0.232.121.12•Stockholmer Ergänzungsvereinbarung zum Haager Abkommen über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster oder Modelle
0.232.121.12Multilateral International Treaty27.09.1975
Abgeschlossen in Stockholm am 14. Juli 1967
Von der Bundesversammlung genehmigt am 2. Dezember 19692
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 26. Januar 1970
In Kraft getreten für die Schweiz am 27. September 1975
(Stand am 6. März 2024)
Im Sinn dieser Ergänzungsvereinbarung bedeutet:
«Fassung von 1934» die am 2. Juni 19343in London unterzeichnete Fassung des Haager Abkommens über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster und Modelle;
«Fassung von 1960» die am 28. November 19604in Den Haag unterzeichnete Fassung des Haager Abkommens über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster und Modelle;
«Zusatzvereinbarung von 1961» die am 18. November 19615in Monaco unterzeichnete Zusatzvereinbarung zu der Fassung von 1934;
«Organisation» die Weltorganisation für geistiges Eigentum;
«Internationales Büro» das Internationale Büro für geistiges Eigentum;
«Generaldirektor» der Generaldirektor der Organisation;
«Besonderer Verband» der durch das Haager Abkommen vom 6. November 19256über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster und Modelle errichtete und durch die Fassungen von 1934 und 1960 sowie durch die Zusatzvereinbarung von 1961 und diese Ergänzungsvereinbarung aufrechterhaltene Haager Verband.
5) Die Versammlung gibt sich eine Geschäftsordnung.
2) Der Generaldirektor und die von ihm bestimmten Mitglieder des Personals nehmen ohne Stimmrecht an allen Sitzungen der Versammlung und aller etwa von ihr gebildeten Sachverständigenausschüsse oder Arbeitsgruppen teil. Der Generaldirektor oder ein von ihm bestimmtes Mitglied des Personals ist von Amts wegen Sekretär dieser Organe.
4) Das Internationale Büro nimmt alle anderen Aufgaben wahr, die ihm übertragen werden.
2) Der Haushaltsplan des besonderen Verbandes wird unter Berücksichtigung der Notwendigkeit seiner Abstimmung mit den Haushaltsplänen der anderen von der Organisation verwalteten Verbände aufgestellt.
3) Der Haushaltsplan des besonderen Verbandes umfasst folgende Einnahmen: i) Gebühren für die internationale Hinterlegung sowie Gebühren und Beträge für andere Dienstleistungen des Internationalen Büros im Rahmen des besonderen Verbandes; ii) Verkaufserlöse und andere Einkünfte aus Veröffentlichungen des Internationalen Büros, die den besonderen Verband betreffen; iii) Schenkungen, Vermächtnisse und Zuwendungen; iv) Mieten, Zinsen und andere verschiedene Einkünfte. 4) a) Die Höhe der in Absatz 3) Ziffer i) genannten Gebühren wird von der Versammlung auf Vorschlag des Generaldirektors festgesetzt. b) Diese Höhe wird in der Weise festgesetzt, dass die Einnahmen des besonderen Verbandes aus den Gebühren und den anderen Einkünften mindestens zur Deckung der Ausgaben des Internationalen Büros für den besonderen Verband ausreichen. c) Wird der Haushaltsplan nicht vor Beginn eines neuen Rechnungsjahres beschlossen, so wird der Haushaltsplan des Vorjahres nach Massgabe der Finanzvorschriften übernommen.
5) Vorbehaltlich des Absatzes 4) Buchstabe a) wird die Höhe der Gebühren und Beträge für andere Dienstleistungen des Internationalen Büros im Rahmen des besonderen Verbandes vom Generaldirektor festgesetzt, der der Versammlung darüber berichtet.
8) Die Rechnungsprüfung wird nach Massgabe der Finanzvorschriften von einem oder mehreren Ländern des besonderen Verbandes oder von aussenstehenden Rechnungsprüfern vorgenommen, die mit ihrer Zustimmung von der Versammlung bestimmt werden.
1) Vorschläge zur Änderung dieser Ergänzungsvereinbarung können von jedem Mitgliedland der Versammlung oder vom Generaldirektor vorgelegt werden. Diese Vorschläge werden vom Generaldirektor mindestens sechs Monate, bevor sie in der Versammlung beraten werden, den Mitgliedländern der Versammlung mitgeteilt.
2) Jede Änderung gemäss Absatz 1) wird von der Versammlung beschlossen. Der Beschluss erfordert drei Viertel der abgegebenen Stimmen; jede Änderung des Artikels 2 und dieses Absatzes erfordert jedoch vier Fünftel der abgegebenen Stimmen.
3) Jede Änderung gemäss Absatz 1) tritt einen Monat nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die schriftlichen Notifikationen der verfassungsmässig zustandegekommenen Annahme des Änderungsvorschlags von drei Vierteln der Länder, die im Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Änderung Mitglied der Versammlung waren, beim Generaldirektor eingegangen sind. Jede auf diese Weise angenommene Änderung bindet alle Länder, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung Mitglied der Versammlung sind oder später Mitglied werden.
1) Bezugnahmen in der Fassung von 1960 auf das «Büro des Internationalen Verbandes zum Schutz des gewerblichen Eigentums» oder das «Internationale Büro» gelten als Bezugnahmen auf das in Artikel 1 dieser Ergänzungsvereinbarung definierte Internationale Büro.
2) Die Artikel 19, 20, 21 und 22 der Fassung von 1960 werden aufgehoben.
3) Bezugnahmen in der Fassung von 1960 auf die Regierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft gelten als Bezugnahmen auf den Generaldirektor.
4) In Artikel 29 der Fassung von 1960 werden die Worte «periodischen» (Absatz 1)), «auf Verlangen des Internationalen Ausschusses für Muster oder Modelle» und «oder» (Absatz 2)) gestrichen.
2) Die Ratifikations‑ und Beitrittsurkunden werden beim Generaldirektor hinterlegt.
1) Für die ersten fünf Länder, die ihre Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunden hinterlegt haben, tritt diese Ergänzungsvereinbarung drei Monate nach Hinterlegung der fünften Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft.
2) Für jedes andere Land tritt diese Ergänzungsvereinbarung drei Monate nach dem Zeitpunkt der Notifizierung seiner Ratifikation oder seines Beitritts durch den Generaldirektor in Kraft, sofern in der Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde nicht ein späterer Zeitpunkt angegeben ist. In diesem Fall tritt diese Vereinbarung für dieses Land zu dem angegebenen Zeitpunkt in Kraft.
1) Vorbehaltlich des Artikels 8 und des folgenden Absatzes ist jedes Land, das die Fassung von 1934 weder ratifiziert hat noch ihr beigetreten ist, durch die Zusatzvereinbarung von 1961 und durch die Artikel 1 bis 6 dieser Ergänzungsvereinbarung von dem Zeitpunkt an gebunden, zu dem sein Beitritt zu der Fassung von 1934 wirksam wird; ist jedoch zu diesem Zeitpunkt diese Ergänzungsvereinbarung noch nicht gemäss Artikel 9 Absatz 1) in Kraft getreten, so ist dieses Land durch die genannten Artikel dieser Ergänzungsvereinbarung erst vom Inkrafttreten dieser Vereinbarung gemäss Artikel 9 Absatz 1) an gebunden.
2) Vorbehaltlich des Artikels 8 und des vorhergehenden Absatzes ist jedes Land, das die Fassung von 1960 weder ratifiziert hat noch ihr beigetreten ist, durch die Artikel 1 bis 7 dieser Ergänzungsvereinbarung von dem Zeitpunkt an gebunden, zu dem seine Ratifikation der Fassung von 1960 oder sein Beitritt zu ihr wirksam wird; ist jedoch zu diesem Zeitpunkt die Ergänzungsvereinbarung noch nicht gemäss Artikel 9 Absatz 1) in Kraft getreten, so ist dieses Land durch die genannten Artikel dieser Ergänzungsvereinbarung erst vom Inkrafttreten dieser Vereinbarung gemäss Artikel 9 Absatz 1) an gebunden.
2) Diese Ergänzungsvereinbarung liegt bis zum 13. Januar 1968 in Stockholm zur Unterzeichnung auf.
3) Der Generaldirektor übermittelt zwei von der schwedischen Regierung beglaubigte Abschriften des unterzeichneten Textes dieser Ergänzungsvereinbarung den Regierungen aller Länder des besonderen Verbandes und der Regierung jedes anderen Landes, die es verlangt.
4) Der Generaldirektor lässt diese Ergänzungsvereinbarung beim Sekretariat der Vereinten Nationen registrieren.
5) Der Generaldirektor notifiziert den Regierungen aller Länder des besonderen Verbandes die Unterzeichnungen, die Hinterlegungen von Ratitikations‑ oder Beitrittsurkunden, das Inkrafttreten und alle anderen erforderlichen Mitteilungen.
Bis zur Amtsübernahme durch den ersten Generaldirektor gelten Bezugnahmen in dieser Ergänzungsvereinbarung auf das Internationale Büro der Organisation oder den Generaldirektor als Bezugnahmen auf das Büro des durch die Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums errichteten Verbandes oder seinen Direktor.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten diese Ergänzungsvereinbarung unterschrieben.Geschehen zu Stockholm am 14. Juli 1967.(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Albanien | 19. Februar | 2007 B | 19. März | 2007 |
| Belgien | 22. Februar | 1979 | 28. Mai | 1979 |
| Belize | 12. Juni | 2003 B | 12. Juli | 2003 |
| Benin | 2. Oktober | 1986 B | 2. Januar | 1987 |
| Bulgarien | 11. November | 1996 B | 11. Dezember | 1996 |
| Côte d’Ivoire | 26. April | 1993 B | 30. Mai | 1993 |
| Deutschland | 19. Juni | 1970 | 27. September | 1975 |
| Frankreich | 2. Mai | 1975 | 27. September | 1975 |
| Französisch Guyana | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Französisch Polynesien | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Französische Süd- und Antarktisgebiete | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Guadeloupe | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Martinique | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Neukaledonien | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Réunion | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| St. Pierre und Miquelon | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Wallis und Futuna | 2. Mai | 1975 B | 27. September | 1975 |
| Gabun | 19. Juli | 2003 B | 18. August | 2003 |
| Georgien | 1. Juli | 2003 B | 1. August | 2003 |
| Griechenland | 18. März | 1997 B | 18. April | 1997 |
| Italien | 11. Mai | 1987 B | 13. August | 1987 |
| Kirgisistan | 17. Februar | 2003 B | 17. März | 2003 |
| Korea (Nord-) | 15. April | 1992 B | 27. Mai | 1992 |
| Kroatien | 12. Januar | 2004 B | 12. Februar | 2004 |
| Liechtenstein | 21. Februar | 1972 | 27. September | 1975 |
| Luxemburg | 22. Februar | 1979 B | 28. Mai | 1979 |
| Mali | 7. August | 2006 B | 7. September | 2006 |
| Marokko | 13. September | 1999 | 13. Oktober | 1999 |
| Moldau | 14. Februar | 1994 B | 14. März | 1994 |
| Monaco | 27. Juni | 1975 | 27. September | 1975 |
| Mongolei | 12. März | 1997 B | 12. April | 1997 |
| Montenegro | 25. November | 1993 | 3. Juni | 2006 |
| Niederlande | 22. Februar | 1979 | 28. Mai | 1979 |
| Niger | 20. August | 2004 B | 20. September | 2004 |
| Nordmazedonien | 18. Februar | 1997 B | 18. März | 1997 |
| Rumänien | 17. Juni | 1992 B | 18. Juli | 1992 |
| Schweiz | 26. Januar | 1970 | 27. September | 1975 |
| Senegal | 30. Mai | 1984 B | 30. Juni | 1984 |
| Serbien | 25. November | 1993 | 30. Dezember | 1993 |
| Slowenien | 12. Dezember | 1994 | 13. Januar | 1995 |
| Suriname | 16. November | 1976 B | 23. Februar | 1977 |
| Ukraine | 28. Mai | 2002 B | 28. August | 2002 |
| Ungarn | 7. März | 1984 B | 7. April | 1984 |
Diese Übersetzung ist von den zuständigen Verwaltungen der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz im Einvernehmen mit der Weltorganisation für geistiges Eigentum angefertigt worden. Die Artikel der Ergänzungsvereinbarung sind mit Überschriften versehen worden, um die Benützung der Texte zu erleichtern; der Originaltext enthält keine Artikelüberschriften. ↩
Art. 1 Ziff. 6 des BB vom 2. Dez. 1969 (AS 1970 600) ↩
SR 0.232.121.1 ↩
SR 0.232.121.2 ↩
SR 0.232.121.11 ↩
[BS 11 1039] ↩
Fassung dieser Worte gemäss Änderung vom 2. Okt. 1979, in Kraft für die Schweiz seit 3. Nov. 1980 (AS 1983 109 1). ↩
Fassung dieser Worte gemäss Änderung vom 2. Okt. 1979, in Kraft für die Schweiz seit 3. Nov. 1980 (AS 1983 1091). ↩
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