0.518.61•Vertrag über den Waffenhandel
0.518.61Multilateral International Treaty30.01.2015
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}Abgeschlossen in New York am 2. April 2013
Von der Bundesversammlung genehmigt am 26. September 20141
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 30. Januar 2015
Vorläufige Anwendung von Artikel 6 und 7 durch die Schweiz ab dem 30. Januar 2015
In Kraft getreten für die Schweiz am 30. April 2015
(Stand am 8. April 2026)
Präambel
Die Vertragsstaaten dieses Vertrags,
geleitet von den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen vom 26. Juni 19452;
eingedenk des Artikels 26 der Charta der Vereinten Nationen, der darauf abzielt, die Herstellung und Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit so zu fördern, dass von den menschlichen und wirtschaftlichen Ressourcen3der Welt möglichst wenig für Rüstungszwecke abgezweigt wird;
unter Hervorhebung der Notwendigkeit, den unerlaubten Handel mit konventionellen Waffen zu verhüten und zu beseitigen und deren Umleitung auf den illegalen Markt oder für nicht genehmigte Endverwendung und Endverwender, einschliesslich zu Zwecken der Begehung terroristischer Handlungen, zu verhüten;
in Anerkennung der berechtigten politischen Interessen, Sicherheitsinteressen, wirtschaftlichen Interessen und Handelsinteressen, welche die Staaten am internationalen Handel mit konventionellen Waffen haben;
in Bekräftigung des souveränen Rechts eines jeden Staates, konventionelle Waffen im Einklang mit seinem eigenen Rechts- oder Verfassungssystem zu regeln und zu kontrollieren, sofern sie sich ausschliesslich in seinem Hoheitsgebiet befinden;
anerkennend, dass Frieden und Sicherheit, Entwicklung und die Menschenrechte Säulen des Systems der Vereinten Nationen und Grundlagen der kollektiven Sicherheit sind und dass Entwicklung, Frieden und Sicherheit sowie die Menschenrechte miteinander verflochten sind und einander gegenseitig verstärken;
eingedenk der von der Abrüstungskommission der Vereinten Nationen aufgestellten Leitlinien für internationale Waffentransfers im Sinne der Resolution 46/36 H der Generalversammlung vom 6. Dezember 1991;
in Anbetracht des Beitrags des Aktionsprogramms der Vereinten Nationen zur Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung des unerlaubten Handels mit Kleinwaffen und leichten Waffen unter allen Aspekten, des Zusatzprotokolls vom 31. Mai 20014gegen die unerlaubte Herstellung von Schusswaffen dazugehörigen Teilen und Komponenten und Munition und gegen den unerlaubten Handel damit zum Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 15. November 20005gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität6wie auch des Internationalen Instruments zur raschen und verlässlichen Identifikation und Rückverfolgung illegaler Kleinwaffen und leichter Waffen7;
in Erkenntnis der Auswirkungen des unerlaubten und ungeregelten Handels mit konventionellen Waffen auf die Sicherheit sowie seiner sozialen, wirtschaftlichen und humanitären Auswirkungen;
in Anbetracht dessen, dass Zivilpersonen, insbesondere Frauen und Kinder, die überwiegende Mehrheit der von bewaffneten Konflikten und bewaffneter Gewalt betroffenen Personen stellen;
auch in Erkenntnis der Herausforderungen, denen Opfer bewaffneter Konflikte gegenüberstehen, und ihres Bedürfnisses nach angemessener Fürsorge, Rehabilitation und sozialer und wirtschaftlicher Eingliederung;
nachdrücklich darauf hinweisend, dass die Staaten durch diesen Vertrag nicht daran gehindert werden, zusätzliche wirksame Massnahmen beizubehalten und zu ergreifen, um Ziel und Zweck dieses Vertrags zu fördern;
eingedenk des rechtmässigen Handels mit bestimmten konventionellen Waffen, des rechtmässigen Eigentums an ihnen und ihres Gebrauchs für Zwecke der Freizeitgestaltung und für kulturelle, geschichtliche und sportliche Betätigungen, wo dieser Handel, dieses Eigentum und dieser Gebrauch rechtlich zulässig oder geschützt sind;
auch eingedenk der Rolle, die regionale Organisationen dabei spielen können, die Vertragsstaaten auf Ersuchen bei der Durchführung dieses Vertrags zu unterstützen;
in Anerkennung der freiwilligen und aktiven Rolle, welche die Zivilgesellschaft, einschliesslich nichtstaatlicher Organisationen, und die Industrie dabei spielen können, das Bewusstsein für Ziel und Zweck dieses Vertrags zu schärfen und seine Durchführung zu unterstützen;
in der Erkenntnis, dass die Regelung des internationalen Handels mit konventionellen Waffen und die Verhütung ihrer Umleitung nicht die internationale Zusammenarbeit und den rechtmässigen Handel mit Material, Ausrüstung und Technologie für friedliche Zwecke behindern sollen;
nachdrücklich darauf hinweisend, dass es wünschenswert ist, die weltweite Befolgung dieses Vertrags zu erreichen;
entschlossen, nach den folgenden Grundsätzen zu handeln:
Grundsätze: – das naturgegebene Recht aller Staaten zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung (wie in Art. 51 der Charta der Vereinten Nationen anerkannt), – die Beilegung internationaler Streitigkeiten durch friedliche Mittel in einer Weise, dass der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden (nach Art. 2 Abs. 3 der Charta der Vereinten Nationen), – die Unterlassung jeder gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichteten oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbaren Androhung oder Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen (nach Art. 2 Abs. 4 der Charta der Vereinten Nationen), – das Nichteingreifen in Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit eines Staates gehören (nach Art. 2 Abs. 7 der Charta der Vereinten Nationen), – die Einhaltung und die Durchsetzung der Einhaltung des humanitären Völkerrechts unter anderem nach den Genfer Abkommen von 19498sowie die Achtung und die Durchsetzung der Achtung vor den Menschenrechten unter anderem nach der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, – die Verantwortung aller Staaten im Einklang mit ihren jeweiligen internationalen Verpflichtungen, den internationalen Handel mit konventionellen Waffen wirksam zu regeln und deren Umleitung zu verhüten, sowie die von allen Staaten vorrangig wahrzunehmende Verantwortung, ihre jeweiligen nationalen Kontrollsysteme zu schaffen und anzuwenden, – die Achtung vor den berechtigten Interessen der Staaten, konventionelle Waffen zur Ausübung ihres Rechts auf Selbstverteidigung und für Friedenssicherungseinsätze zu erwerben sowie sie herzustellen, auszuführen, einzuführen und zu transferieren, – die Durchführung dieses Vertrags in einer einheitlichen, objektiven und nichtdiskriminierenden Art und Weise,
sind wie folgt übereingekommen:
Ziel dieses Vertrags ist es: – die höchstmöglichen gemeinsamen internationalen Normen für die Regelung oder die Verbesserung der Regelung des internationalen Handels mit konventionellen Waffen zu schaffen, – den unerlaubten Handel mit konventionellen Waffen zu verhüten und zu beseitigen und deren Umleitung zu verhüten;
dies geschieht zu dem Zweck: – zum Weltfrieden und zum regionalen Frieden sowie zur internationalen und regionalen Sicherheit und Stabilität beizutragen, – menschliches Leid zu mindern, – Zusammenarbeit, Transparenz und verantwortungsvolles Handeln durch die Vertragsstaaten im internationalen Handel mit konventionellen Waffen zu fördern und dadurch Vertrauen zwischen den Vertragsstaaten zu schaffen.
Jeder Vertragsstaat schafft und unterhält ein nationales Kontrollsystem zur Regelung der Ausfuhr von Munition, die von den konventionellen Waffen im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 abgefeuert, abgeschossen oder ausgebracht wird, und wendet die Artikel 6 und 7 vor Genehmigung der Ausfuhr dieser Munition an.
Jeder Vertragsstaat schafft und unterhält ein nationales Kontrollsystem zur Regelung der Ausfuhr von Teilen und Komponenten, sofern die Ausfuhr in einer Art und Weise erfolgt, die den Zusammenbau der konventionellen Waffen im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 ermöglicht, und wendet die Artikel 6 und 7 vor Genehmigung der Ausfuhr dieser Teile und Komponenten an.
Jeder Vertragsstaat ergreift geeignete Massnahmen, um, wenn dies erforderlich und durchführbar ist, die unter seiner Hoheitsgewalt erfolgenden Durchfuhren oder Umladungen von konventionellen Waffen im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 durch sein beziehungsweise in seinem Hoheitsgebiet in Übereinstimmung mit dem einschlägigen Völkerrecht zu regeln.
Jeder Vertragsstaat ergreift im Einklang mit seinen innerstaatlichen Gesetzen Massnahmen, um Vermittlungstätigkeiten in Bezug auf konventionelle Waffen im Sinne des Artikels 2 Absatz 1, die unter seiner Hoheitsgewalt stattfinden, zu regeln. Zu diesen Massnahmen kann gehören, dass vor Aufnahme ihrer Vermittlungstätigkeit von den Vermittlern die Registrierung oder die Einholung einer schriftlichen Genehmigung verlangt wird.
Jeder Vertragsstaat ergreift geeignete Massnahmen, um die innerstaatlichen Gesetze und sonstigen Vorschriften, durch die dieser Vertrag durchgeführt wird, durchzusetzen.
Jeder Staat kann zum Zeitpunkt der Unterzeichnung oder der Hinterlegung seiner Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde erklären, dass er die Artikel 6 und 7 bis zum Inkrafttreten dieses Vertrags für ihn vorläufig anwenden wird.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen ist der Verwahrer dieses Vertrags.
Die Urschrift dieses Vertrags, dessen arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, wird beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt.
Geschehen zu New York am 2. April 2013.
(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 29. Juli | 2020 B | 27. Oktober | 2020 |
| Albanien | 19. März | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Andorra | 2. Dezember | 2022 | 2. März | 2022 |
| Antigua und Barbuda | 12. August | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Argentinien | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Australien | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Bahamas | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Barbados | 20. Mai | 2015 | 18. August | 2015 |
| Belgien* | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Belize | 19. März | 2015 | 17. Juni | 2015 |
| Benin | 7. November | 2016 | 5. Februar | 2017 |
| Bosnien und Herzegowina | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Botsuana | 7. Juni | 2019 B | 5. September | 2019 |
| Brasilien | 14. August | 2018 | 12. November | 2018 |
| Bulgarien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Burkina Faso | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Chile | 18. Mai | 2018 | 16. August | 2018 |
| China | 6. Juli | 2020 B | 4. Oktober | 2020 |
| Hongkong | 6. Juli | 2020 | 4. Oktober | 2020 |
| Macau | 6. Juli | 2020 | 4. Oktober | 2020 |
| Costa Rica | 25. September | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Côte d’Ivoire | 26. Februar | 2015 | 27. Mai | 2015 |
| Dänemarka | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Deutschland | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Dominica | 21. Mai | 2015 | 19. August | 2015 |
| Dominikanische Republik | 7. August | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Ecuador | 25. Februar | 2026 B | 26. Mai | 2026 |
| El Salvador | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Estland | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Finnland | 2. April | 2014 | 2. April | 2014 |
| Frankreich | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Gabun | 21. September | 2022 | 20. Dezember | 2022 |
| Gambia | 13. Juni | 2024 B | 11. September | 2024 |
| Georgien | 23. Mai | 2016 | 21. August | 2016 |
| Ghana | 22. Dezember | 2015 | 21. März | 2016 |
| Grenada | 21. Oktober | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Griechenland | 29. Februar | 2016 | 29. Mai | 2016 |
| Guatemala | 12. Juli | 2016 | 10. Oktober | 2016 |
| Guinea | 21. Oktober | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Guinea-Bissau | 22. Oktober | 2018 | 20. Januar | 2019 |
| Guyana | 4. Juli | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Honduras | 1. März | 2017 | 30. Mai | 2017 |
| Irland | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Island | 2. Juli | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Italien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Jamaika | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Japan | 9. Mai | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Kamerun | 18. Juni | 2018 | 16. September | 2018 |
| Kanada | 19. Juni | 2019 B | 17. September | 2019 |
| Kap Verde | 23. September | 2016 | 22. Dezember | 2016 |
| Kasachstan* | 8. Dezember | 2017 B | 8. März | 2018 |
| Kolumbien | 15. Oktober | 2024 | 13. Januar | 2025 |
| Korea (Süd-) | 28. November | 2016 | 26. Februar | 2017 |
| Kroatien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Lesotho | 25. Januar | 2016 | 24. April | 2016 |
| Lettland | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Libanon | 9. Mai | 2019 | 7. August | 2019 |
| Liberia | 21. April | 2015 | 20. Juli | 2015 |
| Liechtenstein* | 16. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Litauen | 18. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Luxemburg | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Madagaskar | 22. September | 2016 | 21. Dezember | 2016 |
| Malawi | 11. Juli | 2024 | 9. Oktober | 2024 |
| Malediven | 27. September | 2019 B | 26. Dezember | 2019 |
| Mali | 3. Dezember | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Malta | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Mauretanien | 23. September | 2015 | 22. Dezember | 2015 |
| Mauritius | 23. Juli | 2015 B | 21. Oktober | 2015 |
| Mexiko | 25. September | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Moldau | 28. September | 2015 | 27. Dezember | 2015 |
| Monaco | 30. Juni | 2016 B | 28. September | 2016 |
| Montenegro | 18. August | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Mosambik | 14. Dezember | 2018 | 14. März | 2019 |
| Namibia | 28. April | 2020 | 27. Juli | 2020 |
| Neuseeland*b | 2. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Niederlande | 18. Dezember | 2014 | 14. Dezember | 2014 |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 18. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Niger | 24. Juli | 2015 | 22. Oktober | 2015 |
| Nigeria | 12. August | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Niue | 6. August | 2020 B | 4. November | 2020 |
| Nordmazedonien | 6. März | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Norwegen | 12. Februar | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Österreich | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Palästina | 29. Dezember | 2017 B | 29. März | 2018 |
| Palau | 8. April | 2019 | 7. Juli | 2019 |
| Panama | 11. Februar | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Paraguay | 9. April | 2015 | 8. Juli | 2015 |
| Peru | 16. Februar | 2016 | 16. Mai | 2016 |
| Philippinen | 24. März | 2022 | 22. Juni | 2022 |
| Polen | 17. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Portugal | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Rumänien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Sambia | 20. Mai | 2016 | 18. August | 2016 |
| Samoa | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| San Marino | 29. Juli | 2015 | 27. Oktober | 2015 |
| São Tomé und Príncipe | 28. Juli | 2020 | 26. Oktober | 2020 |
| Schweden | 16. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Schweiz* | 30. Januar | 2015 | 30. April | 2015 |
| Senegal | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Serbien | 5. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Seychellen | 2. November | 2015 | 31. Januar | 2016 |
| Sierra Leone | 12. August | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Slowakei | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Slowenien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Spanien | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| St. Kitts und Nevis | 15. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| St. Lucia | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 3. Juni | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Südafrika | 22. Dezember | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Suriname | 19. Oktober | 2018 | 17. Januar | 2019 |
| Togo | 8. Oktober | 2015 | 6. Januar | 2016 |
| Trinidad und Tobago | 25. September | 2013 | 24. Dezember | 2014 |
| Tschad | 25. März | 2015 | 23. Juni | 2015 |
| Tschechische Republik | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Tuvalu | 4. September | 2015 | 3. Dezember | 2015 |
| Ungarn | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Uruguay | 25. September | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Vanuatu | 5. September | 2025 | 4. Dezember | 2025 |
| Vereinigtes Königreich | 2. April | 2014 | 24. Dezember | 2014 |
| Zentralafrikanische Republik | 7. Oktober | 2015 B | 5. Januar | 2016 |
| Zypern | 10. Mai | 2016 | 18. August | 2016 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen:http://treaties.un.org/eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden. a Der Vertrag gilt nicht für die Färöer und Grönland. b Der Vertrag gilt nicht für Tokelau. | ||||
| Die Schweiz hat am 30. Januar 2015 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen die folgenden Erklärungen hinterlegt:Erklärung zu Art. 23Die Schweiz erklärt, dass sie gemäss Artikel 23 die Bestimmungen in Artikel 6 und 7 ab dem 30. Januar 2015 vorläufig, bis zum Inkrafttreten des Vertrags über den Waffenhandel, anwenden wird.Erklärung zu Art. 2 Abs. 2Gemäss der Auslegung der Schweiz umfassen die Begriffe «Ausfuhr», «Einfuhr», «Durchfuhr», «Umladung» und «Vermittlungstätigkeit» in Artikel 2 Absatz 2 im Lichte von Ziel und Zweck dieses Vertrags und in Übereinstimmung mit der ihnen gewöhnlich zukommenden Bedeutung, entgeltliche oder unentgeltliche Transaktionen, wie Schenkung, Leihe oder Miete, weshalb diese Tätigkeiten in den Geltungsbereich des Vertrags fallen.Erklärung zu Art. 6 Abs. 3Gemäss der Auslegung der Schweiz schliesst die Formulierung «von schweren Verletzungen der Genfer Abkommen von 1949, Angriffen auf zivile Objekte oder Zivilpersonen, die als solche geschützt werden, oder anderen Kriegsverbrechen im Sinne völkerrechtlicher Übereinkünfte, deren Vertragspartei er ist» in Artikel 6 Absatz 3 Handlungen mit ein, die im Rahmen internationaler oder nicht internationaler bewaffneter Konflikte begangen werden. Die Formulierung umfasst insbesondere schwere Verstösse gegen den gemeinsamen Artikel 3 der Genfer Abkommen von 1949 sowie für die Vertragsstaaten der einschlägigen Abkommen Kriegsverbrechen, wie sie im IV. Haager Abkommen von 190714sowie in dessen beigefügten Ordnung, in den Zusatzprotokollen von 197715zu den Genfer Abkommen und im Römer Statut des Internationalen Strafgerichtshofs von 199816beschrieben sind.Erklärung zu Art. 6 Abs. 3Gemäss der Auslegung der Schweiz bedeutet der Begriff «Kenntnis» in Artikel 6 Absatz 3 im Lichte von Ziel und Zweck dieses Vertrags und in Übereinstimmung mit der ihm gewöhnlich zukommenden Bedeutung, dass der betroffene Vertragsstaat den Transfer nicht genehmigt, wenn er über zuverlässige Informationen verfügt, die wesentlichen Grund zur Annahme geben, dass die Waffen oder Güter zur Begehung der aufgeführten Verbrechen verwendet würden.Erklärung zu Art. 7 Abs. 3Gemäss der Auslegung der Schweiz beinhaltet der Begriff «überwiegendes Risiko» in Artikel 7 Absatz 3 im Lichte von Ziel und Zweck dieses Vertrags und in Übereinstimmung mit der diesem Begriff in diesem Vertrag in allen gleichermassen verbindlichen Sprachversionen gewöhnlich zukommenden Bedeutung die Verpflichtung für den betroffenen Vertragsstaat, die Ausfuhr nicht zu genehmigen, sofern er feststellt, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer der in Absatz 1 genannten negativen Folgen selbst nach der Prüfung der durch die Massnahmen zur Risikominderung erwarteten Auswirkungen grösser ist als die Wahrscheinlichkeit ihres NichteintretensErklärung zu Art. 26 Abs. 2Gemäss der Auslegung der Schweiz soll Artikel 26 Absatz 2 gewährleisten, dass dieser Vertrag im Rahmen einer privatrechtlichen Streitigkeit nicht als Begründung herangezogen werden kann, um bestehende oder zukünftige Übereinkünfte über Verteidigungszusammenarbeit zwischen Vertragsstaaten für ungültig zu erklären. Folglich bleibt dieser Vertrag ungeachtet der Verpflichtungen aus einer Übereinkunft über Verteidigungszusammenarbeit im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen von 196917über das Recht der Verträge für alle Vertragsstaaten anwendbar. |
AS 2015 593 ↩
SR 0.120 ↩
Deutschland (D): Hilfsquellen ↩
SR 0.311.544 ↩
SR 0.311.54 ↩
D: des Zusatzprotokolls gegen die unerlaubte Herstellung von Feuerwaffen, deren Teilen, Komponenten und Munition sowie gegen den unerlaubten Handel damit zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ↩
D: des Internationalen Rechtsinstruments zur Ermöglichung der rechtzeitigen und zuverlässigen Identifikation und Rückverfolgung illegaler Kleinwaffen und leichter Waffen durch die Staaten ↩
SR 0.518.12 ; 0.518.23 ; 0.518.42 ; 0.518.51 ↩
D: Flugkörper und Abschussgeräte für Flugkörper ↩
D: begrenzteren ↩
D: begrenzteren ↩
D: erleichtert ↩
D: erleichtert ↩
SR 0.515.112 ↩
SR 0.518.521 ; 0.518.522 ; 0.518.523 ↩
SR 0.312.1 ↩
SR 0.111 ↩