817.022.104•Verordnung des EDI über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf
817.022.104VLBEDepartmental Ordinance01.05.2017
(VLBE)
vom 16. Dezember 2016 (Stand am 1. Januar 2026)
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI),
gestützt auf die Artikel 10 Absatz 4, 12 Absatz 3, 14 Absatz 1, 25 Absatz 2
und 36 Absätze 3 und 4 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 20161(LGV),
verordnet:
Diese Verordnung umschreibt die Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf und regelt die Anforderungen an die Zusammensetzung, die Kennzeichnung, die Aufmachung und die Werbung dieser Lebensmittel.
Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf werden in folgende Kategorien eingeteilt:
Für Säuglingsanfangsnahrung gelten folgende Anforderungen: a. Sie wird hergestellt aus: 1. Proteinquellen nach Anhang 2 Ziffer 2; und 2. anderen Zutaten, deren Eignung für die besondere Ernährung von Säuglingen von der Geburt an durch anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse nachgewiesen ist. b.7 Die Zusammensetzung muss die Anforderungen nach den Anhängen 2 und 3a erfüllen. c. Säuglingsanfangsnahrung muss nach Zugabe von Trinkwasser genussfertig sein. d. Bei der Herstellung dürfen nur die Stoffe und Verbindungen nach Anhang 1 zugesetzt werden. Für diese gelten: 1. falls sie auch als Zusatzstoffe verwendet werden können: die Reinheitskriterien nach Anhang 4 der Zusatzstoffverordnung vom 25. November 20138(ZuV); 2. falls sie nicht auch als Zusatzstoffe verwendet werden oder die Reinheitskriterien nach Anhang 4 ZuV nicht anwendbar sind: die anerkannten Reinheitskriterien von internationalen Stellen.
Die Artikel 7 und 8 gelten sinngemäss auch für die Aufmachung der Erzeugnisse, ihre Präsentation und die Werbung.
Säuglingsanfangsnahrung, die an Institutionen oder Organisationen zur Verwendung in oder zur Weiterverteilung ausserhalb dieser Institutionen oder Organisationen verschenkt oder zum Lagerpreis verkauft wird, darf nur für Säuglinge verwendet oder verteilt werden, die mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt werden müssen, und nur so lange, wie diese Säuglinge sie brauchen.
Folgenahrung ist ein Lebensmittel, das den grössten flüssigen Anteil einer nach und nach abwechslungsreicheren Kost darstellt und bestimmt ist:
Für Folgenahrung gelten folgende Anforderungen: a. Sie wird hergestellt aus: 1. den Proteinquellen nach Anhang 3 Ziffer 2; und 2. anderen Zutaten, deren Eignung für die besondere Ernährung von über sechs Monate alten Säuglingen und Kleinkindern durch anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse nachgewiesen ist. b.10 Die Zusammensetzung muss die Anforderungen nach den Anhängen 3 und 3a erfüllen. c. Sie muss nach Zugabe von Trinkwasser genussfertig sein. d. Der Folgenahrung dürfen nur Stoffe und Verbindungen nach Anhang 1 zugegeben werden. Für diese gelten: 1. falls sie auch als Zusatzstoffe verwendet werden können: die Reinheitskriterien nach Anhang 4 ZuV11; 2. falls sie nicht auch als Zusatzstoffe verwendet werden oder die Reinheitskriterien nach Anhang 4 ZuV nicht anwendbar sind: die anerkannten Reinheitskriterien von internationalen Stellen.
Die Artikel 14 und 15 gelten sinngemäss auch für die Aufmachung der Erzeugnisse, ihre Präsentation und die Werbung.
Zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 4 muss das Etikett folgende Angaben und Informationen enthalten:
Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke sind Lebensmittel, die bestimmt sind für Patientinnen und Patienten mit:
Die Bestimmungen nach Artikel 22 Absätze 1–4 gelten auch für die Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die für die Ernährungsanforderungen von Säuglingen und Kleinkindern entwickelt wurden.
Wer Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke herstellt oder importiert und diese in Verkehr bringen will, muss dies dem BLV vor dem ersten Inverkehrbringen sowie bei jeder Rezepturänderung und Kennzeichnungsanpassung melden. Dem BLV ist dazu eine Originalpackung, ein Originaletikett oder deren respektive gedruckte Version mit Rezeptur einzureichen.
Für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die für die Ernährungsanforderungen von Säuglingen entwickelt wurden, gelten in Bezug auf die Kennzeichnung zusätzlich zu den Artikeln 28 und 29 die folgenden Anforderungen:
Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung sind Lebensmittel mit einer besonderen Zusammensetzung, die bei der Verwendung entsprechend den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers eine Tagesration ersetzen.
Aufgehoben
Ein Mahlzeitersatz für gewichtskontrollierende Ernährung ist ein Lebensmittel mit einer besonderen Zusammensetzung, das bei der Verwendung entsprechend den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers eine Tagesration teilweise ersetzt.
Ein Lebensmittel gilt als Lebensmittel für Sportlerinnen und Sportler, wenn es deren besonderen Energie- und Nährstoffbedarf gerecht wird und eine praktische Nährstoffquelle darstellt, für den Fall, dass der Konsum von üblichen Lebensmitteln nicht praktikabel ist.
Lebensmittel für Sportlerinnen und Sportler werden in vier Kategorien eingeteilt:
Das BLV kann auf begründeten Antrag hin:
Die Verordnung des EDI vom 23. November 200523über Speziallebensmittel wird aufgehoben.
Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf, die der Änderung vom 2. Juni 2025 dieser Verordnung nicht entsprechen, dürfen noch bis zum 30. Juni 2026 nach bisherigem Recht hergestellt, eingeführt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf, die der Änderung vom 26. November 2025 dieser Verordnung nicht entsprechen, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2026 nach bisherigem Recht hergestellt, eingeführt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
Diese Verordnung tritt am 1. Mai 2017 in Kraft.
Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf, die der Änderung vom 27. Mai 2020 dieser Verordnung nicht entsprechen, dürfen noch bis zum 30. Juni 2022 nach bisherigem Recht hergestellt, eingeführt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
(Art. 3 Abs. 2 Bst. a, 6 Bst. d, 8 Abs. 3 Bst. c, 13 Bst. d, 15 Abs. 3 Bst. c, 17 Abs. 1, 19 Abs. 3 Bst. c, 21 Abs. 1, 25 Abs. 2, 34 Abs. 1 und 35a Abs. 3 Bst. b)
| Stoffe | Verbindungen | Lebensmittelkategorien | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Säuglingsanfangs- und Folgenahrung | Getreidebeikost und andere Beikost | Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke | Tagesration für gewichtskontrollierende Ernährung | Mahlzeitersatz für gewichtskontrollierende Ernährung | |||||
| Vitamine | |||||||||
| Biotin | D-Biotin | x | x | x | x | x | |||
| Folat | Calcium-L-methylfolat | x | x | x | |||||
| Mononatriumsalz der L-5-Methyltetrahydrofolsäure24 | x | x | x | x | x | ||||
| Folsäure | Folsäure oder Pteroylmonoglutaminsäure | x | x | x | x | x | |||
| Calcium-L-methylfolat | x | x | x | x | x | ||||
| Niacin | Nicotinamid | x | x | x | x | x | |||
| Nicotinamid-Ribosidchlorid | x | x | x | ||||||
| Nicotinsäure | x | x | x | x | x | ||||
| Pantothensäure | Calcium-D-pantothenat | x | x | x | x | x | |||
| Dexpanthenol | x | x | x | x | x | ||||
| Natrium-D-pantothenat | x | x | x | x | x | ||||
| Riboflavin | Natrium-Riboflavin-5’-phosphat | x | x | x | x | x | |||
| Riboflavin | x | x | x | x | x | ||||
| Thiamin | Thiaminhydrochlorid | x | x | x | x | x | |||
| Thiaminmononitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin A | β-Carotin | x | x | x | x | ||||
| Retinol | x | x | x | x | x | ||||
| Retinylacetat | x | x | x | x | x | ||||
| Retinylpalmitat | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin B | Pyridoxin-5’-phosphat | x | x | x | x | x | |||
| Pyridoxindipalmitat | x | x | x | x | |||||
| Pyridoxinhydrochlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin B | Cyanocobalamin | x | x | x | x | x | |||
| Hydroxocobalamin | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin C | Calcium-L-ascorbat | x | x | x | x | x | |||
| Kalium-L-ascorbat | x | x | x | x | x | ||||
| L-Ascorbinsäure | x | x | x | x | x | ||||
| L-Ascorbyl-6-palmitat | x | x | x | x | x | ||||
| Natrium-L-ascorbat | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin D | Cholecalciferol | x | x | x | x | x | |||
| Ergocalciferol | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin E | D-α-Tocopherol | x | x | x | x | x | |||
| D-α-Tocopherylacetat | x | x | x | x | x | ||||
| D-α-tocopheryl-Polyethylenglycol-1000-Succinat (TPGS) | x | ||||||||
| D-α-Tocopherylsäuresuccinat | x | x | x | ||||||
| DL-α-Tocopherol | x | x | x | x | x | ||||
| DL-α-Tocopherylacetat | x | x | x | x | x | ||||
| Vitamin K | Menachinon^25^ | x | x | x | |||||
| Phyllochinon oder Phytomenadion | x | x | x | x | x | ||||
| Mineralstoffe | |||||||||
| Bor | Borsäure | x | x | x | |||||
| Natriumborat | x | x | x | ||||||
| Calcium | Calciumbisglycinat | x | x | x | |||||
| Calciumcarbonat | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumcitrat oder Calciumsalze der Zitronensäure | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumcitratmalat | x | x | x | ||||||
| Calciumgluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumglycerophosphat | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumhydroxid | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumlactat | x | x | x | x | x | ||||
| Calcium-L-pidolat | x | x | x | ||||||
| Calciummalat | x | x | x | ||||||
| Calciumorthophosphat oder Calciumsalze der Orthophosphorsäure | x | x | x | x | x | ||||
| Calciumoxid | x | x | x | x | |||||
| Calcium-Phosphoryl-Oligosaccharide | x | x | |||||||
| Calciumsulfat | x | x | x | ||||||
| Chrom | Chrom-(III)-Chlorid und sein Hexahydrat | x | x | x | |||||
| Chrom-(III)-Sulfat und sein Hexahydrat | x | x | x | ||||||
| Chrompiccolinat | x | x | x | ||||||
| Chrom(III)-lactattrihydrat | x | ||||||||
| Eisen | Eisenammoniumcitrat | x | x | x | x | x | |||
| Eisen(II)-Ammoniumphosphat | x | x | x | ||||||
| Eisenbisglycinat | x | x | x | x | x | ||||
| Eisencarbonat | x | x | x | x | |||||
| Eisencitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Eisendiphosphat oder Eisenpyrophospha) | x | x | x | x | x | ||||
| Eisenfumarat | x | x | x | x | x | ||||
| Eisengluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Eisenlactat | x | x | x | x | x | ||||
| Eisen-L-pidolat | x | x | x | ||||||
| Eisen-Milchkaseinat | x in Erzeugnissen, die nicht für Säuglinge und Kleinkinder bestimmt sind | x | x | ||||||
| Eisennatriumdiphosphat | x | x | x | x | |||||
| Eisen-Natrium-EDTA | x | x | x | ||||||
| Eisensaccharat | x | x | x | x | |||||
| Eisensulfat | x | x | x | x | x | ||||
| Elementares Eisen, aus Carbonyl + elektrolytisch +wasserstoffreduziert | x | x | x | x | |||||
| Fluorid | Kaliumfluorid | x | x | x | |||||
| Natriumfluorid | x | x | x | ||||||
| Jod | Kaliumjodid | x | x | x | x | x | |||
| Kaliumjodat | x | x | x | x | x | ||||
| Natriumjodat | x | x | x | x | |||||
| Natriumjodid | x | x | x | x | x | ||||
| Kalium | Kaliumbicarbonat | x | x | x | x | ||||
| Kaliumcarbonat | x | x | x | x | |||||
| Kaliumchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Kaliumcitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Kaliumgluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Kaliumglycerophosphat | x | x | x | x | |||||
| Kaliumhydroxid | x | x | x | x | |||||
| Kaliumlactat | x | x | x | x | x | ||||
| Kaliumsalze der Orthophosphorsäure | x | x | x | x | |||||
| Magnesiumkaliumcitrat | x | x | x | ||||||
| Kupfer | Kupfercarbonat | x | x | x | x | x | |||
| Kupfercitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Kupfergluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Kupfer-Lysinkomplex | x | x | x | x | x | ||||
| Kupfersulfat | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesium | Magnesiumacetat | x | x | x | |||||
| Magnesiumbisglycinat | x | x | x | ||||||
| Magnesiumcarbonat | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumcitrat oder Magnesiumsalze der Zitronensäure | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumgluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumglycerophosphat | x | x | x | x | |||||
| Magnesiumhydroxid | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumkaliumcitrat | x | x | x | ||||||
| Magnesiumlactat | x | x | x | x | |||||
| Magnesium-L-aspartat | x | ||||||||
| Magnesium-L-pidolat | x | x | x | ||||||
| Magnesiumorthophosphat oder Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumoxid | x | x | x | x | x | ||||
| Magnesiumsulfat | x | x | x | x | x | ||||
| Mangan | Mangancarbonat | x | x | x | x | x | |||
| Manganchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Mangancitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Mangangluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Manganglycerophosphat | x | x | x | x | |||||
| Mangansulfat | x | x | x | x | x | ||||
| Molybdän | Ammoniummolybdat | x | x | x | |||||
| Natriummolybdat | x | x | x | ||||||
| Natrium | Natriumbicarbonat | x | x | x | x | ||||
| Natriumcarbonat | x | x | x | x | |||||
| Natriumchlorid | x | x | x | x | |||||
| Natriumcitrat | x | x | x | x | |||||
| Natriumgluconat | x | x | x | x | |||||
| Natriumhydroxid | x | x | x | x | |||||
| Natriumlactat | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalze der Orthophosphorsäure | x | x | x | x | |||||
| Selen | Natriumhydrogenselenit | x | x | x | |||||
| Natriumselenat | x | x | x | x | |||||
| Natriumselenit | x | x | x | x | |||||
| Selenangereicherte Hefe26 | x | x | x | ||||||
| Zink | Zinkacetat | x | x | x | x | x | |||
| Zinkbisglycinat | x | x | x | ||||||
| Zinkcarbonat | x | x | x | ||||||
| Zinkchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Zinkcitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Zinkgluconat | x | x | x | x | x | ||||
| Zinklactat | x | x | x | x | x | ||||
| Zinkoxid | x | x | x | x | x | ||||
| Zinksulfat | x | x | x | x | x | ||||
| Aminosäuren | |||||||||
| Aminosäuren^27^ | Cystin^28^ | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | |||
| Glycin | x | ||||||||
| L-Alanin | – | x | x | x | |||||
| L-Arginin | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Arginin-L-Aspartat | x | ||||||||
| L-Asparaginsäure | x | ||||||||
| L-Citrullin | x | ||||||||
| L-Cystein | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Glutamin | x | x | x | ||||||
| L-Glutaminsäure | x | x | x | ||||||
| L-Histidin | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Isoleucin | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Leucin | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Lysin | x und sein Hydrochlorid | x und sein Hydrochlorid | x | x | x | ||||
| L-Lysinacetat | x | x | x | ||||||
| L-Lysin-L-Aspartat | x | ||||||||
| L-Lysin-L-Glutamat | x | ||||||||
| L-Methionin | x | x | x | x | x | ||||
| L-Ornithin | x | x | x | ||||||
| L-Phenylalanin | x | x | x | x | x | ||||
| L-Prolin | x | ||||||||
| L-Serin | x | ||||||||
| L-Threonin | x | x | x | x | x | ||||
| L-Tryptophan | x | x | x | x | x | ||||
| L-Tyrosin | x | x | x | x | x | ||||
| L-Valin | x | x | x | x | x | ||||
| N-Acetyl-L-Cystein | x | ||||||||
| N-Acetyl-L-Methionin | x in Erzeugnissen, die für Personen ab 1 Jahr bestimmt sind. | ||||||||
| Sonstige Stoffe, ohne Aminosäuren | |||||||||
| Carnitin und Taurin | L-Carnitin | x | x | x | x | x | |||
| L-Carnitinhydrochlorid | x | x | x | x | x | ||||
| L-Carnitin-L-Tartrat | x | x | x | x | |||||
| Taurin | x | x | x | x | |||||
| Cholin und Inositol | Cholin | x | x | x | x | x | |||
| Cholinbitartrat | x | x | x | x | x | ||||
| Cholinchlorid | x | x | x | x | x | ||||
| Cholincitrat | x | x | x | x | x | ||||
| Inositol | x | x | x | x | x | ||||
| Nukleotide | Adenosin-5’-phosphorsäure (AMP) | x | x | x | x | ||||
| Cytidin-5’-monophosphorsäure (CMP) | x | x | x | x | |||||
| Guanosin-5’-phosphorsäure (GMP) | x | x | x | x | |||||
| Ionosin-5’-phosphorsäure (IMP) | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalz der AMP | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalz der CMP | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalz der GMP | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalze der IMP | x | x | x | x | |||||
| Natriumsalze der UMP | x | x | x | x | |||||
| Uridin-5’-phophorsäure (UMP) | x | x | x | x |
(Art. 6 Bst. a Ziff. 1 und b sowie 8 Abs. 3)
Anmerkung: Die angegebenen Werte beziehen sich auf das genussfertige Erzeugnis, das entweder so in Verkehr gebracht oder nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers zubereitet worden ist.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 250 kJ/100 ml | 293 kJ/100 ml |
| (60 kcal/100 ml) | (70 kcal/100 ml) |
2.1 Definitionen Proteingehalt = Stickstoffgehalt × 6,25. 2.2 Säuglingsanfangsnahrungen auf der Basis von Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,43 g/100 kJ | 0,6 g/100 kJ |
| (1,8 g/100 kcal) | (2,5 g/100 kcal) |
Bei gleichem Energiewert muss Säuglingsanfangsnahrung auf der Basis von Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein (Muttermilch nach Anhang 3a Buchstabe A). Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist. Der Tyrosin- und der Phenylalaningehalt können ebenso zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Pheylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis von Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage von in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für die Konzeption und die Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden. Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen. 2.3 Säuglingsanfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,54 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,25 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
Bei der Herstellung dieser Säuglingsanfangsnahrung sind nur Proteinisolate aus Soja zu verwenden. Bei gleichem Energiewert muss Säuglingsanfangsnahrung aus Sojaprotein-isolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge wie das Referenzprotein enthalten (Muttermilch nach Anhang 3a Buchstabe A). Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist. Der Tyrosin- und der Phenylalaningehalt können ebenso zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Phenylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage von in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für Konzeption und Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden. Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen. 2.4 Säuglingsanfangsnahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Säuglingsanfangsnahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten muss die Proteinanforderungen nach Ziffer 2.4.1, 2.4.2, 2.4.3 oder 2.4.4 erfüllen. 2.4.1 Proteinanforderungen Gruppe A 2.4.1.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,44 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (1,86 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.1.2 Proteinquelle
Entmineralisiertes Süssmolkenprotein aus Kuhmilch nach enzymatischer Ausfällung von Kasein unter Verwendung von Chymosin, bestehend aus:
2.4.1.3 Proteinverarbeitung
Zweistufiges Hydrolyseverfahren unter Verwendung einer Trypsin-Zubereitung mit einem Wärmebehandlungsschritt (3–10 Minuten bei 80–100 °C) zwischen den beiden Hydrolyseschritten.
2.4.1.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren und L-Carnitin
Bei gleichem Brennwert muss Säuglingsanfangsnahrung, die aus Proteinhydrolysaten hergestellt wird, jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verwertbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang 3a Buchstabe B. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist; der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt können ebenso zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Phenylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis von Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage von in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für Konzeption und Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden.
Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen.
2.4.2 Proteinanforderungen Gruppe B
2.4.2.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,55 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,3 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.2.2 Proteinquelle
Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus:
2.4.2.3 Proteinverarbeitung
Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Nach dem Wärmebehandlungsschritt wird die Hydrolyse bei einem pH-Wert von 7,5 bis 8,5 und einer Temperatur von 55 bis 70 °C unter Verwendung einer Enzymmischung aus Serinendopeptidase und einem Protease/Peptidase-Komplex durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses in einem Wärmebehandlungsschritt (2–10 Sekunden bei 120–150 °C) inaktiviert.
2.4.2.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren und L-Carnitin
Bei gleichem Energiewert muss Säuglingsanfangsnahrung, die aus Proteinhydrolysaten hergestellt wird, jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang 3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist; der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt können ebenso zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Phenylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis von Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage von in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für Konzeption und Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden.
Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen.
2.4.3 Proteinanforderungen Gruppe C
2.4.3.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,45 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (1,9 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.3.2 Proteinquelle Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus 100 Prozent Süssmolkenproteinkonzentrat mit einem Protein-Mindestgehalt von 80 Prozent. 2.4.3.3 Proteinverarbeitung Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Vor der Hydrolyse wird der pH-Wert bei einer Temperatur von 50 bis 65 °C auf 6,57,5 eingestellt. Die Hydrolyse wird mit einer Enzymmischung aus einer Serinendopeptidase und einer Metalloprotease durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses in einem Wärmebehandlungsschritt (2–10 Sekunden bei 120–140 °C) inaktiviert. 2.4.3.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren und L-Carnitine Bei gleichem Energiewert muss Säuglingsanfangsnahrung, die aus Proteinhydrolysaten hergestellt wird, jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein gemäss Anhang 3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist; der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt können zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Phenylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis von Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage on in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für Konzeption und Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden. Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen. 2.4.4 Proteinanforderungen Gruppe D 2.4.4.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,57 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,4 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.4.2 Proteinquelle Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus 100 Prozent Süssmolkenproteinkonzentrat mit einem Protein-Mindestgehalt von 70 Prozent. 2.4.4.3 Proteinverarbeitung Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Nach dem Wärmebehandlungsschritt wird die Hydrolyse bei einem pH-Wert von 7,0 bis 8,0 und einer Temperatur von 50 bis 60 °C in einem zweistufigen Hydrolyseverfahren unter Verwendung einer Serinendopeptidase und einer Metalloprotease durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses mit einem Wärmebehandlungsschritt (mindestens 30 Sekunden bei 100–120 °C) inaktiviert. 2.4.4.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren und L-Carnitin Bei gleichem Energiewert muss Säuglingsanfangsnahrung, die aus Proteinhydrolysaten hergestellt wird, jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verwertbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein gemäss Anhang 3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Methionin zu Cystein nicht grösser als 2 ist; der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt können ebenso zusammengerechnet werden, sofern das Verhältnis von Tyrosin zu Phenylalanin nicht grösser als 2 ist. Das Verhältnis von Methionin zu Cystein und von Tyrosin zu Phenylalanin darf grösser als 2 sein, vorausgesetzt, die Eignung des Erzeugnisses für die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen wurde durch eine systematische Auswertung der verfügbaren allgemein anerkannten wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die erwarteten Vorteile und die Sicherheitserwägungen sowie erforderlichenfalls durch entsprechende Studien nachgewiesen, die auf der Grundlage von in Fachkreisen allgemein anerkannten Empfehlungen für die Konzeption und die Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden. Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen. 2.5 In allen Fällen ist der Zusatz von Aminosäuren nur zur Verbesserung des Nährwertes der Proteine in den hierfür notwendigen Mengen gestattet.
Wird der Säuglingsanfangsnahrung Taurin zugesetzt, so darf der Gehalt nicht über 2,9 mg/100 kJ (12 mg/100 kcal) liegen.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 6 mg/100 kJ | 12 mg/100 kJ |
| (25 mg/100 kcal) | (50 mg/100 kcal) |
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 1,1 g/100 kJ | 1,4 g/100 kJ |
| (4,4 g/100 kcal) | (6,0 g/100 kcal) |
5.1 Die Verwendung folgender Stoffe ist untersagt: – Sesamöl – Baumwollsaatöl 5.2 Linolsäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 120 mg/100 kJ | 300 mg/100 kJ |
| (500 mg/100 kcal) | (1200 mg/100 kcal) |
5.3 α-Linolensäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 12 mg/100 kJ | 24 mg/100 kJ |
| (50 mg/100 kcal) | (100 mg/100 kcal) |
5.4 Docosahexaensäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 4,8 mg/100 kJ | 12 mg/100 kJ |
| (20 mg/100 kcal) | (50 mg/100 kcal) |
5.5 Weitere langkettige (20 und 22 Kohlenstoffatome) mehrfach ungesättigte Fettsäuren können hinzugefügt werden. In diesem Fall darf ihr Anteil am gesamten Fettgehalt höchstens betragen: 561 bei langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren: 2 Prozent 562 bei Arachidonsäure (20:4 n-6): 1 Prozent Der Gehalt an Eicosapentaensäure (20:5 n-3) darf nicht höher als der Gehalt an Docosahexaensäure (22:6 n-3) sein. 5.6 Der Gehalt an Trans-Fettsäuren darf nicht über 3 Prozent des gesamten Fettgehalts liegen. 5.7 Der Erucasäure-Gehalt darf nicht über 0,4 Prozent des gesamten Fettgehalts liegen.
Der Gehalt an Phospholipiden in Säuglingsanfangsnahrung darf höchstens 2 g/l betragen.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,96 mg/100 kJ | 9,6 mg/100 kJ |
| (4 mg/100 kcal) | (40 mg/100 kcal) |
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 2,2 g/100 kJ | 3,3 g/100 kJ |
| (9 g/100 kcal) | (14 g/100 kcal) |
8.1 Es dürfen nur folgende Kohlenhydrate verwendet werden:
8.2 Laktose
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 1,1 g/100 kJ | – |
| (4,5 g/100 kcal) | – |
Diese Bestimmung gilt nicht für Fertignahrungen:
8.3 Saccharose
Saccharose darf nur Säuglingsanfangsnahrungen auf Basis von Proteinhydrolysaten zugesetzt werden. Wird Saccharose zugesetzt, so darf ihr Gehalt höchstens 20 Massenprozent des Gesamtkohlenhydratgehalts betragen.
8.4 Glukose
Glukose darf nur Säuglingsanfangsnahrungen auf Basis von Proteinhydrolysaten zugesetzt werden. Wird Glukose zugesetzt, so darf ihr Gehalt höchstens 0,5 g/100 kJ (2 g/100 kcal) betragen.
8.5 Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup
Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup darf Säuglingsanfangsnahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Säuglingsanfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten (pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen) nur zugesetzt werden, wenn sein Dextroseäquivalent 32 nicht übersteigt. Wird Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup diesen Nahrungen zugesetzt, so darf der sich aus Glukosesirup oder getrocknetem Glukosesirup ergebende Glukosegehalt 0,2 g/100 kJ (0,84 g/100 kcal) nicht übersteigen.
Wird Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup Säuglingsanfangsnahrungen aus Proteinhydrolysaten zugesetzt, so gelten die Höchstgehalte für Glukose nach Ziffer 8.4.
8.6 Vorgekochte Stärke und/oder gelatinierte Stärke
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| – | 2 g/100 ml und 30 Massenprozent des Gesamtkohlenhydratgehalts |
Frukto-Oligosaccharide und Galakto-Oligosaccharide dürfen Säuglingsanfangsnahrung zugesetzt werden. In diesem Fall darf ihr Anteil 0,8 g/100 ml in einer Kombination aus 90 Prozent Oligogalactosyl-Laktose und 10 Prozent Oligofructosyl-Saccharose mit hohem Molekulargewicht nicht übersteigen. Andere Kombinationen und Höchstgehalte von Frukto-Oligosacchariden und Galakto-Oligosacchariden können nach Artikel 6 Buchstabe a Ziffer 2 verwendet werden.
10.1 Säuglingsanfangsnahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Proteinhydrolysaten
| Mineralstoffe | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Chlorid (mg) | 14,3 | 38,2 | 60 | 160 |
| Eisen (mg) | 0,07 | 0,31 | 0,3 | 1,3 |
| Fluoride (µg) | – | 24 | – | 100 |
| Jod (µg) | 3,6 | 6,9 | 15 | 29 |
| Kalium (mg) | 19,1 | 38,2 | 80 | 160 |
| Kalzium (mg) | 12 | 33,5 | 50 | 140 |
| Kupfer (µg) | 14,3 | 24 | 60 | 100 |
| Magnesium (mg) | 1,2 | 3,6 | 5 | 15 |
| Mangan (µg) | 0,24 | 24 | 1 | 100 |
| Molybdän (µg) | – | 3,3 | – | 14 |
| Natrium (mg) | 6 | 14,3 | 25 | 60 |
| Phosphor (mg)29 | 6 | 21,5 | 25 | 90 |
| Selen (µg) | 0,72 | 2 | 3 | 8,6 |
| Zink (mg) | 0,12 | 0,24 | 0,5 | 1 |
Das molare Verhältnis zwischen Kalzium und verwertbarem Phosphor beträgt mindestens 1,0 und höchstens 2,0. Die Menge des verwertbaren Phosphors in Säuglingsanfangsnahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder aus Proteinhydrolysaten beträgt 80 Prozent des Gesamtphosphorgehaltes. 10.2 Säuglingsanfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder als Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen Es gelten alle Anforderungen nach Ziffer 10.1. Ausgenommen sind Eisen, Phosphor und Zink; für sie gelten folgende Anforderungen:
| Mineralstoffe | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Eisen (mg) | 0,11 | 0,48 | 0,45 | 2 |
| Phosphor (mg) 30 Zink (mg) | 7,2 0,18 | 24 0,3 | 30 0,75 | 100 1,25 |
Das molare Verhältnis zwischen Kalzium und verwertbarem Phosphor beträgt mindestens 1,0 und höchstens 2,0. Die Menge des verwertbaren Phosphors in Säuglingsanfangsnahrungen aus Sojaproteinhydrolysaten beträgt 70 Prozent des Gesamtphosphorgehaltes.
| Vitamine | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Biotin (µg) | 0,24 | 1,8 | 1 | 7,5 |
| Folat (µg-DFE)31 | 3,6 | 11,4 | 15 | 47,6 |
| Niacin (mg)32 | 0,10 | 0,36 | 0,4 | 1,5 |
| Pantothensäure (mg) | 0,10 | 0,48 | 0,4 | 2 |
| Vitamin A (µg-RE)33 | 16,7 | 27,2 | 70 | 114 |
| Vitamin B | 9,60 | 72 | 40 | 300 |
| Vitamin B | 14,30 | 95,6 | 60 | 400 |
| Vitamin B | 4,8 | 41,8 | 20 | 175 |
| Vitamin B | 0,02 | 0,12 | 0,1 | 0,5 |
| Vitamin C (mg) | 0,96 | 7,2 | 4 | 30 |
| Vitamin D (µg)34 | 0,48 | 0,6 | 2 | 2,5 |
| Vitamin E (mg-á-TE)35 | 0,14 | 1,2 | 0,6 | 5 |
| Vitamin K (µg) | 0,24 | 6 | 1 | 25 |
Folgende Nukleotide können verwendet werden:
| Nukleotide | Höchstwert^36^ | Höchstwert^37^ |
|---|---|---|
| (mg/100 kJ) | (mg/100 kcal) | |
| Adenosin-5’monophosphat | 0,36 | 1,50 |
| Cytidin-5’monophosphat | 0,60 | 2,50 |
| Guanosin-5’monophosphat | 0,12 | 0,50 |
| Inosin-5’monophosphat | 0,24 | 1,00 |
| Uridin-5’monophosphat | 0,42 | 1,75 |
(Art. 13 Bst. a Ziff. 1 und b sowie 15 Abs. 3)
Anmerkung: Die Werte beziehen sich auf das genussfertige Erzeugnis, das entweder so in Verkehr gebracht oder nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers zubereitet worden ist.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 250 kJ/100 ml | 293 kJ/100 ml |
| (60 kcal/100 ml) | (70 kcal/100 ml) |
2.1 Definitionen Proteingehalt = Stickstoffgehalt × 6,25. 2.2 Folgenahrung aus Kuh- oder Ziegenmilchproteinen
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,38 g/100 kJ | 0,6 g/100 kJ |
| (1,6 g/100 kcal) | (2,5 g/100 kcal) |
Bei gleichem Energiewert muss die Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge wie das Referenzprotein enthalten (Muttermilch nach Anhang 3a Buchstabe A). Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden. 2.3 Folgenahrung aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,54 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,25 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
Bei der Herstellung dieser Folgenahrung sind nur Sojaproteinisolate zu verwenden. Bei gleichem Energiewert muss Folgenahrung aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge wie das Referenzprotein enthalten (Muttermilch nach Anhang 3a Buchstabe A). Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden. 2.4 Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten muss die Proteinanforderungen nach Ziffer 2.4.1, 2.4.2, 2.4.3 oder 2.4.4 erfüllen. 2.4.1 Proteinanforderungen Gruppe A 2.4.1.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,44 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (1,86 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.1.2 Proteinquelle
Entmineralisierts Süssmolkenprotein aus Kuhmilch nach enzymatischer Ausfällung von Kasein unter Verwendung von Chymosin, bestehend aus:
2.4.1.3 Proteinverarbeitung
Zweistufiges Hydrolyseverfahren unter Verwendung einer Trypsin-Zubereitung mit einem Wärmebehandlungsschritt (3–10 Minuten bei 80–100 °C) zwischen den beiden Hydrolyseschritten.
2.4.1.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren und L-Carnitin
Bei gleichem Energiewert muss Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang3a Buchstabe B. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden.
2.4.2 Proteinanforderungen Gruppe B
2.4.2.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,55 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,3 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.2.2 Proteinquelle
Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus:
2.4.2.3 Proteinverarbeitung
Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Nach dem Wärmebehandlungsschritt wird die Hydrolyse bei einem pH-Wert von 7,5 bis 8,5 und einer Temperatur von 55 bis 70 °C unter Verwendung einer Enzymmischung aus Serinendopeptidase und einem Protease/Peptidase-Komplex durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses in einem Wärmebehandlungsschritt (2–10 Sekunden bei 120–150 °C) inaktiviert.
2.4.2.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren
Bei gleichem Energiewert muss Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden.
Der L-Carnitingehalt muss mindestens 0,3 mg/100 kJ (1,2 mg/100 kcal) betragen.
2.4.3 Proteinanforderungen Gruppe C
2.4.3.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,45 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (1,9 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.3.2 Proteinquelle Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus 100 Prozent Süssmolkenproteinkonzentrat mit einem Protein-Mindestgehalt von 80 Prozent. 2.4.3.3 Proteinverarbeitung Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Vor der Hydrolyse wird der pH-Wert bei einer Temperatur von 50 bis 65 °C auf 6,5–7,5 eingestellt. Die Hydrolyse wird mit einer Enzymmischung aus einer Serinendopeptidase und einer Metalloprotease durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses in einem Wärmebehandlungsschritt (2–10 Sekunden bei 110–140 °C) inaktiviert. 2.4.3.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren Bei gleichem Energiewert muss Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden. 2.4 Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten muss die Proteinanforderungen nach Ziffer 2.4.1, 2.4.2, 2.4.3 oder 2.4.4 erfüllen. 2.4.4 Proteinanforderungen Gruppe D 2.4.4.1 Proteingehalt
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 0,57 g/100 kJ | 0,67 g/100 kJ |
| (2,4 g/100 kcal) | (2,8 g/100 kcal) |
2.4.4.2 Proteinquelle Molkenprotein aus Kuhmilch, bestehend aus 100 Prozent Süssmolkenproteinkonzentrat mit einem Protein-Mindestgehalt von 70 Prozent. 2.4.4.3 Proteinverarbeitung Das Ausgangsmaterial wird hydriert und erhitzt. Nach dem Wärmebehandlungsschritt wird die Hydrolyse bei einem pH-Wert von 7,0 bis 8,0 und einer Temperatur von 50 bis 60 °C in einem zweistufigen Hydrolyseverfahren unter Verwendung einer Serinendopeptidase und einer Metalloprotease durchgeführt. Die Lebensmittelenzyme werden während des Herstellungsprozesses mit einem Wärmebehandlungsschritt (mindestens 30 Sekunden bei 100–120 °C) inaktiviert. 2.4.4.4 Essenzielle und halbessenzielle Aminosäuren Bei gleichem Energiewert muss Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten jede essenzielle und halbessenzielle Aminosäure mindestens in der gleichen verfügbaren Menge enthalten wie das Referenzprotein nach Anhang 3a Buchstabe A. Bei dieser Berechnung können jedoch der Methionin- und der Cysteingehalt sowie der Phenylalanin- und der Tyrosingehalt zusammengerechnet werden. 2.5 In allen Fällen ist der Zusatz von Aminosäuren nur zur Verbesserung des Nährwertes der Proteine in den hierfür notwendigen Mengen gestattet.
Wird Taurin zugesetzt, darf der Gehalt nicht über 2,9 mg/100 kJ (12 mg/100 kcal) liegen.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 1,1 g/100 kJ | 1,4 g/100 kJ |
| (4,4 g/100 kcal) | (6,0 g/100 kcal) |
4.1 Die Verwendung folgender Stoffe ist untersagt: – Sesamöl – Baumwollsaatöl 4.2 Linolsäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 120 mg/100 kJ | 300 mg/100 kJ |
| (500 mg/100 kcal) | (1200 mg/100 kcal) |
4.3 Der Gehalt an Trans-Fettsäuren darf nicht über 3 Prozent des gesamten Fettgehalts liegen. 4.4 Der Erucasäure-Gehalt darf nicht über 0,4 Prozent des gesamten Fettgehalts liegen. 4.5 α-Linolensäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 12 mg/100 kJ | 24 mg/100 kJ |
| (50 mg/100 kcal) | (100 mg/100 kcal) |
4.6 Docosahexaensäure
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 4,8 mg/100 kJ | 12 mg/100 kJ |
| (20 mg/100 kcal) | (50 mg/100 kcal) |
4.7 Weitere langkettige (20 und 22 Kohlenstoffatome) mehrfach ungesättigte Fettsäuren können zugesetzt werden. In diesem Fall darf ihr Anteil an dem gesamten Fettgehalt höchstens betragen: 481 bei langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren: 2 Prozent 482 bei Arachidonsäure (20:4 n-6): 1 Prozent Der Gehalt an Eicosapentaensäure (20:5 n-3) darf nicht höher als der Gehalt an Docosahexaensäure (22:6 n-3) sein.
Der Gehalt an Phospholipiden in Folgenahrung darf höchstens 2 g/l betragen.
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 2,2 g/100 kJ | 3,3 g/100 kJ |
| (9 g/100 kcal) | (14 g/100 kcal) |
6.1 Die Verwendung von glutenhaltigen Zutaten ist untersagt. 6.2 Laktose
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| 1,1 g/100 kJ | – |
| (4,5 g/100 kcal) |
Diese Mindestgehalte gelten nicht für Folgenahrung: – in der der Anteil von Sojaproteinen mehr als 50 Massenprozent des Gesamtproteingehalts beträgt; oder – die den Hinweis «laktosefrei» nach Artikel 15 Absatz 4 Buchstabe b trägt. 6.3 Saccharose, Fruktose, Honig
| Mindestens | Höchstens |
|---|---|
| – | einzeln oder insgesamt: 20 Massenprozent des Gesamtkohlenhydratgehalts |
Honig ist einer Behandlung zur Abtötung vonClostridium botulinum -Sporen zu unterziehen. 6.4 Glukose Glukose darf nur Folgenahrung auf Basis von Proteinhydrolysaten zugesetzt werden. Wird Glukose zugesetzt, darf ihr Gehalt höchstens 0,5 g/100 kJ (2 g/100 kcal) betragen. 6.5 Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup darf Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Sojaproteinisolaten (pur oder in Kombination mit Kuhmilch- und Ziegenmilchproteinen) nur zugesetzt werden, wenn sein Dextroseäquivalent 32 nicht übersteigt. Wird Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup diesen Nahrungen zugesetzt, darf der sich aus Glukosesirup oder getrocknetem Glukosesirup ergebende Glukosegehalt 0,2 g/100 kJ (0,84 g/100 kcal) nicht übersteigen. Werden Glukosesirup oder getrockneter Glukosesirup Folgenahrung auf Basis von Proteinhydrolysaten zugesetzt, gelten die Höchstwerte für Glukose nach Ziffer 6.4.
Frukto-Oligosaccharide und Galakto-Oligosaccharide dürfen Folgenahrung zugesetzt werden. In diesem Fall darf ihr Anteil 0,8 g/100 ml in einer Kombination aus 90 Prozent Oligogalactosyl-Laktose und 10 Prozent Oligofructosyl-Saccharose mit hohem Molekulargewicht nicht übersteigen. Andere Kombinationen und Höchstgehalte von Frukto-Oligosacchariden und Galakto-Oligosacchariden können nach Artikel 13 Buchstabe a Ziffer 2 verwendet werden.
8.1 Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Proteinhydrolysaten
| Mineralstoffe | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Chlorid (mg) | 14,3 | 38,2 | 60 | 160 |
| Eisen (mg) | 0,14 | 0,48 | 0,6 | 2 |
| Fluoride (µg) | – | 24 | – | 100 |
| Jod (µg) | 3,6 | 6,9 | 15 | 29 |
| Kalium (mg) | 19,1 | 38,2 | 80 | 160 |
| Kalzium (mg) | 12 | 33,5 | 50 | 140 |
| Kupfer (µg) | 14,3 | 24 | 60 | 100 |
| Magnesium (mg) | 1,2 | 3,6 | 5 | 15 |
| Mangan (µg) | 0,24 | 24 | 1 | 100 |
| Molybdän (µg) | – | 3,3 | – | 14 |
| Natrium (mg) | 6 | 14,3 | 25 | 60 |
| Phosphor (mg)38 | 6 | 21,5 | 25 | 90 |
| Selen (µg) | 0,72 | 2 | 3 | 8,6 |
| Zink (mg) | 0,12 | 0,24 | 0,5 | 1 |
Das molare Verhältnis zwischen Kalzium und verwertbarem Phosphor in
Folgenahrung beträgt mindestens 1,0 und höchstens 2,0. Die Menge des verwertbaren Phosphors in Folgenahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder aus Proteinhydrolysaten beträgt 80 Prozent des Gesamtphosphorgehalts.
8.2 Folgenahrung aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen
Es gelten alle Anforderungen nach Ziffer 8.1. Ausgenommen sind Eisen, Phosphor und Zink; für sie gelten folgende Anforderungen:
| Mineralstoffe | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Eisen (mg) | 0,22 | 0,6 | 0,9 | 2,5 |
| Phosphor (mg) 39 Zink (mg) | 7,2 0,18 | 24 0,3 | 30 0,75 | 100 1,25 |
Das molare Verhältnis zwischen Kalzium und verwertbarem Phosphor beträgt mindestens 1,0 und höchstens 2,0. Die Menge des verwertbaren Phosphors in Säuglingsanfangsnahrungen aus Sojaproteinhydrolysaten beträgt 70 Prozent des Gesamtphosphorgehaltes.
| Vitamine | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| Mindestens | Höchstens | Mindestens | Höchstens | |
| Biotin (µg) | 0,24 | 1,8 | 1 | 7,5 |
| Folat (µg-DFE)40 | 3,6 | 11,4 | 15 | 47,6 |
| Niacin (mg)41 | 0,1 | 0,36 | 0,4 | 1,5 |
| Pantothensäure (mg) | 0,1 | 0,48 | 0,4 | 2 |
| Vitamin A (µg-RE)42 | 16,7 | 27,2 | 70 | 114 |
| Vitamin B | 9,6 | 72 | 40 | 300 |
| Vitamin B | 14,3 | 95,6 | 60 | 400 |
| Vitamin B | 4,8 | 41,8 | 20 | 175 |
| Vitamin B | 0,02 | 0,12 | 0,1 | 0,5 |
| Vitamin C (mg) | 0,96 | 7,2 | 4 | 30 |
| Vitamin D (µg)43 | 0,48 | 0,72 | 2 | 3 |
| Vitamin E (mg-α-TE)44 | 0,14 | 1,2 | 0,6 | 5 |
| Vitamin K (µg) | 0,24 | 6 | 1 | 25 |
Folgende Nukleotide können verwendet werden:
| Nukleotide | Höchstwert^45^ | Höchstwert^46^ |
|---|---|---|
| (mg/100 kJ) | (mg/100 kcal) | |
| Adenosin-5’monophosphat | 0,36 | 1,50 |
| Cytidin-5’monophosphat | 0,60 | 2,50 |
| Guanosin-5’monophosphat | 0,12 | 0,50 |
| Inosin-5’monophosphat | 0,24 | 1,00 |
| Uridin-5’monophosphat | 0,42 | 1,75 |
(Art. 6 Bst. b und 13 Bst. b)
Für die Anhänge 2 Ziffer 2 und 3 Ziffer 2 dient Muttermilch unter den in den Buchstaben A und B dieses Anhangs festgelegten Bedingungen als Referenzprotein.
A. Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf der Basis von Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder auf der Basis von Sojaproteinisolaten, allein oder gemischt mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen, sowie Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Für die Anhänge 2 Ziff. 2.2, 2.3, 2.4.2, 2.4.3 und 2.4.4 und 3 Ziff. 2.2, 2.3, 2.4.2, 2.4.3 und 2.4.4 gelten für die essenziellen und halbessenziellen Aminosäuren in der Muttermilch, in Milligramm pro 100 kJ oder 100 kcal, die folgenden Werte:
| Aminosäuren | Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung | |
|---|---|---|
| mg/100 kJ47 | mg/100 kcal | |
| Arginin | – | – |
| Cystein | 9 | 38 |
| Histidin | 10 | 40 |
| Isoleucin | 22 | 90 |
| Leucin | 40 | 166 |
| Lysin | 27 | 113 |
| Methionin | 5 | 23 |
| Phenylalanin | 20 | 83 |
| Threonin | 18 | 77 |
| Tryptophan | 8 | 32 |
| Tyrosin | 18 | 76 |
| Valin | 21 | 88 |
B. Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Für die Anhänge 2 Ziffer 2.4.1 und 3 Ziffer 2.4.1 gelten für die essenziellen und halbessenziellen Aminosäuren in der Muttermilch, in Milligramm pro 100 kJ oder 100 kcal, die folgenden Werte:
| Aminosäuren | Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung | |
|---|---|---|
| mg/100 kJ48 | mg/100 kcal | |
| Arginin | 16 | 69 |
| Cystein | 6 | 24 |
| Histidin | 11 | 45 |
| Isoleucin | 17 | 72 |
| Leucin | 37 | 156 |
| Lysin | 29 | 122 |
| Methionin | 7 | 29 |
| Phenylalanin | 15 | 62 |
| Threonin | 19 | 80 |
| Tryptophan | 7 | 30 |
| Tyrosin | 14 | 59 |
| Valin | 19 | 80 |
(Art. 15 Abs. 1 Bst. c und 21 Abs. 2)
| Vitamine und Mineralstoffe | Referenzmengen | ||
|---|---|---|---|
| Folgenahrung | Getreidebeikost und andere Beikost | ||
| Biotin | (µg) | 10 | – |
| Chlorid | (mg) | 500 | – |
| Eisen | (mg) | 8 | 6 |
| Folat | (µg-DFE)49 | 125 | 100 |
| Jod | (µg) | 80 | 70 |
| Kalium | (mg) | 1000 | – |
| Kalzium | (mg) | 550 | 400 |
| Kupfer | (mg) | 0,5 | 0,4 |
| Magnesium | (mg) | 80 | – |
| Mangan | (mg) | 1,2 | – |
| Natrium | (mg) | 400 | – |
| Niacin | (mg) | 7 | 9 |
| Pantothensäure | (mg) | 3 | – |
| Phosphor | (mg) | 550 | – |
| Selen | (µg) | 20 | 10 |
| Vitamin A | (µg-RE)50 | 400 | 400 |
| Vitamin B | (mg) | 0,5 | 0,5 |
| Vitamin B | (mg) | 0,7 | 0,8 |
| Vitamin B | (mg) | 0,7 | 0,7 |
| Vitamin B | (µg) | 0,8 | 0,7 |
| Vitamin C | (mg) | 45 | 25 |
| Vitamin D | (µg) | 7 | 10 |
| Vitamin E | (mg-α-TE)51 | 5 | – |
| Vitamin K | (µg) | 12 | – |
| Zink | (mg) | 5 | 4 |
(Art. 19 Abs. 3 Bst. a und 20 Bst. c)
Anmerkung: Die ernährungsphysiologischen Anforderungen beziehen sich auf das Erzeugnis, das genussfertig an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wird, oder auf das Erzeugnis, das nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers genussfertig zubereitet worden ist.
Getreidebeikost wird hauptsächlich aus einem oder mehreren gemahlenen Getreide- oder Knollenstärkeprodukten hergestellt. Der Anteil an Getreide- oder Knollenstärkeprodukten muss mindestens 25 Massenprozent der endgültigen Mischung (Trockengewichtsanteil) betragen.
2.1 Bei den in Artikel 19 Absatz 1 Buchstaben b und d genannten Produkten darf der Proteingehalt höchstens 1,3 g/100 kJ (5,5 g/100 kcal) betragen. 2.2 Bei den in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b genannten Produkten muss der Gehalt an zugesetztem Protein mindestens 0,48 g/100 kJ (2 g/100 kcal) betragen. 2.3 Die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe d genannten Biscuits oder Kekse, die unter Zusatz eines Lebensmittels mit hohem Proteingehalt hergestellt und als solche angeboten werden, müssen einen Gehalt an zugesetztem Protein von mindestens 0,36 g/100 kJ (1,5 g/100 kcal) aufweisen. 2.4 Der chemische Index des zugesetzten Proteins muss mindestens 80 Prozent des Referenzproteins Kasein (Ziff. 25) betragen oder der Eiweisswirkungsgrad (PER) des Proteins in der Mischung muss mindestens 70 Prozent des Referenzproteins betragen. In allen Fällen ist der Zusatz von Aminosäuren nur zur Verbesserung des Nährwerts der Proteinmischung und nur in dem dafür notwendigen Verhältnis zulässig. 2.5 Aminosäurenzusammensetzung von Kasein
| Aminosäuren | (g je 100 g Protein) |
|---|---|
| Arginin | 3,7 |
| Cystein | 0,3 |
| Histidin | 2,9 |
| Isoleucin | 5,4 |
| Leucin | 9,5 |
| Lysin | 8,1 |
| Methionin | 2,8 |
| Phenylalanin | 5,2 |
| Threonin | 4,7 |
| Tryptophan | 1,6 |
| Tyrosin | 5,8 |
| Valin | 6,7 |
3.1 Wird den Produkten nach Artikel 19 Absatz 1 Buchstaben a und d Saccharose, Fruktose, Glukose, Glukosesirupe oder Honig zugesetzt, so darf der Anteil der aus diesen Zusätzen stammenden Kohlenhydrate höchstens 1,8 g/100 kJ (7,5 g/100 kcal) und der Fruktosezusatz höchstens 0,9 g/100 kJ (3,75 g/100 kcal) betragen. 3.2 Wird den Produkten nach Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b Saccharose, Fruktose, Glukose, Glukosesirupe oder Honig zugesetzt, so darf der Anteil der aus diesen Zusätzen stammenden Kohlenhydrate höchstens 1,2 g je 100 kJ (5 g/100 kcal) und der Fruktosezusatz höchstens 0,6 g/100 kJ (2,5 g/100 kcal) betragen.
4.1 Bei den in Artikel 19 Absatz 1 Buchstaben a und d genannten Produkten darf der Fettgehalt höchstens 0,8 g/100 kJ (3,3 g/100 kcal) betragen.
4.2 Die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b genannten Produkte dürfen einen Fettgehalt von höchstens 1,1 g/100 kJ (4,5 g/100 kcal) aufweisen. Übersteigt der Fettgehalt 0,8 g/100 kJ (3,3 g/100 kcal), so gilt:
5.1 Natrium a. Natriumsalze dürfen Getreidebeikost nur zugesetzt werden, wenn dies aus technischen Gründen notwendig ist. b. Der Natriumgehalt von Getreidebeikost darf höchstens 25 mg/100 kJ (100 mg/100 kcal) betragen. 5.2 Kalzium a. Die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b genannten Produkte müssen einen Kalziumgehalt von mindestens 20 mg/100 kJ (80 mg/100 kcal) aufweisen. b. Die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe d genannten, unter Verwendung von Milch hergestellten Produkte, wie Milchkekse, die als solche angeboten werden, müssen einen Kalziumgehalt von mindestens 12 mg/100 kJ (50 mg/100 kcal) aufweisen.
6.1 Getreidebeikost muss einen Thiamingehalt von mindestens 25 µg/100 kJ (100 µg/100 kcal) aufweisen. 6.2 Für die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b genannten Produkte gelten folgende Gehalte:
| Vitamine | je 100 kJ | je 100 kcal | ||
|---|---|---|---|---|
| min. | max. | min. | max. | |
| Vitamin A (µg RE)52 | 14 | 43 | 60 | 180 |
| Vitamin D (µg)53 | 0,25 | 0,75 | 1 | 3 |
6.3 Die Höchstwerte gelten auch, wenn Vitamin A oder Vitamin D anderer Getreidebeikost zugesetzt wird.
(Art. 19 Abs. 3 Bst. b und 20 Bst. c)
Anmerkung: Die ernährungsphysiologischen Anforderungen beziehen sich auf das Erzeugnis, das genussfertig an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wird oder auf das Erzeugnis, das nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers genussfertig zubereitet worden ist.
1.1 Sind Fleisch, Geflügel, Fisch, Innereien oder sonstige herkömmliche Eiweissquellen die einzigen in der Produktbezeichnung genannten Zutaten, so muss:
1.2 Stehen Fleisch, Geflügel, Fisch, Innereien oder sonstige herkömmliche Eiweissquellen in der Produktbezeichnung einzeln oder kombiniert an erster Stelle, so muss, unabhängig davon, ob das Produkt als Mahlzeit aufgemacht ist oder nicht:
a. der genannte Anteil an diesen Eiweissquellen mindestens 10 Massenprozent des Gesamtprodukts betragen;
b. der jeweils genannte Anteil an diesen Eiweissquellen insgesamt mindestens 25 Massenprozent der Eiweissquellen betragen;
c. der Gehalt an Protein aus den genannten Quellen mindestens 1 g/100 kJ (4 g/100 kcal) betragen.
1.3 Sind Fleisch, Geflügel, Fisch, Innereien oder sonstige herkömmliche Eiweissquellen in der Produktbezeichnung zwar einzeln oder kombiniert genannt, jedoch nicht an erster Stelle, so muss, unabhängig davon, ob das Produkt als Mahlzeit aufgemacht ist oder nicht:
a. der genannte Anteil an diesen Eiweissquellen mindestens 8 Massenprozent des Gesamtprodukts betragen;
b. der jeweils genannte Anteil an diesen Eiweissquellen insgesamt mindestens 25 Massenprozent der Eiweissquellen betragen;
c. der Gehalt an Protein aus den genannten Quellen mindestens 0,5 g/ 100 kJ (2,2 g/100 kcal) betragen;
d. der Gesamtgehalt des Produkts an Protein jeglicher Art mindestens 0,7 g/100 kJ (3 g/100 kcal) betragen.
1.4 Ist Käse zusammen mit anderen Zutaten in der Produktbezeichnung eines nicht süssen Erzeugnisses erwähnt, so muss der Gehalt an Protein aus Milchprodukten mindestens 0,5 g/100 kJ (2,2 g/100 kcal) und der Gehalt des Erzeugnisses an Protein aus allen Quellen insgesamt mindestens 0,7 g/ 100 kJ (3 g/100 kcal) betragen, unabhängig davon, ob das Erzeugnis als Mahlzeit aufgemacht ist oder nicht.
1.5 Wird das Erzeugnis auf dem Etikett als Mahlzeit bezeichnet, sind Fleisch, Geflügel, Fisch, Innereien oder sonstige herkömmliche Eiweissquellen jedoch in der Produktbezeichnung nicht erwähnt, so muss der Gesamtproteingehalt des Produkts aus allen Quellen mindestens 0,7 g/100 kJ (3 g/100 kcal) betragen.
1.6 Für Saucen, die als Beilage zu einer Mahlzeit aufgemacht sind, gelten die Anforderungen nach den Ziffern 1.1–1.5 nicht.
1.7 Süssspeisen, bei denen in der Sachbezeichnung Milchprodukte als erste oder einzige Zutat angegeben sind, müssen mindestens 2,2 g Milchprotein/100 kcal enthalten. Für alle anderen Süssspeisen gelten die Anforderungen nach den Ziffern 1.1–1.5 nicht.
1.8 Der Zusatz von Aminosäuren ist ausschliesslich zur Verbesserung des Nährwerts der vorhandenen Proteine und nur in der dafür erforderlichen Menge zulässig.
Der Kohlenhydratgehalt von Säften und Nektar aus Obst und Gemüse, reinen Obstspeisen, Desserts oder Puddings darf höchstens folgende Werte erreichen:
3.1 Sind bei Erzeugnissen nach Ziffer 1.1 Fleisch oder Käse die einzigen in der Produktbezeichnung genannten Zutaten oder stehen sie an erster Stelle, so darf der Gesamtgehalt an Fett aus allen Quellen höchstens 1,4 g/100 kJ (6 g/100 kcal) betragen. 3.2 Bei allen anderen Produkten darf der Gesamtgehalt des Produkts an Fett aus allen Quellen höchstens 1,1 g/100 kJ (4,5 g/100 kcal) betragen.
4.1 Der Natriumgehalt des Fertigprodukts darf höchstens 48 mg/100 kJ (200 mg/100 kcal) oder höchstens 200 mg/100 g betragen. Ist jedoch Käse die einzige in der Produktbezeichnung genannte Zutat, so darf der Natriumgehalt höchstens 70 mg/100 kJ (300 mg/100 kcal) betragen. 4.2 Obstspeisen, Desserts und Puddings dürfen, ausser für technologische Zwecke, keine Natriumsalze zugesetzt werden.
5.1 Vitamin C Bei Fruchtsaft, Fruchtnektar oder Gemüsesaft muss der Gehalt an Vitamin C des Fertigprodukts mindestens 6 mg/100 kJ (25 mg/100 kcal) oder 25 mg/ 100 g betragen. 5.2 Vitamin A Bei Gemüsesaft muss der Gehalt an Vitamin A des Fertigprodukts mindestens 25 µg RE/100 kJ (100 µg RE/100 kcal)54betragen. Anderer Beikost darf Vitamin A nicht zugesetzt werden. 5.3 Vitamin D Vitamin D darf Beikost nicht zugesetzt werden.
(Art. 19 Abs. 4)
Anmerkung: Diese Anforderungen beziehen sich auf das Erzeugnis, das genussfertig an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wird, oder auf das Erzeugnis, das nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers genussfertig zubereitet wird. Ausgenommen sind Kalium und Kalzium, bei denen sich die Anforderungen auf das Erzeugnis beziehen, das an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wird.
| Vitamine und Mineralstoffe | Höchstwert je 100 kcal |
|---|---|
| Biotin (µg) | 10 |
| Eisen (mg) | 3 |
| Folsäure (µg) | 50 |
| Jod (µg) | 35 |
| Kalium (mg) | 160 |
| Kalzium (mg) | 80/18055/10056 |
| Kupfer (µg) | 40 |
| Magnesium (mg) | 40 |
| Mangan (mg) | 0,6 |
| Niacin (mg NE) | 4,5 |
| Pantothensäure (mg) | 1,5 |
| Vitamin A (µg RE) | 18057 |
| Vitamin B | 0,25/0,558 |
| Vitamin B | 0,4 |
| Vitamin B | 0,35 |
| Vitamin B | 0,35 |
| Vitamin C (mg) | 12,5/2559/12560 |
| Vitamin D (µg) | 361 |
| Vitamin E (mg α-TE) | 3 |
| Zink (mg) | 2 |
(Art. 22 Abs. 1–3)
| Chemische Bezeichnung der Ausgangsverbindung des Stoffes62 |
|---|
| – Aldrin – Dieldrin – Disulfoton – Endrin – Fensulfothion – Fentin – Haloxyfop – Heptachlor – Hexachlorbenzen – Nitrofen – Omethoat – Terbufos |
| Chemische Bezeichnung der Ausgangsverbindung des Stoffes63 | Rückstandshöchstgehalt (mg/kg) |
|---|---|
| Cadusafos | 0,006 |
| Demeton-S-methyl Demeton-S-methylsulfon Oxydemethon-methyl | 0,006 |
| Ethoprophos | 0,008 |
| Fipronil | 0,004 |
| Propineb | 0,006 |
(Art. 25 Abs. 3 Bst. c und 29 Abs. 1 Bst. a)
Die Spezifikationen beziehen sich auf das gebrauchsfertige Erzeugnis, sei es als solches im Handel oder nach den Anweisungen der Herstellerin oder des Herstellers zubereitet.
1.1 Erzeugnisse nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe a, die eigens für Säuglinge bestimmt sind, enthalten Vitamine und Mineralstoffe nach den Tabellen 2.1 und 2.2. Die Erzeugnisse für Frühgeborene müssen Vitamine, Mineralstoffe und andere essenzielle Mikronährstoffe gemäss den Empfehlungen der Ernährungskommission der European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology, and Nutrition64enthalten. 1.2 Erzeugnisse nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe b, die eigens für Säuglinge bestimmt sind, enthalten Vitamine und Mineralstoffe nach den Tabellen unter den Ziffern 2.1 und 2.2; vorbehalten bleiben Änderungen hinsichtlich eines oder mehrerer dieser Stoffe, sofern sie aufgrund der Zweckbestimmung des Erzeugnisses erforderlich sind. 1.3 Vitamine und Mineralstoffe dürfen in Erzeugnissen nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe c, die eigens für Säuglinge bestimmt sind, nicht in höheren als den in den Tabellen unter den Ziffern 2.1 und 2.2 angegebenen Höchstmengen enthalten sein; vorbehalten bleiben Änderungen hinsichtlich eines oder mehrerer dieser Stoffe, sofern sie aufgrund der Zweckbestimmung des Erzeugnisses erforderlich sind. 1.4 Sofern dies nicht den aus der Zweckbestimmung resultierenden Erfordernissen zuwiderläuft, sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die eigens für Säuglinge bestimmt sind, mit den Vorschriften über andere Stoffe konform, die für Säuglingsanfangsnahrung oder Folgenahrung gelten. 1.5 Erzeugnisse nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe a, die nicht eigens für Säuglinge bestimmt sind, enthalten Vitamine und Mineralstoffe nach den Tabellen unter den Ziffern 3.1 und 3.2. 1.6 Erzeugnisse nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe b, die nicht eigens für Säuglinge bestimmt sind, enthalten Vitamine und Mineralstoffe nach den Tabellen unter den Ziffern 3.1 und 3.2; vorbehalten bleiben Änderungen hinsichtlich eines oder mehrerer dieser Stoffe, sofern sie aufgrund der Zweckbestimmung des Erzeugnisses erforderlich sind. 1.7 Vitamine und Mineralstoffe dürfen in Erzeugnissen nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe c, die nicht eigens für Säuglinge bestimmt sind, nicht in höheren als den in den Tabellen unter den Ziffern 3.1 und 3.2 angegebenen Höchstmengen enthalten sein; vorbehalten bleiben Änderungen hinsichtlich eines oder mehrerer dieser Stoffe, sofern sie aufgrund der Zweckbestimmung des Erzeugnisses erforderlich sind.
| Vitamine | Pro 100 kJ | Pro 100 kcal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Maximum | Minimum | Maximum | ||
| Biotin (µg) | 0,24 | 4,8 | 1 | 20 | |
| Folat (µg-DFE)65 | 3,6 | 11,4 | 15 | 47,6 | |
| Niacin (mg)66 | 0,1 | 0,72 | 0,4 | 3 | |
| Pantothensäure (mg) | 0,1 | 0,48 | 0,4 | 2 | |
| Vitamin A (µg-RE)67 | 16,7 | 43 | 70 | 180 | |
| Vitamin B | 9,6 | 72 | 40 | 300 | |
| Vitamin B | 14,3 | 107 | 60 | 450 | |
| Vitamin B | 4,8 | 72 | 20 | 300 | |
| Vitamin B | 0,02 | 0,12 | 0,1 | 0,5 | |
| Vitamin C (mg) | 0,96 | 7,2 | 4 | 30 | |
| Vitamin D (µg)68 | 0,48 | 0,72 | 2 | 3 | |
| Vitamin E (mg α-TE)69 | 0,14 | 1,2 | 0,6 | 5 | |
| Vitamin K (µg) | 0,24 | 6 | 1 | 25 |
| Mineralstoffe | Pro 100 kJ | Pro 100 kcal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Maximum | Minimum | Maximum | ||
| Chlorid (mg) | 14,3 | 38,2 | 60 | 160 | |
| Chrom (µg) | – | 2,4 | – | 10 | |
| Eisen (mg) | 0,07 | 0,6 | 0,3 | 2,5 | |
| Fluorid (µg) | – | 47,8 | – | 200 | |
| Jod (µg) | 3,6 | 8,4 | 15 | 35 | |
| Kalium (mg) | 19,1 | 38,2 | 80 | 160 | |
| Kalzium (mg)70 | 12 | 60 | 50 | 250 | |
| Kupfer (µg) | 14,3 | 29 | 60 | 120 | |
| Magnesium (mg) | 1,2 | 3,6 | 5 | 15 | |
| Mangan (µg) | 0,24 | 24 | 1 | 100 | |
| Molybdän (µg) | – | 3,3 | – | 14 | |
| Natrium (mg) | 6 | 14,3 | 25 | 60 | |
| Phosphor (mg)71 | 6 | 24 | 25 | 100 | |
| Selen (µg) | 0,72 | 2 | 3 | 8,6 | |
| Zink (mg) | 0,12 | 0,6 | 0,5 | 2,4 |
| Vitamine | Pro 100 kJ | Pro 100 kcal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Maximum | Minimum | Maximum | ||
| Biotin (µg) | 0,18 | 1,8 | 0,75 | 7,5 | |
| Folat (µg-DFE)72 | 2,5 | 12,5 | 10 | 50 | |
| Niacin (mg NE)73 | 0,22 | 0,75 | 0,9 | 3 | |
| Pantothensäure (mg) | 0,035 | 0,35 | 0,15 | 1,5 | |
| Vitamin A (µg RE)74 | 8,4 | 43 | 35 | 180 | |
| Vitamin B | 0,015 | 0,12 | 0,06 | 0,5 | |
| Vitamin B (Riboflavin) (mg) | 0,02 | 0,12 | 0,08 | 0,5 | |
| Vitamin B | 0,02 | 0,12 | 0,08 | 0,5 | |
| Vitamin B | 0,017 | 0,17 | 0,07 | 0,7 | |
| Vitamin C (mg) | 0,54 | 5,25 | 2,25 | 22 | |
| Vitamin D (µg)75 | 0,12 | 0,65/0,7576 | 0,5 | 2,5/377 | |
| Vitamin E (mg α-TE)78 | 0,5/g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ausgedrückt als Linolsäure, keinesfalls jedoch weniger als 0,1 mg pro 100 verwertbare kJ | 0,75 | 0,5/g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ausgedrückt als Linolsäure, keinesfalls jedoch weniger als 0,5 mg pro 100 verwertbare kcal | 3 | |
| Vitamin K (µg) | 0,85 | 5 | 3,5 | 20 |
| Mineralstoffe | Pro 100 kJ | Pro 100 kcal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Maximum | Minimum | Maximum | ||
| Chlorid (mg) | 7,2 | 42 | 30 | 175 | |
| Chrom (µg) | 0,3 | 3,6 | 1,25 | 15 | |
| Eisen (mg) | 0,12 | 0,5 | 0,5 | 2,0 | |
| Fluorid (mg) | – | 0,05 | – | 0,2 | |
| Jod (µg) | 1,55 | 8,4 | 6,5 | 35 | |
| Kalium (mg) | 19 | 70 | 80 | 295 | |
| Kalzium (mg) | 8,4/1279 | 42/6080 | 35/5081 | 175/25082 | |
| Kupfer (µg) | 15 | 125 | 60 | 500 | |
| Magnesium (mg) | 1,8 | 6 | 7,5 | 25 | |
| Mangan (mg) | 0,012 | 0,12 | 0,05 | 0,5 | |
| Molybdän (µg) | 0,84 | 4,3 | 3,5 | 18 | |
| Natrium (mg) | 7,2 | 42 | 30 | 175 | |
| Phosphor (mg) | 7,2 | 19 | 30 | 80 | |
| Selen (µg) | 0,6 | 2,5 | 2,5 | 10 | |
| Zink (mg) | 0,12 | 0,36 | 0,5 | 1,5 |
(Art. 34 und 35a Abs. 1)
Anmerkung: Die festgelegten Zusammensetzungsanforderungen gelten für gebrauchsfertige Lebensmittel, die als solche oder nach Zubereitung gemäss den Anweisungen des Herstellers vermarktet werden.
Der Energiewert einer Tagesration für gewichtskontrollierende Ernährung darf pro Tagesration nicht weniger als 2510 kJ (600 kcal) betragen und 5020 kJ (1200 kcal) nicht übersteigen.
2.1 Das in Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltene Protein darf pro Tagesration nicht weniger als 75 g betragen und 105 g nicht übersteigen. 2.2 Für die Zwecke von Ziffer 2.1 ist «Protein» definiert als Protein, dessen um die Proteinverdaulichkeit berichtigter Aminosäureindex im Vergleich mit dem Referenzprotein gemäss untenstehender Tabelle bei 1,0 liegt:
| Anforderungsschema für Aminosäuren83 | g/100 g Protein |
|---|---|
| Cystein + Methionin | 2,2 |
| Histidin | 1,5 |
| Isoleucin | 3,0 |
| Leucin | 5,9 |
| Lysin | 4,5 |
| Phenylalanin + Tyrosin | 3,8 |
| Threonin | 2,3 |
| Tryptophan | 0,6 |
| Valin | 3,9 |
2.3 Der Zusatz von Aminosäuren ist nur zur Verbesserung des Nährwerts der in Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltenen Proteine und nur in den hierfür erforderlichen Mengen gestattet.
Das in Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltene Cholin darf pro Tagesration nicht weniger als 400 mg betragen.
4.1 … 4.2 α-Linolensäure Die in Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltene Alpha-Linolensäure darf pro Tagesration nicht weniger als 0,8 g betragen.
Die in Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltenen Kohlenhydrate dürfen pro Tagesration nicht weniger als 30 g betragen.
Tagesrationen für die gewichtskontrollierende Ernährung müssen pro Tagesration mindestens die in der Tabelle unten aufgeführten Mengen an Vitaminen und spezifischen Mineralstoffen liefern.
Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung dürfen pro Tagesration nicht mehr als 350 mg Magnesium enthalten.
| Stoff | Einheit | Menge | |
|---|---|---|---|
| Biotin | (µg) | 40 | |
| Folat | µg-EFA84) | 330 | |
| Niacin | (mg-EN85) | 17 | |
| Pantothensäure | (mg) | 5 | |
| Vitamin A | (µg-ER86) | 700 | |
| Vitamin B | (mg) | 0,8 | |
| Vitamin B | (mg) | 1,6 | |
| Vitamin B | (mg) | 1,6 | |
| Vitamin B | (µg) | 3 | |
| Vitamin C | (mg) | 110 | |
| Vitamin D | (µg) | 10 | |
| Vitamin E | (mg87) | 10 | |
| Vitamin K | (µg) | 70 | |
| Chlorid | (mg) | 830 | |
| Eisen | (mg) | 9 | |
| Jod | (µg) | 150 | |
| Kalium | (mg) | 3100 | |
| Kalzium | (mg) | 950 | |
| Kupfer | (mg) | 1,1 | |
| Magnesium | (mg) | 150 | |
| Mangan | (mg) | 3 | |
| Molybdän | (µg) | 65 | |
| Natrium | (mg) | 575 | |
| Phosphor | (mg) | 730 | |
| Selen | (µg) | 70 | |
| Zink | (mg) | 9,4 |
(Art. 35d )
Der Energiewert eines Mahlzeitersatzes für gewichtskontrollierende Ernährung darf nicht weniger als 840 kJ (200 kcal) und nicht mehr als 1046 kJ (250 kcal) je Mahlzeit betragen.
2.1 Der Energiewert eines Mahlzeitersatzes für gewichtskontrollierende Ernährung muss zu mindestens 25 und darf zu höchstens 50 Prozent auf Proteine entfallen. 2.2 Der chemische Proteinindex muss dem Aminosäurenindex entsprechen, den die Weltgesundheitsorganisation^88^festgelegt hat:
| Anforderungsschema für Aminosäuren | g/100 g Protein |
|---|---|
| Cystin + Methionin | 1,7 |
| Histidin | 1,6 |
| Isoleucin | 1,3 |
| Leucin | 1,9 |
| Lysin | 1,6 |
| Phenylalanin + Tyrosin | 1,9 |
| Threonin | 0,9 |
| Tryptophan | 0,5 |
| Valin | 1,3 |
2.3 Der chemische Index ist das kleinste Verhältnis zwischen der Menge der einzelnen essentiellen Aminosäuren des Testproteins und der Menge der entsprechenden Aminosäure des Referenzproteins. 2.4 Liegt der chemische Index unter 100 Prozent des Indexes des Referenzproteins, so ist der Mindestproteingehalt entsprechend zu erhöhen. Der chemische Index des Proteins muss in jedem Fall zumindest bei 80 Prozent des Indexes des Referenzproteins liegen. 2.5 Der Zusatz von Aminosäuren ist nur zur Verbesserung des Nährwerts der in einem Mahlzeitersatz für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltenen Proteine und in den hierfür notwendigen Mengen gestattet.
3.1 Der Energiewert der Fette darf 30 Prozent des gesamten Energiewerts eines Mahlzeitersatzes für gewichtskontrollierende Ernährung nicht überschreiten. 3.2 Die in einem Mahlzeitersatz für gewichtskontrollierende Ernährung enthaltene Linolsäure in Form von Glyceriden darf nicht weniger als 1 g betragen.
Ein Mahlzeitersatz für gewichtskontrollierende Ernährung muss je Mahlzeit mindestens 30 Prozent der Nährstoffbezugswerte für Vitamine und Mineralstoffe nach Anhang 10 LIV89enthalten. Diese Vorschrift gilt nicht für Fluorid, Chrom, Chlorid und Molybdän. Die Natriummenge in einem Lebensmittel muss je Mahlzeit mindestens 172,5 mg betragen. Die Kaliummenge in einem Mahlzeitersatz muss je Mahlzeit mindestens 500 mg betragen.
(Art. 38 Abs. 1 Bst. a, 39 Bst. a und b sowie 40 Abs. 2)
Es gelten die spezifischen Reinheitskriterien, die im Anhang 4 der ZuV90für Zusatzstoffe festgelegt sind. Für Stoffe, für die keine Reinheitskriterien festgelegt wurden, gelten die allgemein anerkannten Reinheitskriterien, die von internationalen Gremien, wie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder internationalen Pharmakopöen empfohlen werden.
| Vitamine, Mineralstoffe und sonstige Stoffe | für Erwachsene zulässige Höchstmengen pro empfohlener täglicher Verzehrsmenge | Warnhinweise*(kursiv),* Hinweis auf spezifische Zielgruppe, Verwendungsbedingungen |
|---|---|---|
| 1 Vitamine und Mineralstoffe | ||
| 1.1 Vitamine | ||
| Biotin | keine | |
| Folsäure | 750 µg | |
| Niacin | 600 mg | |
| wovon 10 mg als Nicotinsäure und Inositolhexanicotinat (Summe) | ||
| Pantothensäure | keine | |
| Riboflavin (Vitamin B | keine | |
| Thiamin (Vitamin B | keine | |
| Vitamin A | 1360 µg91(entspricht 8,2 mg β-Carotin) | Nur als β-Carotin |
| Vitamin B | 15 mg | |
| Vitamin B | keine | |
| Vitamin C | 750 mg | |
| Vitamin D | 70 µg | |
| Vitamin E | 205 mg | |
| Vitamin K | 225 µg | Ab einer Tagesdosis von 25 µg:«Patientinnen und Patienten, die Antikoagulantien einnehmen, sollten vor der Einnahme von Vitamin-K-Präparaten ihre Ärztin oder ihren Arzt konsultieren.» |
| 1.2 Mineralstoffe | ||
| Bor | 1 mg | |
| Chlorid | nur als Begleition | |
| Chrom | 188 µg | |
| Eisen | 21 mg | |
| Jod | 200 µg | |
| Kalium | 2250 mg | |
| Kalzium | 750 mg | |
| Kupfer | 1,6 mg | |
| Magnesium | 375 mg | Ab einer Tagesdosis von >250 mg:«Magnesium-Präparate können abführend wirken.» |
| Mangan | 3 mg | |
| Molybdän | 300 µg | |
| Natrium | 550 mg keine | Lebensmittel für Sportlerinnen und Sportler, die speziell für extremen Ausdauersport entwickelt wurden. |
| Phosphat | nur als Begleition | |
| Selen | 165 µg | |
| Silicium | keine | |
| Zink | 5,3 mg | |
| 2 Sonstige Stoffe | ||
| 2.1 Aminosäuren | ||
| L-Alanin | 500 mg | |
| L-Arginin | 2500 mg | |
| L-Citrullin | 1000 mg | |
| L-Cystein | 240 mg | |
| L-Cystin | 500 mg | |
| L-Glutamin | 10 g | |
| L-Glutaminsäure | 10 g | |
| Glycin | 5 g | |
| L-Histidin | 600 mg | |
| L-Isoleucin | 2200 mg | |
| L-Leucin | 4000 mg | |
| L-Lysin | 1800 mg | |
| L-Methionin + L-Cystein (Summe) | 900 mg | |
| L-Ornithin | 2000 mg | |
| L-Phenylalanin + L-Tyrosin (Summe) | 1500 mg | |
| L-Prolin | 150 mg | |
| L-Threonin | 900 mg | |
| L-Tryptophan | 240 mg | |
| L-Tyrosin | 1200 mg | |
| L-Serin | 40 mg | |
| L-Valin | 2000 mg | |
| 2.2 Sonstige Stoffe, ohne Aminosäuren | ||
| β-Alanin | 3,2 g | «Nicht länger als 8–10 Wochen einnehmen» – Abgabe nur als Tabletten, die mit geeigneten Mitteln (Zusatzstoffen) als «slow-release»-Tabletten formuliert werden. – Einnahme muss mindestens auf 2 Dosen pro Tag verteilt werden, vorzugsweise zu einer Mahlzeit |
| Betain | 1500 mg | |
| β-Hydroxy-β-methylbutyrat (HMB) | 3200 mg | |
| Carotinoid Lutein | 20 mg | |
| Carotinoid Zeaxanthin | 2 mg | |
| Cholin | 550 mg | |
| Chondroitinsulfat | 500 mg | «Für schwangere und stillende Frauen, Kinder, Jugendliche und Personen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln nicht geeignet.» |
| L-Carnitin | 2000 mg | |
| L-Carnosin | 55 mg | |
| Coenzym NADH (Nicotinamidadenindinukleotid) | 20 mg | |
| Coenzym Q10 | 200 mg | |
| Coffein | 200 mg oder max. 3 mg/kg Körpergewicht | |
| Docosahexaensäure (DHA) | 1000 mg | Ab einer Tagesdosis von >450 mg:«Für schwangere und stillende Frauen nicht geeignet.» |
| Eicosapentaensäure (EPA) + Docosahexaensäure (DHA) (als Summe) (langkettige n-3) | 5000 mg | «Für schwangere und stil-lende Frauen nicht geeignet.» |
| Glucosamin | 750 mg | |
| Glucuronolacton | 1200 mg | |
| Hesperidin | 430 mg | «Personen, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme ihre Ärztin oder ihren Arzt konsultieren.» |
| Inositol | 1000 mg | |
| Isoflavone | 50 mg (bezogen auf das Aglycon) | |
| Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG) | 300 mg (berechnet als EGCG) | «Darf nicht eingenommen werden, wenn Sie am selben Tag andere Produkte einnehmen, die Grüntee enthalten». «Darf nicht von schwangeren oder stillenden Frauen und von Kindern unter 18 Jahren verzehrt werden». «Darf nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden». |
| konjugierte Linolsäure (CLA) | 3 g | «Für Diabetikerinnen und Diabetiker, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen nicht geeignet.» |
| Kreatin | 3 g | |
| Lactulose | 10 g | |
| Lebende Bakterienkulturen nach | mind. 108KBE (kolonienbildende Einheiten) | Anforderungen nach Anhang 13 |
| α-Linolensäure (n-3) | 2000 mg | |
| Linolsäure (n-6) | 10 g | |
| Methylsulfonylmethan (MSM) | 1000 mg | |
| Oligomere Proanthocyanidine (OPC) | 150 mg | «Ein Produkt mit OPC ersetzt eine Ernährung mit frischem Obst und Gemüse nicht.» |
| D-Ribose | 1000 mg | |
| Taurin | 1000 mg |
(Art. 38 Abs. 1 Bst. a, 39 Bst. c und 40 Abs. 2)
β-Carotin
Vitamin D2oder Ergocalciferol
Vitamin D3oder Cholecalciferol
DL-α-Tocopherol
DL-α-Tocopherylacetat
D-α-Tocopherol
D-α-Tocopherylacetat
D-α-Tocopherylsäuresuccinat
Gemischte Tocopherole92
Tocotrienol-Tocopherol93
Menachinon94
Phyllochinon oder Phytomenadion
Thiaminhydrochlorid
Thiaminmononitrat
Thiaminmonophosphatchlorid
Thiaminpyrophosphatchlorid
Riboflavin
Riboflavin-5’-phosphat, Natrium
Inositolhexanicotinat oder Inositolniacinat
Nicotinamid
Nicotinsäure
Calcium-D-pantothenat
D-Panthenol
Natrium-D-pantothenat
Pantethin
Pyridoxal-5’-phosphat
Pyridoxin-5’-phosphat
Pyridoxindipalmitat
Pyridoxinhydrochlorid
Calcium-L-methylfolat
Pteroylglutaminsäure
Cyanocobalamin
5’-Desoxyadenosylcobalmin
Hydroxocobalamin
Methylcobalamin
D-Biotin
Calcium-L-ascorbat (kann bis zu 2 Prozent Threonat enthalten)
Kalium-L-ascorbat
L-Ascorbinsäure
L-Ascorbyl-6-palmitat
Magnesium-L-ascorbat
Natrium-L-ascorbat
Zink-L-ascorbat
Calciumacetat
Calciumbisglycinat
Calciumcarbonat
Calciumchlorid
Calciumcitratmalat
Calciumgluconat
Calciumglycerophosphat
Calciumhaltige Rotalgen (Maerl)
Calciumhydroxid
Calciumlactat
Calcium-L-ascorbat
Calcium-L-lysinat
Calcium-L-pidolat
Calcium-L-threonat
Calciummalat
Calciumoxid
Calcium-Phosphoryl-Oligosaccharide (POs-Ca)
Calciumpyruvat
Calciumsalze der Orthophosphorsäure
Calciumsalze der Zitronensäure
Calciumsuccinat
Calciumsulfat
Magnesiumacetat
Magnesiumacetyltaurat
Magnesiumascorbat
Magnesiumbisglycinat
Magnesiumcarbonat
Magnesiumchlorid
Magnesiumgluconat
Magnesiumglycerophosphat
Magnesiumhydroxid
Magnesiumkaliumcitrat
Magnesiumlactat
Magnesium-L-lysinat
Magnesium-L-pidolat
Magnesiummalat
Magnesiumoxid
Magnesiumpyruvat
Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure
Magnesiumsalze der Zitronensäure
Magnesiumsuccinat
Magnesiumsulfat
Magnesiumtaurat
Dolomitpulver
Fossiles Korallenpulver oder Scleratinia
Eisen(II)-Ammoniumphosphat
Eisen(II)-phosphat
Eisen(II)-taurat
Eisen(III)-Natrium-EDTA
Eisenammoniumcitrat
Eisenbisglycinat
Eisencarbonat
Eisencitrat
Eisendiphosphat oder Eisenpyrophosphat
Eisenfumarat
Eisengluconat
Eisenlactat
Eisen-L-pidolat
Eisennatriumdiphosphat
Eisensaccharat
Eisensulfat
elementares Eisen (Carbonyl + elektrolytisch + wasserstoffreduziert)
Kupfer(II)-oxid
Kupferbisglycinat
Kupfercarbonat
Kupfercitrat
Kupfergluconat
Kupfer-L-aspartat
Kupferlysinkomplex
Kupfersulfat
Kaliumjodat
Kaliumjodid
Natriumjodat
Natriumjodid
Zinkacetat
Zinkbisglycinat
Zinkcarbonat
Zinkchlorid
Zinkcitrat
Zinkgluconat
Zinklactat
Zink-L-ascorbat
Zink-L-aspartat
Zink-L-lysinat
Zink-L-pidolat
Zinkmalat
Zink-mono-L-methioninsulfat
Zinkoxid
Zinkpicolinat
Zinksulfat
Manganascorbat
Manganbisglycinat
Mangancarbonat
Manganchlorid
Mangancitrat
Mangangluconat
Manganglycerophosphat
Mangan-L-aspartat
Manganpidolat
Mangansulfat
Natriumbicarbonat
Natriumcarbonat
Natriumchlorid
Natriumcitrat
Natriumgluconat
Natriumhydroxid
Natriumlactat
Natriumsalze der Orthophosphorsäure
Natriumsulfat
Kaliumbicarbonat
Kaliumcarbonat
Kaliumchlorid
Kaliumcitrat
Kaliumgluconat
Kaliumglycerophosphat
Kaliumhydroxid
Kaliumlactat
Kalium-L-pidolat
Kaliummalat
Kaliumsalze der Orthophosphorsäure
Kaliumsulfat
L-Selenomethionin
Natriumhydrogenselenit
Natriumselenat
Natriumselenit
Selenhefe95
Selenige Säure
Chrom(III)-chlorid
Chromhefe
Chrom(III)-lactattrihydrat
Chrom(III)-sulfat
Chromnitrat
Chrompicolinat
Ammoniummolybdat
Kaliummolybdat
Molybdänhefe
Natriummolybdat
Borsäure
Natriumborat
cholinstabilisierte Orthokieselsäure
Kieselsäure (in Gel-Form)
Siliciumdioxid
Anmerkung: Bei zugelassenen Aminosäuren können auch die Natrium-, Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze sowie ihre Hydrochloride verwendet werden.
L-Alanin
L-Arginin
L-Citrullinmalat
L-Cystein
L-Cystin
L-Histidin
L-Glutaminsäure
L-Glutamin
Glycin
L-Isoleucin
L-Leucin
L-Lysin
L-Lysinacetat
L-Methionin
L-Ornithin
L-Phenylalanin
L-Prolin
L-Serin
L-Threonin
L-Tryptophan
L-Tyrosin
L-Valin
β-Alanin
Bakterienkulturen (lebend)
Betainhydrochlorid
L-Carnitin
L-Carnitinhydrochlorid
L-Carnitin-L-Tartrat
L-Carnosin
Cholin
Cholinchlorid
Cholincitrat
Cholintartrate
Chondroitinsulfat (Ph. Eur. )
Coenzym Q10, Ubichinon oder Ubichinol
Coffein
D-Glucurono-γ-lacton
DHA und deren Ester aus Fischölen oder Algenölen
EPA und deren Ester aus Fischölen oder Algenölen
Glucosaminchlorid
Glucosaminsulfat
Hesperidin aus unreifen Orangen
β-Hydroxy-β-methylbutyrat (HMB)
Inositol
Isoflavone aus Soja- oder aus Rotkleeextrakten
Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee
Konjugierte Linolsäure (CLA) aus Distelöl
Kreatin Anhydrous
Kreatincitrat
Kreatinmalat
Kreatinmonohydrat
Kreatinpyruvat
Lactulose
Laktase FCC96
Linolsäure aus Speiseölen
Lutein aus Tagetes
Methylsulfonylmethan (MSM)
NADH
NADH Dinatrium
Oligomere Proanthocyanidine (OPC) aus Trauben oder Pinienrinde
Omega-3-Fettsäuren aus Speiseölen, Fischölen und Algenölen
D-Ribose
Taurin
Wasserlösliche Tomatenkonzentrate WSTC I und II gemäss EFSA: EFSA Journal 2010; 8(7):1689
Zeaxanthin aus Tagetes
(Art. 38 Abs. 2)
1 Lebende Bakterienkulturen, die in Nahrungsmitteln für Sportlerinnen oder Sportler verwendet werden, müssen für Lebensmittelzwecke geeignet und gesundheitlich unbedenklich sein.
2 Es können lebende Zellen von Stämmen einer oder verschiedener Bakterienarten oder Species eingesetzt werden.
3 Diese müssen die folgenden Kriterien erfüllen:
3.1 Sie müssen vorzugsweise menschlichen Ursprungs sein, keine humanpathogenen Eigenschaften aufweisen und dürfen keine Antibiotikaresistenzen übertragen.
3.2 Sie müssen in einer international anerkannten Stammsammlung hinterlegt sein.
3.3 Species und Stamm müssen mit molekularbiologischen Methoden charakterisiert sein. Dies bedeutet:
(Art. 38 Absätze 3 und 4)
| a. Kohlenhydrate | mehrere unterschiedlich resorbierbare Zuckerarten oder Stärkeabbauprodukte |
|---|---|
| b. Energiequelle | mindestens 80 Prozent von Kohlenhydraten |
| c. Energiegehalt | mindestens 300 kJ (70 kcal) pro 100 ml oder 1400 kJ (335 kcal) pro 100 g Trockenmasse (bezogen auf genussfertiges Produkt) |
| a. Energiegehalt | mindestens 1400 kJ (335 kcal) pro 100 g Trockenmasse |
|---|---|
| b. Energiequelle | mindestens 50 Prozent aus Kohlenhydraten, und höchstens 30 Prozent aus Fett |
| a. Energiegehalt | mindestens 100 kJ (25 kcal) pro 100 ml |
|---|---|
| b. Energiequelle | mindestens 90 Prozent aus Kohlenhydraten, höchstens 1 Prozent aus Fett und höchstens 5 Prozent aus Protein |
| a. Energiegehalt | |
|---|---|
| b. Energiequelle | Es müssen sowohl Kohlenhydrate wie auch Proteine enthalten sein. In einer Portion des Getränks müssen mindestens 20 g Protein enthalten sein. |
| a. Kollagenes Eiweiss | Darf höchstens 20 Prozent des Proteinanteiles betragen. |
|---|---|
| b. Proteinzufuhr | Darf einschliesslich des mit der üblichen Ernährung aufgenommenen Eiweisses 2 g/kg Körpergewicht pro Tag nicht überschreiten. |
SR 817.02 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 9. Juni 2023, in Kraft seit 1. Juli 2023 (AS 2023 290). ↩
SR 817.022.2 ↩
SR 817.022.32 ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, in Kraft seit 1. Juli 2020 (AS 2020 2245). ↩
SR 817.022.16 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 846). ↩
SR 817.022.31 ↩
SR 817.022.16 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 846). ↩
SR 817.022.31 ↩
SR 817.022.16 ↩
SR 817.022.16 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, in Kraft seit 1. Juli 2020 (AS 2020 2245). ↩
SR 817.022.16 ↩
SR 817.022.16 ↩
SR 817.022.2 ↩
SR 817.022.16 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 846). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 846). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 846). ↩
[AS 2005 5953; 2006 4919; 2007 1065; 2008 961,6035; 2009 1997; 2010 973,4615; 2011 6253; 2013 4919; 2014 405] ↩
Gemäss Liste der Union über neuartige Lebensmittel, erstellt durch die Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäss der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel, ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72; zuletzt geändert durch die Durchführungsverordnung (EU) 2024/1037, ABl. L, 2024/1037, 10.4.2024. ↩
Menachinon kommt in erster Linie als Menachinon-7 und in geringerem Masse als Menachinon-6 vor. ↩
In Gegenwart von Natriumselenit als Selenquelle in Kultur gewonnene Selen-Hefen, die in handelsüblicher getrockneter Form nicht mehr als 2,5 mg Se/g enthalten. Die in der Hefe vorherrschende organische Selenart ist Selenmethionin (zwischen 60 und 85 Prozent des insgesamt im Produkt enthaltenen Selenextrakts). Der Gehalt an anderen organischen Selenverbindungen einschliesslich Selenocystein darf 10 Prozent des gesamten Selenextrakts nicht überschreiten. Der Gehalt an anorganischem Selen darf üblicherweise 1 Prozent des gesamten Selenextrakts nicht überschreiten. ↩
Für Aminosäuren, die Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, Getreidebeikost und anderer Beikost zugesetzt werden, dürfen nur die ausdrücklich genannten Hydrochloride verwendet werden. Für Aminosäuren, die Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke und für Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung zugesetzt werden, dürfen gegebenenfalls auch die Natrium-, Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze sowie ihre Hydrochloride verwendet werden. ↩
Im Falle der Verwendung in Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, Getreidebeikost und anderer Beikost darf Cystin nur in Form von L-Cystin zugesetzt werden. ↩
Gesamtphosphorgehalt ↩
Gesamtphosphorgehalt ↩
Diätetisches Folat-Äquivalent; 1 µg DFE = 1 µg Nahrungsfolat = 0,6 µg synthetische Folsäure aus Nahrung. ↩
Vorgebildetes Niacin. ↩
Vorgebildetes Vitamin A; RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
In Form von Cholecalciferol oder Ergocalciferol, wobei davon 10 µg = 400 IE Vitamin D. ↩
á-TE = d-á-Tocopheroläquivalent. ↩
Die Gesamtkonzentration an Nukleotiden darf 1,2 mg/100 kJ nicht überschreiten. ↩
Die Gesamtkonzentration an Nukleotiden darf 5 mg/100 kcal nicht überschreiten. ↩
Gesamtphosphorgehalt ↩
Gesamtphosphorgehalt ↩
Diätetisches Folat-Äquivalent: 1 µg DFE = 1 µg Nahrungsfolat = 0,6 µg synthetische Folsäure aus Nahrung. ↩
Vorgebildetes Niacin. ↩
Vorgebildetes Vitamin A; RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
In Form von Cholecalciferol oder Ergocalciferol, wobei davon 10 µg = 400 IE Vitamin D. ↩
α-TE = d-α-Tocopheroläquivalent. ↩
Die Gesamtkonzentration an Nukleotiden darf 1,2 mg/100 kJ nicht überschreiten. ↩
Die Gesamtkonzentration an Nukleotiden darf 5 mg/100 kcal nicht überschreiten. ↩
1 kJ = 0,239 kcal. ↩
1 kJ = 0,239 kcal. ↩
Diätetisches Folat-Äquivalent: 1 µg DFE = 1 µg Nahrungsfolat = 0,6 µg synthetische Folsäure aus Nahrung. ↩
Vorgebildetes Vitamin A; RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
α-TE = d-α-Tocopheroläquivalent. ↩
RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
In Form von Cholecalciferol oder Ergocalciferol, davon 10 µg = 400 IE Vitamin D. ↩
RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
Dieser Höchstwert gilt für die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstaben a und b genannten Erzeugnisse. ↩
Dieser Höchstwert gilt für die in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe d genannten Erzeugnisse. ↩
Im Einklang mit den Bestimmungen der Anhänge 5 und 6. ↩
Dieser Höchstwert gilt für verarbeitete Lebensmittel auf Getreidebasis. ↩
Dieser Höchstwert gilt für mit Eisen angereicherte Erzeugnisse. ↩
Dieser Höchstwert gilt für Gerichte auf Fruchtbasis, Fruchtsäfte, Fruchtnektare und Gemüsesäfte. ↩
Im Einklang mit den Bestimmungen der Anhänge 5 und 6. ↩
Die Rückstandsdefinition (in Klammern nach der Ausgangsverbindung des Stoffes angegeben) gilt gemäss der Definition in den relevanten Anhängen II, III, IV oder V der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates, ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1; zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2021/590, ABl. L 125 vom 13.4.2021, S. 15. ↩
Die Rückstandsdefinition (in Klammern nach der Ausgangsverbindung des Stoffes angegeben) gilt gemäss der Definition in den relevanten Anhängen II, III, IV oder V der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates, ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1; zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2021/590, ABl. L 125 vom 13.4.2021, S. 15. ↩
Enteral nutrient supply for preterm infants A comment of the ESPGHAN Committee on Nutrition, ESPGHAN Committee on Nutrition and invited expert guests: C. Agostoni; Buonocore G, Carnielli VP M. De Curtis, Darmaun D, T. Decsi; M. Domellöf, N.D. Embleton, C. Fusch, Genzel-Boroviczeny O, O. Goulet;Kalhan S.C. S. Kolacek; B. Koletzko, A. Lapillonne, W. Mihatsch, L. Moreno; Neu J, Poindexter B, J. Puntis, Putet G, J.Rigo, Riskin A, Salle B, Sauer P, R. Shamir; H. Szajewska; Thureen P, D. Turck, J.B. van Goudoever, Ziegler E (2010). ↩
Diätetisches Folat-Äquivalent; 1 µg DFE = 1 µg Nahrungsfolat = 0,6 µg synthetische Folsäure aus Nahrung. ↩
Vorgebildetes Niacin. ↩
Vorgebildetes Vitamin A; RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
In Form von Cholecalciferol oder Ergocalciferol, wobei wovon 10 µg = 400 IE Vitamin D. ↩
α-TE = d-α-Tocopheroläquivalent. ↩
Das molare Verhältnis zwischen Kalzium und verwertbarem Phosphor beträgt mindestens 1,0 und höchstens 2,0. ↩
Gesamtphosphorgehalt. ↩
Diätetisches Folat-Äquivalent; 1 µg DFE = 1 µg Nahrungsfolat = 0,6 µg synthetische Folsäure aus Nahrung. ↩
NE = Niacinäquivalent. ↩
RE = Retinoläquivalent, all-trans. ↩
In Form von Cholecalciferol oder Ergocalciferol, wobei davon 10 µg = 400 IE Vitamin D. ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind. ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind. ↩
α-TE = d-α-Tocopheroläquivalent. ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind ↩
Für Erzeugnisse, die für Kinder von 1 bis 10 Jahren bestimmt sind ↩
Joint FAO/WHO/UNU Expert Consultation on Protein and Amino Acid Requirements in Human Nutrition (2002: Geneva, Switzerland), Food and Agriculture Organization of the United Nations, World Health Organization & United Nations University. (2007). Protein and amino acid requirements in human nutrition: report of a joint FAO/WHO/UNU expert consultation. Geneva: World Health Organization. (WHO Technical Report Series, 935, 284 pp); das Dokument ist in Englisch unter folgender Adresse verfügbar:https://apps.who.int/iris/handle/10665/43411?locale-attribute=fr&. ↩
Diätetische Folat-Äquivalente: 1 μg DFE = 1 μg Nahrungsfolat = 0,6 μg Folsäure aus Tagesration für eine gewichtskontrollierende Ernährung. ↩
Niacin-Äquivalente. ↩
Retinol-Äquivalente. ↩
Vitamin-E-Aktivität von RRR-α-Tocopherol. ↩
Weltgesundheitsorganisation. Energy and protein requirements (Brennwert- und Proteinanforderungen). Bericht einer gemeinsamen FAO/WHO/UNU-Tagung. Genf: Weltgesundheitsorganisation, 1985 (WHO Technical Report Series: 724). ↩
SR 817.022.16 ↩
SR 817.022.31 ↩
Retinol-Äquivalente, Umrechnungsfaktor: β-Carotin = 6 × Retinol-Äquivalente ↩
α-Tocopherol < 20 Prozent, β-Tocopherol < 10 Prozent, γ-Tocopherol 50–70 Prozent, und δ-Tocopherol 10–30 Prozent. ↩
Typische Mengen einzelner Tocopherole und Tocotrienole sind: – 115 mg/g α-Tocopherol (101 mg/g Mindestgehalt); – 5 mg/g β-Tocopherol (< 1 mg/g Mindestgehalt); – 45 mg/g γ-Tocopherol (25 mg/g Mindestgehalt); – 12 mg/g δ-Tocopherol (3 mg/g Mindestgehalt); – 67 mg/g α-Tocotrienol (30 mg/g Mindestgehalt); – < 1 mg/g β-Tocotrienol (< 1 mg/g Mindestgehalt); – 82 mg/g γ-Tocotrienol (45 mg/g Mindestgehalt); – 5 mg/g δ-Tocotrienol (1 mg/g Mindestgehalt). ↩
Menachinon kommt in erster Linie als Menachinon-7 und in geringerem Masse als Menachinon-6 vor. ↩
In Gegenwart von Natriumselenit als Selenquelle in Kultur gewonnene Arten Selenhefe, die in handelsüblicher getrockneter Form nicht mehr als 2,5 mg Se/g enthalten. Die in der Hefe vorherrschende organische Selenart ist Selenmethionin (zwischen 60 und 85 Prozent des im Produkt enthaltenen Selens). Der Gehalt an anderen organischen Selenverbindungen einschliesslich Selenocystein darf 10 Prozent des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten. Der Gehalt an anorganischem Selen darf üblicherweise 1 Prozent des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten. ↩
FCC = Food Chemicals Codex ↩
PFGE = Pulsed-Field-Gelelektrophorese ↩
RAPD = Random Amplification of Polymorphic DNA ↩
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