0.231.175•Vertrag von Marrakesch über die Erleichterung des Zugangs zu veröffentlichten Werken für blinde, sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen
0.231.175Multilateral International Treaty11.05.2020
Abgeschlossen in Marrakesch am 27. Juni 2013
Von der Bundesversammlung genehmigt am 21. Juni 20191
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 11. Februar 2020
In Kraft getreten für die Schweiz am 11. Mai 2020
(Stand am 21. Mai 2026)
Die Vertragsparteien,
unter Hinweis auf die Grundsätze der Nichtdiskriminierung, Chancengleichheit, Zugänglichkeit und der vollen und wirksamen Teilhabe an und Einbeziehung in der Gesellschaft, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen2niedergelegt sind,
eingedenk der Hindernisse , die der vollen Entfaltung von sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen entgegenstehen und ihre Meinungsäusserungsfreiheit einschränken, einschliesslich der Freiheit, sich Informationen und Ideen jeglicher Art gleichberechtigt mit anderen Personen zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben, einschliesslich durch alle von ihnen gewählten Formen der Kommunikation, der Wahrnehmung ihres Rechts auf Bildung und der Möglichkeit, Forschung zu betreiben,
unter Betonung der Bedeutung des Urheberrechtsschutzes als Anreiz und Belohnung für das literarische und künstlerische Schaffen sowie zur Verbesserung der Möglichkeiten aller, einschliesslich der sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzuhaben, sich an den Künsten zu erfreuen und in den Genuss der wissenschaftlichen Fortschritte und deren Vorteile zu kommen,
eingedenk der Hindernisse , die sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen am Zugang zu veröffentlichten Werken zur Verwirklichung der Chancengleichheit in der Gesellschaft hindern, und der Notwendigkeit, sowohl die Anzahl der Werke in einer zugänglichen Form zu erhöhen als auch deren Verbreitung zu verbessern,
im Bewusstsein, dass die meisten sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen in Entwicklungsländern und in am wenigsten entwickelten Ländern leben,
im Hinblick darauf , dass trotz der in der nationalen Gesetzgebung zum Urheberrecht bestehenden Unterschiede die positiven Auswirkungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auf das Leben von sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen durch einen verbesserten Rechtsrahmen auf internationaler Ebene verstärkt werden können,
im Hinblick darauf , dass zahlreiche Mitgliedsstaaten in ihrer nationalen Gesetzgebung zum Urheberrecht Ausnahmen und Beschränkungen zugunsten von sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen vorsehen; dass jedoch weiterhin ein Mangel an Werken in einer für diese Menschen zugänglichen Form besteht; dass die Bemühungen, um die Werke diesen Menschen zugänglich zu machen, beträchtliche Ressourcen erfordern; und dass die fehlenden Möglichkeiten eines grenzüberschreitenden Austauschs von Werkexemplaren in einer zugänglichen Form zu Doppelarbeit geführt hat,
in Erkenntnis sowohl der wichtigen Rolle der Rechteinhaber beim Zugänglichmachen ihrer Werke für sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen, als auch der Bedeutung von geeigneten Beschränkungen und Ausnahmen, um Werke für diese Menschen zugänglich zu machen, besonders wenn der Markt nicht in der Lage ist, einen solchen Zugang zu bieten,
in Erkenntnis der Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen dem wirksamen Schutz der Rechte der Urheber und dem umfassenderen öffentlichen Interesse, insbesondere Bildung, Forschung und Zugang zu Informationen, zu wahren; und dass dieses Gleichgewicht den wirksamen und rechtzeitigen Zugang zu Werken für sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen erleichtern muss,
in Bekräftigung der Verpflichtungen der Vertragsparteien aus bestehenden internationalen Verträgen über den Urheberrechtsschutz sowie der Bedeutung und Flexibilität des Dreistufentests für Beschränkungen und Ausnahmen, der in Artikel 9 Absatz 2 der Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst3und in anderen internationalen Urkunden verankert ist,
unter Hinweis auf die Bedeutung der 2007 von der Generalversammlung der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) verabschiedeten Empfehlungen des Aktionsplans Entwicklung, die gewährleisten sollen, dass die Entwicklungsbelange in die Tätigkeiten der Organisation eingebunden werden,
in Erkenntnis der Bedeutung des internationalen Urheberrechtssystems und in dem Wunsch, die Beschränkungen und Ausnahmen zu harmonisieren, um sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen den Zugang und den Gebrauch der Werke zu erleichtern,
sind wie folgt übereingekommen:
Weder die zwischen den Vertragsparteien bestehenden Pflichten aus anderen Verträgen noch die Rechte der Vertragsparteien aus anderen Verträgen werden durch diesen Vertrag beeinträchtigt.
Im Sinne dieses Vertrags:
Die autorisierte Stelle definiert und befolgt dazu ihre eigenen Verfahren:
i. um sicherzustellen, dass die Personen, an die sich ihre Dienstleistungen richten, die begünstigten Personen sind;
ii. um die Verbreitung und Zugänglichmachung von Werkexemplaren in einer zugänglichen Form auf Begünstigte oder autorisierte Stellen zu beschränken;
iii. um die Vervielfältigung, Verbreitung und Zugänglichmachung von nicht autorisierten Exemplaren zu verhindern; und
iv. um die Werkexemplare mit gebührender Sorgfalt zu verwalten und unter Achtung der Privatsphäre der begünstigten Personen gemäss Artikel 8 darüber ein Verzeichnis zu führen.
Als «begünstigte Person» gilt eine Person, die:
unabhängig von weiteren Behinderungen.
Es besteht Einvernehmen darüber, dass die ursprünglich befugte Stelle vor der Verbreitung oder Bereitstellung nicht wusste oder keinen vernünftigen Grund zur Annahme hatte, dass das Werkexemplar in einer zugänglichen Form zugunsten anderer als der Begünstigten verwendet würde. 3. Die Vertragsparteien können die Anforderungen von Artikel 5 Absatz 1 erfüllen, indem sie in ihrer nationalen Gesetzgebung zum Urheberrecht gemäss Artikel 5 Absatz 4, 10 und 11 andere Beschränkungen oder Ausnahmen vorsehen.
Sofern die nationale Gesetzgebung einer Vertragspartei einer begünstigten Person, einer in ihrem Namen handelnden natürlichen Person oder einer befugten Stelle gestattet, ein Werkexemplar in einer zugänglichen Form zu erstellen, gestattet ihnen die nationale Gesetzgebung dieser Vertragspartei ebenfalls, ein Werkexemplar in einer zugänglichen Form zum Vorteil der Begünstigten ohne Zustimmung des Rechteinhabers einzuführen.
Die Vertragsparteien ergreifen gegebenenfalls geeignete Massnahmen, um sicherzustellen, dass – sofern sie einen angemessenen Rechtsschutz und wirksame Rechtsbehelfe gegen die Umgehung technischer Massnahmen vorsehen – diese die Begünstigten nicht daran hindern, in den Genuss der in diesem Vertrag vorgesehenen Beschränkungen und Ausnahmen zu kommen.
Bei der Umsetzung der in diesem Vertrag vorgesehenen Beschränkungen und Ausnahmen sind die Vertragsparteien bestrebt, die Privatsphäre der begünstigten Personen gleichberechtigt mit allen anderen zu schützen.
Bei der Annahme der zur Gewährleistung der Anwendung dieses Vertrags notwendigen Massnahmen kann jede Vertragspartei alle Rechte und Verpflichtungen gemäss der Berner Übereinkunft, dem Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum6und dem WCT7, einschliesslich der gemeinsamen Auslegungen, wahrnehmen, so dass:
Das Internationale Büro der WIPO nimmt die Verwaltungsaufgaben bezüglich dieses Vertrags wahr.
Sofern dieser Vertrag nicht ausdrücklich anderes bestimmt, gelten für jede Vertragspartei alle Rechte und Pflichten nach diesem Vertrag.
Dieser Vertrag liegt zur Unterzeichnung durch jede qualifizierte Partei anlässlich der Diplomatischen Konferenz von Marrakesch und danach ein Jahr nach seiner Annahme am Hauptsitz der WIPO auf.
Dieser Vertrag tritt drei Monate nach Hinterlegung der zwanzigsten Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch die qualifizierten Parteien im Sinne von Artikel 15 in Kraft.
Dieser Vertrag bindet: i) die zwanzig qualifizierten Parteien im Sinne von Artikel 18, ab dem Tag, an dem dieser Vertrag in Kraft getreten ist; ii) jede andere qualifizierte Partei im Sinne von Artikel 15 nach Ablauf von drei Monaten nach Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde beim Generaldirektor der WIPO.
Dieser Vertrag kann von jeder Vertragspartei durch eine an den Generaldirektor der WIPO gerichtete Notifikation gekündigt werden. Die Kündigung wird ein Jahr nach dem Tag wirksam, an dem die Notifikation beim Generaldirektor eingegangen ist.
Verwahrer dieses Vertrags ist der Generaldirektor der WIPO.
Abgeschlossen in Marrakesch am 27. Juni 2013
(Es folgen die Unterschriften)
Vereinbarte Erklärung zu Artikel 2 Buchstabe a) Im Sinne dieses Vertrags umfasst diese Begriffsbestimmung auch Werke in Audioformat wie zum Beispiel Hörbücher. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 2 Buchstabe c) Im Sinne dieses Vertrags können «staatliche anerkannte Stellen» auch Stellen umfassen, die eine staatliche Finanzhilfe beziehen, um den Begünstigten ohne Erwerbszweck Dienstleistungen im Bereich Ausbildung, pädagogische Ausbildung, angepasstes Lesen oder Informationszugang anzubieten. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 3 Buchstabe b) Keine Bestimmung dieses Vertrags beinhaltet, dass der Ausdruck «die nicht so gelindert werden können» die Anwendung aller möglichen Diagnosemethoden und medizinischer Behandlungen voraussetzt. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 4 Absatz 3 Durch diesen Absatz wird der Geltungsbereich der in der Berner Übereinkunft vorgesehenen Beschränkungen und Ausnahmen von den Übersetzungsrechten in Bezug auf sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen weder verringert noch erweitert. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 4 Absatz 4 Die Bedingung der Verfügbarkeit im Handel lässt nicht darauf schliessen, ob eine in diesem Artikel vorgesehene Beschränkung oder Ausnahme mit dem dreistufigen Test übereinstimmt oder nicht. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 5 Absatz 1 Der Geltungsbereich der in anderen Verträgen vorgesehenen ausschliesslichen Rechte wird durch keine Bestimmung dieses Vertrags verringert oder erweitert. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 5 Absatz 2 Für die Zwecke der direkten Verbreitung oder Bereitstellung von Werkexemplaren in einer zugänglichen Form an Begünstigte in einer anderen Vertragspartei kann es angemessen sein, dass die befugte Stelle zusätzliche Massnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass die Empfänger der Dienstleistungen Begünstigte sind, und um sich an ihre eigenen in Artikel 2 Buchstabe c definierten Verfahren zu halten. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 5 Absatz 4 Buchstabe b) Keine Bestimmung dieses Vertrags beinhaltet die Pflicht oder bedeutet für eine Vertragspartei, den dreistufigen Test über ihre Verpflichtungen aus dieser Urkunde oder aus anderen internationalen Verträgen hinaus anzunehmen oder anzuwenden. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 5 Absatz 4 Buchstabe b) Keine Bestimmung dieses Vertrags beinhaltet die Pflicht für eine Vertragspartei, den WCT8zu ratifizieren, ihm beizutreten oder seine Bestimmungen zu befolgen; die Bestimmungen dieses Vertrags lassen die im WCT aufgeführten Rechte, Ausnahmen und Beschränkungen unberührt. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 6 Die Vertragsparteien verfügen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen nach Artikel 6 über die in Artikel 4 aufgeführten Flexibilitäten. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 7 Die befugten Stellen entscheiden sich unter verschiedenen Umständen dafür, technische Massnahmen für die Erstellung, Verbreitung und Bereitstellung von Werkexemplaren in einer zugänglichen Form umzusetzen; keine Bestimmung dieses Artikels berührt diese Verfahren, sofern sie mit der nationalen Gesetzgebung übereinstimmen. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 9 Artikel 9 beinhaltet weder eine Registrierungspflicht für die befugten Stellen noch bildet er eine Voraussetzung für die Durchführung von in diesem Vertrag anerkannten Tätigkeiten durch die befugten Stellen; er sieht jedoch die Möglichkeit des Informationsaustauschs zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs von Werkexemplaren in einer zugänglichen Form vor. Vereinbarte Erklärung zu Artikel 10 Absatz 2 In Bezug auf Werke, die Werke im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a) dieses Vertrags bilden, einschliesslich Werke in Audioformat, gelten die in diesem Vertrag vorgesehenen Beschränkungen und Ausnahmenmutatis mutandis und sofern für die Erstellung, Verbreitung und Bereitstellung des Werkexemplars in einer zugänglichen Form an die Begünstigten notwendig auch für die verwandten Schutzrechte.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 26. Juli | 2018 | 26. Oktober | 2018 |
| Angola | 15. Dezember | 2025 B | 15. März | 2026 |
| Argentinien | 1. April | 2015 | 30. September | 2016 |
| Armenien* | 1. Juni | 2022 B | 1. September | 2022 |
| Aserbaidschan* | 24. September | 2018 B | 24. Dezember | 2018 |
| Äthiopien | 2. November | 2020 | 2. Februar | 2021 |
| Australien* | 10. Dezember | 2015 | 30. September | 2016 |
| Bangladesch | 26. September | 2022 B | 26. Dezember | 2022 |
| Barbados | 20. Februar | 2023 B | 20. Mai | 2023 |
| Belarus | 22. Juli | 2020 | 22. Oktober | 2020 |
| Belize | 9. November | 2018 B | 9. Februar | 2019 |
| Bolivien | 12. März | 2019 B | 12. Juni | 2019 |
| Bosnien und Herzegowina | 20. Januar | 2021 | 20. April | 2021 |
| Botsuana | 5. Oktober | 2016 B | 5. Januar | 2017 |
| Brasilien | 11. Dezember | 2015 | 30. September | 2016 |
| Burkina Faso | 31. Juli | 2017 | 31. Oktober | 2017 |
| Chile | 10. Mai | 2016 | 30. September | 2016 |
| China*a | 5. Februar | 2022 | 5. Mai | 2022 |
| Hongkong* | 5. Februar | 2022 | 5. Mai | 2022 |
| Costa Rica | 9. Oktober | 2017 | 9. Januar | 2018 |
| Côte d’Ivoire | 17. September | 2020 | 17. Dezember | 2020 |
| Dominikanische Republik* | 5. Juni | 2018 | 5. September | 2018 |
| Ecuador | 29. Juni | 2016 | 30. September | 2016 |
| El Salvador | 1. Oktober | 2014 | 30. September | 2016 |
| Europäische Union (EU) | 1. Oktober | 2018 | 1. Januar | 2019 |
| Georgien* | 26. November | 2024 B | 26. Februar | 2025 |
| Ghana | 11. Mai | 2018 | 11. August | 2018 |
| Guatemala | 29. Juni | 2016 | 30. September | 2016 |
| Honduras | 29. März | 2017 B | 29. Juni | 2017 |
| Indien | 24. Juni | 2014 | 30. September | 2016 |
| Indonesien | 28. Januar | 2020 | 28. April | 2020 |
| Irak | 23. April | 2024 B | 23. Juli | 2024 |
| Island | 9. Dezember | 2021 B | 9. März | 2022 |
| Israel | 21. März | 2016 B | 30. September | 2016 |
| Jamaika | 28. Mai | 2024 B | 28. August | 2024 |
| Japan* | 1. Oktober | 2018 B | 1. Januar | 2019 |
| Jordanien | 26. Juni | 2018 | 26. September | 2018 |
| Kamerun | 5. Oktober | 2021 | 5. Januar | 2022 |
| Kanada* | 30. Juni | 2016 B | 30. September | 2016 |
| Kap Verde | 22. Februar | 2019 B | 22. Mai | 2019 |
| Kasachstan | 14. April | 2025 B | 14. Juli | 2025 |
| Katar | 24. Oktober | 2018 B | 24. Januar | 2019 |
| Kenia | 2. Juni | 2017 | 2. September | 2017 |
| Kirgisistan | 15. Mai | 2017 B | 15. August | 2017 |
| Kiribati | 31. Juli | 2019 B | 31. Oktober | 2019 |
| Kolumbien | 27. Februar | 2025 | 27. Mai | 2025 |
| Komoren | 25. Januar | 2021 | 25. April | 2021 |
| Korea (Nord-) | 19. Februar | 2016 | 30. September | 2016 |
| Korea (Süd-) | 8. Oktober | 2015 | 30. September | 2016 |
| Kuba | 4. März | 2026 B | 4. Juni | 2026 |
| Lesotho | 30. April | 2018 B | 30. Juli | 2018 |
| Liberia | 6. Oktober | 2016 B | 6. Januar | 2017 |
| Liechtenstein | 22. September | 2021 B | 22. Dezember | 2021 |
| Malaysia | 31. März | 2022 B | 30. Juni | 2022 |
| Malawi | 14. Juli | 2017 B | 14. Oktober | 2017 |
| Mali | 16. Dezember | 2014 | 30. September | 2016 |
| Marokko* | 15. Mai | 2019 | 15. August | 2019 |
| Marshallinseln | 8. Februar | 2019 B | 8. Mai | 2019 |
| Mauritius | 11. Januar | 2021 | 11. April | 2021 |
| Mexiko | 29. Juli | 2015 | 30. September | 2016 |
| Moldau | 19. Februar | 2018 | 19. Mai | 2018 |
| Mongolei | 23. September | 2015 | 30. September | 2016 |
| Montenegro | 8. März | 2022 B | 8. Juni | 2022 |
| Mosambik | 27. Januar | 2026 | 27. April | 2026 |
| Neuseeland | 4. Oktober | 2019 B | 4. Januar | 2020 |
| Cook-Inseln | 19. März | 2019 B | 19. Juni | 2019 |
| Tokelau | 4. Oktober | 2019 B | 4. Januar | 2020 |
| Nicaragua | 16. Januar | 2020 B | 16. April | 2020 |
| Nigeria | 4. Oktober | 2017 | 4. Januar | 2018 |
| Norwegen | 31. August | 2021 | 30. November | 2021 |
| Pakistan | 12. März | 2024 B | 12. Juni | 2024 |
| Panama | 10. Februar | 2017 | 10. Mai | 2017 |
| Paraguay | 20. Januar | 2015 | 30. September | 2016 |
| Peru | 2. Februar | 2016 | 30. September | 2016 |
| Philippinen | 18. Dezember | 2018 B | 18. März | 2019 |
| Ruanda | 25. Oktober | 2021 B | 25. Januar | 2022 |
| Russland | 8. Februar | 2018 B | 8. Mai | 2018 |
| San Marino | 2. Juni | 2020 | 2. September | 2020 |
| São Tomé und Príncipe | 15. Oktober | 2020 | 15. Januar | 2021 |
| Saudi-Arabien | 21. November | 2018 B | 21. Februar | 2019 |
| Schweiz | 11. Februar | 2020 | 11. Mai | 2020 |
| Serbien | 24. Februar | 2020 B | 24. Mai | 2020 |
| Simbabwe | 12. September | 2019 | 12. Dezember | 2019 |
| Singapur | 30. März | 2015 B | 30. September | 2016 |
| Sri Lanka | 5. Oktober | 2016 B | 5. Januar | 2017 |
| St. Kitts und Nevis | 8. Juli | 2024 B | 8. Oktober | 2024 |
| St. Lucia | 11. Juni | 2020 B | 11. September | 2020 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 5. September | 2016 B | 5. Dezember | 2016 |
| Tadschikistan | 27. Februar | 2019 B | 27. Mai | 2019 |
| Tansania | 8. April | 2020 | 8. Juli | 2020 |
| Thailand | 28. Januar | 2019 B | 28. April | 2019 |
| Trinidad und Tobago | 4. Oktober | 2019 B | 4. Januar | 2020 |
| Tunesien | 7. September | 2016 | 7. Dezember | 2016 |
| Turkmenistan | 15. Oktober | 2020 B | 15. Januar | 2021 |
| Uganda | 23. April | 2018 | 23. Juli | 2018 |
| Ukraine | 8. Juni | 2023 B | 8. September | 2023 |
| Uruguay | 1. Dezember | 2014 | 30. September | 2016 |
| Usbekistan | 7. März | 2022 B | 7. Juni | 2022 |
| Vanuatu | 6. Mai | 2020 B | 6. August | 2020 |
| Venezuela | 2. Oktober | 2019 B | 2. Januar | 2020 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 15. Oktober | 2014 B | 30. September | 2016 |
| Vereinigtes Königreich | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Gibraltar | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Guernsey | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Insel Man | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Jersey | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Vereinigte Staaten | 8. Februar | 2019 | 8. Mai | 2019 |
| Vietnam | 6. Dezember | 2022 B | 6. März | 2023 |
| Zentralafrikanische Republik | 19. August | 2020 | 19. November | 2020 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO):www.wipo.int/treaties/fr/ip/marrakesh/eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. a Der Vertrag von Marrakesch gilt nicht für Macao. |
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