0.311.371•Zusatzübereinkommen über die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels und sklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken
0.311.371Multilateral International Treaty28.07.1964
Abgeschlossen in Genf am 7. September 1956
Von der Bundesversammlung genehmigt am 17. Juni 19641
Schweizerische Beitrittsurkunde hinterlegt am 28. Juli 1964
In Kraft getreten für die Schweiz am 28. Juli 1964
(Stand am 22. September 2021)
Präambel
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens
In der Erwägung, dass die Freiheit das angeborene Recht jedes Menschen ist,
Eingedenk der Tatsache, dass die Völker der Vereinten Nationen in der Satzung2ihren Glauben an die Würde und den Wert der menschlichen Person erneut bekräftigt haben,
In der Erwägung, dass in der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal verkündeten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgestellt wird, dass niemand in Sklaverei oder Knechtschaft gehalten werden darf und dass Sklaverei und Sklavenhandel in jeder Form verboten sein sollen,
In Anerkennung der Tatsache, dass seit dem Abschluss des am 25. September 19263in Genf unterzeichneten Sklavereiabkommens, durch welches die Abschaffung der Sklaverei und des Sklavenhandels sichergestellt werden sollte, weitere Fortschritte zur Erreichung dieses Ziels gemacht worden sind,
In Anbetracht des Übereinkommens über Zwangs- oder Pflichtarbeit von 19304und weiterer, von der Internationalen Arbeitsorganisation in bezug auf Zwangsoder Pflichtarbeit unternommener Schritte,
jedoch in dem Bewusstsein, dass Sklaverei, Sklavenhandel und sklavereiähnliche Einrichtungen und Praktiken noch nicht in allen Teilen der Welt beseitigt sind,
haben daher beschlossen, das Abkommen von 1926, das in Kraft bleibt, nunmehr durch den Abschluss eines Zusatzübereinkommens zu ergänzen mit dem Ziel, sowohl die nationalen als auch die internationalen Bemühungen um die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels und sklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken zu verstärken, und
sind wie folgt übereingekommen:
Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens trifft alle durchführbaren und notwendigen gesetzgeberischen und sonstigen Massnahmen, um schrittweise und so bald wie möglich die vollständige Abschaffung der folgenden Einrichtungen und Praktiken oder den Verzicht darauf herbeizuführen, soweit sie noch bestehen und ohne Rücksicht darauf, ob sie unter die in Artikel 1 des am 25. September 1926 in Genf unterzeichneten Sklavereiabkommens enthaltene Begriffsbestimmung fallen:
(ii) der Ehemann einer Frau, seine Familie oder seine Sippe berechtigt ist, sie gegen Entgelt oder in anderer Weise an eine andere Person abzutreten,
(iii) eine Frau beim Tode ihres Ehemannes an eine andere Person vererbt werden kann;
d. Einrichtungen oder Praktiken, durch die ein Kind oder ein Jugendlicher unter achtzehn Jahren von seinen Eltern oder einem Elternteil oder seinem Vormund entgeltlich oder unentgeltlich einer anderen Person übergeben werden, in der Absicht, das Kind oder den Jugendlichen oder seine Arbeitskraft auszunutzen.
Um den in Artikel 1 Buchstabe c erwähnten Einrichtungen und Praktiken ein Ende zu bereiten, verpflichten sich die Vertragsstaaten, dort, wo es angebracht erscheint, ein angemessenes Mindestalter zur Eheschliessung festzusetzen sowie die Anwendung von Verfahren zu begünstigen, wonach die Zustimmung beider Ehegatten vor einer zuständigen zivilen oder religiösen Behörde frei zum Ausdruck gebracht werden kann, sowie die Eintragung der Eheschliessungen zu fördern.
Die Beförderung oder der Versuch der Beförderung von Sklaven aus einem Land in ein anderes, gleichgültig, mit weichen Beförderungsmitteln sie erfolgt, oder die Teilnahme daran soll eine strafbare Handlung nach den Gesetzen der Vertragsstaaten dieses Übereinkommens sein; Personen, die einer solchen strafbaren Handlung überführt werden, sollen sehr schwer bestraft werden.
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens tauschen Informationen aus, um die praktische Koordinierung der von ihnen zur Bekämpfung des Sklavenhandels getroffenen Massnahmen sicherzustellen, und unterrichten einander über jeden Fall von Sklavenhandel und jeden Versuch, eine strafbare Handlung dieser Art zu begehen, der zu ihrer Kenntnis gelangt.
Jeder Sklave, der an Bord eines Schiffes eines Vertragsstaates Zuflucht sucht, wird ipso facto frei.
In einem Land, in dem die Abschaffung der Sklaverei oder der in Artikel 1 erwähnten Einrichtungen oder Praktiken oder der Verzicht darauf noch nicht in vollem Umfang erfolgt ist, soll das Verstümmeln, Brandmarken oder sonstige Kennzeichnen eines Sklaven oder einer Person in sklavereiähnlicher Stellung zur Bezeichnung dieser Stellung oder als Strafe oder aus irgendeinem anderen Grunde oder die Teilnahme daran eine strafbare Handlung nach den Gesetzen der Vertragsstaaten dieses Übereinkommens sein; Personen, die solcher strafbarer Handlungen überführt werden, werden bestraft.
Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet:
Zu diesem Übereinkommen können keine Vorbehalte gemacht werden.
Alle Streitigkeiten zwischen Vertragsstaaten dieses Übereinkommens über seine Auslegung oder Anwendung, die nicht durch Verhandlungen beigelegt werden, sind auf Klage einer der an dem Streit beteiligten Parteien dem Internationalen Gerichtshof zu unterbreiten, sofern die betroffenen Parteien kein anderes Streitregelungsverfahren vereinbaren.
Dieses Übereinkommen, dessen chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Wortlaut gleichermassen verbindlich sind, wird im Archiv des Sekretariats der Vereinten Nationen hinterlegt. Der Generalsekretär erstellt davon beglaubigte Abschriften zur Übermittlung an die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens sowie an alle anderen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und der Spezialorganisationen.
Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Übereinkommen an dem neben ihrer Unterschrift jeweils vermerkten Tage unterschrieben.Geschehen am Europäischen Sitz der Vereinten Nationen in Genf, am siebten September eintausendneunhundertsechsundfünfzig.(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 16. November | 1966 B | 16. November | 1966 |
| Albanien | 6. November | 1958 B | 6. November | 1958 |
| Algerien | 31. Oktober | 1963 B | 31. Oktober | 1963 |
| Antigua und Barbuda | 25. Oktober | 1988 N | 1. November | 1981 |
| Argentinien | 13. August | 1964 B | 13. August | 1964 |
| Aserbaidschan | 16. August | 1996 B | 16. August | 1996 |
| Äthiopien | 21. Januar | 1969 B | 21. Januar | 1969 |
| Australien | 6. Januar | 1958 | 6. Januar | 1958 |
| Alle nicht unter Selbstregierung stehenden, alle treuhänderisch verwalteten und anderen Gebiete ausserhalb des Mutterlandes, die Australien in den internationalen Beziehungen vertritt | 6. Januar | 1958 | 6. Januar | 1958 |
| Bahamas | 10. Juni | 1976 N | 10. Juli | 1973 |
| Bahrain | 27. März | 1990 B | 27. März | 1990 |
| Bangladesch | 5. Februar | 1985 B | 5. Februar | 1985 |
| Barbados | 9. August | 1972 N | 30. November | 1966 |
| Belarus | 5. Juni | 1957 | 5. Juni | 1957 |
| Belgien | 13. Dezember | 1962 | 13. Dezember | 1962 |
| Bolivien | 6. Oktober | 1983 B | 6. Oktober | 1983 |
| Bosnien und Herzegowina | 1. September | 1993 N | 6. März | 1992 |
| Brasilien | 6. Januar | 1966 B | 6. Januar | 1966 |
| Bulgarien | 21. August | 1958 | 21. August | 1958 |
| Chile | 20. Juni | 1995 B | 20. Juni | 1995 |
| China | ||||
| Hongkonga | 10. Juni | 1997 | 1. Juli | 1997 |
| Macaub | 13. Dezember | 1999 | 20. Dezember | 1999 |
| Chinesisches Taipei (Taiwan) | 28. Mai | 1959 | 28. Mai | 1959 |
| Côte d’Ivoire | 10. Dezember | 1970 B | 10. Dezember | 1970 |
| Dänemark | 24. April | 1958 | 24. April | 1958 |
| Deutschland | 14. Januar | 1959 | 14. Januar | 1959 |
| Dominica | 17. August | 1994 N | 3. November | 1978 |
| Dominikanische Republik | 31. Oktober | 1962 B | 31. Oktober | 1962 |
| Dschibuti | 21. März | 1979 B | 21. März | 1979 |
| Ecuador | 29. März | 1960 B | 29. März | 1960 |
| Fidschi | 12. Juni | 1972 N | 10. Oktober | 1970 |
| Finnland | 1. April | 1959 B | 1. April | 1959 |
| Frankreich | 26. Mai | 1964 | 26. Mai | 1964 |
| Alle Hoheitsgebiete der Französischen Republik | 26. Mai | 1964 | 26. Mai | 1964 |
| Ghana | 3. Mai | 1963 B | 3. Mai | 1963 |
| Griechenland | 13. Dezember | 1972 | 13. Dezember | 1972 |
| Guatemala | 11. November | 1983 | 11. November | 1983 |
| Guinea | 14. März | 1977 B | 14. März | 1977 |
| Haiti | 12. Februar | 1958 | 12. Februar | 1958 |
| Indien | 23. Juni | 1960 | 23. Juni | 1960 |
| Irak | 30. September | 1963 | 30. September | 1963 |
| Iran | 30. Dezember | 1959 B | 30. Dezember | 1959 |
| Irland | 18. September | 1961 B | 18. September | 1961 |
| Island | 17. November | 1965 B | 17. November | 1965 |
| Israel* | 23. Oktober | 1957 | 23. Oktober | 1957 |
| Italien | 12. Februar | 1958 | 12. Februar | 1958 |
| Jamaika | 30. Juli | 1964 N | 6. August | 1962 |
| Jordanien | 27. September | 1957 B | 27. September | 1957 |
| Kambodscha | 12. Juni | 1957 B | 12. Juni | 1957 |
| Kamerun | 27. Juni | 1984 B | 27. Juni | 1984 |
| Kanada | 10. Januar | 1963 | 10. Januar | 1963 |
| Kasachstan | 1. Mai | 2008 B | 1. Mai | 2008 |
| Kirgisistan | 5. September | 1997 B | 5. September | 1997 |
| Kongo (Brazzaville) | 25. August | 1977 B | 25. August | 1977 |
| Kongo (Kinshasa) | 28. Februar | 1975 B | 28. Februar | 1975 |
| Kroatien | 12. Oktober | 1992 N | 8. Oktober | 1991 |
| Kuba | 21. August | 1963 | 21. August | 1963 |
| Kuwait | 18. Januar | 1963 B | 18. Januar | 1963 |
| Laos | 9. September | 1957 B | 9. September | 1957 |
| Lesotho | 4. November | 1974 N | 4. Oktober | 1966 |
| Lettland | 14. April | 1992 B | 14. April | 1992 |
| Luxemburg | 1. Mai | 1967 | 1. Mai | 1967 |
| Lybien | 16. Mai | 1989 | 16. Mai | 1989 |
| Madagaskar | 29. Februar | 1972 B | 29. Februar | 1972 |
| Malawi | 2. August | 1965 B | 2. August | 1965 |
| Malaysia | 18. November | 1957 B | 18. November | 1957 |
| Mali | 2. Februar | 1973 B | 2. Februar | 1973 |
| Malta | 3. Januar | 1966 N | 21. September | 1964 |
| Marokko | 11. Mai | 1959 B | 11. Mai | 1959 |
| Mauretanien | 6. Juni | 1986 B | 6. Juni | 1986 |
| Mauritius | 18. Juli | 1969 N | 12. März | 1968 |
| Mexiko | 30. Juni | 1959 | 30. Juni | 1959 |
| Mongolei | 20. Dezember | 1968 B | 20. Dezember | 1968 |
| Montenegro | 23. Oktober | 2006 N | 3. Juni | 2006 |
| Nepal | 7. Januar | 1963 B | 7. Januar | 1963 |
| Neuseeland | 26. April | 1962 B | 26. April | 1962 |
| Cook-Inseln | 26. April | 1962 | 26. April | 1962 |
| Niue | 26. April | 1962 | 26. April | 1962 |
| Tokelau | 26. April | 1962 | 26. April | 1962 |
| Nicaragua | 14. Januar | 1986 B | 14. Januar | 1986 |
| Niederlande | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Arubac | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Curaçao | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Sint Maarten | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Niger | 22. Juli | 1963 B | 22. Juli | 1963 |
| Nigeria | 26. Juni | 1961 N | 1. Oktober | 1960 |
| Nordmazedonien | 18. Januar | 1994 N | 17. November | 1991 |
| Norwegen | 3. Mai | 1960 | 3. Mai | 1960 |
| Österreich | 7. Oktober | 1963 B | 7. Oktober | 1963 |
| Pakistan | 20. März | 1958 | 20. März | 1958 |
| Palästina | 22. März | 2018 B | 22. März | 2018 |
| Paraguay | 27. September | 2007 B | 27. September | 2007 |
| Philippinen | 17. November | 1964 B | 17. November | 1964 |
| Polen | 10. Januar | 1963 | 10. Januar | 1963 |
| Portugal | 10. August | 1959 | 10. August | 1959 |
| Ruanda | 4. Oktober | 2006 B | 4. Oktober | 2006 |
| Rumänien | 13. November | 1957 | 13. November | 1957 |
| Russland | 12. April | 1957 | 30. April | 1957 |
| Salomoninseln | 3. September | 1981 N | 7. Juli | 1978 |
| Sambia | 26. März | 1973 N | 24. Oktober | 1964 |
| San Marino | 29. August | 1967 | 29. August | 1967 |
| St. Lucia | 14. Februar | 1990 N | 22. Februar | 1979 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 9. November | 1981 B | 9. November | 1981 |
| Saudi-Arabien | 5. Juli | 1973 B | 5. Juli | 1973 |
| Schweden | 28. Oktober | 1959 B | 28. Oktober | 1959 |
| Schweiz | 28. Juli | 1964 B | 28. Juli | 1964 |
| Senegal | 19. Juli | 1979 B | 19. Juli | 1979 |
| Serbien und Montenegro | 12. März | 2001 N | 27. April | 1992 |
| Seychellen | 5. Mai | 1992 B | 5. Mai | 1992 |
| Sierra Leone | 13. März | 1962 N | 27. April | 1961 |
| Simbabwe | 1. Dezember | 1998 N | 18. April | 1980 |
| Singapur | 28. März | 1972 N | 9. August | 1965 |
| Slowakei | 28. Mai | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 6. Juli | 1992 N | 25. Juni | 1991 |
| Spanien | 21. November | 1967 B | 21. November | 1967 |
| Sri Lanka | 21. März | 1958 | 21. März | 1958 |
| Sudan | 9. September | 1957 | 9. September | 1957 |
| Suriname | 12. Oktober | 1979 N | 25. November | 1975 |
| Syrien | 17. April | 1958 B | 17. April | 1958 |
| Tansania | 28. November | 1962 B | 28. November | 1962 |
| Togo | 8. Juli | 1980 B | 8. Juli | 1980 |
| Trinidad und Tobago | 11. April | 1966 N | 31. August | 1962 |
| Tschechische Republik | 22. Februar | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Tunesien | 15. Juli | 1966 B | 15. Juli | 1966 |
| Türkei | 17. Juli | 1964 | 17. Juli | 1964 |
| Turkmenistan | 1. Mai | 1997 B | 1. Mai | 1997 |
| Uganda | 12. August | 1964 B | 12. August | 1964 |
| Ukraine | 3. Dezember | 1958 | 3. Dezember | 1958 |
| Ungarn | 26. Februar | 1958 | 26. Februar | 1958 |
| Uruguay | 7. Juni | 2001 B | 7. Juni | 2001 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 17. April | 1958 B | 17. April | 1958 |
| Vereinigte Staaten* | 6. Dezember | 1967 B | 6. Dezember | 1967 |
| Alle Gebiete, deren internationale Beziehungen von den Vereinigten Staaten wahrgenommen werden | 6. Dezember | 1967 | 6. Dezember | 1967 |
| Vereinigtes Königreich | 30. April | 1957 | 30. April | 1957 |
| Bermudas | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
| Falklandinseln | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
| Gibraltar | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
| Insel Man | 30. April | 1957 | 30. April | 1957 |
| Kanalinseln | 30. April | 1957 | 30. April | 1957 |
| St. Christoph und Nevis (St. Kitts und Nevis) | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
| St. Helena | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
| Zentralafrikanische Republik | 30. Dezember | 1970 B | 30. Dezember | 1970 |
| Zypern | 11. Mai | 1962 N | 16. August | 1960 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: http://treaties.un.org/ > Enregistrement et Publication > Recueil des Traités des Nations Unies eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. | ||||
| a Vom 6. Sept. 1957 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erkl. vom 10. Juni 1999 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. | ||||
| b Vom 27. April 1999 bis zum 19. Dez. 1999 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung Portugals in Macau anwendbar. Seit dem 20. Dez. 1999 bildet Macau eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erkl. vom 13. Dez. 1999 ist das Übereink. seit dem 20. Dez. 1999 auch in der SAR Macau anwendbar. | ||||
| c Am 1. Jan. 1986 erhielt die Insel Aruba, die ein Teil der Niederländischen Antillen war, die innere Autonomie innerhalb des Königreichs der Niederlande. Diese Änderung betrifft nur die internen verfassungsrechtlichen Beziehungen innerhalb des Königreichs der Niederlande. | ||||
| Erklärungen gemäss Artikel 12 des Zusatzübereinkommens |
| Erweiterung | Erklärung | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Australien | ||||
| Alle nicht unter Selbstregierung stehenden, alle treuhänderisch verwalteten und anderen Gebiete ausserhalb des Mutterlandes, die Australien in den internationalen Beziehungen vertritt | 6. Januar | 1958 | 6. Januar | 1958 |
| Frankreich | ||||
| Alle Gebiete der Französischen Republik (französisches Mutterland, überseeische Departemente und Gebiete) | 26. Mai | 1964 | 26. Mai | 1964 |
| Neuseeland | ||||
| Cook‑Inseln, Niue- und Tokelau‑Inseln | 26. April | 1962 | 26. April | 1962 |
| Niederlande | ||||
| Niederl. Antillen | 3. Dezember | 1957 | 3. Dezember | 1957 |
| Vereinigte Staaten | ||||
| Alle Gebiete, deren auswärtige Beziehungen von den Vereinigten Staaten wahrgenommen werden | 6. Dezember | 1967 | 6. Dezember | 1967 |
| Vereinigtes Königreich | ||||
| Anglonormannische Inseln, Insel Man | 30. April | 1957 | 30. April | 1957 |
| Bermudas, Brunei, Falkland‑Inseln, Gibraltar, Belize, Hongkong, Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Helena, Jungfern‑Inseln | 6. September | 1957 | 6. September | 1957 |
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