Führungsorgan, Personalwesen, Zivilschutz-Administration, Schutzbauten und Material, Wieder- holungskurse | 2 |
| Kursleiter | Die Funktion des Kursleiters, Kursvor- bereitung, ‑durchführung und ‑auswertung, Betreuung des Kursstabes | 1 |
b. Wahlpflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
| Wahlpflichtmodule | Inhalte | Kredit- punkte |
|---|---|---|
| Führungsunter- stützung 1 (inkl. Praktikum) und Führungsunterstützung 2 | Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer in den Sachbereichen Lage, Telematik und ABC-Schutz | 9 |
| Schutz und Betreuung 1 (inkl. Praktikum) und Schutz und Betreuung 2 | Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer bis Stufe Zugführer | 7 |
| Unterstützung 1(inkl. Praktikum) und Unterstützung 2 | Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer bis Stufe Zugführer | 7 |
3 Leistungsanforderungen Der Lehrgang ist erfolgreich absolviert, wenn die folgenden Leistungen erbracht worden sind: a. Innerhalb von vier Jahren sind: 1. sämtliche Pflichtmodule erfolgreich absolviert worden; 2. durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen mindestens 14 Kreditpunkte erworben worden. b. Die Praktika wurden mindestens mit Note 4 bewertet.
1 Zulassungsbedingungen: – Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis einer mindestens 2-jährigen Berufslehre oder ein mindestens gleichwertiger Abschluss – Nebenberuflicher Zivilschutzinstruktorenanwärter bzw. nebenberufliche Zivilschutzinstruktorenanwärterin eines Kantons oder einer Gemeinde 2 Aufbau und Inhalt der Module a. Pflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
| Pflichtmodule | Inhalte | Kredit- punkte |
|---|---|---|
| Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen | Methodisch-didaktische Grundlagen | 11/ |
| Zivilschutz-Grundlagen 1 | Sicherheitspolitik (Grundwissen), Partner im Bevölkerungsschutz/Armee, Aufgaben und Organisation des Zivilschutzes | 11/ |
b. Wahlpflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
| Wahlpflichtmodule | Inhalte | Kredit- punkte |
|---|---|---|
| Schutz und Betreuung 1 (inkl. Praktikum) | Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer Stufe Mannschaft | 4 |
| Unterstützung 1 (inkl. Praktikum) | Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer Stufe Mannschaft | 4 |
3 Leistungsanforderungen Der Lehrgang ist erfolgreich absolviert, wenn die folgenden Leistungen erbracht worden sind: a. Innerhalb von vier Jahren sind: 1. sämtliche Pflichtmodule erfolgreich absolviert worden; 2. durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen mindestens 4 Kreditpunkte erworben worden. b. Die Praktika wurden mindestens mit Note 4 bewertet.
1 Zulassungsbedingungen: Hauptberufliches Personal einer Partnerorganisation des Bevölkerungsschutzes 2 Aufbau und Inhalt der Module a. Pflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
| Pflichtmodule | Inhalte | Kredit- punkte |
|---|---|---|
| Grundlagen Führungsorgane | Grundlagen Sicherheitspolitik, Gefährdungsannahmen im Bevölkerungsschutz, Partner im Bevölkerungsschutz, Bevölkerungsschutz im Kanton | 1 |
| Führungsausbildung | Aufgaben und Organisation der Führungsorgane, Führungsinfrastruktur, Systematische Problemlösung, Stabsarbeit | 1 |
3 Leistungsanforderungen Der Lehrgang gilt als bestanden, wenn innerhalb von vier Jahren beide Pflichtmodule erfolgreich absolviert worden sind.
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003 (AS 2003 5187). ↩
SR 520.1 ↩
SR 520.11 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187). ↩
SR 833.1 ↩
SR 172.021 ↩
[AS 1994 2755] ↩
[AS 1994 2758] ↩
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