0.232.112.9•Abkommen von Nizza über die internationale Klassifikation von Waren und Dienstleistungen für die Eintragung von Marken, revidiert in Genf am 13. Mai 1977
0.232.112.9Multilateral International Treaty22.04.1986
Abgeschlossen in Genf am 13. Mai 1977
Von der Bundesversammlung genehmigt am 16. September 19851
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 22. Januar 1986
In Kraft getreten für die Schweiz am 22. April 1986
(Stand am 5. Juni 2024)
1) Die Länder, auf die dieses Abkommen Anwendung findet, bilden einen besonderen Verband und nehmen eine gemeinsame Klassifikation von Waren und Dienstleistungen für die Eintragung von Marken (im folgenden als «die Klassifikation» bezeichnet) an.
2) Die Klassifikation besteht aus
i) einer Klasseneinteilung, gegebenenfalls mit erläuternden Anmerkungen; ii) einer alphabetischen Liste der Waren und Dienstleistungen (im folgenden als «alphabetische Liste» bezeichnet) mit Angabe der Klasse, in welche die einzelne Ware oder Dienstleistung eingeordnet ist.
3) Die Klassifikation umfasst
i) die Klassifikation, die 1971 von dem im Übereinkommen zur Errichtung der Weltorganisation für geistiges Eigentum2vorgesehenen Internationalen Büro für geistiges Eigentum (im folgenden als «Internationales Büro» bezeichnet) veröffentlicht wurde, wobei jedoch davon auszugehen ist, dass die der Klasseneinteilung in dieser Veröffentlichung beigefügten erläuternden Anmerkungen solange als vorläufig und als Empfehlungen anzusehen sind, bis erläuternde Anmerkungen zur Klasseneinteilung von dem in Artikel 3 erwähnten Sachverständigenausschuss erstellt werden; ii) die Änderungen und Ergänzungen, die nach Artikel 4 Absatz 1 des Abkommens von Nizza vom 15. Juni 19573und der Stockholmer Fassung dieses Abkommens vom 14. Juli 19674vor Inkrafttreten der gegenwärtigen Fassung in Kraft getreten sind; iii) alle nach Artikel 3 dieser Fassung des Abkommens erfolgenden Abänderungen, die nach Artikel 4 Absatz 1 dieser Fassung in Kraft treten.
4) Die Klassifikation ist in englischer und in französischer Sprache abgefasst, wobei beide Texte gleichermassen verbindlich sind.
6) Amtliche Texte der Klassifikation werden vom Generaldirektor nach Beratung mit den beteiligten Regierungen entweder auf Grund einer von diesen Regierungen vorgeschlagenen Übersetzung oder unter Zuhilfenahme anderer Mittel, die keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt des besonderen Verbandes oder auf die Organisation haben, in arabischer, deutscher, italienischer, portugiesischer, russischer und spanischer Sprache sowie in anderen Sprachen erstellt, welche die in Artikel 5 genannte Versammlung bestimmen kann.
7) Die alphabetische Liste gibt bei jeder Waren‑ oder Dienstleistungsbezeichnung eine der Sprache, in der sie abgefasst ist, entsprechende Ordnungsnummer an sowie
i) bei der in englischer Sprache abgefassten alphabetischen Liste die Ordnungsnummer, die dieselbe Bezeichnung in der in französischer Sprache abgefassten alphabetischen Liste hat, und umgekehrt; ii) bei einer nach Absatz 6 abgefassten alphabetischen Liste die Ordnungsnummer, die dieselbe Bezeichnung in der in englischer Sprache abgefassten alphabetischen Liste oder in der in französischer Sprache abgefassten alphabetischen Liste hat.
1) Vorbehaltlich der sich aus diesem Abkommen ergebenden Verpflichtungen hat die Klassifikation die Wirkung, die ihr jedes Land des besonderen Verbandes beilegt. Insbesondere bindet die Klassifikation die Länder des besonderen Verbandes weder hinsichtlich der Beurteilung des Schutzumfangs der Marke noch hinsichtlich der Anerkennung der Dienstleistungsmarken.
2) Jedes Land des besonderen Verbandes behält sich vor, die Klassifikation als Haupt‑ oder Nebenklassifikation anzuwenden.
3) Die zuständigen Behörden der Länder des besonderen Verbandes werden in den Urkunden und amtlichen Veröffentlichungen über die Eintragung von Marken die Nummern der Klassen der Klassifikation angeben, in welche die Waren oder Dienstleistungen gehören, für welche die Marke eingetragen ist.
4) Die Tatsache, dass eine Benennung in die alphabetische Liste aufgenommen ist, berührt in keiner Weise die Rechte, die an dieser Benennung etwa bestehen.
1) Es wird ein Sachverständigenausschuss gebildet, in dem jedes Land des besonderen Verbandes vertreten ist.
3) Der Sachverständigenausschuss
i) entscheidet über Abänderungen der Klassifikation; ii) richtet an die Länder des besonderen Verbandes Empfehlungen, um den Gebrauch der Klassifikation zu erleichtern und ihre einheitliche Anwendung zu fördern; iii) trifft alle sonstigen Massnahmen, die, ohne finanzielle Auswirkungen auf den Haushalt des besonderen Verbandes oder auf die Organisation zu haben, zur Erleichterung der Anwendung der Klassifikation durch die Entwicklungsländer beitragen; iv) ist berechtigt, Unterausschüsse und Arbeitsgruppen einzusetzen.
4) Der Sachverständigenausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung. Darin wird den in Absatz 2 Buchstabe b) bezeichneten zwischenstaatlichen Organisationen, die zur Weiterentwicklung der Klassifikation massgeblich beitragen können, die Möglichkeit eingeräumt, an den Sitzungen der Unterausschüsse und Arbeitsgruppen teilzunehmen.
5) Vorschläge für Abänderungen in der Klassifikation können von der zuständigen Behörde jedes Landes des besonderen Verbandes, vom Internationalen Büro, von jeder nach Absatz 2 Buchstabe b) im Sachverständigenausschuss vertretenen zwischenstaatlichen Organisation und von jedem Land oder jeder Organisation, das oder die vom Sachverständigenausschuss eigens dazu aufgefordert worden ist, unterbreitet werden. Die Vorschläge werden dem Internationalen Büro übermittelt, das sie den Mitgliedern des Sachverständigenausschusses und den Beobachtern spätestens zwei Monate vor der Tagung des Sachverständigenausschusses, in deren Verlauf sie geprüft werden sollen, unterbreitet.
6) Jedes Land des besonderen Verbandes verfügt über eine Stimme.
8) Stimmenthaltung gilt nicht als Stimmabgabe.
1) Das Internationale Büro notifiziert den zuständigen Behörden der Länder des besonderen Verbandes die vom Sachverständigenausschuss beschlossenen Abänderungen sowie die Empfehlungen des Sachverständigenausschusses. Die Änderungen treten sechs Monate nach dem Zeitpunkt der Absendung der Notifikation in Kraft. Jede andere Abänderung tritt zu dem Zeitpunkt in Kraft, den der Sachverständigenausschuss bei der Annahme der Abänderung festlegt.
2) Das Internationale Büro nimmt die in Kraft getretenen Abänderungen in die Klassifikation auf. Diese Abänderungen werden in den Zeitschriften veröffentlicht, die von der in Artikel 5 genannten Versammlung bestimmt werden.
1 a) Der besondere Verband hat eine Versammlung, die sich aus den Ländern zusammensetzt, die diese Fassung des Abkommens ratifiziert haben oder ihr beigetreten sind.
2) a) Die Versammlung, vorbehaltlich der Artikel 3 und 4, i) behandelt alle Fragen betreffend die Erhaltung und die Entwicklung des besonderen Verbandes sowie die Anwendung dieses Abkommens;
ii) erteilt dem Internationalen Büro Weisungen für die Vorbereitung der Revisionskonferenzen unter gebührender Berücksichtigung der Stellungnahmen der Länder des besonderen Verbandes, die diese Fassung des Abkommens weder ratifiziert haben noch ihr beigetreten sind;
iii) prüft und billigt die Berichte und die Tätigkeit des Generaldirektors der Organisation (im Folgenden als «Generaldirektor» bezeichnet) betreffend den besonderen Verband und erteilt ihm alle zweckdienlichen Weisungen in Fragen, die in die Zuständigkeit des besonderen Verbandes fallen;
iv) legt das Programm fest, beschliesst den Zweijahres6‑Haushaltsplan des besonderen Verbandes und billigt seine Rechnungsabschlüsse;
v) beschliesst die Finanzvorschriften des besonderen Verbandes;
vi) bildet, ausser dem in Artikel 3 genannten Sachverständigenausschuss, die anderen Sachverständigenausschüsse und Arbeitsgruppen, die sie zur Verwirklichung der Ziele des besonderen Verbandes für zweckdienlich hält;
vii) bestimmt, welche Nichtmitgliedländer des besonderen Verbandes, welche zwischenstaatlichen und welche internationalen nichtstaatlichen Organisationen zu ihren Sitzungen als Beobachter zugelassen werden;
viii) beschliesst Änderungen der Artikel 5 bis 8;
ix) nimmt jede andere Handlung vor, die zur Erreichung der Ziele des besonderen Verbandes geeignet ist;
x) nimmt alle anderen Aufgaben wahr, die sich aus diesem Abkommen ergeben.
b) Über Fragen, die auch für andere von der Organisation verwaltete Verbände von Interesse sind, entscheidet die Versammlung nach Anhörung des Koordinierungsausschusses der Organisation.
3) a) Jedes Mitgliedland der Versammlung verfügt über eine Stimme.
b) Die Hälfte der Mitgliedländer der Versammlung bildet das Quorum (die für die Beschlussfähigkeit erforderliche Mindestzahl).
c) Ungeachtet des Buchstabens b) kann die Versammlung Beschlüsse fassen, wenn während einer Tagung die Zahl der vertretenen Länder zwar weniger als die Hälfte, aber mindestens ein Drittel der Mitgliedländer der Versammlung beträgt; jedoch werden diese Beschlüsse mit Ausnahme der Beschlüsse über das Verfahren der Versammlung nur dann wirksam, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Das Internationale Büro teilt diese Beschlüsse den Mitgliedländern der Versammlung mit, die nicht vertreten waren, und lädt sie ein, innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Zeitpunkt der Mitteilung an schriftlich ihre Stimme oder Stimmenthaltung bekanntzugeben. Entspricht nach Ablauf der Frist die Zahl der Länder, die auf diese Weise ihre Stimme oder Stimmenthaltung bekanntgegeben haben, mindestens der Zahl der Länder, die für die Erreichung des Quorums während der Tagung gefehlt hatte, so werden die Beschlüsse wirksam, sofern gleichzeitig die erforderliche Mehrheit noch vorhanden ist.
d) Vorbehaltlich des Artikels 8 Absatz 2 fasst die Versammlung ihre Beschlüsse mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.
e) Stimmenthaltung gilt nicht als Stimmabgabe.
f) Ein Delegierter kann nur ein Land vertreten und nur in dessen Namen abstimmen.
g) Die Länder des besonderen Verbandes, die nicht Mitglied der Versammlung sind, werden zu den Sitzungen der Versammlung als Beobachter zugelassen.
4) a) Die Versammlung tritt nach Einberufung durch den Generaldirektor alle zwei7Jahre einmal zu einer ordentlichen Tagung zusammen, und zwar, abgesehen von aussergewöhnlichen Fällen, zu derselben Zeit und an demselben Ort wie die Generalversammlung der Organisation.
b) Die Versammlung tritt nach Einberufung durch den Generaldirektor zu einer ausserordentlichen Tagung zusammen, wenn ein Viertel der Mitgliedländer der Versammlung es verlangt.
c) Die Tagesordnung jeder Tagung wird vom Generaldirektor vorbereitet.
5) Die Versammlung gibt sich eine Geschäftsordnung.
2) Der Generaldirektor und die von ihm bestimmten Mitglieder des Personals nehmen ohne Stimmrecht teil an allen Sitzungen der Versammlung und des Sachverständigenausschusses sowie aller anderen Sachverständigenausschüsse oder Arbeitsgruppen, die die Versammlung oder der Sachverständigenausschuss bilden kann. Der Generaldirektor oder ein von ihm bestimmtes Mitglied des Personals ist von Amts wegen Sekretär dieser Organe.
4) Das Internationale Büro nimmt alle anderen Aufgaben wahr, die ihm übertragen werden.
2) Der Haushaltsplan des besonderen Verbandes wird unter Berücksichtigung der Notwendigkeit seiner Abstimmung mit den Haushaltsplänen der anderen von der Organisation verwalteten Verbände aufgestellt.
3) Der Haushaltsplan des besonderen Verbandes umfasst folgende Einnahmen: i) Beiträge der Länder des besonderen Verbandes; ii) Gebühren und Beträge für Dienstleistungen des Internationalen Büros im Rahmen des besonderen Verbandes; iii) Verkaufserlöse und andere Einkünfte aus Veröffentlichungen des Internationalen Büros, die den besonderen Verband betreffen; iv) Schenkungen, Vermächtnisse und Zuwendungen; v) Mieten, Zinsen und andere verschiedene Einkünfte. 4) a) Jedes Land des besonderen Verbandes wird zur Bestimmung seines Beitrags im Sinne des Absatzes 3 Ziffer 1) in die Klasse eingestuft, in die es im Pariser Verband zum Schutz des gewerblichen Eigentums eingestuft ist, und zahlt seine Jahresbeiträge auf der Grundlage der für diese Klasse im Pariser Verband festgesetzten Zahl von Einheiten. b) Der Jahresbeitrag jedes Landes des besonderen Verbandes besteht aus einem Betrag, der in demselben Verhältnis zu der Summe der Jahresbeiträge aller Länder zum Haushaltsplan des besonderen Verbandes steht wie die Zahl der Einheiten der Klasse, in die das Land eingestuft ist, zur Summe der Einheiten aller Länder. c) Die Beiträge werden am 1. Januar jedes Jahres fällig. d) Ein Land, das mit der Zahlung seiner Beiträge im Rückstand ist, kann sein Stimmrecht in keinem der Organe des besonderen Verbandes ausüben, wenn der rückständige Betrag die Summe der von ihm für die zwei vorhergehenden vollen Jahre geschuldeten Beiträge erreicht oder übersteigt. Jedoch kann jedes dieser Organe einem solchen Land gestatten, das Stimmrecht in diesem Organ weiter auszuüben, wenn und solange es überzeugt ist, dass der Zahlungsrückstand eine Folge aussergewöhnlicher und unabwendbarer Umstände ist. e) Wird der Haushaltsplan nicht vor Beginn eines neuen Rechnungsjahres beschlossen, so wird der Haushaltsplan des Vorjahres nach Massgabe der Finanzvorschriften übernommen.
5) Die Höhe der Gebühren und Beträge für Dienstleistungen des Internationalen Büros im Rahmen des besonderen Verbandes wird vom Generaldirektor festgesetzt, der der Versammlung darüber berichtet.
8) Die Rechnungsprüfung wird nach Massgabe der Finanzvorschriften von einem oder mehreren Ländern des besonderen Verbandes oder von aussenstehenden Rechnungsprüfern vorgenommen, die mit ihrer Zustimmung von der Versammlung bestimmt werden.
1) Vorschläge zur Änderung der Artikel 5, 6, 7 und dieses Artikels können von jedem Mitgliedland der Versammlung oder vom Generaldirektor vorgelegt werden. Diese Vorschläge werden vom Generaldirektor mindestens sechs Monate, bevor sie in der Versammlung beraten werden, den Mitgliedländern der Versammlung mitgeteilt.
2) Jede Änderung der in Absatz 1 bezeichneten Artikel wird von der Versammlung beschlossen. Der Beschluss erfordert drei Viertel der abgegebenen Stimmen; jede Änderung des Artikels 5 und dieses Absatzes erfordert jedoch vier Fünftel der abgegebenen Stimmen.
3) Jede Änderung der in Absatz 1 bezeichneten Artikel tritt einen Monat nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die schriftlichen Notifikationen der verfassungsmässig zustandegekommenen Annahme des Änderungsvorschlags von drei Vierteln der Länder, die im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Änderung Mitglied der Versammlung waren, beim Generaldirektor eingegangen sind. Jede auf diese Weise angenommene Änderung der genannten Artikel bindet alle Länder, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung Mitglied der Versammlung sind oder später Mitglied werden; jedoch bindet die Änderung, die die finanziellen Verpflichtungen der Länder des besonderen Verbandes erweitert, nur die Länder, die die Annahme dieser Änderung notifiziert haben.
1) Jedes Land des besonderen Verbandes kann diese Fassung des Abkommens ratifizieren, wenn es sie unterzeichnet hat, oder ihr beitreten, wenn es sie nicht unterzeichnet hat.
2) Jedes dem besonderen Verband nicht angehörende Vertragsland der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums8kann dieser Fassung des Abkommens beitreten und dadurch ein Land des besonderen Verbandes werden.
3) Die Ratifikations‑ und Beitrittsurkunden werden beim Generaldirektor hinterlegt.
5) Die Ratifikation oder der Beitritt bewirkt von Rechts wegen die Annahme aller Bestimmungen und die Zulassung zu allen Vorteilen dieser Fassung des Abkommens.
6) Nach dem Inkrafttreten dieser Fassung des Abkommens kann ein Land frühere Fassungen dieses Abkommens nicht mehr ratifizieren oder ihnen beitreten.
Dieses Abkommen hat dieselbe Geltungsdauer wie die Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums9.
1) Dieses Abkommen kann von Zeit zu Zeit von Konferenzen der Länder des besonderen Verbandes Revisionen unterzogen werden.
2) Die Einberufung einer Revisionskonferenz wird von der Versammlung beschlossen.
3) Die Artikel 5 bis 8 können entweder durch eine Revisionskonferenz oder nach Artikel 8 geändert werden.
1) Jedes Land kann diese Fassung des Abkommens durch eine an den Generaldirektor gerichtete Notifikation kündigen. Diese Kündigung bewirkt zugleich die Kündigung aller früheren Fassungen dieses Abkommens, die das kündigende Land ratifiziert hat oder denen es beigetreten ist, und hat nur Wirkung für das Land, das sie erklärt hat; für die übrigen Länder des besonderen Verbandes bleibt das Abkommen in Kraft und wirksam.
2) Die Kündigung wird ein Jahr nach dem Tag wirksam, an dem die Notifikation beim Generaldirektor eingegangen ist.
3) Das in diesem Artikel vorgesehene Kündigungsrecht kann von einem Land nicht vor Ablauf von fünf Jahren nach dem Zeitpunkt ausgeübt werden, zu dem es Mitglied des besonderen Verbandes geworden ist.
Die Bestimmungen des Artikels 24 der Stockholmer Fassung von 196710der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums sind auf dieses Abkommen anzuwenden; falls jedoch diese Bestimmungen in Zukunft geändert werden, so ist die letzte Änderung auf dieses Abkommen für die Länder des besonderen Verbandes anzuwenden, die durch diese Änderung gebunden sind.
2) Diese Fassung des Abkommens liegt bis zum 31. Dezember 1977 zur Unterzeichnung auf.
4) Der Generaldirektor lässt diese Fassung des Abkommens beim Sekretariat der Vereinten Nationen registrieren.
5) Der Generaldirektor notifiziert den Regierungen aller Vertragsländer der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums12
i) die Unterzeichnungen nach Absatz 1; ii) die Hinterlegungen von Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunden nach Artikel 9 Absatz 3; iii) den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Fassung des Abkommens nach Artikel 9 Absatz 4 Buchstabe a); iv) die Annahme der Änderungen dieser Fassung nach Artikel 8 Absatz 3; v) die Zeitpunkte, zu denen diese Änderungen in Kraft treten; vi) die Kündigungen, die nach Artikel 12 eingehen.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten diese Fassung des Abkommens unterschrieben.Geschehen in Genf am 13. Mai 1977.(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Ägypten | 18. März | 2005 B | 18. Juni | 2005 |
| Albanien | 19. Juni | 2003 B | 19. September | 2003 |
| Antigua und Barbuda | 25. März | 2019 B | 25. Juni | 2019 |
| Argentinien | 24. Oktober | 2007 B | 24. Januar | 2008 |
| Armenien | 6. Dezember | 2004 B | 6. März | 2005 |
| Aserbaidschan | 14. Juli | 2003 B | 14. Oktober | 2003 |
| Australien | 4. Januar | 1978 | 6. Februar | 1979 |
| Bahrain | 15. September | 2005 B | 15. Dezember | 2005 |
| Barbados | 12. Dezember | 1984 B | 12. März | 1985 |
| Belarus | 12. März | 1998 B | 12. Juni | 1998 |
| Belgien | 9. August | 1984 | 20. November | 1984 |
| Benin | 3. April | 1978 B | 6. Februar | 1979 |
| Bosnien und Herzegowina | 2. Juni | 1993 N | 6. März | 1992 |
| Bulgarien | 27. November | 2000 B | 27. Februar | 2001 |
| China | 5. Mai | 1994 B | 9. August | 1994 |
| Hongkong | 22. November | 2012 | 27. Februar | 2013 |
| Macau | 1. November | 1999 | 20. Dezember | 1999 |
| Dänemark | 3. März | 1981 B | 3. Juni | 1981 |
| Deutschland | 28. September | 1981 | 12. Januar | 1982 |
| Dominica | 8. Juni | 2000 B | 8. September | 2000 |
| Estland | 24. Februar | 1996 B | 27. Mai | 1996 |
| Finnland | 12. Juli | 1978 | 6. Februar | 1979 |
| Frankreich | 18. Januar | 1980 | 22. April | 1980 |
| Überseeische Departemente und Gebiete | 18. Januar | 1980 | 22. April | 1980 |
| Georgien | 29. November | 2002 B | 28. Februar | 2003 |
| Griechenland | 7. August | 1998 B | 7. November | 1998 |
| Guinea | 5. August | 1996 B | 5. November | 1996 |
| Indien | 7. Juni | 2019 B | 7. September | 2019 |
| Indonesien | 7. Juli | 2023 B | 7. Oktober | 2023 |
| Iran | 12. April | 2018 B | 12. Juli | 2018 |
| Irland | 31. Oktober | 1978 | 6. Februar | 1979 |
| Island | 23. Dezember | 1994 B | 9. April | 1995 |
| Israel | 25. Juni | 2021 B | 25. September | 2021 |
| Italien | 18. November | 1982 | 19. Februar | 1983 |
| Jamaika | 7. November | 2005 B | 7. Februar | 2006 |
| Japan | 17. November | 1989 B | 20. Februar | 1990 |
| Jordanien | 14. August | 2008 B | 14. November | 2008 |
| Kanada | 17. März | 2019 B | 17. Juni | 2019 |
| Kasachstan | 24. Januar | 2002 B | 24. April | 2002 |
| Kirgisistan | 10. September | 1998 B | 10. Dezember | 1998 |
| Korea (Nord-) | 6. März | 1997 B | 6. Juni | 1997 |
| Korea (Süd-) | 8. Oktober | 1998 B | 8. Januar | 1999 |
| Kroatien | 28. Juli | 1992 N | 8. Oktober | 1991 |
| Kuba | 26. September | 1995 B | 26. Dezember | 1995 |
| Lettland | 29. September | 1994 B | 1. Januar | 1995 |
| Liechtenstein | 14. November | 1986 B | 14. Februar | 1987 |
| Litauen | 22. November | 1996 B | 22. Februar | 1997 |
| Luxemburg | 16. September | 1983 | 21. Dezember | 1983 |
| Malawi | 24. Juli | 1995 B | 24. Oktober | 1995 |
| Malaysia | 28. Juni | 2007 B | 28. September | 2007 |
| Mexiko | 21. Dezember | 2000 B | 21. März | 2001 |
| Moldau | 1. September | 1997 B | 1. Dezember | 1997 |
| Monaco | 5. Februar | 1981 | 9. Mai | 1981 |
| Mongolei | 16. März | 2001 B | 16. Juni | 2001 |
| Montenegro | 16. November | 2012 B | 16. Februar | 2013 |
| Mosambik | 18. Oktober | 2001 B | 18. Januar | 2002 |
| Neuseelanda | 16. Juli | 2013 B | 16. Oktober | 2013 |
| Niederlande | 11. Mai | 1979 | 15. August | 1979 |
| Aruba | 2. Februar | 1994 | 28. Februar | 1994 |
| Nordmazedonien | 23. Juli | 1993 | 8. September | 1991 |
| Norwegen | 6. April | 1981 | 7. Juli | 1981 |
| Österreich | 19. Mai | 1982 | 21. August | 1982 |
| Paraguay | 31. Mai | 2021 B | 31. August | 2021 |
| Peru* | 18. Juli | 2022 B | 18. Oktober | 2022 |
| Polen | 4. Dezember | 1996 B | 4. März | 1997 |
| Portugal | 30. April | 1982 | 30. Juli | 1982 |
| Rumänien | 31. März | 1998 B | 30. Juni | 1998 |
| Russland | 23. September | 1987 | 30. Dezember | 1987 |
| Saudi-Arabien | 22. April | 2021 B | 22. Juli | 2021 |
| Schweden | 6. November | 1978 | 6. Februar | 1979 |
| Schweiz | 22. Januar | 1986 | 22. April | 1986 |
| Serbien | 17. September | 2010 B | 17. Dezember | 2010 |
| Singapur | 18. Dezember | 1998 B | 18. März | 1999 |
| Slowakei | 30. Dezember | 1992 N | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 12. Juni | 1992 N | 25. Juni | 1991 |
| Spanien | 2. Februar | 1979 | 9. Mai | 1979 |
| St. Kitts und Nevis | 27. Juli | 2005 B | 27. Oktober | 2005 |
| St. Lucia | 18. Dezember | 2000 B | 18. März | 2001 |
| Suriname | 24. Juli | 1981 B | 16. Dezember | 1981 |
| Syrien | 28. Dezember | 2004 B | 28. März | 2005 |
| Tadschikistan | 14. Februar | 1994 N | 25. Dezember | 1991 |
| Tansania | 14. Juni | 1999 B | 14. September | 1999 |
| Trinidad und Tobago | 20. Dezember | 1995 B | 20. März | 1996 |
| Tschechische Republik | 18. Dezember | 1992 N | 1. Januar | 1993 |
| Turkmenistan | 7. März | 2006 B | 7. Juni | 2006 |
| Türkei | 1. Oktober | 1995 B | 1. Januar | 1996 |
| Ukraine | 29. September | 2000 B | 29. Dezember | 2000 |
| Ungarn | 19. Mai | 1982 | 21. August | 1982 |
| Uruguay | 19. Oktober | 1999 B | 19. Januar | 2000 |
| Usbekistan | 12. Oktober | 2001 B | 12. Januar | 2002 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 18. Januar | 2022 B | 18. April | 2022 |
| Vereinigte Staaten | 29. November | 1983 | 29. Februar | 1984 |
| Vereinigtes Königreich | 30. März | 1979 | 3. Juli | 1979 |
| Gibraltar | 1. Oktober | 2020 | 1. Januar | 2021 |
| Guernsey | 23. Dezember | 2020 | 23. März | 2021 |
| Insel Man | 23. Dezember | 2020 | 23. März | 2021 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO):www.wipo.int/treaties/fr/classification/nice/eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. | ||||
| a Das Abkommen gilt nicht für Tokelau. |
AS 1986 531 ↩
SR 0.230 ↩
SR 0.232.112.7 ↩
SR 0.232.112.8 ↩
SR 0.232.01 , 0.232.0 2 , 0.232.0 3 , 0.232.0 4 ↩
Gemäss Beschluss der Versammlung vom 2. Okt. 1979. ↩
Gemäss Beschluss der Versammlung vom 2. Okt. 1979. ↩
SR 0.232.01 , 0.232.02 , 0.232.03 , 0.232.04 ↩
SR 0.232.01 , 0.232.02 , 0.232.03 , 0.232.04 ↩
SR 0.232.04 ↩
SR 0.230 ↩
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"title": "Accordo di Nizza sulla classificazione internazionale dei prodotti e dei servizi ai fini della registrazione dei marchi, riveduto a Ginevra il 13 maggio 1977",
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