0.632.209•Übereinkommen zur Errichtung des Beratungszentrums für WTO-Recht
0.632.209Multilateral International Treaty05.12.2004
Abgeschlossen in Seattle am 30. November 1999
Von der Bundesversammlung genehmigt am 21. März 20031
Beitrittsurkunde von der Schweiz hinterlegt am 5. November 2004
In Kraft getreten für die Schweiz am 5. Dezember 2004
(Stand am 6. Juli 2023)
Die Vertragsparteien des vorliegenden Abkommens,
in Anbetracht dessen, dass das Abkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation2(nachstehend «WTO») ein Rechtssystem sowie komplexe Verfahren für die Regelung von Meinungsverschiedenheiten geschaffen hat;
und im Bewusstsein, dass die Entwicklungsländer, insbesondere die ärmsten Länder unter ihnen, und die Transitionsländer wenig Erfahrung mit der Gesetzgebung der WTO und mit der Regelung komplexer Handelsstreitigkeiten haben und dass sie aufgrund finanzieller und institutioneller Hindernisse kaum in der Lage sind, sich diese Erfahrung anzueignen;
in der Erkenntnis, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Rechten und den Pflichten, die sich aus dem Abkommen zur Errichtung der WTO ergeben, nur dann möglich ist, wenn alle Mitglieder der WTO die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten verstehen und wenn sie die gleichen Möglichkeiten haben, die WTO-Verfahren zur Regelung der Streitigkeiten in Anspruch zu nehmen;
sowie in der Erkenntnis, dass die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz der Streitbeilegungsverfahren der WTO nur dann gewährleistet werden können, wenn sämtliche Mitglieder der WTO daran vollumfänglich teilnehmen können;
entschlossen, ein Ausbildungs-, Gutachter- und Beratungszentrum für das WTO-Recht zu schaffen, das für die Entwicklungsländer, insbesondere die ärmsten unter ihnen, und für die Transitionsländer leicht zugänglich ist;
kommen hiermit wie folgt überein:
Das Beratungszentrum für WTO-Recht (nachstehend das «Zentrum») wird durch das vorliegende Abkommen errichtet.
Die Generalversammlung wird ihr eigenes internes Reglement erlassen.
3. Die Geschäftsleitung wird aus vier Mitgliedern, einem Vertreter der ärmsten Länder und aus dem Exekutivdirektor gebildet. Die Mitglieder der Geschäftsleitung gehören der Geschäftsleitung aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaft an. Ausschlaggebend für ihre Wahl sind ihre Kompetenzen auf dem Gebiet des WTO-Rechts oder der internationalen Handels- und Entwicklungsbeziehungen.
4. Die Mitglieder der Geschäftsleitung und der Vertreter der ärmsten Länder in der Geschäftsleitung werden durch die Generalversammlung ernannt. Der Exekutivdirektor ist Sondermitglied der Geschäftsleitung. Die in Anhang I des vorliegenden Abkommens aufgeführte Mitgliedergruppe und die in Anhang II des vorliegenden Abkommens aufgezählten drei Mitgliedergruppen können jeweils ein Mitglied der Geschäftsleitung für die Ernennung durch die Generalversammlung vorschlagen. Die in Anhang III des vorliegenden Abkommens genannten ärmsten Entwicklungsländer können ihren eigenen Vertreter in der Geschäftsleitung für die Ernennung durch die Generalversammlung vorschlagen.
5. Die Geschäftsleitung erstattet der Generalversammlung Bericht. Die Geschäftsleitung wird so oft wie nötig Sitzungen abhalten, um:
ii) den Aufgabenbereich und die Anstellungsbedingungen des Exekutivdirektors, des Personals des Zentrums und der vom Zentrum angestellten Berater; und
iii) die Finanz- und Investitionspolitik des Zentrums.
h) die ihr in den übrigen Bestimmungen des vorliegenden Abkommens übertragenen Aufgaben zu erfüllen.
6. Der Exekutivdirektor erstattet der Geschäftsleitung Bericht und wird zu allen Sitzungen der Geschäftsleitung eingeladen. Der Exekutivdirektor:
a) kümmert sich um die Abwicklung der laufenden Geschäfte des Zentrums;
b) rekrutiert, führt und entlässt das Personal des Zentrums gemäss dem von der Generalversammlung genehmigten Personalreglement;
c) stellt Berater ein und kontrolliert deren Tätigkeit;
d) unterbreitet der Geschäftsleitung und der Generalversammlung eine von einer Drittperson geprüfte Bilanz des Budgets des vorangegangenen Geschäftsjahres; und
e) vertritt das Zentrum nach aussen.
Die in Anhang III aufgezählten ärmsten Entwicklungsländer können, wenn sie darum ersuchen, die Dienste des Zentrums entsprechend den von der Generalversammlung genehmigten Regeln und dem in Anhang IV genannten Tarif in Anspruch nehmen. Jedes dieser Länder kann verlangen, dass der juristische Beistand im Streitbeilegungsverfahren der WTO in einer der drei offiziellen Sprachen der WTO erteilt wird.
Sind zwei Länder, die Anrecht auf eine Unterstützung in den Streitbeilegungsverfahren der WTO haben, am selben Verfahren beteiligt, wird die Hilfe gemäss den folgenden Prioritäten erbracht: An erster Stelle den am wenigsten entwickelten Ländern; an zweiter Stelle den Mitgliedern, die dieses Abkommen angenommen haben; an dritter Stelle den Mitgliedern, die diesem Abkommen beigetreten sind. Die Generalversammlung erlässt Regeln für die Verteilung der in den Streitbeilegungsverfahren der WTO erbrachten Unterstützung, welche diesen Prioritäten entsprechen.
Das Zentrum arbeitet mit der Welthandelsorganisation und anderen internationalen Organisationen zusammen, um die Ziele dieses Abkommens zu erreichen.
Gegen die Bestimmungen des vorliegenden Abkommens können keine Vorbehalte angebracht werden.
Die Anhänge des vorliegenden Abkommens sind integrale Bestandteile dieses Abkommens.
Alle Mitglieder der WTO und alle Staaten oder getrennten Zollgebiete, deren Beitrittsverfahren zur WTO in Gang ist, können Mitglieder des Zentrums werden, indem sie diesem Abkommen zu den zwischen ihnen und dem Zentrum vereinbarten Bedingungen beitreten. Der Beitritt erfolgt mittels einer durch die Generalversammlung genehmigten Beitrittsurkunde. Die Generalversammlung genehmigt die Beitrittsurkunde nur dann, wenn die Geschäftsleitung ihr versichert, dass der Beitritt dem Zentrum keinerlei Probleme, weder finanzieller noch betrieblicher Art, bereiten wird. Das vorliegende Abkommen tritt für das beitretende WTO-Mitglied bzw. die Staaten oder getrennten Zollgebiete, deren Beitrittsverfahren zur WTO in Gang ist, am 30. Tag in Kraft, der auf das Datum folgt, an dem die Beitrittsurkunden beim Depositar hinterlegt worden sind.
Geschehen zu Seattle, am dreissigsten November neunzehnhundertneunundneunzig in einer einzigen Fassung in französischer, englischer und spanischer Sprache, wobei jeder Text gleichermassen verbindlich ist.
(Es folgen die Unterschriften)
| WTO-Mitglied | Beitrag zur Kapitalausstattung | Beitrag zum Jahresbudget in den ersten fünf Jahren |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| Australien | ||
| Österreich | ||
| Belgien | ||
| Kanada | US$ 1 000 000 | |
| EU | ||
| Dänemark | US$ 1 000 000 | |
| Spanien | ||
| USA | ||
| Finnland | US$ 1 000 000 | |
| Frankreich | ||
| Griechenland | ||
| Irland | US$ 1 000 000 | US$ 1 250 000 |
| Island | ||
| Italien | US$ 1 000 000 | |
| Japan | ||
| Liechtenstein | ||
| Luxemburg | ||
| Norwegen | US$ 1 000 000 | US$ 1 250 000 |
| Neuseeland | ||
| Niederlande | US$ 1 000 000 | US$ 1 250 000 |
| Portugal | ||
| Vereinigtes Königreich | US$ 1 250 000 | |
| Schweden | US$ 1 000 000 | |
| Schweiz |
Hinweis: Ein Mitglied kann, wenn es dies für nötig hält, seinen Beitrag zur Kapitalausstattung in drei gleichen jährlichen Tranchen bezahlen, die innert drei Jahren nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Abkommens zu überweisen sind.
| Kriterium | WTO-Mitglied | % des WTO- Beitrags | Beitrag zur Kapitalausstattung | |
|---|---|---|---|---|
| Kategorie A | ||||
| > 1,5 % | Korea | 2,32 | US$ 300 000 | |
| Hongkong, China | 3,54 | US$ 300 000 | ||
| Mexiko | 1,51 | US$ 300 000 | ||
| Singapur | 2,25 | US$ 300 000 | ||
| oder höheres Einkommen | Brunei Darussalam | 0,04 | US$ 300 000 | |
| Zypern | 0,07 | US$ 300 000 | ||
| Vereinigte Arabische Emirate | 0,52 | US$ 300 000 | ||
| Israel | 0,59 | US$ 300 000 | ||
| Kuwait | 0,24 | US$ 300 000 | ||
| Macao | 0,07 | US$ 300 000 | ||
| Katar | 0,06 | US$ 300 000 | ||
| Kategorie B | ||||
| < 1,5 % | Südafrika | 0,55 | US$ 100 000 | |
| Argentinien | 0,47 | US$ 100 000 | ||
| Brasilien | 0,92 | US$ 100 000 | ||
| Chile | 0,29 | US$ 100 000 | ||
| Kolumbien | 0,25 | US$ 100 000 | ||
| Ägypten | 0,26 | US$ 100 000 | ||
| Ungarn | 0,32 | US$ 100 000 | ||
| Indien | 0,57 | US$ 100 000 | ||
| Indonesien | 0,87 | US$ 100 000 | ||
| Malaysia | 1,31 | US$ 100 000 | ||
| Marokko | 0,16 | US$ 100 000 | ||
| Nigeria | 0,20 | US$ 100 000 | ||
| Pakistan | 0,19 | US$ 100 000 | ||
| Philippinen | 0,46 | US$ 100 000 | ||
| Polen | 0,48 | US$ 100 000 | ||
| Slowakische Republik | 0,17 | US$ 100 000 | ||
| oder mittleres/höheres Einkommen | Tschechische Republik | 0,51 | US$ 100 000 | |
| Rumänien | 0,15 | US$ 100 000 | ||
| Slowenien | 0,19 | US$ 100 000 | ||
| Thailand | 1,19 | US$ 100 000 | ||
| Türkei | 0,60 | US$ 100 000 | ||
| Venezuela | 0,32 | US$ 100 000 | ||
| Antigua und Barbuda | 0,03 | US$ 100 000 | ||
| Bahrain | 0,09 | US$ 100 000 | ||
| Barbados | 0,03 | US$ 100 000 | ||
| Gabon | 0,04 | US$ 100 000 | ||
| Malta | 0,05 | US$ 100 000 | ||
| Mauritius | 0,04 | US$ 100 000 | ||
| St. Kitts und Nevis | 0,03 | US$ 100 000 | ||
| St. Lucia | 0,03 | US$ 100 000 | ||
| Trinidad und Tobago | 0,04 | US$ 100 000 | ||
| Uruguay | 0,06 | US$ 100 000 | ||
| Kategorie C | ||||
| < 0,15 % | Belize | 0,03 | US$ 50 000 | |
| Bolivien | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Botswana | 0,04 | US$ 50 000 | ||
| Bulgarien | 0,11 | US$ 50 000 | ||
| Kamerun | 0,04 | US$ 50 000 | ||
| Kongo | 0,04 | US$ 50 000 | ||
| Costa Rica | 0,07 | US$ 50 000 | ||
| Côte d’Ivoire | 0,07 | US$ 50 000 | ||
| Kuba | 0,04 | US$ 50 000 | ||
| Dominica | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| El Salvador | 0,04 | US$ 50 000 | ||
| Ecuador | 0,09 | US$ 50 000 | ||
| Estland* | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Eswatini | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Fidschi | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Georgien* | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Ghana | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Grenada | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Guatemala | 0,05 | US$ 50 000 | ||
| Guyana | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Honduras | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Jamaika | 0,06 | US$ 50 000 | ||
| Kenia | 0,05 | US$ 50 000 | ||
| Lettland | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Mongolei | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Namibia | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Nicaragua | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Panama | 0,14 | US$ 50 000 | ||
| Papua-Neuguinea | 0,05 | US$ 50 000 | ||
| Paraguay | 0,05 | US$ 50 000 | ||
| Peru | 0,12 | US$ 50 000 | ||
| Dominikanische Republik | 0,10 | US$ 50 000 | ||
| Kirgisistan | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| St. Vincent und die Grenadinen | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Senegal | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Sri Lanka | 0,09 | US$ 50 000 | ||
| Surinam | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Tunesien | 0,14 | US$ 50 000 | ||
| Zimbabwe | 0,03 | US$ 50 000 | ||
| Die in Anhang III aufgezählten ärmsten Entwicklungsländer, die das vorliegende Abkommen angenommen haben. | US$ 50 000 | |||
| * | In Erwartung der Hinterlegung der Annahmeurkunde |
Anmerkungen:
1. Ein Mitglied kann, wenn es dies für nötig hält, seinen Beitrag zur Kapitalausstattung in gleichen jährlichen Ratenbeträgen bezahlen, die in den vier Jahren nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Abkommens zu überweisen sind.
2. Die Einteilung der in diesem Anhang II aufgelisteten Länder in die Gruppe A, B und C wurde anhand ihres Anteils am Welthandel vorgenommen, mit einer Korrektur nach oben, um ihrem Pro-Kopf-Einkommen Rechnung zu tragen; siehe dazu die Angaben in der untenstehenden Tabelle. Der Anteil am Welthandel wurde auf der Basis des von der WTO verwendeten Anteils am Welthandel bestimmt, um den Anteil zu berechnen, der in den Ausgaben der WTO auf ihre Mitglieder entfällt. Das Pro-Kopf-Einkommen basiert auf den Statistiken der Weltbank. Wegen dieses Kriteriums und dieser statistischer Quellen wird die Geschäftsleitung die Einteilung der in diesem Anhang aufgeführten Mitglieder mindestens einmal alle fünf Jahre überprüfen und falls nötig die Einteilung ändern, um Änderungen des Anteils am Welthandel und/oder des Pro-Kopf-Einkommens der betreffenden Mitglieder Rechnung zu tragen.
| Kategorie | Anteil am Welthandel | Pro-Kopf-BSP |
|---|---|---|
| A | > = 1,5 % oder | Länder mit höherem Einkommen |
| B | > = 0,15 % und < 1,5 % | Länder mit mittlerem oder höherem Einkommen |
| C | < 0,15 % |
3. Die Bestimmungen von Artikel 7 und Anhang IV des vorliegenden Abkommens gelten gleichermassen für die in Anhang III aufgelisteten ärmsten Entwicklungsländer, für jene, die dieses Abkommen nicht angenommen haben, ebenso wie für jene, die dieses Abkommen angenommen haben.
4. Die in Anhang II aufgelisteten Staaten und getrennten Zollgebiete, die nicht Mitglieder des Zentrums sind, können die Hilfe des Zentrums in den Streitbeilegungsverfahren der WTO in Anspruch nehmen, vorbehaltlich der in Anhang IV des vorliegenden Abkommens festgelegten Kosten. Diese Unterstützung wird unter der Bedingung gewährt, dass kein Mitglied des Zentrums in den gleichen Fall verwickelt ist oder dass alle an einem bestimmten Fall beteiligten Mitglieder dem Zentrum erlaubt haben, dem betreffenden Staat oder Zollgebiet zu helfen. Alle übrigen Dienstleistungen sind ausschliesslich für die Mitglieder und die ärmsten Entwicklungsländer bestimmt.
| WTO-Mitglied | % des WTO-Beitrags | |
|---|---|---|
| Angola | 0,07 | |
| Bangladesch | 0,09 | |
| Benin | 0,03 | |
| Bhutan* | 0,03 | |
| Burkina Faso | 0,03 | |
| Burundi | 0,03 | |
| Kambodscha* | 0,03 | |
| Kap Verde* | 0,03 | |
| Dschibuti | 0,03 | |
| Gambia | 0,03 | |
| Guinea-Bissau | 0,03 | |
| Haiti | 0,03 | |
| Salomoninseln | 0,03 | |
| Lesotho | 0,03 | |
| Madagaskar | 0,03 | |
| Malawi | 0,03 | |
| Malediven | 0,03 | |
| Mali | 0,03 | |
| Mauretanien | 0,03 | |
| Mosambik | 0,03 | |
| Myanmar | 0,03 | |
| Nepal* | 0,03 | |
| Niger | 0,03 | |
| Zentralafrikanische Republik | 0,03 | |
| Demokratische Republik Kongo | 0,03 | |
| Republik Guinea | 0,03 | |
| Demokratische Volksrepublik Laos* | 0,03 | |
| Ruanda | 0,03 | |
| Samoa* | 0,03 | |
| Sierra Leone | 0,03 | |
| Sudan* | 0,03 | |
| Tansania | 0,03 | |
| Tschad | 0,03 | |
| Togo | 0,03 | |
| Uganda | 0,03 | |
| Vanuatu* | 0,03 | |
| Sambia | 0,03 | |
| * | Beitritt zur WTO in Gang. |
Hinweis: Stufen die Vereinten Nationen ein Land, das in diesem Anhang nicht figuriert, unter die ärmsten Länder ein, fügt die Geschäftsleitung das betreffende Land diesem Anhang hinzu, sofern dieses WTO-Mitglied ist oder sein Beitritt zur WTO in Vorbereitung ist. Wird ein in diesem Anhang aufgezähltes Land von den Vereinten Nationen nicht mehr zu den ärmsten Ländern gerechnet, entfernt die Geschäftsleitung das betreffende Land aus diesem Anhang.
| Dienstleistungen | Kosten (Stundenansatz) | |
|---|---|---|
| Rechtsgutachten über das WTO-Recht | ||
| – Mitglieder und ärmste Länder: | Kostenlos, vorbehaltlich einer von der Geschäftsleitung zu bestimmenden Höchststundenzahl. | |
| – Entwicklungsländer, die nicht Mitglieder des Zentrums sind: | ||
| Kategorie A | US$ 350 | |
| Kategorie B | US$ 300 | |
| Kategorie C | US$ 250 | |
| Unterstützung in den Streitbeilegungsverfahren | ||
| – Die Kosten werden nach Stundenaufwand oder nach Fall verrechnet. Werden sie nach Fall verrechnet, so wird für jeden Verfahrensschritt (insbesondere für die Arbeit der Sondergruppe, die Berufungsphase usw.) ein Kostenvoranschlag erstellt. | ||
| – Nehmen zwei Mitglieder oder ein Mitglied und ein zu den ärmsten Entwicklungsländern gehörender Staat die Dienste des Zentrums in Anspruch und erweist sich die Inanspruchnahme externer Rechtsdienste als notwendig, werden die Kosten für die beiden Parteien um 20 Prozent erhöht. | ||
| – Mitglieder und ärmste Länder: | Ein Prozentsatz des Stundentarifs (US$ 250) | |
| Rabatt | Zu zahlender Stundenlohn | |
| Kategorie A | 20 % | US$ 200 |
| Kategorie B | 40 % | US$ 150 |
| Kategorie C | 60 % | US$ 100 |
| Ärmste Länder | 90 % | US$ 25 |
| – Entwicklungsländer, die nicht Mitglied des Zentrums sind: | ||
| Kategorie A | US$ 350 | |
| Kategorie B | US$ 300 | |
| Kategorie C | US$ 250 |
| Dienstleistungen | Kosten (Stundenansatz) |
|---|---|
| Seminare über die Rechtsprechung und andere Ausbildungsaktivitäten | Für die Mitglieder kostenlos. |
| Praktika | |
| – Ärmste Entwicklungsländer: | Vorbehaltlich einer Patenschaft (Sponsoring). Das Zentrum übernimmt die Kosten und den Lohn. |
| – Mitglieder: | Die Kosten und der Lohn gehen zu Lasten der Regierung des Praktikanten, ausser im Falle einer Patenschaft. |
Hinweis: Dieser Tarif kann von der Generalversammlung auf Antrag der Geschäftsleitung geändert werden, um ihn an die Entwicklung des Schweizerischen Indexes der Konsumentenpreise anzupassen.
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Unterzeichnung ohne Ratifikationsvorbehalt (U) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Ägypten | 3. Juni | 2003 | 3. Juli | 2003 |
| Australien | 28. Juni | 2011 B | 28. Juli | 2011 |
| Bolivien | 30. September | 2002 | 30. Oktober | 2002 |
| China | ||||
| Hongkong | 1. Dezember | 1999 U | 15. Juli | 2001 |
| Costa Rica | 31. März | 2009 B | 30. April | 2009 |
| Côte d’Ivoire | 13. Dezember | 2016 B | 12. Januar | 2017 |
| Dänemark | 31. Oktober | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Deutschland | 9. Juni | 2021 B | 9. Juli | 2021 |
| Dominikanische Republik | 1. Juni | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Ecuador | 22. Mai | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| El Salvador | 4. August | 2004 B | 3. September | 2004 |
| Finnland | 24. Mai | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Guatemala | 27. August | 2002 | 26. September | 2002 |
| Honduras | 11. Dezember | 2002 | 10. Januar | 2003 |
| Indien | 18. Dezember | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Indonesien | 29. März | 2004 B | 28. April | 2004 |
| Irland | 6. November | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Italien | 3. Januar | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Jordanien | 21. Dezember | 2001 B | 20. Januar | 2002 |
| Kanada | 1. Dezember | 1999 U | 15. Juli | 2001 |
| Kasachstan | 29. Mai | 2020 B | 28. Juni | 2020 |
| Kenia | 15. Juni | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Kolumbien | 25. Juli | 2002 | 24. August | 2002 |
| Kuba | 4. Oktober | 2013 | 4. November | 2013 |
| Marokko | 14. Mai | 2019 B | 13. Juni | 2019 |
| Mauritius | 12. Mai | 2003 B | 11. Juni | 2003 |
| Mongolei | 20. Oktober | 2020 B | 19. November | 2020 |
| Nicaragua | 7. Juni | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Niederlande | 30. September | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Norwegen | 6. Dezember | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Oman | 26. März | 2003 B | 25. April | 2003 |
| Pakistan | 14. März | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Panama | 26. April | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Paraguay | 30. September | 2002 | 30. Oktober | 2002 |
| Peru | 30. Mai | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Philippinen | 1. Dezember | 1999 U | 15. Juli | 2001 |
| Schweden | 1. Dezember | 1999 U | 15. Juli | 2001 |
| Schweiz | 5. November | 2004 B | 5. Dezember | 2004 |
| Seychellen | 25. Februar | 2014 | 27. März | 2014 |
| Sri Lanka | 22. Oktober | 2008 B | 21. November | 2008 |
| Südafrika | 3. April | 2017 B | 3. Mai | 2017 |
| Taiwan (Chinesisches Taipei) | 13. April | 2004 B | 13. Mai | 2004 |
| Thailand | 31. Oktober | 2000 | 15. Juli | 2001 |
| Tunesien | 19. Oktober | 2001 | 18. November | 2001 |
| Türkei | 18. Juli | 2003 B | 17. August | 2003 |
| Ukraine | 29. Juli | 2021 B | 28. August | 2021 |
| Uruguay | 25. September | 2002 | 25. Oktober | 2002 |
| Venezuela | 6. Mai | 2002 | 5. Juni | 2002 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 22. April | 2016 B | 22. Mai | 2016 |
| Vereinigtes Königreich | 18. Mai | 2001 | 15. Juli | 2001 |
| Vietnam | 26. August | 2009 B | 25. September | 2009 |
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