817.022.11•Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen
817.022.11TBDVDepartmental Ordinance01.05.2017
(TBDV)
vom 16. Dezember 2016 (Stand am 1. Januar 2026)
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI),
gestützt auf die Artikel 10 Absatz 4, 14 Absatz 1, 22, 24, 26 Absatz 3, 27 Absatz 4, 36 Absätze 3 und 4 und 72 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 20161,
verordnet:
In diesem Abschnitt bedeuten:
Wer über eine Wasserversorgungsanlage Trinkwasser abgibt, hat die Zwischen- oder Endabnehmerinnen und -abnehmer mindestens einmal jährlich umfassend über die Qualität des Trinkwassers zu informieren. Von dieser Bestimmung ausgenommen sind Inhaberinnen und Inhaber sowie Betreiberinnen und Betreiber von Hausinstallationen.
Wer Trinkwasser an Konsumentinnen oder Konsumenten abgibt, darf auf dem Behältnis weder Hinweise auf Quellorte oder Quellnamen noch Bildzeichen, Abbildungen oder Bezeichnungen anbringen, die Anlass zu Verwechslungen mit einem natürlichen Mineralwasser oder mit Quellwasser geben könnten.
In diesem Abschnitt bedeuten:
Wer ein öffentlich zugängliches Bad bauen oder baulich verändern will, muss dies der kantonalen Vollzugsbehörde vorgängig melden
Die Konzentrationen von Desinfektionsmitteln sowie die für eine Aufbereitung von Wasser geltenden Parameter sind in Anhang 6 festgelegt.
Die Höchstkonzentrationen für Schadstoffe und bei der Desinfektion anfallende Nebenprodukte sind in Anhang 7 festgelegt.
Wasseraufbereitungs- und Duschanlagen müssen nach den anerkannten Regeln der Technik eingerichtet, betrieben oder abgeändert werden. Die Inhaberin oder der Inhaber ist verpflichtet, sie durch entsprechend ausgebildete Personen regelmässig überwachen und unterhalten zu lassen.
Diese Verordnung tritt am 1. Mai 2017 in Kraft.
(Art. 3 Abs. 2)
| Ziffer | Produkt | Parameter | Höchstwerte KBE* | Analytische Referenzmethode** | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Trinkwasser | ||||
| 1.1 | an der Fassung, nicht aufbereitet | Aerobe, mesophile Keime Escherichia coli Enterokokken | 100/ml nn 15 /100 ml nn/100 ml | EN ISO 6222 EN ISO 9308-1 EN ISO 7899-2 | Bebrütungstemperatur: 30 °C Bebrütungszeit: 72 Stunden |
| 1.2 | nach der Aufbereitung | Escherichia coli Enterokokken | nn/100 ml nn/100 ml | EN ISO 9308-1 EN ISO 7899-2 | |
| 1.3 | im Verteilnetz, aufbereitet oder nicht aufbereitet | Aerobe, mesophile Keime Escherichia coli Enterokokken | 300/ml nn/100 ml nn/100 ml | EN ISO 6222 EN ISO 9308-1 EN ISO 7899-2 | Bebrütungstemperatur: 30 °C Bebrütungszeit: 72 Stunden |
| 1.4 | in der Hausinstallation | Escherichia coli Enterokokken | nn/100 ml nn/100 ml | EN ISO 9308-1 EN ISO 7899-2 | |
| 2 | Trinkwasser, das in Behältnisse abgefüllt als Lebensmittel an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wird, oder Trinkwasser ab Wasserspendern (Gallonensysteme oder an der Hausinstallation) | ||||
| Escherichia coli | nn/100 ml | EN ISO 9308-1 | |||
| Enterokokken | nn/100 ml | EN ISO 7899-2 | |||
| Pseudomonas aeruginosa | nn/100 ml | EN ISO 16266 | |||
| 3 | Eis als Zusatz zu Speisen oder Getränken | ||||
| Escherichia coli | nn/100 ml | EN ISO 9308-1 | |||
| Enterokokken | nn/100 ml | EN ISO 7899-2 | |||
| Pseudomonas aeruginosa | nn/100 ml | EN ISO 16266 |
** Analytische Referenzmethoden: Andere Untersuchungsmethoden sind zulässig, wenn sie anhand der Referenzmethode nach international anerkannten Protokollen validiert sind und zu gleichen Beurteilungen führen wie die Referenzmethoden.
(Art. 3 Abs. 2)
| Parameter | Höchstwerte | Einheiten | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Acrylamid | 0,1 | µg/l | Der Parameterwert bezieht sich auf den Restmonomergehalt im Wasser, berechnet gemäss den Spezifikationen für den maximalen Migrationswert des betreffenden Polymers bei Wasserkontakt. |
| Aluminium | 0,2 | mg/l | |
| Ammonium | 0,5 | mg/l | Für Trinkwasser vom reduzierten Typus; berechnet als NH |
| Ammonium | 0,1 | mg/l | Für Trinkwasser vom oxidierten Typus; berechnet als NH |
| Antimon | 5 | µg/l | |
| Arsen | 10 | µg/l | |
| Benzen (Benzol) | 1 | µg/l | Siehe ebenfalls BTEX. |
| Benzo[a]pyren | 0,01 | µg/l | |
| Bisphenol A | 2,5 | µg/l | |
| Blei | 10 | µg/l | Bei Untersuchungen ab Hausinstallationen werden Proben von einem Liter ohne Vorlauf entnommen. |
| Bor | 1 | mg/l | |
| Bromat | 10 | µg/l | Aus Trinkwasseraufbereitung stammend, ohne Beeinträchtigung der Desinfektion. |
| BTEX | 3 | µg/l | Summe von Benzen, Methylbenzen, Ethylbenzen und Dimethylbenzen. |
| Cadmium | 3 | µg/l | |
| Chlorat | 0,2 | mg/l | Aus Trinkwasseraufbereitung stammend, ohne Beeinträchtigung der Desinfektion. |
| Chlor (freies) | 0,1 | mg/l | |
| Chlordioxid | 0,05 | mg/l | |
| Chlorit | 0,2 | mg/l | Aus Trinkwasseraufbereitung stammend, ohne Beeinträchtigung der Desinfektion. |
| Chlormethyloxiran (Epichlorhydrin) | 0,1 | µg/l | Der Parameterwert bezieht sich auf den Restmonomergehalt im Wasser, berechnet gemäss den Spezifikationen für den maximalen Migrationswert des betreffenden Polymers bei Wasserkontakt. |
| Chlorethen (Vinylchlorid) | 0,5 | µg/l | Der Parameterwert bezieht sich auf den Restmonomergehalt im Wasser, berechnet gemäss den Spezifikationen für den maximalen Migrationswert des betreffenden Polymers bei Wasserkontakt. |
| Chrom | 50 | µg/l | |
| Chrom(VI) | 20 | µg/l | |
| Cyanid | 50 | µg/l | Gesamtes Cyanid, alle Formen, berechnet als Cyanid. |
| Dichlorethan, 1,2- | 3 | µg/l | Siehe auch «Halogenkohlenwasserstoffe, flüchtige». |
| Dichlormethan | 20 | µg/l | |
| Dioxan, 1,4- | 6 | µg/l | |
| Eisen | 0,2 | mg/l | Total |
| Ethylendiamintetraacetat (EDTA) | 0,2 | mg/l | |
| ETBE + MTBE | 5 | µg/l | Summe von 2-Methoxy-2-methylpropan und 2-Ethoxy-2-methylpropan. Gilt im Verteilnetz (ausgenommen Hausinstallationen). |
| Fluorid | 1,5 | mg/l | |
| Halogenkohlenwasserstoffe, flüchtige: Summe aller halogenierten Substanzen mit einem Grundgerüst von 1–3 C-Atomen und keinen weiteren funktionellen Gruppen | 10 | µg/l | Aus Umweltkontamination stammend, ohne Dichlormethan und Trihalomethane. |
| Kohlenwasserstoffe, polycyclische, aromatische | 0,1 | µg/l | Summe von Benzo[b]fluoranthen, Benzo[k]fluoranthen, Benzo[ghi]perylen, Indeno[1,2,3-cd]pyren. |
| Kohlenwasserstoff-Index C | 20 | µg/l | Bestimmung mit einer Methode analog zur Methode ISO 9377-2, jedoch mit tieferer Bestimmungsgrenze. |
| Kupfer | 1 | mg/l | Bei Untersuchungen ab Hausinstallationen werden Proben von einem Liter ohne Vorlauf entnommen. |
| Quecksilber | 1 | µg/l | |
| Mangan | 50 | µg/l | |
| Natrium | 200 | mg/l | |
| Nickel | 20 | µg/l | Bei Untersuchungen ab Hausinstallationen werden Proben von einem Liter ohne Vorlauf entnommen. |
| Nitrilotriessigsäure (NTA) | 0,2 | mg/l | |
| Nitrat | 40 | mg/l | |
| Nitrit | 0,1 | mg/l | |
| Organische chemische Verbindung mit unbekannter Toxizität, aber bekannter chemischer Struktur, mit strukturellen Hinweisen auf ein genotoxisches Potenzial | 0,1 | µg/l | Gilt für alle organischen Verbindungen, für die keine ausreichende Datenbasis zur Toxizität vorliegt und die der Kategorie «Substanzen mit genotoxischem Potenzial» zugeordnet werden. Ausgenommen sind aflatoxinähnliche Verbindungen, Azoxy-Verbindungen und N-Nitroso-Verbindungen. Weiter sind ausgenommen: nicht-essenzielle Metalle und metallhaltige Verbindungen, Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen, Steroide und Proteine. |
| Organische chemische Verbindung mit unbekannter Toxizität, aber bekannter chemischer Struktur, ohne strukturelle Hinweise auf ein genotoxisches Potenzial | 10 | µg/l | Gilt für alle organischen Verbindungen, für die keine ausreichende Datenbasis zur Toxizität vorliegt und die einer der folgenden vier Kategorie zugeordnet werden: «Substanzen ohne genotoxisches Potenzial» mit hoher, mittlerer, geringer Toxizität (Cramer Strukturklassen I, II und III) und Organophosphate. Ausgenommen: nicht-essenzielle Metalle und metallhaltige Verbindungen, Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen, Steroide und Proteine. |
| Ozon | 50 | µg/l | |
| Perchlorat | 4 | µg/l | |
| Perfluoroctansulfonat (PFOS) | 0,3 | µg/l | |
| Perfluorhexansulfonat (PFHxS) | 0,3 | µg/l | |
| Perfluoroctansäure (PFOA) | 0,5 | µg/l | |
| Pestizide | 0,1 | µg/l | Als «Pestizide» gelten die in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 2016 16 über die Höchstgehalte für Pestizidrückstände in oder auf Erzeugnissen pflanzlicher und tierischer Herkunft (VPRH) definierten Wirkstoffe sowie die für das Trinkwasser relevanten Metaboliten. Der Höchstwert gilt für jedes einzelne Pestizid. Für Aldrin, Dieldrin, Heptachlor und Heptachlorepoxid gilt ein Höchstwert von 0,030 µg/l. |
| Pestizide (Total) | 0,5 | µg/l | Als «Pestizide» gelten die in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a VPRH definierten Wirkstoffe sowie die für das Trinkwasser relevanten Metaboliten. Der Begriff «Pestizide (Total)» bezeichnet die Gesamtheit aller im Rahmen des Kontrollverfahrens ermittelten und quantifizierten Pestizide. |
| Phosphat | 1 | mg/l | Nur in warmem Trinkwasser; berechnet als Phosphor. |
| Selen | 10 | µg/l | |
| Silber | 0,1 | mg/l | |
| Stoffe gemäss den Anhängen 2, 9 und 13 der Bedarfsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 201617 | SML/20 | mg/l | Die Konzentrationen von Stoffen für die Herstellung von Bedarfsgegenständen aus Kunststoff und Silikon sowie von Stoffen aus Lacken und Beschichtungen dürfen die spezifischen Migrationsgrenzwerte (SML) in den Anhängen 2, 9 und 13 der Bedarfsgegenständeverordnung geteilt durch 20 (SML |
| Tetra- und Trichlorethylen | 10 | µg/l | Total Konzentrationen der spezifizierten Parameter. |
| Tetrachlormethan | 2 | µg/l | |
| Trihalomethane (Total) THM | 50 | µg/l | Total von Chloroform, Bromoform, Dibromchlormethan und Bromdichlormethan. Eine Untersuchung des Trinkwassers im Verteilnetz ist nicht erforderlich, wenn die THM-Konzentration nach abgeschlossener Aufbereitung maximal 10 µg/l beträgt. |
| Uran | 30 | µg/l | |
| Zink | 5 | mg/l |
(Art. 3 Abs. 2)
| Parameter | Richtwerte | Einheiten | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1 Spezifische Anforderungen | |||
| Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC, Total Organic Carbon) | ≤ 2 | mg/l | Keine ungewöhnlichen Veränderungen. Die Erhöhung der Konzentration des ins Haus eintretenden Wassers darf höchstens 0,5 mg C/l entsprechen. |
| Trübung | ≤ 1 | NTU | Im Verteilnetz |
| 2 Radioaktivität | Die Überwachung von Radon, Tritium oder der Gesamtdosis (RD) ist nicht notwendig, wenn mittels eines anderen repräsentativen Überwachungsprogramms oder anderer verlässlicher Untersuchungen gezeigt werden kann, dass die Werte von Radon, Tritium oder die RD nicht überschritten werden. | ||
| Radon | ≤ 100 | Bq/l | |
| Tritium | ≤ 100 | Bq/l | Erhöhte Tritiumwerte können auf das Vorhandensein anderer künstlicher Radionuklide hindeuten. Liegt die Tritiumkonzentration über dem für sie festgelegten Parameterwert, so ist eine Analyse im Hinblick auf das Vorhandensein anderer künstlicher Radionuklide erforderlich. |
| Richtwert Gesamtdosis (RD) nach Art. 1a der Kontaminantenverordnung vom 16. Dez. 201618 | ≤ 0,1 | mSv/Jahr | Effektive Folgedosis (für die Aufnahme während eines Jahres) durch alle im Trinkwasser nachgewiesenen künstlichen und natürlichen Radionuklide unter Ausschluss von Tritium, Kalium-40, Radon und kurzlebigen Zerfallsprodukten von Radon. |
(Art. 4 Abs. 4)
| Verfahren | Umschreibung und Zweck | Anwendung/Beispiele und Bemerkungen |
|---|---|---|
| Filtration | Teilweise Abtrennung von ungelösten Partikeln aller Art durch mechanische und elektro-physikalische Siebwirkung; bei der Membranfiltration können auch gelöste Stoffe entfernt werden | Filtration über körnige Materialien: Schnellfiltration (Einschicht‑, Zweischicht- oder Mehrschichtfilter), Langsamsandfiltration; Bodenpassage; in Kombination mit Flockung: Flockungsfiltration; Anschwemmfiltration; Membranfiltration: Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration, Umkehrosmose; Aktivkohlefiltration; |
| Entsäuerung durch Filtration über alkalische Filtermedien | ||
| Abbau von Stoffen durch Mikroorganismen | Verwendung des Filters als Träger von biologischen Gemeinschaften | |
| Flockung und Fällung | Entladung von Partikeln, so dass sie zu filtrierbaren oder sedimentierbaren Flocken koagulieren, bzw. Massnahmen, die echt und kolloidal gelöste Bestandteile in eine unlösliche sedimentierbare oder filtrierbare Form überführen. | Sedimentationsflockung; Flockungsfiltration; Entcarbonisierung; Enteisenung, Entmanganung; Arsenentfernung |
| Sedimentation | Entfernung von Partikeln unter Einwirkung der Gravitationskraft | Sedimentation; Sedimentationsflockung |
| Gasaustausch/Belüftung | Entfernung unerwünschter Gase und/oder Eintrag von Sauerstoff | Entsäuerung; Enteisenung; Entmanganung; Strippen zur Entfernung flüchtiger organischer Verbindungen; Austreiben von Geruchs- und Geschmacksstoffen; Nitrifikation |
| Oxidation | Veränderung anorganischer und/oder organischer Stoffe, so dass diese leichter entfernbar oder besser biologisch abbaubar sind | Enteisenung, Entmanganung; Arsenentfernung; Ozonung; AOP-Prozesse; Entfärbung; Zerstörung von Geruchs- und Geschmacksstoffen |
| Adsorption | Entfernung gelöster Stoffe aus dem Wasser durch Sorption an Feststoffe | Entfernung (unpolarer) organischer Substanzen durch Granulierte Aktivkohle (GAK) oder Pulveraktivkohle (PAK); Arsenentfernung; Entfluoridierung |
| Biologische Verfahren | Abbau von Stoffen durch Mikroorganismen (meist auf Träger-material) | Biolog. Aktivkohlefiltration; Langsamsandfiltration; Nitrifikation und Denitrifikation |
| Mischen | Verdünnen zur Reduktion der Stoffkonzentrationen durch Mischen von zwei oder mehreren Wässern | |
| Zudosierung von Stoffen | Zugabe von Säure oder Lauge zur Änderung des pH-Werts | pH-Wert-Korrektur |
| Ionenaustausch | Entfernung resp. Austausch von Anionen oder Kationen | Teilenthärtung, Entcarbonisierung; Nitratentfernung; Uran-entfernung; Entfluordierung; Arsenentfernung |
| Verfahren | Umschreibung und Zweck | Anwendung/Beispiele und Bemerkungen |
|---|---|---|
| Zudosierung von Chlordioxid | Primärdesinfektion und/oder Sekundärdesinfektion (Enddesinfektion); Netzschutz; desinfizierendes Agens: ClO | Chemische oder elektrochemische Erzeugung von Chlordioxid aus einer Chloritlösung vor Ort; Herstellungsverfahren: Chlorit-/Chlor-Verfahren, Chlorit-/Salzsäure-Verfahren, Chlorit-/Peroxodisulfat-Verfahren; |
| Chlorung | Primärdesinfektion und/oder Sekundärdesinfektion (Enddesinfektion); Netzschutz; desinfizierendes Agens: HOCl | Elektrochemische Erzeugung von Chlor aus einer Natriumchloridlösung vor Ort; Elektrolyse mit oder ohne Diaphragma. Die Kombination mit Chlordioxid ist zulässig; |
| Vakuum-Chlorgasdosieranlage; Chlorung mit Javelwasser (Dosierung von Natriumhypo-chlorit-Lösung). Die Kombination mit Chlordioxid ist zulässig; Dosierung von Calciumhypo-chlorit-Lösung | ||
| Ozonung | Primärdesinfektion | Erzeugung von Ozon im elektrischen Feld aus Luft oder Sauerstoff vor Ort |
| UV-Bestrahlung | Primärdesinfektion | Reaktor mit einem oder mehreren Niederdruck- oder Mitteldruckstrahlern |
| Silberung | Hemmung der Verkeimung in einzelnen Geräten der Hausinstallation im Kaltwasserbereich; | Gesilberte Ionenaustauscher-harze in Enthärtungsanlagen in Gebäuden; |
| Hemmung der Verkeimung in Hausinstallationen im Warmwasserbereich; | Verminderung von Legionellenbefall in Gebäuden mit Risikopersonen; | |
| Hemmung der Verkeimung in Tanks oder Behältnissen, ohne Verteilnetz, Notwasservorsorge | Silber-Tabletten für Notwasservorsorge | |
| Ultrafiltration | Abtrennung von Mikroorganismen | Filtration durch eine Membran, die durch ihre Porengrösse die Abtrennung von Mikroorganismen sicherstellt. |
| Verfahren | Umschreibung und Zweck | Anwendung/Beispiele und Bemerkungen |
|---|---|---|
| Zudosierung von Stoffen | Zugabe von Säure oder Lauge zur Änderung des pH-Werts; Zugabe von Stoffen zur Schutzfilmbildung | Entcarbonisierung; pH-Wert-Korrektur; Korrosionsschutz (chemisch) |
| Elektrophysikalische oder magnetische Verfahren | Hemmung von Kalkablagerungen, Verhinderung von Scaling | Verhinderung der Kalkschalenbildung |
| Elektrochemische Verfahren | Hemmung der Oxidation eisenhaltiger Werkstoffe; Verlangsamung der Korrosion | Korrosionsschutz; mit oder ohne Fremdstrom |
| Eine unedle Elektrode verhindert eine anodische Reaktion an den eisenhaltigen Werkstoffen; Korrosionsschutz | ||
| Die eisenhaltigen Werkstoffe werden als Kathode geschaltet, um eine Oxidation zu vermeiden. Verwendung einer Opferkathode. Die entstehende Natronlauge löst die Kathode langsam auf. |
| Stoff | Verwendungszweck | CAS-Nr. |
|---|---|---|
| Aktivkohle, Pulver, Granulat oder gebrochen | Adsorption, Chlor-Entfernung, Ozon‑Entfernung, Filtration | 7440-44-0 |
| Aluminiumchlorid | Flockung, Ausfällung | 7446-70-0 |
| Aluminiumeisenchlorid | Flockung, Ausfällung | |
| Aluminiumeisensulfat | Flockung, Fällung | |
| Aluminiumhydroxidchlorid | Flockung, Ausfällung | 1327-41-9 |
| Aluminiumhydroxidchloridsulfatsilikat | Flockung, Fällung | |
| Aluminiumoxid | Fluorid-Entfernung | 1344-28-1 |
| Aluminiumoxid, aktiviert, granuliert | Adsorption, Ionenaustausch, Entfernung von Partikeln Fluorid oder Arsen | 1344-28-1 |
| Aluminiumsilikat, aktivierte, granuliert | Adsorption, Ionenaustausch, Entfernung von Fluorid | 1335-30-4 |
| Aluminiumsilikat, expandiert (Blähton) | Filtration, Entfernung von Partikeln | 1335-30-4 |
| Aluminiumsilikate, natürlich, nicht expandiert | Entfernung von Partikeln | |
| Aluminiumsulfat | Flockung, Fällung | 10043-01-3 |
| Anthrazit | Filtration, Entfernung von Partikeln | 68525-80-4 |
| Anthrazit | Entfernung von Partikeln, Entfernung von Chlor und Ozon | |
| Bauxit | Filtration, Entfernung von Partikeln | |
| Bentonit | Entfernung von Partikeln | 1302-78-9 |
| BIMS | Entfernung von Partikeln | |
| Bims | Filtration, Entfernung von Partikeln | 1332-09-8 |
| Calciumcarbonat | Härtekorrektur, pH-Korrektur, Entfernung von Partikeln, Enteisenung und Entmanganung | 471-34-1 |
| Calciumchlorid | Härtekorrektur | 10043-52-4 |
| Calciumhydroxid | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 1305-62-0 |
| Calciumoxid | Härtekorrektur | 1305-78-8 |
| Calciumsulfat | Härtekorrektur | 7778-18-9 |
| Celluloseacetat (CTA) | Filtration | |
| Dolomit | Härtekorrektur, pH-Korrektur, Entfernung von Partikeln, Enteisenung und Entmanganung | 83897-84-1 |
| Eisenhydroxid | Adsorption, Arsen-Entfernung | 20344-49-4 |
| Eisen-III-chlorid | Flockung | 7705-08-0 |
| Eisen-III-chloridsulfat | Flockung | 12410-14-9 |
| Eisen-III-sulfat | Flockung | 10028-22-5 |
| Eisen-II-sulfat | Flockung | 7720-78-7 |
| Eisenumlagertes aktiviertes Aluminiumoxid | Adsorption, Filtration, Entfernung von Arsen | |
| Essigsäure | Nitratentfernung | 64-19-7 |
| Ethanol | Nitratentfernung | 64-17-5 |
| Glasperlen und -granulat | Filtration, Entfernung von Partikeln, Sedimentation, Enteisenung und Entmanganung, Schnellentcarbonisierung | 65997-17-3 |
| Granat | Filtration, Entfernung von Partikeln, Schnellentcarbonisierung | |
| Helium | Leckagesuche im Rohrleitungssystem | 7440-59-7 |
| Kaliumpermanganat | Oxidation, Entmanganung | 7722-64-7 |
| Kaliumperoxomonosulfat (Kaliummonopersulfat) | Oxidation, Herstellung von Chlordioxid | 70693-62-8 |
| Kalk manganbeschichtet | Entmanganung | – |
| Keramik (Oxidkeramik) | Filtration | – |
| Kieselgur | Filtration | 61790-53-2 |
| Kohlendioxid | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 124-38-9 |
| Kohleprodukte, thermisch behandelt | Filtration | – |
| Magnesiumcarbonat | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 546-93-0 |
| Magnesiumcarbonathydroxid | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 39409-82-0 |
| Magnesiumchlorid | Härtekorrektur | 7786-30-3 |
| Magnesiumhydroxid | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 1309-42-8 |
| Magnesiumoxid | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 1309-48-4 |
| Mangandioxid | Entmanganung | 1313-13-9 |
| Mangandioxid, beschichteter Kalkstein | Enteisenung und Entmanganung und Entfernung von Schwefelwasserstoff | |
| Mangangrünsand (Manganzeolith, Eisensand, Grünsand) | Enteisenung und Entmanganung und Entfernung von Schwefelwasserstoff | |
| Manganzeolith (Glauconit) | Entmanganung | 90387-66-9 |
| Modifiziertes tertiär-Amin-acryl‑Copolymer | Entfernung von Uran | |
| Natriumaluminat | Flockung | 11138-49-1 |
| Natriumcarbonat | Härtekorrektur, pH-Korrektur | 497-19-8 |
| Natriumchlorid | Herstellung von Chlordioxid, Regeneration von Ionenaustauschern | 7647-14-5 |
| Natriumchlorit | Herstellung von Chlordioxid | 7758-19-2 |
| Natriumdisulfit | Reduktion | 7681-57-4 |
| Natriumhydrogencarbonat | pH-Korrektur | 144-55-8 |
| Natriumhydrogensulfat | pH-Korrektur, Regeneration von Ionenaustauschern | 7681-38-1 |
| Natriumhydrogensulfit | Reduktion | 7631-90-5 |
| Natriumhydroxid | pH-Korrektur, Regeneration von Ionenaustauschern | 1310-73-2 |
| Natriumpermanganat | Oxidation | 10101-50-5 |
| Natriumperoxodisulfat | Oxidation, Herstellung von Chlordioxid | 7775-27-1 |
| Natriumsilikat | Hemmung von Korrosion | 1344-09-8 |
| Natriumsulfit | Reduktion | 7757-83-7 |
| Natriumthiosulfat | Reduktion | 7772-98-7 |
| Ozon | Oxidation | 10028-15-6 |
| Perlit | Filtration | 130885-09-5 |
| Phosphonsäure | Verhinderung der Verblockung von Membranen | 6419-19-8, … |
| Polyacrylamid | Flockung | 9003-05-8 |
| Polyaluminiumchlorid-hydroxid | Flockung, Fällung | 1327-41-9, … |
| Polyaluminiumhydroxidchloridsilikat | Flockung | 94894-80-1 |
| Polyaluminiumhydroxidchloridsulfat | Flockung, Fällung | 39290-78-3 |
| Polyaluminiumhydroxidsilikatsulfat | Flockung, Fällung | 131148-05-5 |
| Polyamid (PA) | Filtration | |
| Polycarbonsäuren | Verhinderung der Verblockung von Membranen | 9003-01-4 |
| Polyethersulfon (PES) | Filtration | |
| Polypiperazine | Filtration | |
| Polysulfonamid | Filtration | |
| Polyvinylidenfluorid (PVDF) | Filtration | |
| Quarzsand (Siliziumoxid) | Filtration, Entfernung von Partikeln, Sedimentation, Enteisenung und Entmanganung, Schnellentcarbonisierung | 14808-60-7 |
| Salzsäure | pH-Korrektur, Regeneration von Ionenaustauschern | 7647-01-0 |
| Sauerstoff | Oxidation, Sauerstoffanreicherung | 7782-44-7 |
| Sauerstoff (oder Luft) | Oxidation | 7782-44-7 |
| Schwefeldioxid | Reduktion | 7446-09-5 |
| Schwefelsäure | pH-Korrektur, Regeneration von Ionenaustauschern | 7664-93-9 |
| Styren-Divinylbenzen-Copolymer mit Iminodiessigsäuregruppen | Entfernung von Nickel | 135620-93-8 |
| Styren-Divinylbenzen-Copolymer mit Trialkyl-ammonium-Gruppen | Entfernung von Uran; Nitratentfernung | |
| Thermisch behandelte Kohleprodukte | Entfernung von Partikeln | |
| Thiosulfat (Natrium) | Reduktion | |
| Wasserstoff | Nitratentfernung | 1333-74-0 |
| Wasserstoffperoxid | Oxidation | 7722-84-1 |
| Stoff | Verwendungszweck | CAS-Nr. |
|---|---|---|
| Calciumhypochlorit | Desinfektion | 7778-54-3 |
| Chlor | Desinfektion; Herstellung von Chlordioxid | 7782-50-5 |
| Chlordioxid | Desinfektion | 10049-04-4 |
| Natriumdichloroisocyanurat | Nur für Notwasservorsorge | 2893-78-9 |
| Natriumdichloroisocyanuratdihydrat | Nur für Notwasservorsorge | 51580-86-0 |
| Natriumhypochlorit | Desinfektion | 7681-52-9 |
| Ozon | Desinfektion, Oxidation | 10028-15-6 |
| Silber und Silber-Opferanoden (kolloidal) | Hemmung der Verkeimung in einzelnen Geräten der Hausinstallation im Kaltwasserbereich oder in Tanks oder Behältnissen, ohne Verteilnetz, Notwasservorsorge; Hemmung der Verkeimung in Hausinstallationen im Warmwasserbereich zur Verminderung von Legionellenbefall in Gebäuden mit Risikopersonen | 7440-22-4 |
| Stoff | Verwendungszweck | CAS-Nr. |
|---|---|---|
| Aluminium | Anodischer und kathodischer Korrosionsschutz | 7429-90-5 |
| Aluminiumhydroxid | Korrosionsschutz | 21645-51-2 |
| Calciumdihydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-23-8 |
| Dikaliummonohydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-11-4 |
| Dikaliummonohydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-16-9 |
| Dinatriumdihydrogendiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | |
| Dinatriummonohydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7558-79-4 |
| Kaliumdihydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7778-77-0 |
| Kaliumdiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7320-34-5 |
| Kaliumhydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-11-4 |
| Kaliumphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7778-53-2 |
| Kaliumtripolyphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 13845-36-8 |
| Magnesium | Kathodischer Korrosionsschutz | 7439-95-4 |
| Monocalciumphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-23-8 |
| Monokaliumdihydrogenphosphat (Kaliumorthophosphat) | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7778-77-0 |
| Mononatriumdihydrogenphosphat (Natriumorthophosphat) | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7558-80-7 |
| Natriumcalciumpolyphosphat | Kalkschutz (nur Warmwasser) | 65997-17-3 |
| Natriumdihydrogendiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7758-16-9 |
| Natriumdihydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7558-80-7 |
| Natriumdiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7722-88-5 |
| Natriumhexametaphosphat | Kalkschutz (nur Warmwasser) | 68915-31-1 |
| Natriumhydrogenphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7558-79-4 |
| Natriumhydroxid | pH-Korrektur; Regeneration von Ionenaustauschern | 1310-73-2 |
| Natriummetaphosphat | Kalkschutz (nur Warmwasser) | 10361-03-2 |
| Natriummetasilikat | Korrosionsschutz | 6834-92-0 |
| Natriumphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7601-54-9 |
| Natriumpolyphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 68915-31-1 |
| Natriumtripolyphosphat | Kalkschutz (nur Warmwasser) | 13573-18-7 |
| Natriumtrisilikat | Korrosionsschutz | 1344-09-8 |
| Phosphorsäure | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7664-38-2 |
| Styren-Divinylbenzen-Copolymer mit Sulfonsäuregruppen | Enthärtung | 69011-20-7 |
| Tetrakaliumdiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7320-34-5 |
| Tetranatriumdiphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7722-88-5 |
| Trikaliumphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7778-53-2 |
| Trinatriumphosphat | Korrosionsschutz (nur Warmwasser) | 7601-54-9 |
(Art. 9)
| Ziffer | Kategorie | Untersuchungskriterien | Höchstwerte KBE* | Analytische Referenzmethode** |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Wasser in Bädern | Aerobe, mesophile Keime | 1000/ml | EN ISO 6222 Bebrütungstemperatur: 30 °C Bebrütungszeit: 72 Stunden |
| Escherichia coli | nn19/100 ml | EN ISO 9308-1 | ||
| Pseudomonas aeruginosa | nn/100 ml | EN ISO 16266 | ||
| 2 | Wasser in Badeanlagen mit biologischer Wasseraufbereitung | Enterokokken | 50/100 ml | EN ISO 7899-2 |
| Escherichia coli | 100/100 ml | EN ISO 9308-1 | ||
| Pseudomonas aeruginosa | 10/100 ml | EN ISO 16266 | ||
| 3 | Wasser in Sprudelbädern oder über 23 °C warmen Becken mit einem der Aerosolbildung förderlichen Wasserkreislauf | Aerobe, mesophile Keime | 1000/ml | EN ISO 6222 Bebrütungstemperatur: 30 °C Bebrütungszeit: 72 Stunden |
| Escherichia coli | nn/100 ml | EN ISO 9308-1 | ||
| Pseudomonas aeruginosa | nn/100 ml | EN ISO 16266 | ||
| Legionella spp. | 100/l | EN ISO 11731 | ||
| 4 | Dampfbad: Wasserherstellung mit Aerosolbildung | Aerobe, mesophile Keime | 1000/ml | EN ISO 6222 Bebrütungstemperatur: 30 °C Bebrütungszeit: 72 Stunden |
| Escherichia coli | nn/100 ml | EN ISO 9308-1 | ||
| Pseudomonas aeruginosa | nn/100 ml | EN ISO 16266 | ||
| Legionella spp. | 100/l | EN ISO 11731 | ||
| 5 | Wasser in Duschanlagen | Escherichia coli | nn/100 ml | EN ISO 9308-1 |
| Enterokokken | nn/100 ml | EN ISO 7899-2 | ||
| Legionella spp. | 1000/l | EN ISO 11731 |
** Analytische Referenzmethoden: Andere Untersuchungsmethoden sind zulässig, wenn sie anhand der Referenzmethode nach international anerkannten Protokollen validiert sind und zu gleichen Beurteilungen führen wie die Referenzmethoden.
(Art. 10 Abs. 1)
| Wirkstoff | Verfahren | CAS-Nr. |
|---|---|---|
| Aktivchlor | Aus Natriumchlorid durch Elektrolyse erzeugt | |
| Aktivchlor | Aus Chlor freigesetzt | 7782-50-5 |
| Aktivchlor | Aus Natriumhypochlorit freigesetzt | 7681-52-9 |
| Aktivchlor | Aus Calciumhypochlorit freigesetzt | 7778-54-3 |
| Ozon | Aus Sauerstoff erzeugt; zur Oxidation, kann in Kombination mit einem der oben aufgeführten Desinfektionsverfahren eingesetzt werden | 10028-15-6 |
(Art. 11)
| Ziffer | Kategorie | Untersuchungskriterien | Mindestwerte | Höchstwerte | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Wasserbecken ohne biologische Wasseraufbereitung | ||||
| Trübung | 0,5 NTU | ||||
| 2 | Desinfektion auf Chlorbasis | ||||
| Alle Wasserbecken | pH (in situ) | 6,8 | 7,6 | ||
| Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken | Freies Chlor | 0,2 mg/l | 0,8 mg/l | ||
| Sprudelbecken | Freies Chlor | 0,7 mg/l | 1,5 mg/l | ||
| 3 | Desinfektion auf Brombasis | ||||
| Alle Wasserbecken | pH (in situ) | 6,8 | 7,2 | ||
| Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken | Freies Brom | 0,5 mg/l | 1,4 mg/l | ||
| Sprudelbecken | Freies Brom | 1,2 mg/l | 2,2 mg/l | ||
| 4 | Wasserbecken mit biologischer Wasseraufbereitung | ||||
| pH (in situ) | 6,0 | 9,0 | |||
| Sichtweite/Durchsichtigkeit | > 2,0 m, bei sämtlichen Böden | ||||
| 5 | Wasser in Duschanlagen | ||||
| Es gelten die Desinfektionsmittel nach Anhang 4 Ziffer 5 und die entsprechenden Höchstwerte nach Anhang 2. |
(Art. 12)
| Ziffer | Kategorie | Untersuchungskriterien | Höchstwerte |
|---|---|---|---|
| 1 | Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern | ||
| Alle Bäder | Bromat | 0,2 mg/l20 | |
| Alle Bäder | Chlorat | 10 mg/l | |
| Alle Bäder | Ozon | 0,02 mg/l | |
| Freibäder | Harnstoff | 3 mg/l | |
| Hallenbäder | Harnstoff | 1 mg/l | |
| 2 | Desinfektion auf Chlorbasis | ||
| Alle Bäder | Chlor, gebunden | 0,2 mg/l | |
| Freibäder | Trihalomethane (THM in Chloroformäquivalent) | 50 µg/l | |
| Hallenbäder | Trihalomethane (THM in Chloroformäquivalent) | 20 µg/l | |
| 3 | Desinfektion auf Brombasis | ||
| Alle Bäder | Brom, gebunden | 0,5 mg/l | |
| Alle Bäder | Bromid | 50 mg/l | |
| 4 | Wasser in Becken mit biologischerAufbereitung | ||
| Phosphor insgesamt | 10 µg/l |
SR 817.02 ↩
SR 817.0 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
SR 814.20 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
SR 813.12 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
SR 813.12 ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Febr. 2024 (AS 2023 843). ↩
SR 814.812.31 ↩
Fassung gemäss Anhang 5 Ziff. II der V des EDI vom 28. Nov. 2025 über die Fachbewilligung für die Desinfektion des Badewassers in Gemeinschaftsbädern, in Kraft seit 1. Jan. 2026 (AS 2025 793). ↩
Aufgehoben durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, mit Wirkung seit 1. Juli 2020 (AS 2020 2287). ↩
nn: nicht nachweisbar ↩
SR 817.021.23 ↩
SR 817.023.21 ↩
SR 817.022.15 ↩
nn: nicht nachweisbar ↩
Aus Badewasseraufbereitung stammend, ohne Beeinträchtigung der Desinfektion. ↩
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