0.732.031•Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial und Kernanlagen
0.732.031Multilateral International Treaty08.02.1987
Abgeschlossen in Wien am 26. Oktober 19791
Von der Bundesversammlung genehmigt am 30. September 19862
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 9. Januar 1987
In Kraft getreten für die Schweiz am 8. Februar 1987
(Stand am 21. Oktober 2025)
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens,
in Anerkennung des Rechts aller Staaten auf Entwicklung und Anwendung der Kernenergie für friedliche Zwecke und ihres berechtigten Interesses an den möglichen Vorteilen der friedlichen Anwendung der Kernenergie,
überzeugt von der Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit und die Weitergabe von Kerntechnologie für die friedliche Anwendung der Kernenergie zu erleichtern,
eingedenk dessen, dass der physische Schutz für den Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, den Umweltschutz und die nationale und internationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist,
eingedenk der Ziele und Grundsätze der Charta3der Vereinten Nationen betreffend die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit sowie die Förderung guter Nachbarschaft, freundschaftlicher Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den Staaten,
in der Erwägung, dass nach Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen «alle Mitglieder in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt» unterlassen,
unter Hinweis auf die Erklärung über Massnahmen zur Beseitigung des internationalen Terrorismus in der Anlage zu der Resolution der Generalversammlung 49/60 vom 9. Dezember 1994,
in dem Wunsch, die möglichen Gefahren des unerlaubten Handels4mit Kernmaterial, der rechtswidrigen Aneignung und Verwendung solchen Materials und von Sabotageakten gegen Kernmaterial und Kernanlagen abzuwenden, und in Anbetracht dessen, dass der physische Schutz gegen solche Handlungen ein immer grösseres nationales und internationales Anliegen ist,
tief besorgt über die weltweite Eskalation aller Arten und Erscheinungsformen terroristischer Handlungen und über die Bedrohungen, die vom internationalen Terrorismus und von der organisierten Kriminalität ausgehen,
überzeugt, dass dem physischen Schutz bei der Unterstützung der Ziele der Nichtverbreitung von Kernwaffen und der Terrorismusbekämpfung grosse Bedeutung zukommt,
in dem Wunsch, durch dieses Übereinkommen einen Beitrag zur weltweiten Stärkung des physischen Schutzes von Kernmaterial und Kernanlagen zu leisten, die für friedliche Zwecke genutzt werden,
überzeugt, dass Straftaten, die Kernmaterial und Kernanlagen betreffen, Anlass zu ernster Besorgnis geben und dass es dringend notwendig ist, angemessene und wirksame Massnahmen zur Verhütung, Aufdeckung und Ahndung solcher Straftaten zu ergreifen oder bereits bestehende derartige Massnahmen zu verstärken,
in dem Wunsch, die weitere internationale Zusammenarbeit zur Festlegung wirksamer Massnahmen für den physischen Schutz von Kernmaterial und Kernanlagen im Einklang mit dem innerstaatlichen Recht eines jeden Vertragsstaats und mit diesem Übereinkommen zu verstärken,
überzeugt, dass dieses Übereinkommen die sichere Nutzung, Lagerung und Beförderung von Kernmaterial und den sicheren Betrieb von Kernanlagen ergänzen sollte5,
in Anerkennung dessen, dass es auf internationaler Ebene ausgearbeitete Empfehlungen für den physischen Schutz gibt, die von Zeit zu Zeit auf den neuesten Stand gebracht werden und richtungweisend darin sein können, wie mit gegenwärtigen Möglichkeiten ein wirksamer physischer Schutz erreicht werden kann,
ebenfalls in Anerkennung dessen, dass der wirksame physische Schutz von militärischen Zwecken dienendem Kernmaterial und Kernanlagen in der Verantwortung des Staates liegt, der solches Kernmaterial und solche Kernanlagen besitzt und davon ausgehend, dass solches Material und solche Anlagen einem strikten physischen Schutz untersteht und weiterhin unterstehen wird,
sind wie folgt übereingekommen:6
Im Sinne dieses Übereinkommens bedeutet:
Die Ziele dieses Übereinkommens sind die Erreichung und Aufrechterhaltung eines weltweiten wirksamen physischen Schutzes von für friedliche Zwecke genutztem Kernmaterial und für friedliche Zwecke genutzten Kernanlagen, die weltweite Verhütung und Bekämpfung von Straftaten im Zusammenhang mit solchem Material und solchen Anlagen sowie die Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den Vertragsstaaten für diese Zwecke.
4. a) Dieses Übereinkommen berührt nicht die sonstigen Rechte, Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die sich für Vertragsstaaten aus dem Völkerrecht, insbesondere den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen und dem humanitären Völkerrecht, ergeben.
5. Dieses Übereinkommen findet keine Anwendung auf für militärische Zwecke genutztes oder vorbehaltenes Kernmaterial oder eine dieses Material enthaltende Kernanlage.
Grundsatz A: Verantwortung des Staates
Die Verantwortung für die Schaffung, Durchführung und Aufrechterhaltung eines Systems des physischen Schutzes innerhalb eines Staates liegt allein bei diesem Staat.
Grundsatz B: Verantwortung während des internationalen Transports
Die Verantwortung eines Staates für die Gewährleistung eines ausreichenden Schutzes von Kernmaterial erstreckt sich so lange auf den internationalen Transport dieses Materials, bis die Verantwortung gegebenenfalls einem anderen Staat ordnungsgemäss übertragen wird.
Grundsatz C: Rahmen für Gesetzgebung und Vollzug
Der Staat ist verantwortlich für die Schaffung und Aufrechterhaltung eines Rahmens für Gesetzgebung und Vollzug zur Regelung des physischen Schutzes. Dieser Rahmen soll die Schaffung anzuwendender Vorschriften für den physischen Schutz vorsehen und ein System zur Bewertung und Bewilligung10oder sonstige Verfahren zur Erteilung von Ermächtigungen enthalten. Dieser Rahmen soll ein System zur Überprüfung von Kernanlagen und des Nukleartransports enthalten, um feststellen zu können, ob anzuwendende Vorschriften und die Bestimmungen der Bewilligung oder des sonstigen Ermächtigungsdokuments eingehalten werden und um Massnahmen zur Durchsetzung der anzuwendenden Vorschriften und Bestimmungen, einschliesslich wirksamer Sanktionen, festzulegen.
Grundsatz D: Zuständige Behörde
Der Staat soll eine zuständige Behörde errichten oder bestimmen, die für die Durchführung des Rahmens für Gesetzgebung und Vollzug verantwortlich ist und mit entsprechenden Befugnissen, Zuständigkeiten, Finanzmitteln und Personal ausgestattet ist, um die ihr übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Der Staat soll Massnahmen treffen, um die tatsächliche Unabhängigkeit zwischen den Aufgaben der zuständigen Behörde des Staates und den Aufgaben anderer Stellen, die für die Förderung oder Nutzung von Kernenergie verantwortlich sind, zu gewährleisten.
Grundsatz E: Verantwortung des Bewilligungsinhabers11
Die Verantwortlichkeiten für die Durchführung der verschiedenen Elemente des physischen Schutzes innerhalb eines Staates sollen klar festgelegt werden. Der Staat soll sicherstellen, dass die Verantwortung für die Durchführung des physischen Schutzes von Kernmaterial oder Kernanlagen in erster Linie bei den jeweiligen Bewilligungsinhabern oder Inhabern anderer Ermächtigungsdokumente (zum Beispiel Betreibern oder Versendern) liegt.
Grundsatz F: Sicherungskultur
Alle an der Durchführung des physischen Schutzes beteiligten Organisationen sollen der Sicherungskultur, ihrer Entwicklung und Aufrechterhaltung, welche für die wirksame Durchführung des physischen Schutzes in der gesamten Organisation erforderlich sind, den gebührenden Vorrang einräumen.
Grundsatz G: Bedrohung
Der physische Schutz in einem Staat soll auf der Grundlage der gegenwärtigen Bedrohungsbewertung des Staates durchgeführt werden.
Grundsatz H: Abgestufter Ansatz
Die Anforderungen des physischen Schutzes sollen auf einem abgestuften Ansatz gegründet sein, der die gegenwärtige Bedrohungsbewertung, die relative Attraktivität, die Beschaffenheit des Materials und die mit der unbefugten Verbringung von Kernmaterial und mit Sabotageakten gegen Kernmaterial oder Kernanlagen verbundenen möglichen Folgen berücksichtigt.
Grundsatz I: Verteidigung in der Tiefe
Die Anforderungen des Staates bezüglich des physischen Schutzes sollen ein Konzept zum Ausdruck bringen, das aus mehreren Ebenen und Methoden (baulichen oder sonstigen technischen, personellen und organisatorischen) des Schutzes besteht, die von einem Täter zum Erreichen seiner Ziele überwunden oder umgangen werden müssen.
Grundsatz J: Qualitätssicherung
Eine Qualitätssicherungspolitik und Programme zur Qualitätssicherung sollen erstellt und durchgeführt werden mit dem Ziel, Vertrauen zu vermitteln, dass festgelegte Anforderungen an alle für den physischen Schutz bedeutsamen Tätigkeiten erfüllt werden.
Grundsatz K: Notfallpläne
Von allen Bewilligungsinhabern und betroffenen Behörden sollen Notfallpläne erarbeitet und auf geeignete Weise geübt werden, um auf die unbefugte Verbringung von Kernmaterial oder auf Sabotageakte gegen Kernanlagen oder Kernmaterial oder Versuche dieser Handlungen reagieren zu können.
Grundsatz L: Vertraulichkeit
Der Staat soll Anforderungen zum Schutz der Vertraulichkeit von Informationen aufstellen, deren unbefugte Offenlegung den physischen Schutz von Kernmaterial und Kernanlagen gefährden könnte.
4. a) Dieser Artikel findet keine Anwendung auf Kernmaterial, das nach der angemessenen Entscheidung des Vertragsstaats nicht dem nach Absatz 1 geschaffenen System des physischen Schutzes zu unterliegen braucht, wobei Beschaffenheit, Menge und relative Attraktivität des Materials sowie die möglichen radiologischen und sonstigen Folgen einer gegen das Kernmaterial gerichteten unerlaubten Handlung sowie die gegenwärtige Bewertung der in Bezug auf das Material bestehenden Bedrohung berücksichtigt werden. b) Kernmaterial, das nach Buchstabe a nicht diesem Artikel unterliegt, soll entsprechend den Grundsätzen einer umsichtigen Betriebsführung geschützt werden.
Jeder Vertragsstaat unternimmt im Rahmen seines innerstaatlichen Rechts und im Einklang mit dem Völkerrecht geeignete Schritte, um – soweit praktisch möglich – sicherzustellen, dass Kernmaterial während des internationalen Nukleartransports in seinem Hoheitsgebiet oder an Bord eines seiner Hoheitsgewalt unterstehenden Wasser‑ oder Luftfahrzeugs, soweit dieses Fahrzeug für den Transport nach oder von diesem Staat benutzt wird, in dem in Anhang I beschriebenen Umfang geschützt wird.
Die Art der Durchführung dieser Zusammenarbeit wird von den betroffenen Vertragsstaaten bestimmt.
3. Bei Sabotageakten gegen Kernmaterial oder gegen eine Kernanlage oder im Fall der glaubhaften Androhung einer solchen Tat arbeiten die Vertragsstaaten in Übereinstimmung mit ihrem innerstaatlichen Recht und im Einklang mit ihren einschlägigen Verpflichtungen nach dem Völkerrecht im weitestmöglichen Umfang wie folgt zusammen:
4. Die Vertragsstaaten arbeiten zusammen und konsultieren einander, soweit erforderlich, unmittelbar oder über die Internationale Atomenergie-Organisation oder andere einschlägige internationale Organisationen, um Anleitungen für die Ausgestaltung, Aufrechterhaltung und Verbesserung von Systemen des physischen Schutzes von Kernmaterial während des internationalen Transports zu erhalten.
5. Ein Vertragsstaat kann, soweit erforderlich, andere Vertragsstaaten unmittelbar oder über die Internationale Atomenergie-Organisation oder andere einschlägige internationale Organisationen konsultieren und mit ihnen zusammenarbeiten, um von ihnen Anleitungen für die Ausgestaltung, Aufrechterhaltung und Verbesserung seines nationalen Systems des physischen Schutzes von Kernmaterial bei der innerstaatlichen Nutzung, Lagerung und Beförderung und von Kernanlagen zu erhalten.
wird von jedem Vertragsstaat nach innerstaatlichem Recht mit Strafe bedroht.12 2. Jeder Vertragsstaat bedroht die in diesem Artikel beschriebenen Straftaten mit angemessenen Strafen, welche die Schwere der Tat berücksichtigen.
Hält der Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich der Verdächtige befindet, es in Anbetracht der Umstände für gerechtfertigt, so trifft er nach seinem innerstaatlichen Recht geeignete Massnahmen einschliesslich der Verhaftung, um die Anwesenheit des Verdächtigen zum Zweck der Strafverfolgung oder der Auslieferung sicherzustellen.
Die nach diesem Artikel getroffenen Massnahmen werden den Staaten, die verpflichtet sind, ihre Gerichtsbarkeit nach Artikel 8 zu begründen, und soweit angebracht allen anderen betroffenen Staaten unverzüglich notifiziert.
Der Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet sich der Verdächtige befindet, hat, wenn er ihn nicht ausliefert, den Fall ohne irgendeine Ausnahme und ohne unangemessene Verzögerung seinen zuständigen Behörden zum Zweck der Strafverfolgung in einem Verfahren nach seinem Recht zu unterbreiten.
Für die Zwecke der Auslieferung oder der Rechtshilfe wird keine der in Artikel 7 genannten Straftaten als politische Straftat, als eine mit einer politischen Straftat zusammenhängende oder als eine auf politischen Beweggründen beruhende Straftat angesehen. Folglich darf ein Ersuchen um Auslieferung oder Rechtshilfe, das auf einer solchen Straftat beruht, nicht allein mit der Begründung abgelehnt werden, dass es sich um eine politische Straftat, um eine mit einer politischen Straftat zusammenhängende oder um eine auf politischen Beweggründen beruhende Straftat handle.
Dieses Übereinkommen ist nicht so auszulegen, als enthalte es eine Verpflichtung zur Auslieferung oder Rechtshilfe, wenn der ersuchte Vertragsstaat ernstliche Gründe für die Annahme hat, dass das Auslieferungsersuchen wegen in Artikel 7 genannter Straftaten oder das Ersuchen um Rechtshilfe in Bezug auf solche Straftaten gestellt worden ist, um eine Person wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit, ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer politischen Anschauungen zu verfolgen oder zu bestrafen, oder dass die Lage dieser Person aus einem dieser Gründe erschwert werden könnte, wenn dem Ersuchen stattgegeben würde.
Jedem, gegen den ein Verfahren wegen einer der in Artikel 7 genannten Straftaten durchgeführt wird, ist während des gesamten Verfahrens eine gerechte Behandlung zu gewährleisten.
Dieses Übereinkommen lässt die Weitergabe von Kerntechnologie für friedliche Zwecke, die zur Stärkung des physischen Schutzes von Kernmaterial und Kernanlagen erfolgt, unberührt.
Die Anhänge sind Bestandteil dieses Übereinkommens.
Dieses Übereinkommen liegt vom 3. März 1980 bis zu seinem Inkrafttreten am Sitz der Internationalen Atomenergie‑Organisation in Wien und am Sitz der Vereinten Nationen in New York für alle Staaten zur Unterzeichnung auf.
Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation, der Annahme oder der Genehmigung durch die Unterzeichnerstaaten.
Nach seinem Inkrafttreten liegt dieses Übereinkommen für alle Staaten zum Beitritt auf.
Die Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs‑ oder Beitrittsurkunden werden beim Depositar hinterlegt.
Der Depositar notifiziert allen Staaten umgehend
Die Urschrift dieses Übereinkommens, dessen arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, wird beim Generaldirektor der Internationalen Atomenergie‑Organisation hinterlegt; dieser übermittelt allen Staaten beglaubigte Abschriften.
Zu Urkund dessen haben die gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen, das am 3. März 1980 in Wien und in New York zur Unterzeichnung aufgelegt wurde, unterschrieben.(Es folgen die Unterschriften)
1. Der Umfang des physischen Schutzes für Kernmaterial während der mit dem internationalen Nukleartransport zusammenhängenden Lagerung umfasst
2. Der Umfang des physischen Schutzes für Kernmaterial während des internationalen Transports umfasst folgendes:
| Material | Form | Kategorie | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Plutoniuma) | Unbestrahltb) | 2 kg und mehr | Weniger als 2 kg jedoch mehr als 500 g | 500 g und weniger, jedoch mehr als 15 g |
| 2. Uran 235 | Unbestrahltb) | |||
| – Uran angereichert auf 20 %235U und mehr | 5 kg und mehr | Weniger als 5 kg jedoch mehr als 1 kg | 1 kg und weni-ger, jedoch mehr als 15 g | |
| – Uran angereichert auf 10 %235U und mehr, jedoch weniger als 20 % | – | 10 kg und mehr | weniger als 10 kg, jedoch mehr als 1 kg | |
| – Uran angereichert auf mehr als den natürlichen Gehalt, jedoch weniger als 10 %235U | – | – | 10 kg und mehr | |
| 3. Uran 233 | Unbestrahltb) | 2 kg und mehr | weniger als 2 kg jedoch mehr als 500 g | 500 g und weniger, jedoch mehr als 15 g |
| 4. Bestrahlter Brennstoff | Abgereichertes Uran oder Natururan, Thorium oder schwach angereicherter Brennstoff (weniger als 10 % spaltbarer Anteil) d) e) | |||
| a) Plutonium mit Ausnahme von Plutonium mit einer mehr als 80-prozentigen Konzentration des Isotops Plutonium 238. | ||||
| b) Material, das nicht in einem Reaktor bestrahlt wurde, oder in einem Reaktor bestrahltes Material, dessen Strahlung unabgeschirmt in einem Meter Abstand 1 Gray/Stunde (100 rad/h) oder weniger beträgt. | ||||
| c) Mengen, die nicht in die Kategorie III fallen, und Natururan sollen entsprechend den Grundsätzen einer umsichtigen Betriebsführung geschützt werden. | ||||
| d) Ungeachtet dieser Empfehlung zum Umfang des Schutzes steht es den Staaten frei, unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände eine andere Kategorie des physischen Schutzes anzuwenden. | ||||
| e) Sonstiger Brennstoff, der aufgrund seines ursprünglichen Gehalts an spaltbarem Material unbestrahlt in Kategorie I oder II eingestuft wurde, kann um eine Kategorie heruntergestuft werden, wenn die Strahlung des Brennstoffs unabgeschirmt in einem Meter Abstand mehr als 1 Gray/Stunde (100 rad/h) beträgt. |
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 12. September | 2003 B | 12. Oktober | 2003 |
| Albanien | 5. März | 2002 B | 4. April | 2002 |
| Algerien* | 30. April | 2003 B | 30. Mai | 2003 |
| Andorra* | 27. Juni | 2006 B | 27. Juli | 2006 |
| Angola | 21. September | 2020 B | 21. Oktober | 2020 |
| Antigua und Barbuda | 4. August | 1993 B | 3. September | 1993 |
| Äquatorialguinea | 24. November | 2003 B | 24. Dezember | 2003 |
| Argentinien* | 6. April | 1989 | 6. Mai | 1989 |
| Armenien | 24. August | 1993 B | 23. September | 1993 |
| Aserbaidschan* | 19. Januar | 2004 B | 18. Februar | 2004 |
| Australien | 22. September | 1987 | 22. Oktober | 1987 |
| Bahamas* | 21. Mai | 2008 B | 20. Juni | 2008 |
| Bahrain* | 10. Mai | 2010 B | 9. Juni | 2010 |
| Bangladesch | 11. Mai | 2005 B | 10. Juni | 2005 |
| Belarus* | 9. September | 1993 N | 14. Juni | 1993 |
| Belgien** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Benin | 18. September | 2019 B | 18. Oktober | 2019 |
| Bolivien | 24. Januar | 2002 B | 23. Februar | 2002 |
| Bosnien und Herzegowina | 30. Juni | 1998 N | 1. März | 1992 |
| Botsuana | 19. September | 2000 B | 19. Oktober | 2000 |
| Brasilien | 17. Oktober | 1985 | 8. Februar | 1987 |
| Bulgarien | 10. April | 1984 | 8. Februar | 1987 |
| Burkina Faso | 13. Januar | 2004 B | 12. Februar | 2004 |
| Chile | 27. April | 1994 B | 27. Mai | 1994 |
| China* | 10. Januar | 1989 B | 9. Februar | 1989 |
| Costa Rica | 2. Mai | 2003 B | 1. Juni | 2003 |
| Côte d’Ivoire | 17. Oktober | 2012 B | 16. November | 2012 |
| Dänemark | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Deutschland** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Dominica | 8. November | 2004 B | 8. Dezember | 2004 |
| Dominikanische Republik | 30. April | 2009 | 30. Mai | 2009 |
| Dschibuti | 22. Juni | 2004 B | 22. Juli | 2004 |
| Ecuador | 17. Januar | 1996 | 16. Februar | 1996 |
| El Salvador* | 15. Dezember | 2006 B | 14. Januar | 2007 |
| Eritrea* | 13. März | 2020 B | 12. April | 2020 |
| Estland | 9. Mai | 1994 B | 8. Juni | 1994 |
| Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM)* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Eswatini | 17. April | 2003 B | 17. Mai | 2003 |
| Fidschi | 23. Mai | 2008 B | 22. Juni | 2008 |
| Finnland** | 22. September | 1989 | 22. Oktober | 1989 |
| Frankreich* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Gabun | 19. Februar | 2008 B | 20. März | 2008 |
| Georgien | 7. September | 2006 B | 7. Oktober | 2006 |
| Ghana | 16. Oktober | 2002 B | 15. November | 2002 |
| Grenada | 9. Januar | 2002 B | 8. Februar | 2002 |
| Griechenland** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Guatemala* | 23. April | 1985 | 8. Februar | 1987 |
| Guinea | 29. November | 2005 B | 29. Dezember | 2005 |
| Guinea-Bissau | 8. Oktober | 2008 | 7. November | 2008 |
| Guyana | 13. September | 2007 B | 13. Oktober | 2007 |
| Honduras | 28. Januar | 2004 B | 27. Februar | 2004 |
| Indien* | 12. März | 2002 B | 11. April | 2002 |
| Indonesien* | 5. November | 1986 | 8. Februar | 1987 |
| Irak | 7. Juli | 2014 B | 6. August | 2014 |
| Irland** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Island | 18. Juni | 2002 B | 18. Juli | 2002 |
| Israel* | 22. Januar | 2002 | 21. Februar | 2002 |
| Italien* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Jamaika | 16. August | 2005 B | 15. September | 2005 |
| Japan | 28. Oktober | 1988 B | 27. November | 1988 |
| Jemen | 31. Mai | 2007 B | 30. Juni | 2007 |
| Jordanien* | 7. September | 2009 B | 7. Oktober | 2009 |
| Kambodscha | 4. August | 2006 B | 3. September | 2006 |
| Kamerun | 29. Juni | 2004 B | 29. Juli | 2004 |
| Kanada | 21. März | 1986 | 8. Februar | 1987 |
| Kap Verde | 23. Februar | 2007 B | 25. März | 2007 |
| Kasachstan | 2. September | 2005 B | 2. Oktober | 2005 |
| Katar* | 9. März | 2004 B | 8. April | 2004 |
| Kenia | 11. Februar | 2002 B | 13. März | 2002 |
| Kirgisistan | 15. September | 2015 B | 15. Oktober | 2015 |
| Kolumbien | 28. März | 2003 B | 27. April | 2003 |
| Komoren | 18. Mai | 2007 B | 17. Juni | 2007 |
| Kongo (Brazzaville) | 3. September | 2021 | 3. Oktober | 2021 |
| Kongo (Kinshasa) | 21. September | 2004 B | 21. Oktober | 2004 |
| Korea (Süd-)* | 7. April | 1982 | 8. Februar | 1987 |
| Kroatien | 29. September | 1992 N | 8. Oktober | 1991 |
| Kuba* | 26. September | 1997 B | 26. Oktober | 1997 |
| Kuwait* | 23. April | 2004 B | 23. Mai | 2004 |
| Laos* | 29. September | 2010 B | 29. September | 2010 |
| Lesotho | 29. September | 2010 B | 29. Oktober | 2010 |
| Lettland | 6. November | 2002 B | 6. Dezember | 2002 |
| Libanon | 16. Dezember | 1997 B | 15. Januar | 1998 |
| Libyen | 18. Oktober | 2000 B | 17. November | 2000 |
| Liechtenstein | 25. November | 1986 | 8. Februar | 1987 |
| Litauen | 7. Dezember | 1993 B | 6. Januar | 1994 |
| Luxemburg** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Madagaskar | 28. Oktober | 2003 B | 27. November | 2003 |
| Malawi | 17. Dezember | 2013 B | 16. Januar | 2014 |
| Mali | 7. Mai | 2002 B | 6. Juni | 2002 |
| Malta | 16. Oktober | 2003 B | 15. November | 2003 |
| Marokko | 23. August | 2002 | 22. September | 2002 |
| Marshallinseln | 7. Februar | 2003 B | 9. März | 2003 |
| Mauretanien | 29. Januar | 2008 B | 28. Februar | 2008 |
| Mexiko | 4. April | 1988 B | 4. Mai | 1988 |
| Moldau | 7. Mai | 1998 B | 6. Juni | 1998 |
| Monaco | 9. August | 1996 B | 8. September | 1996 |
| Mongolei | 28. Mai | 1986 | 8. Februar | 1987 |
| Montenegro | 21. März | 2007 N | 3. Juni | 2006 |
| Mosambik* | 3. März | 2003 B | 2. März | 2003 |
| Myanmar* | 6. Dezember | 2016 B | 5. Januar | 2017 |
| Namibia | 2. Oktober | 2002 B | 1. November | 2002 |
| Nauru | 12. August | 2005 B | 11. September | 2005 |
| Neuseeland | 19. Dezember | 2003 B | 18. Januar | 2004 |
| Nicaragua | 10. Dezember | 2004 B | 9. Januar | 2005 |
| Niederlande* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Aruba | 2. Dezember | 2005 | 2. Dezember | 2005 |
| Niger | 19. August | 2004 | 18. September | 2004 |
| Nigeria | 4. April | 2007 B | 4. Mai | 2007 |
| Niue | 19. Juni | 2009 B | 19. Juli | 2009 |
| Nordmazedonien | 20. September | 1996 N | 17. November | 1991 |
| Norwegen** | 15. August | 1985 | 8. Februar | 1987 |
| Oman* | 11. Juni | 2003 B | 11. Juli | 2003 |
| Österreich** | 22. Dezember | 1988 | 21. Januar | 1989 |
| Pakistan* | 12. September | 2000 B | 12. Oktober | 2000 |
| Palästina | 11. Januar | 2018 B | 10. Februar | 2018 |
| Palau | 24. April | 2007 B | 24. Mai | 2007 |
| Panama | 1. April | 1999 | 1. Mai | 1999 |
| Paraguay | 6. Februar | 1985 | 8. Februar | 1987 |
| Peru* | 11. Januar | 1995 B | 10. Februar | 1995 |
| Philippinen | 22. September | 1981 | 8. Februar | 1987 |
| Polen | 5. Oktober | 1983 | 8. Februar | 1987 |
| Portugal** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Ruanda | 28. Juni | 2002 B | 28. Juli | 2002 |
| Rumänien* | 23. November | 1993 | 23. Dezember | 1993 |
| Russland | 25. Mai | 1983 | 8. Februar | 1987 |
| Sambia | 7. November | 2016 B | 7. Dezember | 2016 |
| San Marino | 19. Januar | 2015 B | 18. Februar | 2015 |
| Saudi-Arabien* | 7. Januar | 2009 B | 6. Februar | 2009 |
| Schweden** | 1. August | 1980 | 8. Februar | 1987 |
| Schweiz** | 9. Januar | 1987 | 8. Februar | 1987 |
| Senegal | 3. November | 2003 B | 3. Dezember | 2003 |
| Serbien | 5. Februar | 2002 N | 27. April | 1992 |
| Seychellen | 13. August | 2003 B | 12. September | 2003 |
| Simbabwe | 20. September | 2021 B | 20. Oktober | 2021 |
| Singapur* | 22. September | 2014 B | 22. Oktober | 2014 |
| Slowakei | 10. Februar | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 7. Juli | 1992 N | 25. Juni | 1991 |
| Spanien* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| St. Lucia* | 14. September | 2012 B | 14. Oktober | 2012 |
| St. Kitts und Nevis | 29. August | 2008 B | 28. September | 2008 |
| Südafrika* | 17. September | 2007 | 17. Oktober | 2007 |
| Sudan | 18. Mai | 2000 B | 17. Juni | 2000 |
| Syrien* | 5. Dezember | 2019 B | 4. Januar | 2020 |
| Tadschikistan | 11. Juli | 1996 B | 10. August | 1996 |
| Tansania | 24. Mai | 2006 B | 23. Juni | 2006 |
| Thailand | 19. Juni | 2018 B | 19. Juli | 2018 |
| Togo | 7. Juni | 2006 B | 7. Juli | 2006 |
| Tonga | 24. Januar | 2003 B | 23. Februar | 2003 |
| Trinidad und Tobago | 25. April | 2001 B | 25. Mai | 2001 |
| Tschad | 16. September | 2019 B | 16. Oktober | 2019 |
| Tschechische Republik | 24. März | 1993 N | 1. Januar | 1993 |
| Tunesien | 8. April | 1993 B | 8. Mai | 1993 |
| Türkei* | 27. Februar | 1985 | 8. Februar | 1987 |
| Turkmenistan | 7. Januar | 2005 B | 6. Februar | 2005 |
| Uganda | 10. Dezember | 2003 B | 10. Januar | 2004 |
| Ukraine | 9. August | 1996 B | 8. September | 1996 |
| Ungarn | 4. Mai | 1984 | 8. Februar | 1987 |
| Uruguay | 24. Oktober | 2003 B | 23. November | 2003 |
| Usbekistan | 9. Februar | 1998 B | 11. März | 1998 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 16. Oktober | 2003 B | 15. November | 2003 |
| Vereinigte Staaten | 13. Dezember | 1982 | 8. Februar | 1987 |
| Vereinigtes Königreich* ** | 6. September | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Guernsey | 11. Dezember | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Insel Man | 11. Dezember | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Jersey | 11. Dezember | 1991 | 6. Oktober | 1991 |
| Vietnam* | 4. Oktober | 2012 B | 3. November | 2012 |
| Zentralafrikanische Republik | 20. Februar | 2008 B | 21. März | 2008 |
| Zypern* | 23. Juli | 1998 B | 22. August | 1998 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. ** Einwendungen. Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA):www.iaea.org/> Resources > Treaties eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. |
Berichtigung vom 21. Okt. 2025 (AS 2025 628). ↩
AS 1987 504 ↩
SR 0.120 , A: «Satzung». ↩
A: «rechtswidrigen Handels». ↩
A, D: «soll». ↩
Fassung gemäss Ziff. 2 der Änd. vom 8. Juli 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft für die Schweiz seit 8. Mai 2016 (AS 2016 1487;BBl 2008 1153). ↩
Eingefügt durch Ziff. 3 der Änd. vom 8. Juli 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft für die Schweiz seit 8. Mai 2016 (AS 2016 1487;BBl 2008 1153). ↩
Eingefügt durch Ziff. 3 der Änd. vom 8. Juli 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft für die Schweiz seit 8. Mai 2016 (AS 2016 1487;BBl 2008 1153). ↩
A: «Vollziehung». ↩
D: «Genehmigung». ↩
D: «Genehmigungsinhabers». ↩
Fassung gemäss Ziff. 9 der Änd. vom 8. Juli 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft für die Schweiz seit 8. Mai 2016 (AS 2016 1487;BBl 2008 1153). ↩
Fassung gemäss Ziff. 12 der Änd. vom 8. Juli 2005, von der BVers genehmigt am 13. Juni 2008 und in Kraft für die Schweiz seit 8. Mai 2016 (AS 2016 1487;BBl 2008 1153). ↩
A, D: «Verwahrer». ↩
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