0.451.41•Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturgutes der Welt
0.451.41Multilateral International Treaty17.12.1975
Abgeschlossen in Paris am 23. November 1972
Von der Bundesversammlung genehmigt am 19. Juni 19751
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 17. September 1975
In Kraft getreten für die Schweiz am 17. Dezember 1975
(Stand am 20. März 2025)
Die Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, die vom 17. Oktober bis 21. November 1972 in Paris zu ihrer 17. Tagung zusammengetreten ist ‑
im Hinblick darauf, dass das Kulturgut und das Naturgut zunehmend von Zerstörung bedroht sind, nicht nur durch die herkömmlichen Verfallursachen, sondern auch durch den Wandel der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, der durch noch verhängnisvollere Formen der Beschädigung oder Zerstörung die Lage verschlimmert;
in der Erwägung, dass der Verfall oder der Untergang jedes einzelnen Bestandteils des Kultur‑ und Naturgutes eine beklagenswerte Schmälerung des Erbes aller Völker der Welt darstellt;
in der Erwägung, dass der Schutz dieses Erbes auf nationaler Ebene wegen der Höhe der erforderlichen Mittel und der unzureichenden wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Hilfsquellen des Landes, in dem sich das zu schützende Gut befindet, oft unvollkommen ist;
eingedenk der Tatsache, dass die Satzung der Organisation vorsieht, dass sie Kenntnisse aufrechterhalten, vertiefen und verbreiten wird durch Erhaltung und Schutz des Erbes der Welt sowie dadurch, dass sie den beteiligten Staaten die diesbezüglich erforderlichen internationalen Übereinkünfte empfiehlt;
in der Erwägung, dass die bestehenden internationalen Übereinkünfte, Empfehlungen und Entschliessungen über Kultur‑ und Naturgut zeigen, welche Bedeutung der Sicherung dieses einzigartigen und unersetzlichen Gutes, gleichviel welchem Volk es gehört, für alle Völker der Welt zukommt;
in der Erwägung, dass Teile des Kultur‑ und Naturgutes von aussergewöhnlicher Bedeutung sind und daher als Bestandteil des Welterbes der ganzen Menschheit erhalten werden müssen;
in der Erwägung, dass es angesichts der Grösse und Schwere der drohenden neuen Gefahren Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft als Gesamtheit ist, sich am Schutz des Kultur‑ und Naturgutes von aussergewöhnlichem universellem Wert zu beteiligen, indem sie eine gemeinschaftliche Unterstützung gewährt, welche die Massnahmen des betreffenden Staates zwar nicht ersetzt, jedoch wirksam ergänzt;
in der Erwägung, dass es zu diesem Zweck erforderlich ist, neue Bestimmungen in Form eines Übereinkommens zur Schaffung eines wirksamen Systems des gemeinschaftlichen Schutzes des Kultur‑ und Naturgutes von aussergewöhnlichem universellem Wert zu beschliessen, das als ständige Einrichtung nach modernen wissenschaftlichen Methoden aufgebaut wird;
nach dem auf ihrer 16. Tagung gefasstenBeschluss, diese Frage zum Gegenstand eines internationalen Übereinkommens zu machen –
beschliesst am 16. November 1972 dieses Übereinkommen.
Im Sinne dieses Übereinkommens gelten als «Kulturgut»: – Denkmäler: Werke der Architektur, der monumentalen Skulptur und Malerei, Elemente oder Strukturen archäologischer Art, Inschriften, Höhlenwohnungen und Verbindungen solcher Kulturzeugnisse, die in historischer, künstlerischer oder wissenschaftlicher Hinsicht von aussergewöhnlichem universellem Wert sind; – Gebäudegruppen: Gruppen einzelner oder miteinander verbundener Gebäude, die wegen ihrer Architektur, ihrer Geschlossenheit oder ihrer Einbettung in die Landschaft in historischer, künstlerischer oder wissenschaftlicher Hinsicht von aussergewöhnlichem universellem Wert sind; – Stätten: Werke von Menschenhand oder gemeinsame Werke der Natur und des Menschen sowie Gebiete, einschliesslich archäologischer Stätten, die in historischer, ästhetischer, ethnologischer oder anthropologischer Hinsicht von aussergewöhnlichem universellem Wert sind.
Im Sinne dieses Übereinkommens gelten als «Naturgut»: – Teile der Natur, die aus physikalischen und biologischen Formationen oder Formationsgruppen bestehen, die in ästhetischer oder wissenschaftlicher Hinsicht von aussergewöhnlichem universellem Wert sind; – geologische und physiographische Formationen und genau abgegrenzte Gebiete, die den Lebensraum bedrohter Tier‑ und Pflanzenarten bilden, die in wissenschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf ihre Erhaltung von aussergewöhnlichem universellem Wert sind; – Naturstätten oder genau abgegrenzte Naturgebiete, die in wissenschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf ihre Erhaltung oder ihre natürliche Schönheit von aussergewöhnlichem universellem Wert sind.
Es ist Sache jedes Vertragsstaats, die in seinem Hoheitsgebiet befindlichen, in den Artikeln 1 und 2 bezeichneten verschiedenen Güter zu identifizieren und abzugrenzen.
Jeder Vertragsstaat erkennt an, dass es in erster Linie seine Aufgabe ist, Identifizierung, Schutz, Erhaltung und Erschliessung des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen, in den Artikeln 1 und 2 bezeichneten Kultur‑ und Naturgutes sowie dessen Weitergabe an künftige Generationen sicherzustellen. Er wird hierfür alles in seinen Kräften Stehende tun, unter vollem Einsatz seiner eigenen Hilfsmittel und gegebenenfalls unter Nutzung jeder ihm erreichbaren internationalen Unterstützung und Zusammenarbeit, insbesondere auf finanziellem, künstlerischem, wissenschaftlichem und technischem Gebiet.
Um zu gewährleisten, dass wirksame und aktive Massnahmen zum Schutz, zur Erhaltung und Erschliessung des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen Kultur‑ und Naturgutes getroffen werden, wird sich jeder Vertragsstaat bemühen, soweit wie möglich und entsprechend den Gegebenheiten jedes Landes
(a) eine allgemeine Politik zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, dem Kultur‑ und Naturgut eine Funktion im Leben der Gemeinschaft zu geben und den Schutz dieses Gutes in umfassende Planungsprogramme einzubeziehen; (b) in seinem Hoheitsgebiet, sofern Dienststellen für Schutz, Erhaltung und Erschliessung des Kultur‑ und Naturgutes nicht vorhanden sind, eine oder mehrere derartige Dienststellen einzurichten, die über ein angemessenes Personal und die zur Durchführung ihrer Aufgaben erforderlichen Mittel verfügen; (c) wissenschaftliche und technische Untersuchungen und Forschungsarbeiten durchzuführen und Arbeitsmethoden zu entwickeln, die es dem Staat ermöglichen, die seinem Kultur‑ und Naturgut drohenden Gefahren zu bekämpfen; (d) geeignete rechtliche, wissenschaftliche, technische, Verwaltungs‑ und finanzielle Massnahmen zu treffen, die zur Identifizierung, zum Schutz, zur Erhaltung, Erschliessung und Wiederherstellung dieses Gutes erforderlich sind, und (e) die Errichtung oder den Ausbau nationaler oder regionaler Zentren zur Ausbildung auf dem Gebiet des Schutzes, der Erhaltung und Erschliessung des Kultur‑ und Naturgutes zu fördern und die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet zu unterstützen.
Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet internationaler Schutz des Kultur‑ und Naturgutes der Welt die Einrichtung eines Systems internationaler Zusammenarbeit und Hilfe, das die Vertragsstaaten in ihren Bemühungen um die Erhaltung und Identifizierung dieses Gutes unterstützen soll.
Die Tatsache, dass ein Kultur‑ oder Naturgut in keine der in Artikel 11 Absätze 2 und 4 bezeichneten Listen aufgenommen wurde, darf keinesfalls so ausgelegt werden, als habe dieses Gut für andere als die sich aus der Aufnahme in diese Listen ergebenden Zwecke keinen aussergewöhnlichen universellen Wert.
(a) Pflichtbeiträgen und freiwilligen Beiträgen der Vertragsstaaten; (b) Beiträgen, Spenden oder Vermächtnissen geleistet von: (i) anderen Staaten, (ii) der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, anderen Organisationen des Systems der Vereinten Nationen, insbesondere dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, sowie sonstigen zwischenstaatlichen Organisationen, (iii) Einrichtungen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Einzelpersonen; (c) den für die Mittel des Fonds anfallenden Zinsen; (d) Einnahmen aus Sammlungen und Veranstaltungen zugunsten des Fonds, und (e) allen sonstigen Mitteln, die durch die vom Komitee für das Erbe der Welt für den Fonds aufgestellten Vorschriften zugelassen sind. 4. Beiträge an den Fonds und sonstige dem Komitee zur Verfügung gestellte Unterstützungsbeträge dürfen nur für die vom Komitee bestimmten Zwecke verwendet werden. Das Komitee kann Beiträge entgegennehmen, die nur für ein bestimmtes Programm oder Vorhaben verwendet werden sollen, sofern es die Durchführung dieses Programms oder Vorhabens beschlossen hat. An die dem Fonds gezahlten Beiträge dürfen keine politischen Bedingungen geknüpft werden.
Die Vertragsstaaten erwägen oder fördern die Errichtung nationaler Stiftungen oder Vereinigungen des öffentlichen und privaten Rechts, die den Zweck haben, Spenden für den Schutz des Kultur‑ und Naturgutes im Sinne der Artikel 1 und 2 dieses Übereinkommens anzuregen.
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens unterstützen die unter der Schirmherrschaft der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zugunsten des Fonds für das Erbe der Welt durchgeführten internationalen Werbemassnahmen zur Aufbringung von Mitteln. Sie erleichtern die Sammlungen, die von den in Artikel 15 Absatz 3 bezeichneten Einrichtungen für diesen Zweck durchgeführt werden.
Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens kann internationale Unterstützung für in seinem Hoheitsgebiet befindliches Kultur‑ oder Naturgut von aussergewöhnlichem universellem Wert beantragen. Mit seinem Antrag hat er alle in Artikel 21 genannten Informationen und Unterlagen vorzulegen, über die er verfügt und die es dem Komitee ermöglichen, einen Beschluss zu fassen.
Vorbehaltlich des Artikels 13 Absatz 2, des Artikels 22 Buchstabe (c) und des Artikels 23 kann die in diesem Übereinkommen vorgesehene internationale Unterstützung nur für solches Kultur‑ und Naturgut gewährt werden, dessen Aufnahme in eine der in Artikel 11 Absätze 2 und 4 bezeichneten Listen vom Komitee für das Erbe der Welt beschlossen wurde oder künftig beschlossen wird.
Unterstützung durch das Komitee für das Erbe der Welt kann in folgender Form gewährt werden: (a) Untersuchungen über die künstlerischen, wissenschaftlichen und technischen Probleme, die der Schutz, die Erhaltung, die Erschliessung und die Wiederherstellung des Kultur‑ und Naturgutes im Sinne des Artikels 11 Absätze 2 und 4 dieses Übereinkommens aufwerfen; (b) Bereitstellung von Sachverständigen, Technikern und Facharbeitern, um sicherzustellen, dass die genehmigte Arbeit richtig ausgeführt wird; (c) Ausbildung von Personal und Fachkräften aller Ebenen auf dem Gebiet der Identifizierung, des Schutzes, der Erhaltung, der Erschliessung und der Wiederherstellung des Kultur‑ und Naturgutes; (d) Lieferung von Ausrüstungsgegenständen, die der betreffende Staat nicht besitzt oder nicht erwerben kann; (e) Darlehen mit niedrigem Zinssatz oder zinslose Darlehen, die langfristig zurückgezahlt werden können; (f) in Ausnahmefällen und aus besonderen Gründen Gewährung nicht rückzahlbarer Zuschüsse.
Das Komitee für das Erbe der Welt kann auch internationale Unterstützung für nationale oder regionale Zentren zur Ausbildung von Personal und Fachkräften aller Ebenen auf dem Gebiet der Identifizierung, des Schutzes, der Erhaltung, der Erschliessung und der Wiederherstellung des Kultur‑ und Naturgutes gewähren.
Einer gross angelegten internationalen Unterstützung müssen eingehende wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Untersuchungen vorausgehen. Diesen Untersuchungen müssen die fortschrittlichsten Verfahren für Schutz, Erhaltung, Erschliessung und Wiederherstellung des Natur‑ und Kulturgutes zugrunde liegen; sie müssen den Zielen dieses Übereinkommens entsprechen. Die Untersuchungen müssen auch Mittel und Wege erkunden, die in dem betreffenden Staat vorhandenen Hilfsquellen rationell zu nutzen.
In der Regel wird nur ein Teil der Kosten für die erforderliche Arbeit von der internationalen Gemeinschaft getragen. Der Beitrag des Staates, dem die internationale Unterstützung zuteil wird, muss einen wesentlichen Teil der für jedes Programm oder Vorhaben aufgewendeten Mittel darstellen, es sei denn, seine Mittel erlauben dies nicht.
Das Komitee für das Erbe der Welt und der Empfängerstaat, legen in dem von ihnen zu schliessenden Abkommen die Bedingungen für die Durchführung eines Programms oder Vorhabens fest, für das nach diesem Übereinkommen internationale Unterstützung gewährt wird. Es ist Aufgabe des Staates, der die internationale Unterstützung erhält, das betreffende Gut danach im Einklang mit diesem Übereinkommen zu schützen, zu erhalten und zu erschliessen.
Die Vertragsstaaten, die internationale Unterstützung aufgrund dieses Übereinkommens erhalten, treffen geeignete Massnahmen, um die Bedeutung sowohl des Gutes, für das Unterstützung empfangen wurde, als auch der Unterstützung bekannt zu machen.
Dieses Übereinkommen ist in arabischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist.
Dieses Übereinkommen tritt drei Monate nach Hinterlegung der zwanzigsten Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft, jedoch nur für die Staaten, die bis zu diesem Tag ihre Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunde hinterlegt haben. Für jeden anderen Staat tritt es drei Monate nach Hinterlegung seiner Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft.
Folgende Bestimmungen gelten für die Vertragsstaaten, die ein bundesstaatliches oder nicht einheitsstaatliches Verfassungssystem haben: (a) Hinsichtlich derjenigen Bestimmungen dieses Übereinkommens, deren Durchführung in die Zuständigkeit des Bundes‑ oder Zentral‑Gesetzgebungsorgans fällt, sind die Verpflichtungen der Bundes‑ oder Zentralregierung dieselben wie für diejenigen Vertragsstaaten, die nicht Bundesstaaten sind; (b) hinsichtlich derjenigen Bestimmungen dieses Übereinkommens, deren Durchführung in die Zuständigkeit eines einzelnen Gliedstaats, eines Landes, einer Provinz oder eines Kantons füllt, die nicht durch das Verfassungssystem des Bundes verpflichtet sind, gesetzgeberische Massnahmen zu treffen, unterrichtet die Bundesregierung die zuständigen Stellen dieser Staaten, Länder, Provinzen oder Kantone von den genannten Bestimmungen und empfiehlt ihnen ihre Annahme.
Der Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur unterrichtet die Mitgliedstaaten der Organisation, die in Artikel 32 bezeichneten Nichtmitgliedstaaten der Organisation sowie die Vereinten Nationen von der Hinterlegung aller Ratifikations‑, Annahme‑ oder Beitrittsurkunden nach den Artikeln 31 und 32 und von den Kündigungen nach Artikel 35.
Auf Ersuchen des Generaldirektors der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur wird dieses Übereinkommen nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen2beim Sekretariat der Vereinten Nationen registriert.
Geschehen zu Paris am dreiundzwanzigsten November 1972 in zwei authentischen Ausfertigungen, die mit den Unterschriften des Präsidenten der 17. Tagung der Generalkonferenz und des Generaldirektors der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur versehen sind und im Archiv der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur hinterlegt werden; allen in den Artikeln 3 1 und 3 2 bezeichneten Staaten sowie den Vereinten Nationen werden beglaubigte Abschriften übermittelt.
| Der Präsident der Generalkonferenz: Toru Haguiwara | Der Generaldirektor: René Maheu |
|---|
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 20. März | 1979 | 20. Juni | 1979 |
| Ägypten | 7. Februar | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Albanien | 10. Juli | 1989 | 10. Oktober | 1989 |
| Algerien | 24. Juni | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Andorra | 3. Januar | 1997 | 3. April | 1997 |
| Angola | 7. November | 1991 | 7. Februar | 1992 |
| Antigua und Barbuda | 1. November | 1983 | 1. Februar | 1984 |
| Äquatorialguinea | 10. März | 2010 | 10. Juni | 2010 |
| Argentinien | 23. August | 1978 | 23. November | 1978 |
| Armenien | 5. September | 1993 N | 21. Dezember | 1991 |
| Aserbaidschan | 16. Dezember | 1993 | 16. März | 1994 |
| Äthiopien | 6. Juli | 1977 | 6. Oktober | 1977 |
| Australien | 22. August | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Bahamas | 15. Mai | 2014 | 15. August | 2014 |
| Bahrain | 28. Mai | 1991 | 28. August | 1991 |
| Bangladesch | 3. August | 1983 | 3. November | 1983 |
| Barbados | 9. April | 2002 | 9. Juli | 2002 |
| Belarus | 12. Oktober | 1988 | 12. Januar | 1989 |
| Belgien | 24. Juli | 1996 | 24. Oktober | 1996 |
| Belize | 6. November | 1990 | 6. Februar | 1991 |
| Benin | 14. Juni | 1982 | 14. September | 1982 |
| Bhutan | 17. Oktober | 2001 | 17. Januar | 2002 |
| Bolivien | 4. Oktober | 1976 | 4. Januar | 1977 |
| Bosnien und Herzegowina | 12. Juli | 1993 N | 6. März | 1992 |
| Botsuana | 23. November | 1998 | 23. Februar | 1999 |
| Brasiliena | 1. September | 1977 | 1. Dezember | 1977 |
| Brunei | 12. August | 2011 | 12. November | 2011 |
| Bulgariena | 7. März | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Burkina Faso | 2. April | 1987 | 2. Juli | 1987 |
| Burundi | 19. Mai | 1982 | 19. August | 1982 |
| Chile | 20. Februar | 1980 | 20. Mai | 1980 |
| China* | 12. Dezember | 1985 | 12. März | 1986 |
| Hongkongb | 9. Juni | 1997 | 1. Juli | 1997 |
| Macauc | 11. Oktober | 1999 | 20. Dezember | 1999 |
| Cook-Inseln | 16. Januar | 2009 | 16. April | 2009 |
| Costa Rica | 23. August | 1977 | 23. November | 1977 |
| Côte d’Ivoire | 9. Januar | 1981 | 9. April | 1981 |
| Dänemarka | 25. Juli | 1979 | 25. Oktober | 1979 |
| Deutschlanda | 23. August | 1976 | 23. November | 1976 |
| Dominica | 4. April | 1995 | 4. Juli | 1995 |
| Dominikanische Republik | 12. Februar | 1985 | 12. Mai | 1985 |
| Dschibuti | 30. August | 2007 | 30. November | 2007 |
| Ecuador | 16. Juni | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| El Salvador | 8. Oktober | 1991 | 8. Januar | 1992 |
| Eritrea | 24. Oktober | 2001 | 24. Januar | 2002 |
| Estland | 27. Oktober | 1995 | 27. Januar | 1996 |
| Eswatini | 30. November | 2005 B | 28. Februar | 2006 |
| Fidschi | 21. November | 1990 | 21. Februar | 1991 |
| Finnland | 4. März | 1987 | 4. Juni | 1987 |
| Frankreicha | 27. Juni | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Gabun | 30. Dezember | 1986 | 30. März | 1987 |
| Gambia | 1. Juli | 1987 | 1. Oktober | 1987 |
| Georgien | 4. November | 1992 N | 21. Dezember | 1991 |
| Ghana | 4. Juli | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Grenada | 13. August | 1998 | 13. November | 1998 |
| Griechenland | 17. Juli | 1981 | 17. Oktober | 1981 |
| Guatemala | 16. Januar | 1979 | 16. April | 1979 |
| Guinea | 18. März | 1979 | 18. Juni | 1979 |
| Guinea-Bissau | 28. Januar | 2006 B | 28. April | 2006 |
| Guyana | 20. Juni | 1977 | 20. September | 1977 |
| Haiti | 18. Januar | 1980 | 18. April | 1980 |
| Heiliger Stuhla | 7. Oktober | 1982 B | 7. Januar | 1983 |
| Honduras | 8. Juni | 1979 | 8. September | 1979 |
| Indien | 14. November | 1977 | 14. Februar | 1978 |
| Indonesien | 6. Juli | 1989 | 6. Oktober | 1989 |
| Irak | 5. März | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Iran | 26. Februar | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Irland | 16. September | 1991 | 16. Dezember | 1991 |
| Island | 19. Dezember | 1995 | 19. März | 1996 |
| Israel* | 6. Oktober | 1999 | 6. Januar | 2000 |
| Italien | 23. Juni | 1978 | 23. September | 1978 |
| Jamaika | 14. Juni | 1983 | 14. September | 1983 |
| Japan | 30. Juni | 1992 | 30. September | 1992 |
| Jemen | 7. Oktober | 1980 | 7. Januar | 1981 |
| Jordanien | 5. Mai | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Kambodscha | 28. November | 1991 | 28. Februar | 1992 |
| Kamerun | 7. Dezember | 1982 | 7. März | 1983 |
| Kanada | 23. Juli | 1976 | 23. Oktober | 1976 |
| Kap Verdea | 28. April | 1988 | 28. Juli | 1988 |
| Kasachstan | 29. April | 1994 | 29. Juli | 1994 |
| Katar | 12. September | 1984 B | 12. Dezember | 1984 |
| Kenia | 5. Juni | 1991 | 5. September | 1991 |
| Kirgisistan | 3. Juli | 1995 | 3. Oktober | 1995 |
| Kiribati | 12. Mai | 2000 | 12. August | 2000 |
| Kolumbien | 24. Mai | 1983 | 24. August | 1983 |
| Komoren | 27. September | 2000 | 27. Dezember | 2000 |
| Kongo (Brazzaville) | 10. Dezember | 1987 | 10. März | 1988 |
| Kongo (Kinshasa) | 23. September | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Korea (Nord-) | 21. Juli | 1998 | 21. Oktober | 1998 |
| Korea (Süd-) | 14. September | 1988 | 14. Dezember | 1988 |
| Kroatien | 6. Juli | 1992 N | 8. Oktober | 1991 |
| Kuba | 24. März | 1981 | 24. Juni | 1981 |
| Kuwait | 6. Juni | 2002 | 6. September | 2002 |
| Laos | 20. März | 1987 | 20. Juni | 1987 |
| Lesotho | 25. November | 2003 B | 25. Februar | 2004 |
| Lettland | 10. Januar | 1995 | 10. April | 1995 |
| Libanon | 3. Februar | 1983 | 3. Mai | 1983 |
| Liberia | 28. März | 2002 | 28. Juni | 2002 |
| Libyen | 13. Oktober | 1978 | 13. Januar | 1979 |
| Litauen | 31. März | 1992 | 30. Juni | 1992 |
| Luxemburg | 28. September | 1983 | 28. Dezember | 1983 |
| Madagaskar | 19. Juli | 1983 | 19. Oktober | 1983 |
| Malawi | 5. Januar | 1982 | 5. April | 1982 |
| Malaysia | 7. Dezember | 1988 | 7. März | 1989 |
| Malediven | 22. Mai | 1986 | 22. August | 1986 |
| Mali | 5. April | 1977 | 5. Juli | 1977 |
| Malta | 14. Oktober | 1978 | 14. Januar | 1979 |
| Marokko | 28. Oktober | 1975 | 28. Januar | 1976 |
| Marshallinseln | 24. April | 2002 | 24. Juli | 2002 |
| Mauretanien | 2. März | 1981 | 2. Juni | 1981 |
| Mauritius | 19. September | 1995 | 19. Dezember | 1995 |
| Mexiko | 23. Februar | 1984 | 23. Mai | 1984 |
| Mikronesien | 22. Juli | 2002 | 22. Oktober | 2002 |
| Moldaua | 23. September | 2002 | 23. Dezember | 2002 |
| Monaco | 7. November | 1978 | 7. Februar | 1979 |
| Mongolei | 2. Februar | 1990 | 2. Mai | 1990 |
| Montenegro | 26. April | 2007 N | 3. Juni | 2006 |
| Mosambik | 27. November | 1982 | 27. Februar | 1983 |
| Myanmar | 29. April | 1994 | 29. Juli | 1994 |
| Namibia | 6. April | 2000 | 6. Juli | 2000 |
| Nauru | 22. Juli | 2024 | 22. Oktober | 2024 |
| Nepal | 20. Juni | 1978 | 20. September | 1978 |
| Neuseelanda | 22. November | 1984 | 22. Februar | 1985 |
| Nicaragua | 17. Dezember | 1979 | 17. März | 1980 |
| Niederlande | 26. August | 1992 | 26. November | 1992 |
| Aruba | 22. März | 1993 | 16. Dezember | 1992 |
| Curaçao | 26. August | 1992 | 26. November | 1992 |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 26. August | 1992 | 26. November | 1992 |
| Sint Maarten | 26. August | 1992 | 26. November | 1992 |
| Niger | 23. Dezember | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Nigeria | 23. Oktober | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Niue | 23. Januar | 2001 | 23. April | 2001 |
| Nordmazedonien | 30. April | 1997 N | 17. November | 1991 |
| Norwegena | 12. Mai | 1977 | 12. August | 1977 |
| Omana | 6. Oktober | 1981 | 6. Januar | 1982 |
| Österreich | 18. Dezember | 1992 | 18. März | 1993 |
| Pakistan | 23. Juli | 1976 | 23. Oktober | 1976 |
| Palästina | 8. Dezember | 2011 | 8. März | 2012 |
| Palau | 11. Juni | 2002 | 11. September | 2002 |
| Panama | 3. März | 1978 | 3. Juni | 1978 |
| Papua-Neuguinea | 28. Juli | 1997 | 28. Oktober | 1997 |
| Paraguay | 27. April | 1988 | 27. Juli | 1988 |
| Peru | 24. Februar | 1982 | 24. Mai | 1982 |
| Philippinen | 19. September | 1985 | 19. Dezember | 1985 |
| Polen | 29. Juni | 1976 | 29. September | 1976 |
| Portugal | 30. September | 1980 | 30. Dezember | 1980 |
| Ruanda | 28. Dezember | 2000 | 28. März | 2001 |
| Rumänien | 16. Mai | 1990 | 16. August | 1990 |
| Russland | 12. Oktober | 1988 | 12. Januar | 1989 |
| Salomoninseln | 10. Juni | 1992 | 10. September | 1992 |
| Sambia | 4. Juni | 1984 | 4. September | 1984 |
| Samoa | 28. August | 2001 B | 28. November | 2001 |
| San Marino | 18. Oktober | 1991 | 18. Januar | 1992 |
| São Tomé und Príncipe | 25. Juli | 2006 | 25. Oktober | 2006 |
| Saudi-Arabien | 7. August | 1978 | 7. November | 1978 |
| Schweden | 22. Januar | 1985 | 22. April | 1985 |
| Schweiz | 17. September | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Senegal | 13. Februar | 1976 | 13. Mai | 1976 |
| Serbien | 11. September | 2001 N | 27. April | 1992 |
| Seychellen | 9. April | 1980 | 9. Juli | 1980 |
| Sierra Leone | 7. Januar | 2005 | 7. April | 2005 |
| Simbabwe | 16. August | 1982 | 16. November | 1982 |
| Singapur | 19. Juni | 2012 B | 19. September | 2012 |
| Slowakei | 31. März | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 5. November | 1992 N | 25. Juni | 1991 |
| Somalia | 23. Juli | 2020 | 23. Oktober | 2020 |
| Spanien | 4. Mai | 1982 | 4. August | 1982 |
| Sri Lanka | 6. Juni | 1980 | 6. September | 1980 |
| St. Kitts und Nevis | 10. Juli | 1986 | 10. Oktober | 1986 |
| St. Lucia | 14. Oktober | 1991 | 14. Januar | 1992 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 3. Februar | 2003 | 3. Mai | 2003 |
| Südafrikaa | 10. Juli | 1997 | 10. Oktober | 1997 |
| Sudan | 6. Juni | 1974 | 17. Dezember | 1975 |
| Südsudan* | 9. März | 2016 | 9. Juni | 2016 |
| Suriname | 23. Oktober | 1997 | 23. Januar | 1998 |
| Syrien | 14. August | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Tadschikistan | 28. August | 1992 N | 21. Dezember | 1991 |
| Tansania | 2. August | 1977 | 2. November | 1977 |
| Thailand | 17. September | 1987 | 17. Dezember | 1987 |
| Timor-Leste | 31. Oktober | 2016 | 31. Januar | 2017 |
| Togo | 15. April | 1998 | 15. Juli | 1998 |
| Tonga | 3. Juni | 2004 B | 3. September | 2004 |
| Trinidad und Tobago | 16. Februar | 2005 | 16. Mai | 2005 |
| Tschad | 23. Juni | 1999 | 23. September | 1999 |
| Tschechische Republik | 26. März | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Tunesien | 10. März | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| Türkei | 16. März | 1983 | 16. Juni | 1983 |
| Turkmenistan | 30. September | 1994 N | 26. Dezember | 1991 |
| Tuvalu | 18. Mai | 2023 | 18. August | 2023 |
| Uganda | 20. November | 1987 | 20. Februar | 1988 |
| Ukraine | 12. Oktober | 1988 | 12. Januar | 1989 |
| Ungarn | 15. Juli | 1985 | 15. Oktober | 1985 |
| Uruguay | 9. März | 1989 | 9. Juni | 1989 |
| Usbekistan | 13. Januar | 1993 N | 21. Dezember | 1991 |
| Vanuatu | 13. Juni | 2002 | 13. September | 2002 |
| Venezuela | 30. Oktober | 1990 | 30. Januar | 1991 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 11. Mai | 2001 | 11. August | 2001 |
| Vereinigte Staatena | 7. Dezember | 1973 | 17. Dezember | 1975 |
| Vereinigtes Königreich | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Akrotiri und Dhekelia | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Anguilla | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Bermudas | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Britische Jungferninseln | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Falkland-Inseln und abhängige Gebiete (Südgeorgien und Südliche Sandwich-Inseln) | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Gibraltar | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Insel Man | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Jerseyd | 29. Februar | 1996 | 29. Mai | 1996 |
| Kaimaninseln | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Montserrat | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Pitcairn-Inseln (Ducie, Oeno, Henderson und Pitcairn) | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| St. Helena und Nebengebiete (Ascension und Tristan da Cunha) | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Turks- und Caicosinseln | 29. Mai | 1984 | 29. August | 1984 |
| Vietnam | 19. Oktober | 1987 | 19. Januar | 1988 |
| Zentralafrikanische Republik | 22. Dezember | 1980 | 22. März | 1981 |
| Zypern | 13. August | 1975 | 17. Dezember | 1975 |
| * Vorbehalte und Erklärungen Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO):www.unesco.org/fr/legal-affairs/convention-concerning-protection-world-cultural-and-natural-heritageeingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden. | ||||
| a Dieser Vertragsstaat betrachtet sich durch die Bestimmungen des Art. 16 Abs. 1 des Übereink. nicht als gebunden. | ||||
| b Vom 29. Aug. 1984 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 9. Juni 1997 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar. | ||||
| c Vom 30. Juli 1999 bis zum 19. Dez. 1999 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung Portugals in Macau anwendbar. Seit dem 20. Dez. 1999 bildet Macau eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 11. Okt. 1999 ist das Übereink. seit dem 20. Dez. 1999 auch in der SAR Macau anwendbar. |
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